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Lissabon, Arbeitsfortschritte, eine Vernissage und ein Wiedersehen

 

#26.06.16– Lissabon, Arbeitsfortschritte, eine Vernissage und ein Wiedersehen

»Hm, das duftet gut und fühlt sich herrlich an.« Vicky säuselte diese Worte mit geschlossenen Augen vor sich hin, während sie nach der morgendlichen Dusche ihren schönen, schlanken Körper mit einer reichhaltigen Sonnenschutz-Kokosmilch einbalsamierte – der Duft nach Kokos und Vanille vermischte sich mit dem frischen Aroma von feuchter Haut und dem leichten Salzgeschmack der Meeresluft, die durch das geöffnete Fenster hereindriftete.

»Du kannst ja viel behaupten, meine Liebe, aber der Captain muss diese Behauptung zur Sicherheit erst einmal höchstpersönlich und äußerst sorgfältig prüfen!« Zwinkerte ich ihr mit einem unübersehbar genießenden Blick zu, trat von hinten ganz nah an sie heran, atmete den exotischen Duft ein und strich mit den Händen über ihre warme, weiche Frauenhaut. Ich musste unwillkürlich lachen: »Stimmt auffallend. Duftet ausgesprochen gut und fühlt sich unter den Fingern sogar noch besser an, hoho!«

»Nimm sofort deine zärtlichen Bärenpranken von mir, du unverbesserlicher Gauner! Los, beweg dich, wir müssen zum Frühstück, die anderen warten schon!«

Sie wehrte mich mit einem fraulich zufriedenen Schmunzeln ab, schlüpfte gekonnt unter meinen Armen durch und drängte mich in Richtung des hellen Salons. Wenig später saßen wir alle zusammen auf dem hübschen Wohnzimmerbalkon, wo Britt und Demo bereits den gesamten Frühstückstisch liebevoll gedeckt hatten. Es fehlte an nichts: Frischer Kaffee dampfte in den Tassen, und in einer großen Glaskaraffe wartete ein eiskalter, selbstgemixter Obstsaft-Mineralwasser-Mix auf uns. Bei sonnigen, wunderbar angenehmen 23 °C und einem lauen Vormittagslüftchen plauderten wir in aller Seelenruhe über den anstehenden Tag und koordinierten unsere Pläne.

Die Wege unserer kleinen Reisegruppe sollten sich heute für eine kurze Weile trennen. Demo hatte sich vorgenommen, noch einen vollen Tag lang intensiv am Boot des holländischen Seglerpaares zu arbeiten, und Britt wollte hier bleiben, um ihm Gesellschaft zu leisten und ihm bei Bedarf bei den handwerklichen Handreichungen assistieren zu können.

Vicky und ich hatten dagegen ein ganz anderes Ziel vor Augen: Wir würden uns auf den Weg nach Lissabon machen, wo sie eine exklusive Einladung zu einer hochkarätigen Kunst-Vernissage vorliegen hatte. Ein wohlhabender, kunstsinniger Mäzen, den die drei übrigens schon vor meiner Ankunft an der Algarve in der lokalen Marina kennengelernt hatten, hatte uns für diese Zeit eine Unterkunft in seinem privaten Palácio angeboten – einem herrschaftlichen Anwesen südöstlich von Lissabon.

Am heutigen Abend würde eine von ihm und ähnlich vermögenden Sammlern gesponserte High-Society-Vernissage stattfinden, auf der auch Vicky die Gelegenheit erhalten sollte, ein paar ihrer außergewöhnlichen Werke zu präsentieren, um potenzielle Käufer aus der Oberschicht zu ködern.

Bevor wir allerdings endgültig die Autobahn Richtung Norden ansteuerten, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum aufgebockten Liegeplatz der Nauticat in dem bereits beschriebenen, großen maritimen Dienstleistungszentrum. Die für den Rumpfanstrich und die fachgerechte Erneuerung der Seeventile zuständigen Leute der Fachfirma – Vasile, Adriano und die taffe Bürokraft Maria – entdeckten uns sofort, begrüßten uns überaus freundlich und servierten uns erst einmal guten Kaffee, während wir gemeinsam den aktuellen Fortgang der Arbeiten besprachen.

Das Team war mit den anspruchsvollen Aufgaben bereits beachtlich weit vorangekommen und bog sprichwörtlich auf die Zielgerade ein; es waren im Grunde nur noch ein paar kleinere, finale Nacharbeiten an den Kanten notwendig. Diese kosmetischen Korrekturen wollten sie im Laufe des heutigen Tages komplett beenden, sodass der frische, schützende Unterwasseranstrich danach noch einige Tage im ungestörten Sonnenschein und dem warmen, trockenen Klima der Algarve vollständig durchhärten konnte. Es sah alles nach professioneller, erstklassiger Handwerksarbeit aus. Wir waren sichtlich erleichtert, sparten nicht mit ehrlichem Lob für die Truppe und vor allem Britt und Vicky waren derart begeistert über das Ergebnis, dass sie zur großen Freude der Männer großzügig dankbare Umarmungen und kleine Küsschen auf die Wangen verteilten. schmunzel

»Mensch, das sieht einfach großartig aus, voll schön!« strahlte Britt über das ganze Gesicht und setzte ihr weiblich raffiniertes, charmantes Sexappeal dabei fast noch ein Stück gekonnter und offensiver ein als Vicky.

»Yep, da kann ich nur zustimmen. Was meinst du dazu, Captain? Das ist doch wirklich erstklassige Arbeit geworden, oder?« fragte Vicky mit einem stolzen Lächeln.

Währenddessen nahmen Demo, der von Bootsfarben und Lackierungen ehrlicherweise sogar noch mehr versteht als ich, und meine Wenigkeit den frisch glänzenden Rumpf genau unter die Lupe.

»Ich sehe beim besten Willen nichts, worüber man sich hier ernsthaft beschweren könnte«, stellte ich wohlgefällig und zufrieden fest. »Die ganz kleinen Schmierer und minimalen Fehler an den Rändern wollen die drei ja heute noch akribisch korrigieren.«

»Klasse! Das ganze Boot sieht von außen jetzt wirklich fast wieder aus wie ein Neu.«

Den detaillierten Bericht von Meister Joao über die sorgfältige Prüfung der Ruderanlage, hatten wir ja bereits am Vortag erhalten – inklusive der schriftlichen Bestätigung, dass keinerlei verdeckte Schäden oder Ermüdungserscheinungen im Material vorliegen. Wir trennten uns also mit einem zufriedenen Gefühl von den Handwerkern und freuten uns schon jetzt darauf, die Nauticat gegen Ende der Woche endlich wieder schwimmend in ihrem Element zu sehen. Ein billiges Vergnügen ist so ein umfassender Werftaufenthalt inklusive Material und Facharbeitsstunden natürlich keineswegs; für alle durchgeführten Arbeiten dürften am Ende wohl um die 9.000,- Euronen fällig werden. seufz

Wir verabschiedeten uns herzlich voneinander, und Britt begleitete Demo direkt weiter zu seiner heutigen Arbeitsstelle an der Trintella. Vicky und ich machten uns derweil auf den Weg zur Autovermietung, bei der ich am Vortag vorsorglich ein schickes Mercedes E-220 Cabriolet reserviert hatte. Die Station von . Locauto Portimão>>>, in der Rua Dom Carlos I Nummer 98 ist eine empfehlenswerte Adresse mit ausgesprochen freundlichem Personal, einer angenehm unkomplizierten Abwicklung und fairen Preisen ohne versteckte Kostenfallen im Kleingedruckten.


 

»Du luxusverwöhnter, unverbesserlicher Verschwender!« stichelte Vicky mit einem augenzwinkernden Lächeln, als wir vor dem eleganten, weißen Cabriolet standen und ich den Schlüssel entgegennahm.

Sie amüsierte sich köstlich darüber, dass ich mich nicht für einen der typischen, erheblich billigeren Kleinwagen entschieden hatte, die man sonst so als Standard-Mietkiste angedreht bekommt. Aber in Wahrheit freute sie sich natürlich insgeheim genauso wie ich über den fahrbaren Untersatz. So ein Wagen – den ich als treuer Mercedesfahrer seit gefühlten Ewigkeiten im Alltag gewohnt bin – ist einfach erheblich bequemer auf der Langstrecke und macht beim Cruisen dreimal so viel Spaß. Das war mir der moderate Aufpreis unter dem Strich definitiv wert.

Wer meine Blog-Einträge schon länger mitliest, kennt ja meine tief verwurzelte Vorliebe für die Marke mit dem Stern und die praktischen Gründe dafür. Besonders angenehm finde ich bei diesen Autos zudem immer wieder, dass jeder an Mercedes gewöhnte Fahrer alle wichtigen Schalter, Hebel und Funktionen blind an exakt der gewohnten Stelle vorfindet und man sich dadurch auf Anhieb in jedem Modell weltweit augenblicklich »wie zu Hause« fühlt.

Mit dem Wagen holten wir am Appartement schnell noch ausreichend Sachen für eine geplante Übernachtung ab und verstauten eine gut isolierte E-Kühltasche mit frischem Obst und kühlen Getränken im Kofferraum mit Stromanschluss. Bei dem herrlichen, aber glücklicherweise noch nicht zu heißen Sommerwetter mit inzwischen etwa 26 °C öffneten wir das Verdeck vollständig und kosteten das fantastische Cabrio-Feeling in vollen Zügen aus. Die warme Luft strich uns um die Ohren, während die Sonne sanft auf unsere Haut brannte und das leichte Rascheln der Palmen am Straßenrand den Fahrtwind untermalte.

Das Navigationssystem veranschlagte für die rund 270 Kilometer lange Strecke nach Norden etwas unter drei Stunden reine Fahrtzeit. Da wir uns aber fest vorgenommen hatten, aus der Fahrt ein entspanntes Sightseeing mit ausgiebigen Kaffeepausen und gemütlichen Rauchstopps in den malerischen Landschaften zu machen, stellten wir uns eher auf gute fünf Stunden ein. Der größte Teil der Route führte uns über die mautpflichtige Autobahn A-2 mitten durch das dünn besiedelte, weite portugiesische Inland. Es war ein wunderbares Cruisen mit viel Schauen, Entdecken und gelegentlichen Zwischenstopps, um eine besonders reizvolle Aussicht auf die sanften Hügelketten zu genießen.

Am hübschen und für einen normalen Autobahnrastplatz erstaunlich sauberen und gut geführten Colibri-Área de Serviço A2 Almodôvar>>> legten wir nach einer Weile den ersten längeren Zwischenstopp ein. Wir holten uns zwei gute Kaffees und versorgten uns an der Theke mit üppig und frisch belegten Sandwiches als deftigem Reiseproviant. Der gesamte Rasthof machte einen tadellosen, gepflegten Eindruck, das Personal war ausgesprochen hilfsbereit und die Preise befanden sich im fairen Rahmen – keineswegs so unverschämt überteuert, wie man es leider beispielsweise auf vielen deutschen Autobahn-Rasthöfen über sich ergehen lassen muss.


 

»Ach… ich liebe meine nordische Heimat ja wirklich; aber dieses herrlich milde, südliche Klima, die entspannte Lebensart der Menschen hier, die malerischen alten Bauten und diese weiten Landschaften – das hat einfach eine ganz besondere Magie!« Vicky räkelte ihre schlanken Formen sichtlich genießend auf den Stühlen der hübschen Außenterrasse, während wir den heißen Kaffee schlürften und uns eine Zigarette anzündeten.

»Und vor allem ist es hier unten im Südwesten Europas nicht so bitterkalt wie in deiner Heimat Karelien meistens!« piekte ich sie mit einem breiten Lächeln in die Seite. »Aber jetzt mal ganz im Ernst: Ich mag meine südwestdeutsche Heimat ja eigentlich auch gern, und das Klima dort im Rheingraben ist ja durchaus schon erheblich milder als bei dir im Norden. Aber so richtig rundum wohl fühle ich mich eben vor allem in den sonnigen Südländern, in den Subtropen und Tropen. Die Wärme und die südländische Gelassenheit liegen meinem Naturell einfach definitiv mehr.«

»Eine typische Steve-Antwort, haha!« Vicky lachte laut auf und streichelte mir mit den Fingerspitzen zärtlich über den Unterarm. »Ein schlichtes, kurzes ‚Ja‘ genügt bei dir eben nie, du musst aus jeder Mücke immer gleich eine überlegt reflektierende Beschreibung der gesamten Weltlage hinzufügen.«

»Ja…« grinste ich nur, trank den letzten Schluck des starken Kaffees aus und zündete mir gut gelaunt noch eine Kippe an.

»So ist’s brav, haha!«

Sie amüsierte sich sichtlich über mich, während unsere Hände eine Weile miteinander spielten und die Finger sich ineinanderschoben. Bald darauf brachen wir wieder auf, fuhren gemütlich weiter landeinwärts und machten nach gut zwei Dritteln der gesamten Strecke noch einmal an einem kleinen, abgelegenen Parkplatz halt. Dort verputzten wir im Schatten der Bäume die zuvor gekauften Sandwiches, die wirklich lecker schmeckten, und bedienten uns am frischen Obst und den eiskalten Getränken aus unserer Kühltasche. Zwecks ein bisschen körperlicher Bewegung nach dem langen Sitzen beschlossen wir, noch eine halbe Stunde in der Umgebung spazieren zu gehen.

Hinter einem dichten, wild wuchernden Bewuchs – von der Autobahn und dem Parkplatz aus nicht sichtbar – entdeckten wir zufällig eine halb verfallene alte Ruine. Vermutlich handelte es sich dabei um ein ehemaliges, historisches Bauernhaus oder ein altes Landgut, das vor Jahrzehnten aufgegeben worden war. Sofort blitzte in uns beiden zeitgleich exakt derselbe Gedanke auf: Das war die perfekte Kulisse für ein paar klassische Schnappschüsse nach dem altbewährten künstlerischen Kontrast-Muster »junge, blühende Schönheit in alten, verfallenden Gemäuern«.

»Na los, Captain, worauf wartest du noch? Zück gefälligst die Kamera und knips ein paar Bilder, statt mich nur mit großen Augen anzuglotzen!« schmunzelte Vicky fraulich-frech.

Sie schlüpfte innerhalb von wenigen Sekunden mit ein paar geübten Bewegungen aus ihrer sommerlich-luftigen Kleidung, warf die Sachen auf einen alten Balken und begann sogleich, vollkommen nackt, sexy und unbeschwert vor den bröckelnden Steinmauern zu posieren. Obwohl, das Wort »Posieren« trifft es bei ihr eigentlich gar nicht richtig. Bei ihr wirkt so etwas auf den Bildern fast nie wie das künstliche, einstudierte Gehabe eines typischen Fotomodels. Bei ihr sieht es schlicht und ergreifend immer so aus wie bei Nudisten, die sich einfach vollkommen natürlich nackt in ihrer Umwelt bewegen und sich absolut nichts dabei denken – falls sie überhaupt einen Gedanken daran verschwenden.

 

»Dass ich hier immer die ganze Arbeit an der Kamera machen muss…« grummelte ich spielerisch genervt, während ich das Objektiv einstellte. »…kann ich deine schönen, schlanken Formen nicht einfach mal ganz ohne Technik mit meinen eigenen Augen genießen, hoho?«

»Kannst du, darfst du natürlich jederzeit, mein großer Bär«, zwinkerte sie mir verschmitzt zu. »Aber du bist nun mal der leidenschaftliche Knipser weiblicher Schönheit, also beschwer dich nicht!«

»Stimmt auffallend, Madam…«

Ich griff natürlich mit Freude nach der Kamera, stolperte im Eifer des Gefechts prompt über einen am Boden liegenden Bruchstein und wäre um ein Haar mitsamt der teuren Ausrüstung der Länge nach hingeknallt. Das brachte sie natürlich nur noch mehr zum Lachen. Nach zwei oder drei richtig guten Aufnahmen im Kasten spürten wir beide definitiv die Lust auf einen schnellen, intensiven Quickie inmitten der alten Ruinen aufkommen. Doch wir blieben am Ende beide beherrscht und vernünftig: Wir wollten auf gar keinen Fall verschwitzt und nach Sex duftend bei unserem vornehmen Gastgeber ankommen.

Also packten wir die Sachen wieder zusammen, fuhren bald weiter und verließen an einer großen Mautstelle – ich glaube, der Name auf dem Schild lautete Praça de Portagem – endgültig die Autobahn A-2. Schließlich erreichten wir das hübsche und architektonisch durchaus beeindruckende Palácio unseres Gastgebers über eine herrschaftlich angelegte Auffahrt, die sich inmitten eines großen, parkähnlichen Gartens mit angrenzenden Plantagen dahinzog. Das Anwesen lag idyllisch direkt neben einer kleinen, gepflegten Siedlung mit schätzungsweise kaum einhundert Einwohnern.

Das mächtige Hauptgebäude strahlte vom ersten Moment an eine vollkommen ruhige, aristokratische Atmosphäre aus und war ein wunderbares, klassisches Beispiel für die traditionelle Herrenhaus-Architektur der Alentejo-Region. Es handelte sich um ein historisches Herrenhaus auf einem riesigen Landgut mit einer langen, wechselvollen Geschichte, die uns der Hausherr später sehr freundlich und detailliert erzählte.

Die tiefen Ursprünge des Anwesens reichten tatsächlich bis weit ins 12. Jahrhundert zurück. Damals stand an genau dieser Stelle eine wehrhafte Kapelle der Ritter des legendären Ordens von Santiago, die während der historischen Reconquista eine strategisch wichtige Rolle bei der Rückeroberung der Region spielte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude verständlicherweise mehrfach umgebaut, zerstört und erweitert. Im 18. und 19. Jahrhundert entstand schließlich der heutige Palácio in seiner prachtvollen Form, der über lange Zeit als Residenz eines einheimischen Grafen diente.

Zwischenzeitlich wurde die Anlage auch mal als exklusives Luxus-Hotel-Resort genutzt, und heute dient es, von Grund auf wunderschön restauriert und behutsam modernisiert, als private Residenz eines steinreichen Unternehmers südöstlich außerhalb von Lissabon. Seinen echten Namen soll ich hier im Blog auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin nicht nennen, und ich darf auch nur in einem sehr begrenzten Rahmen Fotos von dem Anwesen veröffentlichen – von ihm selbst oder seiner Familie verständlicherweise gar keine. Offensichtlich legt der distinguierte Herr allergrößten Wert auf Diskretion, was sicherlich auch handfeste Sicherheitsgründe hat. Menschen in dieser Wohlstandsklasse leben leider oft in der latenten Furcht vor Entführungen von Familienmitgliedern und nachfolgenden Erpressungen durch kriminelle Banden.

»WOW! Das ist wirklich absolut beeindruckend und wunderschön, wie du hier lebst!« Vicky fiel dem gut 50-jährigen, elegant gekleideten Herrn zur Begrüßung vollkommen unbeschwert und mit ihrer lockeren Herzlichkeit direkt um den Hals. Der Hausherr duldete die stürmische Umarmung mit einem amüsierten Schmunzeln und einem leisen Lächeln, begrüßte mich im Anschluss mit einem festen Gentleman-Handschlag und überließ uns dann dem diskreten Hauspersonal, das uns erst einmal zu unserer Unterkunft führte.

Die aufwendigen Restaurierungen und Modernisierungen des Palácio wurden im Laufe der Jahre bewusst so behutsam durchgeführt, dass das klassische, historische Ambiente in jedem Raum weitestgehend erhalten blieb. Dadurch wirkte das gesamte Interieur herrlich gemütlich und auf eine edle Art altmodisch. Insbesondere die traditionelle, weltberühmte portugiesische Kachel-Kunst – die sogenannten Azulejos – war an den Wänden überall perfekt erhalten geblieben, respektive fachgerecht restauriert. Das ist wie so vieles im Leben natürlich ein wenig Geschmackssache, passte hier jedoch perfekt hinein und hinterließ einen authentischen Gesamteindruck.

 

In der uns zugewiesenen, riesigen Suite – allein das angeschlossene Badezimmer war flächenmäßig ein gutes Stück größer als so manche normalen Hotel-Gästezimmer –, machten wir uns erst einmal gründlich frisch. Vicky zog sich im Anschluss ein elegantes, hübsches Kleid an, das deutlich besser in dieses aristokratische Umfeld passte als ihre lockeren Seglerklamotten. Der für uns zuständige Gäste-Butler informierte uns mit einer zurückhaltenden, geradezu ehrerbietigen Höflichkeit darüber, dass der Hausherr geschäftlich noch bis etwa 17:30 Uhr vollauf eingespannt sei. Wir könnten uns in der Zwischenzeit auf dem gesamten Anwesen völlig frei bewegen. Falls wir irgendwelche Wünsche bezüglich Essen, Getränken oder sonstigen Anliegen hätten, bräuchten wir einfach nur ihn oder ein anderes Mitglied des Haushaltspersonals darauf anzusprechen.

Pünktlich um 18:15 Uhr sollten wir uns dann in der großen Eingangshalle einfinden, um gemeinsam mit den Hausherren in seiner chauffierten Limousine zur Vernissage nach Lissabon zu fahren. Dort wartete auch ein exquisites Abend-Büffet auf die geladenen Gäste, und die Veranstaltung sollte sich bis etwa Mitternacht hinziehen. Über 120 geladene Besucher wurden für den Abend erwartet – eine bunte Mischung aus wohlhabenden Kunstsammlern, Kritikern und Mäzenen.

Mehrere gesponserte Künstler bekamen an diesem Abend die Gelegenheit, ihre Werke im typischen, aber unaufdringlichen High-Society-Rummel zu präsentieren, und auch für Vicky war ein fester Ausstellungsplatz reserviert worden. Der Dresscode lautete sommerlich locker, aber elegant. Erfahrungsgemäß fand sich auf solchen exklusiven Events für jeden präsentierten Künstler mindestens ein ernsthafter Interessent, Käufer oder ein lukrativer Folgeauftraggeber unter den wohlhabenden Gästen.

Vickys ungewöhnliche Kunst, die hauptsächlich aus großformatigen, detailreichen Zeichnungen besteht, hatte gute Chancen, an diesem Abend einiges an Aufmerksamkeit zu erregen – schlicht, weil etwas Vergleichbares in diesen traditionellen Kreisen noch fast nie präsentiert worden war. Solche großformatigen Original-Zeichnungen – gefertigt mit Kohle und Bleistift auf schwerem Papier und mit nachträglichen Vintage-Effekten versehen – werden in der Kunstwelt oft als »Vintage Mugshot«, »Retro Wanted Poster Art« oder »Noir Criminal Portrait« bezeichnet.

Dieser ganz spezielle Stil ist seit 2023 und 2024 vor allem in der internationalen KI-Kunst-Szene populär geworden. Er wird aber von traditionellen, analogen Zeichnern natürlich schon sehr viel länger verwendet und als handgefertigte Kunst auf dem Markt vermarktet. Vicky hatte in der Vergangenheit tatsächlich schon einige dieser aufwendigen Werke zu recht beachtlichen Preisen verkaufen können; in der Spitze bekam sie für eine rund 2x2 Meter große Zeichnung dieses Stils einmal umgerechnet beachtliche 18.000,- Euro – es handelte sich dabei um ein kunstvoll verfremdetes, aber sofort identifizierbares Doppelporträt zweier weltberühmter Persönlichkeiten.

»Hoffentlich gelingen mir heute Abend ein oder zwei gute Verkäufe«, meinte Vicky mit einem hoffnungsvollen Unterton, als wir vor der Abfahrt für noch ein bisschen körperliche Bewegung durch die malerische Umgebung des Landguts spazierten. »Ich würde dir nämlich unheimlich gern so schnell wie möglich deinen großzügigen Vorschuss zurückzahlen, Steve.«

»Ich drücke dir auf jeden Fall beide Daumen ganz fest«, lächelte ich, nahm sie im Gehen aufmunternd in den Arm und drückte sie kurz fest an mich. Inzwischen hatten wir draußen an die 30 °C erreicht, und bei der engen körperlichen Berührung kam man in der stehenden Luft sofort leicht ins Schwitzen. »Aber wie ich dir schon oft gesagt habe: Mach dir bloß keinen künstlichen Druck oder Eile. Lass dir alle Zeit der Welt die du brauchst und stottere den Betrag einfach ganz entspannt so ab, wie es deine Finanzen eben zulassen.«

»Danke, du Lieber!« Bekam ich einen leidenschaftlichen Kuss auf die Lippen, und sie rieb ihre schönen, kurvigen Formen frech lächelnd ein bisschen an meinem Körper, bevor wir wieder Richtung Haupthaus umkehrten.


 

Seit sie vor Monaten aufs Boot umgezogen ist und ihr Leben hauptsächlich auf dem Wasser verbringt, ist das kontinuierliche Herstellen und professionelle Vermarkten ihrer Kunst logischerweise deutlich komplizierter geworden als zuvor an Land, wo sie noch ein großes, festes Atelier besaß. Auf oder genauer gesagt in einem ständig schwankenden, relativ kleinen Segelboot inmitten einer feuchten Salzwasserumgebung, muss sie bei der Arbeit sorgfältig und gut geplant vorgehen. Meistens hat sie eines ihrer neuesten Werke komplett luftdicht in Spezialfolie eingeschweißt unter dem Lattenrost des großen Doppelbettes in der Heckkabine gelagert, um es bei passenden Gelegenheiten sofort unbeschadet präsentieren zu können.

Von ihrem Laptop aus kann sie zudem bei Ausstellungen mittels eines kompakten Beamers unterschiedliche digitale Scans ihrer Bilder hochauflösend auf eine Leinwand projizieren. Eine eigene Online-Verkaufsseite sowie mehrere professionell geführte Promotion-Influencer-Accounts betreibt sie natürlich ebenfalls: Als Model postet sie ebenfalls regelmäßig sexy Bilder von sich und hat sich so im Laufe der Zeit eine treue Gefolgschaft von ein paar Zehntausend Followern aufgebaut.

Britt handhabt das übrigens ganz ähnlich und kommt mit ihren Profilen sogar auf sechsstellige Followerzahlen, was ihr dementsprechend solide, regelmäßige Online-Einnahmen einbringt. In Vickys skandinavischer Heimat lagern zudem – gut behütet und verwaltet von ihrer Familie – noch etliche weitere dieser großformatigen Originale, die dann bei konkretem Interesse sofort per Spedition weltweit an den Käufer versendet werden können.

Nach unserem Spaziergang legten wir in der kühlen Suite noch eine wunderbare Siesta ein, liebten uns ausgiebig und erschienen schließlich pünktlich zur vereinbarten Abfahrt frisch geduscht und passend gestylt in der großen Halle. Unser galanter Gastgeber machte Vicky auf dem Weg ebenfalls ein wenig Hoffnung und betonte, dass er unter den geladenen Gästen der Vernissage mindestens vier finanzkräftige Teilnehmer persönlich kenne, die sich für ihre spezielle Art der Kunst interessieren dürften.

Die Fahrt zum Ausstellungsort, der nahe dem breiten Rio Tejo und der großen Bucht lag, dauerte in der komfortablen Limousine rund 45 Minuten, während derer wir uns locker und ungezwungen unterhielten. Der Hausherr entpuppte sich auch im privaten Gespräch als ein ungemein interessanter, hochgradig gebildeter und kluger Typ, der auf uns beide durchweg sympathisch und bodenständig wirkte.

Übrigens ist Portugals weltberühmte Hauptstadt Lissabon mit ihren rund 550.000 Einwohnern im globalen Vergleich eigentlich eher eine mittelgroße, sogar fast klein zu nennende Stadt. Aber sie ist lebendig, pulsierend und zu einem Großteil einfach hübsch anzusehen – vollgepackt mit einer reichen Kultur und einer jahrhundertealten Geschichte. Ich selbst war nun schon seit einigen Jahren nicht mehr hier gewesen und hatte mir fest vorgenommen, dass wir, bevor wir wieder zurück an die Algarve fuhren, zumindest einen vollen Tag lang ausgiebiges Sightseeing in den alten Gassen machen würden.

Da wir das normale Mittagessen heute komplett hatten ausfallen lassen, zog es mich gleich nach unserer Ankunft in der Halle magisch an das exquisite, üppig bestückte Büffet. Vicky schnappte sich ebenfalls schnell ein paar leckere Happen zur Stärkung und kümmerte sich dann sofort mit fokussiertem Eifer um den professionellen Aufbau ihrer Präsentation an dem ihr zugewiesenen Platz. 

 

Der offizielle Veranstaltungsbeginn der Vernissage für das geladene kunstinteressierte Publikum war auf 20 Uhr angesetzt; wir hatten also noch etwas Zeit, und sie erledigte das Arrangement mit nur wenig Hilfe von mir oder den fleißigen Organisations-Mitarbeitern routiniert und zügig. So etwas Ähnliches hatte sie auf ihrem langen Segeltörn vom Baltikum bis hierher nach Portugal schließlich schon etliche Male in verschiedenen europäischen Küstenstädten erfolgreich durchgezogen.

Dann schlug die Stunde, die Tore öffneten sich und die elegant gekleideten Menschen strömten in die große, stimmungsvoll ausgeleuchtete Ausstellungshalle, die in verschiedene künstlerische Bereiche unterteilt war. Es handelte sich überwiegend um gut situierte, vermögende bis steinreiche Leute – eine absolut typische Upperclass-Vernissage, auf der das »normale« Publikum und gewöhnliche Kunstinteressierte am heutigen Abend keinen Zutritt erhielten; die breite Masse durfte erst an den beiden darauffolgenden Tagen in die Hallen.

Vicky blieb verständlicherweise fast ununterbrochen wie festgewurzelt an ihrem Präsentationsplatz stehen, um sofort auf jeden potenziellen Interessenten eingehen und ihre Techniken erklären zu können. Ich übernahm in dieser Zeit den Part des fürsorglichen Managers und versorgte sie vom wirklich erstklassigen Feinkost-Büffet und der gut sortierten Getränkebar regelmäßig mit frischem Essen und kühlen Drinks. 

 

Wenn sie dann doch mal dringend für ein paar Minuten auf die Toilette verschwinden musste, hielt ich solange am Stand die Stellung und vertröstete die herantretenden Interessenten bei tiefergehenden Fragen charmant darauf, dass die Künstlerin in wenigen Augenblicken persönlich zurückkehren und alle Details umfassend beantworten würde. Ansonsten nutzte ich die Zeit, schlenderte entspannt durch die Gänge, schaute mir die von den anderen Künstlern präsentierten Werke an und plauderte gelegentlich unverbindlich mit diversen Besuchern.

Um ehrlich zu sein: Nahezu alles, was zu diesem Anlass am heutigen Abend an moderner Kunst gezeigt wurde, entsprach so gut wie gar nicht meinem persönlichen Geschmack. Ich bin ohnehin kein allzu großer Kunst-Fan und ertappe mich oft bei dem Gedanken, dass es in dieser Szene meistens sehr viel mehr um die pompöse Show und nicht selten egomanisches Sehen-und-Gesehen-Werden geht als um das eigentliche Handwerk.

Am ehesten können mich noch klassische, handwerklich meisterhafte Werke faszinieren, obwohl es natürlich auch in früheren Epochen der Kunstgeschichte bei den alten Meistern schon massiv um die zur Vermarktung notwendige Selbstdarstellung ging. Mit dem, was heutzutage gemeinhin unter dem Begriff »Moderne Kunst« auf den Markt geworfen wird, kann ich im Allgemeinen reichlich wenig anfangen. Aber selbstverständlich respektiere ich die tiefe Leidenschaft der Künstler für das, was sie da tun – ganz unabhängig davon, ob es mir nun persönlich zusagt oder nicht.

Nachdem ich mich ein weiteres Mal am reichhaltigen Büffet gestärkt und mich mit einem Glas exzellenten Wein versorgt hatte, schlenderte ich wieder gut gelaunt durch die Gänge. Dabei bemerkte ich eine rassig-südländisch wirkende, attraktive junge Frau von vielleicht 23 Jahren, die mich nun schon seit einer ganzen Weile mit offensichtlich gesteigertem Interesse aus der Ferne beobachtete. Ihr dunkles, glänzendes Haar fiel ihr in weichen Wellen über die Schultern, und ihr bauchfreies Oberteil betonte ihre grazilen Kurven, während sie sich mit der Anmut und dem Sexappeal von Fashion-Models durch die Menge bewegte.

Für das ansonsten etwas steife Niveau dieser Veranstaltung war sie ungewöhnlich sexy-casual gekleidet: Sie trug eine helle, verwaschene Jeans und ein ziemlich knappes, bauchfreies weißes Oberteil, unter dem sie offensichtlich keinen BH trug. Ihre grazilen Bewegungen deuteten sofort auf ein professionelles Fashion-Model hin, und ich überlegte im Gehen angestrengt, ob ich ihr vielleicht in der Vergangenheit auf einem der vielen Model-Events oder Castings begegnet war – fand jedoch auf die Schnelle keinerlei konkrete Erinnerung in meinem Schädel. Als sich unsere Blicke schließlich direkt trafen und ich ihr natürlich höflich-freundlich zulächelte, fackelte sie nicht lange: Sie kam mit federnden Schritten direkt auf mich zu und schmunzelte mich auf Deutsch mit einem süßen, holländischen Akzent an:

»Ich wette ein Vermögen darauf, dass du dir gerade ganz gewaltig den Kopf zerbrichst, dich aber beim besten Willen nicht an mich erinnern kannst, stimmts? Hey, ich bin Lois – und du bist doch dieser bekannte Fotografen-Captain Steve?«

»Hallo Lois, sehr erfreut!« Ich musste lachen. »Stimmt auffallend, der bin ich. Und du scheinst mich ja offensichtlich zu kennen, während ich im Moment ehrlicherweise noch absolut keine Ahnung habe, woher wir uns kennen und wer du bist. Ein Model, vermute ich mal stark?«

»Aye, Sir! Model und manchmal auch ein bisschen Künstlerin«, lächelte sie auf eine sympathische, selbstbewusste Art, wie sie erfolgreichen Frauen eigen ist, die keine Probleme mit ihrer Weiblichkeit haben. »Aber mach dir bloß keine Vorwürfe: Es ist schon eine ganze Weile her. Ich war damals noch ein ziemlich naives Anfänger-Nachwuchsmodel; ein dummes kleines Mädchen, das noch von absolut nichts eine Ahnung hatte, als wir uns mal bei einem großen Casting begegnet sind.«

»Aha…, na dann ist es aber erst recht erstaunlich, dass du dich überhaupt noch nach all der Zeit an mich erinnerst und mich hier im Getümmel anscheinend sofort wiedererkannt hast?« Ich wunderte mich nun nicht mehr ganz so sehr. Solche Begegnungen sind mir in der Vergangenheit schon gelegentlich passiert; ich war ja früher jahrelang ziemlich aktiv in der internationalen Model-Branche unterwegs und pflege auch heute noch viele gute Kontakte in diese Kreise.

»Das ist gar nicht so erstaunlich, wie du jetzt vielleicht vermutest!«

Sie blinzelte mir charmant und mehrdeutig zu – auf diese ganz spezielle, weibliche Art, die besonders Models oft an den Tag legen, weil sie schlichtweg gerne Frau sind und sich ihrer Wirkung auf Männer vollkommen bewusst sind.

»Ach ja? Und weshalb…? Weißt du was, kann ich dir vielleicht erst einmal einen Drink besorgen und wir plaudern in Ruhe weiter?« Wir bewegten uns während des Redens bereits automatisch in Richtung eines freien, etwas abseits aufgestellten Stehtisches am Rande der großen Halle.

»Das ist gar nicht nötig…« Lois stoppte kurz und schnappte sich mit einer grazilen Bewegung im Vorbeigehen eine gefüllte Champagner-Flöte vom silbernen Tablett einer vorbeilaufenden Bedienung. »…ich erinnere mich deshalb noch so gut an dich, Steve, weil du damals im Vergleich zu all den anderen Typen einfach… ungewöhnlich warst.«

»Hm, das höre ich zwar nicht zum ersten Mal in meinem Leben, Lois, aber inwiefern genau meinst du in diesem Fall ‚ungewöhnlich‘? Komm, lass uns doch am besten mal nach draußen vor die Tür gehen, damit ich mir eine Zigarette anzünden kann.«

Ich nahm einen kräftigen Schluck von meinem Wein und wies mit der Hand in Richtung eines gläsernen Seitenausgangs, da in der gesamten Ausstellungshalle typischerweise ein striktes Rauchverbot herrschte.

»Sehr gerne – vorausgesetzt, du bläst mir den Rauch nicht direkt ins Gesicht!« Zwinkerte sie mir locker zu, hakte sich ganz ungeniert und vertraut bei mir unter, und gemeinsam gingen wir hinaus an die frische Luft. Draußen war es mit mittlerweile knapp 20 °C angenehm frisch geworden – ein wunderbarer Kontrast zu dem zwar klimatisierten, aber durch das pralle Sonnenlicht des Tages und die vielen Menschen ziemlich aufgeheizten Innenräumen des Gebäudes.

»Also, Lois? Schieß los, was war denn damals an mir so ungewöhnlich?« fragte ich schmunzelnd, während ich mir die Kippe ansteckte. Ich ahnte natürlich schon im Stillen, was jetzt wahrscheinlich als Antwort kommen würde… und traf damit voll ins Schwarze.

»Du warst damals bei diesem anstrengenden Casting einer der ganz, ganz wenigen, der uns junge Nachwuchsmodels nicht wie seelenlose Püppchen oder austauschbare Kleiderständer behandelt und unhöflich herumkommandiert hat. Du warst ein echter Gentleman, Steve. Heute, mit ein paar Jahren mehr Erfahrung in der Branche, kenne ich den Unterschied natürlich ganz genau. Du hast uns dumme Mädels, die wir damals die Köpfe noch voller Illusionen, Ängste und großer Träume hatten, trotz allem immer mit echtem menschlichen Respekt und richtig nett behandelt. Das vergisst man nicht.« Lois lächelte mich bei diesen Worten auf eine sehr ehrliche und sympathische Weise an.

 

Sie ist nicht unbedingt das, was man eine klassische, makellose Modelschönheit nach dem Lehrbuch nennen würde, aber sie besitzt ein ausdrucksstarkes, fotogenes Gesicht, hat eine fantastische Figur und wirkte insgesamt einfach wie ein nettes, bodenständiges weibliches Wesen – ein Mensch, mit dem man sich gern auf Anhieb anfreundet und in dessen Gesellschaft man sich locker wohlfühlt. Eindeutig gehörte sie nicht zu dieser Sorte von kalt berechnenden Models, die primär nach ihrem eigenen finanziellen Vorteil oder reichen Männern Ausschau halten und ihre äußerliche Attraktivität und ihr Sexappeal gezielt als Waffe einsetzen.

Wir plauderten in der Folgezeit den typischen, entspannten Kennenlern-Smalltalk und lachten herzlich über die damalige Casting-Begegnung, an die ich mich beim besten Willen absolut nicht mehr im Detail erinnern konnte. Das wäre allerdings auch ein echtes Wunder gewesen: Wenn man sich als Fotograf über viele Jahre hinweg in den großen Modelkreisen von Paris, Mailand und anderen Metropolen bewegt, hat man es im Laufe der Zeit tatsächlich mit Tausenden von jungen Girls und Frauen zu tun, die einem irgendwo kurz begegnen, für ein paar Minuten vor der Kamera stehen oder mit denen man mal ein paar flüchtige Worte gewechselt hat. Es ist schlicht völlig unmöglich, sich all diese schönen Gesichter zu merken, wenn man nicht über einen längeren Zeitraum konkret miteinander zu tun hat, Kontaktdaten austauscht oder mehrere Shootings miteinander durchzieht, bei denen man sich intensiver kennenlernt.

Nun, ich könnte hier noch seitenweise über unser langes Gespräch im Mondschein schreiben, aber das würde den zeitlichen Rahmen dieses Blog-Eintrags definitiv sprengen. Nur so viel sei verraten: Dieses Mal machten wir Nägel mit Köpfen und tauschten tatsächlich unsere Kontaktdaten aus. Lois erwähnte zum Abschied noch mit einem vielsagenden Lächeln, dass sie mir in naher Zukunft gern mal als Model zur Verfügung stehen würde – und das ohne finanzielles Interesse, einfach so, just for fun an der kreativen Arbeit vor einer Kamera.

Später am Abend schlenderte ich, in Begleitung von Lois, wieder zurück zum Stand und löste Vicky an ihrem Präsentationsplatz ab, damit sie sich auch mal ein wenig die Beine vertreten und etwas essen konnte. Bei dieser Gelegenheit lernten sich die beiden Frauen auch gleich kennen und verstanden sich auf Anhieb blendend. Als die Vernissage gegen Mitternacht schließlich langsam ausklang, konnte Vicky eine positive Bilanz ziehen: Sie hatte tatsächlich eines ihrer großformatigen Werke für stolze 6.500,- Euro an einen betuchten Sammler verkauft, und zwei weitere Interessenten hatten ihre Visitenkarten hinterlassen und ernsthaftes Interesse bekundet, in den nächsten Tagen über einen Kauf zu verhandeln.

Es war also unter dem Strich ein rundum erfolgreicher, gelungener und zudem auch noch interessanter Abend mit vielen neuen, wertvollen Bekanntschaften und wirklich exquisiten Köstlichkeiten vom Feinkost-Büffet. Aus Höflichkeit unserem großzügigen Gastgeber gegenüber, der nach dem langen Stehen verständlicherweise ziemlich müde war und am liebsten gleich auf direktem Weg zurück zu seinem Palácio fahren wollte, verzichteten wir darauf, noch weiter in der Innenstadt von Lissabon umherzuziehen.

Wir stiegen gemeinsam in die wartende Limousine, deren klimatisierte Luft eine angenehme Kühle nach dem warmen Abend bot. Die Lederpolster rochen nach neuem Auto und diskretem Luxus, während wir uns zurücklehnten und die Lichter der Stadt langsam hinter uns verschwanden.

Vicky bedankte sich während der Fahrt noch einmal überaus charmant für die exklusive Einladung und das Vorstellen der potenziellen Interessenten. Sie freute sich verständlicherweise riesig darüber, eines ihrer aufwendigen Bilder direkt an den Mann gebracht zu haben. Das Ganze wurde praktischerweise als Sofort-Verkauf ihres einzigen ausgestellten Original-Bildes per sekundenschneller Online-Direktüberweisung abgewickelt, sodass sich das Geld bereits auf der Rückfahrt auf ihrem Konto befand.

So gingen wir beide am Ende bester Laune, wohlig müde und frisch geduscht gegen 01:30 Uhr in der Nacht in unserer Suite ins Bett, schmusten noch eine Weile sinnlich miteinander. Irgendwann pennten wir schließlich tiefenentspannt ein… schnarch

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Lissabon, viele Shootings




#20.05.3 Portugal, Lissabon, viele Shootings
Dienstag, 12. Mai 2020
Heute war ich leider fast ausschließlich Online mit Geschäftsangelegenheiten beschäftigt und das bis in den Abend hinein. Nette und angenehme Abwechslung boten zwischendurch die gemeinsamen Mahlzeiten, Spaziergänge in Kens schönem Anwesen und am Spätnachmittag ein Gespräch mit Natalia und Ken.
Die Süße hat sich jetzt doch entschlossen, Kens und mein Angebot anzunehmen, hier in diesem Anwesen, welches ihr so gut gefällt, als weitere Angestellte zu bleiben. So eine Art Dienst- / Hausmädchen / Servicekraft / Küchenmädchen usw.; also für alle Bereiche die halt menschliche Arbeitskraft erfordern.
Spätestens ab Mitte Juni, wenn sich die Corona Pandemie nicht überraschend wieder verschlimmert, wird es auch GC Gäste hier geben, die natürlich eine etwas andere Betreuung erforderlich machen, als normale Hausgäste und Freunde von Ken.
Um der lieben jungen Frau auch eine Zukunftsperspektive zu eröffnen, legte ich wert darauf, dass sie sich in diesem Zusammenhang auch zu einer echten Ausbildung bereit erklärt. Beispielsweise könnte sie sich in Richtung einer echten, ausgebildeten und fachlich qualifizierten und zertifizierten Haushälterin entwickeln, was ich ihr gut zutraue. *smile*
Auch als quasi Amateur Model für die vielen Fotointeressierten im GC, würde sie sich gerne zur Verfügung stellen und kann damit noch einen netten Zusatzverdienst bekommen. Wie schon mehrfach erwähnt und beschrieben, ist sie ja ohnehin ein völlig ungenierte junge Frau, die ähnlich wie Nudisten, so gar keine Probleme damit hat sich nackig zu zeigen. Eher im Gegenteil macht ihr das sogar sehr viel Spaß und zeigt sie sich vergnügt gerne in völliger Natürlichkeit, spielt gerne mit ihren Reizen, als hübsche, gut gebaute, junge Frau. *schmunzel*

Mittwoch, 13. Mai 2020
Nach dem Frühstück, fuhr ich wieder mit Cindy zu den Chinesen; sie war auch gestern dort, ‚muss’ ja weiter dem Künstler, für die zu formende Statue Model sitzen, liegen und stehen. Ich freute mich auf shooten mit den Mandelaugen- Schönheiten, bewunderte aber zunächst wieder Cindys ausdrucksstarkes, elegantes Sexappeal, in einem tollen Outfit; ein silbermetallartiger Stoff sowohl für das Bauchfreie Oberteil, als auch für den kurzen, aber nicht übertrieben kurzen Rock und wo drin sie wieder mal fantastisch aussah.
Laura war heute nicht als Foto- Assi dabei, da sie eine Verabredung mit Freunden hatte. Schade aber dadurch war ich nun auch mit der Latina Schönheit alleine im Auto durch Lissabon unterwegs… und sozusagen völlig ungestört die Gesellschaft dieser Rassefrau genießen zu können, ist selbstverständlich auch sehr reizvoll.
Wie schon mehrfach erwähnt und beschrieben, ist sie ja nicht ‚nur’ eine sehr reizvolle Model Schönheit, sondern hat echte Klasse, ist clever, gebildet, humorvoll und schlagfertig. Dazu im Allgemeinen auch noch sehr nett, solange man(n) sie nicht nervt und ihr Latina Temperament herausfordert. *grins*
„Was grinst du so schelmisch?“ Schmunzelte sie über meinen Gesichtsausdruck, als ich ziemlich genau das beschriebene, neben ihr im Auto dachte.
„Ach ich dachte gerade…“ erzählte ich ihr einfach direkt meine Gedanken und sie lachte mitreißend.
„Hahaha…, so siehst du mich also, du Womenizer?“
„So sehe ich dich…, ähm…, Womenizer? Ich?“ *grins*
„Du bloß nicht so! Du weißt genau was ich meine!“ Bekam ich einen leichten Knuff an den Oberarm.
„Aua…, keine Ahnung wovon du sprichst, du brutales Weib.“ *dackelblick*
„Ahahaha…, als ob es überhaupt irgendwas gäbe, wovon du keine Ahnung hast!“
„Na gut…, aber das ist doch noch kein Grund, mich gleich brutal zu schlagen!“ *beleidigter-dackelblick*
„Brutal schlagen… hihi? Du meinst diese sanfte Berührung deines Oberarmst, sie mehr ein streicheln war?“ Kicherte Cindy über meinen gekonnten Dackelblick Ausdruck im Gesicht. „Oh schau mal! Steil oder?“ Wie sie auf ein tolles, großes Street Art Wandbild, an einem Häuserblock.
„Ja beeindruckend…“ konnte ich nur kurz hinschauen, da die Verkehrssituation gerade mit Aufmerksamkeit erforderte.
„Da gibt’s noch mehr…, halt doch mal an Steve!“ Meinte sie und ich kurvte schnell in einen gerade frei werdenden Parkplatz am Straßenrand. Wir stiegen aus und liefen hinüber, erfuhren von den Menschen dort, dass es sich um das ‚CULTURAL CENTER CARNIDE’ handelt. Es gab noch mehr Street Art Kunst usw. zu bewundern. Nichts wirklich außergewöhnlich Beeindruckendes, eher alles amateurhafte Kunst, aber das ist doch egal; jedenfalls war es interessant, die Leute sehr freundlich… und bei so manchem Mann erregte Cindy in ihrem auffällige Outfit, mit der Sexappeal Ausstrahlung eines schönen Rasseweibs, mehr Aufmerksamkeit als die ausgestellte Kunst. *lach*
Manches war auch ziemlich kitschig aber trotzdem machte es Spaß sich ein bisschen umzuschauen. Die Leute freuten sich, bei Fremden unserer Klasse Aufmerksamkeit erregt hatten und das wir uns freundlich anerkennend äußerten. In erster Linie geht es bei Allem was mit Kunst und Künstlern zu tun hat, ja genau darum: Aufmerksamkeit erregen, beachtet werden, Anerkennung bekommen… und nicht wenige Künstler sind regelrecht süchtig danach.
Künstler und Leute die mit Kunst zu tun haben, sind meistens auch sozusagen exhibitionistische Menschen, die ihre Kunst ja nicht für sich selbst produzieren, sondern eben weil sie damit in Erscheinung treten, sich hervorheben, etwas bewirken wollen usw. Man stelle sich einen Schauspieler vor, der niemals auftritt, keinen Applaus bekommt, keine Anerkennung erntet…, so was gibt es praktisch nicht, wozu auch?!
Wir mussten sozusagen auch noch eine Einladung zum Cafe annehmen, einfach weil es unhöflich gewesen wäre abzulehnen. So waren wir etwas länger dort, als beabsichtigt und kamen später als verabredet zur Villa der Chinesen. Ich hasse es zu spät zu kommen, aber das sind ja keine genau terminierten Geschäftstreffen oder so, sondern eher lockere Verabredungen.
Die schöne und so perfekt fraulich geformte Yumu, posierte bereits Akt in ganzer Schönheit für einen japanischen Zeichenkünstler, der heute ebenfalls zu besuch dort war. Das eignet sich natürlich auch gut, um sie dabei zu fotografieren und ich bewunderte auch mit meinen Männeraugen ihre tollen Formen. *grins*
Yu ist definitiv ein außergewöhnliches Model Talent mit sehr viel fotogener Ausstrahlung, asiatischem Mandelaugen Sexappeal und zeigt sehr gerne völlig ungeniert ihre perfekt fraulichen Porzellanhaut Formen, ist stolz darauf so schön zu sein und setzt ihre Reize gerne in Szene. Eben auch wieder typisch Künstlerin mit stark ausgeprägter, exhibitionistischer Ader.
Obwohl sie eindeutig viel Erfahrung und Routine hat, bewahrte sie sich die eher seltene Fähigkeit, dabei niemals routiniert oder gelangweilt, sondern sozusagen frisch mit einer weiblich- verlockenden Ausstrahlung so zu wirken, dass sich kein normaler Mann diesem ‚Und Ewig lockt das Weib’ Reiz gänzlich entziehen könnte. Auch ich nicht, trotz meiner vielen Vollprofi Erfahrung mit unzähligen Schönheiten.
Und genau das ist sehr wichtig! Für Fotografen, wie für Models gilt gleichermaßen: wenn es mal so weit kommt, dass du nur noch leicht gelangweilt, sehr routiniert deine Foto Shootings abarbeitest…, sieht man das den Pics auch an. Bei nicht Wenigen, insbesondere wenn sie von dieser Profession auch finanziell leben müssen, kann das regelrecht geschäftsschädigend werden.
Models die wie Yu und z. B. auch Cindy die Fähigkeit besitzen, auch mit jahrelanger Routine immer noch eine Ausstrahlung rüber zu bringen, Fotos zu produzieren die besonders faszinieren, sind selten. Fotografen die das so einfangen können ebenfalls. Die Atmosphäre des sich beim shooten wohl fühlen, gemeinsam als Fotograf und Model sich dabei wohl fühlen, auch eine gewisse erotische Spannung zwischen Männlein und Weiblein, welche sich auf den Pics ausdrückt, ist sehr wichtig.
Jedenfalls dann wenn du besseres produzieren willst, als nur die millionenfach verbreiteten primitiven, häufig schmutzig- pornografisch wirkenden Nacktfotos irgendwelcher Körper. Deshalb freut sich jeder Fotograf, solch eher seltene Models treffen zu dürfen und gute Models freuen sich ebenfalls, wenn sie mit solch guten Fotografen oder sonstigen guten Künstlern ‚arbeiten’ können.
Ja diese Yumu hat dieses undefinierbare ‚gewisse Etwas’ an fotogener Ausstrahlung und besitzt auch viel Selbstdisziplin, posiert gerne, ist gerne eine Frau mit beachtlicher Wirkung auf das andere Geschlecht und so macht ein Shooting auch wirklich den beteiligten Freude. Da kommt keinerlei langweilige Routine auf oder erledigt man nur schnell einen Job, sondern genießt es…, auch die sinnlich- erotische Spannung dabei. *smile*







Donnerstag, 14. Mai 2020
„Vielen Dank Stacy und einen wunderschönen guten Morgen..:“ grinste ich breit, beim morgendlichen  Gang ins Bad.
Die sexy- attraktive Schauspielerin belegt das Gästezimmer links von unserem und dazwischen liegt unser gemeinsames Badezimmer, mit Eingängen von beiden Seiten. Keiner achtet wirklich darauf, die Tür gegenüber zu verriegeln, wenn wir das Bad benutzen, dazu gehen wir viel zu locker ungeniert miteinander um. So ergaben sich bereits einige Situationen mit reizvollen Anblicken für genießende Männeraugen, denn Stacy ist auch sonst ein sehr ungenierter und als Schauspielerin typischerweise auch eher exhibitionistischer Mensch. Sie hat schon sehr freizügige Rollen gespielt und ist garantiert nicht beschämt, wenn irgendjemand sie nackt zu Gesicht bekommt.
„Pass auf das du nicht blind wirst…“ schmunzelte sie nur cool und blieb sogar einen Moment frech absichtlich so stehen, dass ich ihre sehr entzückenden, natürlich unbekleideten weiblichen Reize, auch wirklich mit den Augen genießen konnte. *schmunzel*
 „Zu spät, ich sehe bereits nichts mehr…“ schmunzelte ich ebenfalls leicht amüsiert über ihre ungeniert- selbstbewusste Weiblichkeit.
„Das ist aber sehr schade…, für dich…“ ging sie zwinkernd völlig locker unter die große, durchsichtig verglaste Dusche, während ich meine übliche, morgendliche Badroutine begann. Natürlich riskierte ich als Mann da noch so einige, weitere Blicke in ihre Richtung, was sie wiederum selbstverständlich auch ganz genau wusste.
Dann ging ich gleich nach ihr ebenfalls unter die Dusche und Stacy betrachtete sich ähnlich amüsiert genauso meinen leider nicht mehr ganz so knackigen Body, inklusive völlig ungenierten Blicken auf meine Männlichkeit. Linka platzte auch noch herein, ging genauso locker- ungeniert mit einem fröhlich gähnenden „Morning Genossen…“ auf die Kloschüssel und kam dann süß kichernd zu mir in die Dusche, wo wir uns gegenseitig vergnügt und zärtlich abwuschen.
Ach ja… erwähnte ich schon mal, mein Leben sehr und genauso wie es ist, zu lieben?! *breitgrins*
Etwas später spazierten wir Drei plaudernd und lachend zum Frühstücken; draußen deutete sich ein weiterer, schöner Frühlingstag an, mit am Morgen aber noch frischen nur 14°; die Wetter App zeigte für den Nachmittag auch ein gewisses Gewitter- und Regenrisiko an. Aber jetzt war es herrlich sonnig und die Strahlen wärmten sehr angenehm.
Einige von uns fuhren danach zum Parque Silva Porto oder Parque Grão Vasco oder Mata de Benfica; keine Ahnung warum das hübsche, kleine Parkgelände gleich drei verschiedene Namen hat. Jedenfalls trafen wir uns dort mit der Fanny genannten, portugiesisch- chinesischen Eurasierin, auf Empfehlung der chinesischen Künstler.
Fanny stand diesem auch schon Model und sucht derzeit dringend zusätzliche Verdienstmöglichkeiten; am liebsten sogar einen festen Job mit Unterkunft. Eine weitere Haus- / Dienst Maid, welche auch gerne ungeniert als Amateur Model agiert, können wir für Kens schönes Refugium ganz gut gebrauchen. Trotz Corona werden kommende Woche erste GC Gäste eintreffen, die natürlich mehr umsorgt werden sollten, als normale Hausgäste.
Nun Fanny erwies sich als hübscher, sexy- süß- sympathischer und auch cleverer Frechdachs, spricht neben Chinesisch und Portugiesisch auch gutes Englisch und sogar etwas Deutsch. Sie dürfte sich z. B. mit Natalia und den zwei portugiesischen Hausmädchen prima verstehen, was im Rahmen eines guten Betriebsklimas ja auch nicht ganz unwichtig ist.
Also sprach nichts dagegen ihr eine Chance zu geben und vereinbarte ich gleich mal ein kleines Probeshooting mit der Hübschen, um sie näher und besser kennenzulernen. Aber meine Menschenkenntnis und Erfahrung sagte mir bereits, dass Fanny definitiv gut geeignet ist.
Cindy und ich wollten von hier aus sowieso weiter zu den Chinesen, wo sie wieder dem Künstler für die Statue Model sitzt und ich mit den Künstlerinnen shooten wollte. So nahmen wir sie gleich mit und konnte ich dort in Ruhe auch ein bisschen mit ihr shooten. So was ist immer prima geeignet, um gerade junge Frauen richtig kennenzulernen.
Typisch für junge Menschen, spielen viele ja Öffentlich sozusagen Rollen, geben sich eher so wie sie gerne wären, als wie sie wirklich sind. Es ist auch mit viel Erfahrung und Menschenkenntnis nicht immer so ganz leicht, gerade bei hübschen Frauen hinter die Fassade zu schauen. Aber wenn sich so eine junge Frau, wenn sie kein Profi ist, für einen Fotografen auszieht und man(n) quasi mit ihnen ‚arbeitet’, fallen mit der Kleidung meist auch schnell viele Masken ab und kannst du den Menschen dahinter richtig, zumindest besser kennenzulernen.
„Wo genau bist du noch mal her Fanny?“ Führte ich zunächst mit ihr alleine ein klassisches ‚näher kennenlernen’ Gespräch.
„Meine Familie kommt aus dem ehemals portugiesischen Macao…, kennst du diese Geschichte…, (ich nickte)…, aber ich bin in Hongkong aufgewachsen, wohin ein Teil der Familie vor ungefähr 20 Jahren umgezogen ist.“ Erklärte sie lächelnd, sichtlich bemüht sich gut auszudrücken. Doch in einem sexy- kurzen, weiten Long Shirt ‚Kleid’, mit Langarm- Stoffweste darüber, Turnschuhen an den Füßen und frecher Brille auf der Nase, rutschte sie doch ein bisschen aufgeregt auf ihrem Po hin und her, konnte kaum stillsitzen. *schmunzel*
„Das erklärt deine Frechdachs Art, die man bei chinesischen Girls eher selten antrifft. *grins* Und wie hat es dich nach Portugal verschlagen?“
„Als Au Pair; ich wollte unbedingt mal das Land kennenlernen, welches Macao Jahrhunderte lang als Kolonie hielt. Corona hat meine ganzen Pläne durcheinander geschmissen…“ seufzte Fanny süß.
„Ja eine blöde Sache, diese Corona Pandemie.“
„Glaubst du, das ist die Rache der Natur an der Globalisierung, wie manche sagen?“
„Mal abgesehen davon, dass ich aus Prinzip gar nichts glaube, könnte man es tatsächlich so nennen. Ohne die wirtschaftliche, globale Verflechtung, die Reisefreiheit für Abermillionen und den Massentourismus, wäre eine derartige, schnelle Ausbreitung des Corona Virus kaum möglich gewesen.“ Schmunzelte ich.
„Was glaubst.., ups… was denkst du, wie das weitergeht? Soll ich mich schon mal ausziehen hihi?“
„Die erste Frage kann mit ausreichend berechenbarer Sicherheit derzeit wohl niemand wirklich beantworten Fanny. Die zweite Frage sollte ein so hübsches Girl nicht stellen, denn welcher Mann könnte sie mit nein beantworte? Also mach dich gerne so frei, wie du möchtest…“ grinste ich vergnügt und schaute ebenso zu, wie sie aus Weste und Long Shirt schlüpfte, es sich über den Kopf zog.
Darunter hatte sie nur BH & Slip an und wirkte mit ihren auch sehr schlanken Formen, dem süß- frechen kicher- Gehabe, verdammt jung. Aber ich hatte mich schon durch ihren Ausweis davon überzeugt, dass sie Volljährig ist. Außerdem erkennt der erfahrene Mann, dass sie auch sonst ganz sicher kein naives Mädchen ist. Aufgeweckte, clevere und frech funkelnde Augen, verraten einige Erfahrung als Frau und ihr kräftiges Kinn trotz dem kichernden Frechdachs Gehabe, auch einen starken Willen.
Das chinesische Mittagsmenü bei unseren Gastgeber, war wieder ausgezeichnet und sehr lecker. Es gab knusprige Frühlingsrollen mit Gemüse und Fleischfüllung, Wan Tan Teigtaschen, mit würzigen Pilzen gefüllt, eine echte Peking Suppe, knusprige Ente mit würziger Soße auf Reis und Gemüse, danach fruchtig- frische Litschi und Obstsalat, Krabbenchips und machten köstlich vollgefressen einen ausführlichen Verdauungsspaziergang.
Danach shootete ich noch ein bisschen mit der so ausdrucksstark fraulichen, schönen Chinesin Yumy. Aber leider zog sich der Himmel immer mehr zu, wurde es bald düster, trübe und fielen auch einige Regentropfen. Später regnete es sogar stärker und wurde es ungemütlich frisch. Mal leichter, mal stärker regnete es die halbe Nacht hindurch, was fraglos gut für die Natur war.
Cindy hatte etliche Stunden dem Skulpturen Künstler Model gesessen und war froh sich endlich wieder bewegen zu können. Wieder mal umwerfend fraulich sexy und schön, in einem schwarzen Röhrenkleid mit hochhackigen Sandaletten, bewunderte ich ihr Sexappeal und elegante Ausstrahlung.
Wir setzten Fanny unterwegs bei ihrer derzeitigen Unterkunft ab, einem ziemlich schäbigen, billigen Bau voller ebenso schäbiger, aber hat kostengünstiger, kleiner Appartements, zwischen 18 und 34 qm. Sie wird ihre nicht sehr vielen Sachen zusammenpacken und Morgen holt sie jemand von uns ab. Dann kann sie auf Probe in Kens schönem Refugium arbeiten, mit Natti und den anderen Hausmädchen auch bequem kostenfrei wohnen. Wenn sie kein fauler Trampel ist, wovon ich nicht ausgehe, habe ich keinen Zweifel, dass wir den hübschen, cleveren Frechdachs nach der Probezeit, gerne fest übernehmen. *smile*








Freitag, 15. Mai 2020
Noch vor Sonnenaufgang, im durch dichte Vorhäge sehr dunklen Zimmer und warmen Bett, wurde ich durch weiche Berührungen wach. Ein hungriges und wie immer sehr süß, verspielt, weich und weibliches Schmusekätzchen griff über mich hinweg zu meiner Nachttischlampe, lächelte als sie merkte das ich wach war:
„Mein Licht geht nicht; ist wohl die Birne kaputt…, hab ich dich geweckt hihi?“
„Hm, hmm… wo willst du denn hin? Halt stopp!“ Bremste ich den entzückenden Nackedei, als Linka über mich hinweg aus dem Bett klettern wollte. Natürlich verlockten mich ihre himmlisch weichen Formen dazu, diese zu streicheln und ein bisschen zu kitzeln.
„Niiich…hihihi…, ich muss ganz dringend auf Toilette… aaaaiiiihhh…“
„Gute Idee, muss ich auch. Aber zuerst musst du Wegezoll bezahlen!“ Grinste ich zu ihrem bezaubernden, lieben, lächelnden Vollmondgesicht hoch.
„Na gut hihi…, sonst lässt du mich ja doch nicht…hihi.“ Bekam ich zuckersüße Küsschen und…
Aber nur kurz, obwohl wir zu gerne weiter gemacht hätten, denn sie musste wirklich ganz dringend; ich spürte auch ein dringendes Bedürfnis zum Wasser lassen und so stiegen wir aus dem warmen Federn und gingen ins Bad. Kurz noch den Mund ausspülen dann krochen wir wieder unter die Decke ins warme und kuschelten uns eng aneinander, streichelten uns zärtlich… und natürlich führte das zu einem wieder mal seeeehr süß- lieb- zärtlichen, morgendlichen Liebesspiel.
Schnaufend und wundervoll befriedigt, ruhten wir unsere erhitzten Körper aus und schlummerten dann noch ein gutes Stündchen, da es viel zu früh zum aufstehen war. Als ich wach wurde, träumte Linka noch und ich betrachtete mir in der jetzt deutlich helleren Dunkelheit, draußen war die Sonne aufgegangen, ihr hübsches Gesicht. Völlig entspannt in tiefstem vertrauen, sogar im Schlaf leise schmunzelnd, die weichen, zarten Bäckchen unter den geschlossenen Liedern, der leicht geöffnete Mund mit den vollen Kussmundlippen…, das Gesicht eines bezaubernden, blonden Engelchens. *smile*
Mit ganz sanften Küssen über ihr ganzes Gesicht, weckte ich die Liebe und schmusten wir gleich noch mal, machten ein weiteres wunderschönes Liebesspiel. Frisch geduscht, angezogen und lächelnd, spazierten wir zum Frühstück. Ich ging zuerst noch durch den schönen, sogenannten ‚Roten Saloon’ direkt nach draußen, um mein geliebtes Morgenzigarettchen zu schmauchen.
Im Frühstücksraum waren bereits alle versammelt und herrschte das übliche, muntere Geplauder, mit viel Lachen und Kichern. Stacy, ihr Freund und Niko informierten uns darüber, respektive die welche das noch gar nicht mitbekommen hatten, dass die Drei heute leider abreisen und zurück nach England müssen.
Stacy will oder muss sich mit ihrer Agentin treffen, um ein neues Rollenangebot zu besprechen und zu verhandeln; ihr Freund begleitet sie einfach nur. Aber Cindy war deutlich anzumerken, dass sie über Nikos Abreise keineswegs erfreut war und sie sich wohl ziemlich gestritten hatten. Sie überspielte das zwar geschickt und Niko merkte man praktisch gar nichts an, aber meine empathische Menschenkenntnis erkannte eindeutig ‚dunkle Schwingen’ zwischen den Beiden.
Vor der Abreise verriet mir Niko noch durch eine Fangfrage meinerseits, dass er offenbar beabsichtigte, sich mit seiner Frau zu treffen; er ist ja unverändert mit ihr verheiratet und wie schon mal im Blog beschrieben, hängt er als treue Seele stark an der Frau, mit welcher er den Großteil seines Erwachsenenlebens verbracht hat.
Das Alles geht mich natürlich nicht wirklich etwas an und interessiert mich auch nicht ernsthaft; in erster Linie war ich schlicht neugierig, weil ich Cindy und Niko für ein tolles Paar gehalten hatte, die gut zueinander passen. In zweiter Linie war es aber auch nicht bloße Neugierde, sondern sozusagen vorausschauende Überlegung, mit einer gewissen Vorsicht.
Wie reagieren temperamentvolle, schöne Frauen, die nicht polyamor leben, als die große Mehrheit typischerweise zu gerne auf solche Beziehungskrisen? Richtig nicht selten eben dadurch, dass sie sich schnell neue Selbstbestätigung bei einem anderen Mann abholen wollen oder indem sie irrational meinen, den Mann der sie verlassen hat dadurch ‚strafen’ zu wollen / müssen, indem sie gleich eine Affäre mit einem Anderen anfangen.
Tja und drei mal darf der Leser raten, wer diesbezüglich für Cindy in Frage kämme, auf wen sie in gegenseitiger Sympathie ohnehin schon ein weibliches Auge geworfen hatte…, natürlich meine Wenigkeit. Uff! *seufz* *schiefgrins*
Nicht das ich generell etwas dagegen hätte, mich mit so einem klasse Rasseweib auf eine Affäre einzulassen. Aber wie gesagt gehört sie nicht zu meinem polyamor lebenden und liebenden Kreis und so ein feuriger Latina Temperamentsbolzen von schöner, leidenschaftlicher Frau, kann sehr anstrengend werden und dich mit Eifersucht sehr nerven. Darauf war ich nun wirklich nicht scharf.
Außerdem lasse ich mich nicht gerne als Ersatz- Tröster- Liebhaber benutzen, egal wie sexy und schön eine Frau ist, welche mir als Mann selbstverständlich auch gefällt und reizt. Mal ganz abgesehen davon, dass es für jeden, Mann oder Frau falsch und schädlich ist, wenn man sich bei einem Anderen / einer Anderen sozusagen am Vorherigen rächen oder sich dadurch Selbstbestätigung abholen will. So was sind falsche Beweggründe, tut einem nicht wirklich gut, ist eher dumm und bringt niemandem etwas Positives.
Nun ja…, ich ging zu Nattis Unterkunft, um mit ihr wie gestern versprochen, Frechdachs Fanny und deren Sachen abzuholen; Ken stellte dafür den Mercedes Kombi aus seinem Fuhrpark zur Verfügung. Sofort vergaß ich meine Gedanken über Cindy und amüsierte mich köstlich.
Wie anscheinend sehr oft, war die Süße mal wieder mit irgendwelcher Gymnastik beschäftigt und machte gerade splitternackig einen Handstand, mit weit gespreizt kreisenden Beinen. Anscheinend macht sie ihre Gymnastik, oder was immer das auch genau ist, am liebsten völlig unbekleidet. Das war natürlich ein höchst entzückender, sehr amüsanter und gleichzeitig auch verdammt verlockender Anblick. *schmunzel*
Absolut nicht erschreckt oder irgendwie geniert über meine amüsiert lachende Begrüßung, machte sie einfach weiter und kippte erst aus dem Gleichgewicht, als sie selbst über die verrückte Situation kichern und lachen musste. Gekonnt rollte diese süße Versuchung über die Schulter ab, ging in einen Spagat und kicherte noch mehr über meinen Gesichtsausdruck mit männlich genießenden Augen.
Lachend scherzten wir so vertraut miteinander, als würden wir uns seit Sandkasten Zeiten im Nudisten Club kennen und ich bestaunte mal wieder ihre biegsame Gelenkigkeit, genoss den Anblick ihrer süßen, jungen, völlig natürlichen Reize. Dann sprang sie schnell noch mal ins Bad, duschte sich kurz ab, warf sich nachlässig in ein paar lockere Klamotten und wir gingen zum Wagen.
Dort warteten bereits Linka, Laura und Sid, die mit in die Stadt wollten; wir setzten die Drei an der Basílica da Estrela in sonnigem Frühlingswetter ab und ich fuhr mit Hilfe des Navi weiter, zu der Unterkunft von Fanny. Dort hatte ich sie gestern zwar auch abgesetzt, aber ohne Navi hätte ich den Weg nicht oder erst nach umständlichem suchen gefunden.
Natürlich erwartete uns die hübsche Chinesin bereits aufgeregt und ein bisschen nervös, hatte bereits sorgfältig all ihre wenigen Sachen zusammen gepackt, die wir gleich im Kombi verstauten. Aber wie heißt es so schön? ‚Gleich und gleich erkennt sich, gleich und gleich gesellt sich’! Wie erwartet erkannte der eine süße Frechdach die Andere sofort als gleichgesinnten Frechdachs und verstanden sich die Beiden auf Anhieb prima in gegenseitiger Sympathie. *schmunzel*
Beide kletterten auf den Rücksitz und ich fuhr das heftig miteinander gackernde Hühnerpaar, mit breitem Grinsen im amüsierten Gesicht, zu Kens Anwesen. Genau deshalb hatte ich Natti zum Abholen von Fanny mitgenommen, denn eines dürfte auch ziemlich sicher sein: bestimmt hatte sich Fanny über Nacht auch viele Gedanken darüber gemacht, wo sie denn mit uns im Grunde ja völlig Fremden hingeraten könnte.
„Ohhh… soooo schön hier….“ Bestaunte sie Kens altmodisches Paradies, was umso verständlich war, bedenkt man die schäbige Bruchbude ihrer bisherigen Unterkunft.
Ich half noch kurz mit ihren Sachen, überlies Fanny dann Natti, welche sie herum führen, ihr alles zeigen und erklären würde, sie mit den anderen Angestellten bekannt macht usw. Dann ging ich zunächst an den Laptop, um einigen Routinekram Online zu erledigen.
Darüber wurde es Mittag und traf ich mich mit Ken und den im Anwesen verbliebenen Gästen, zum genüsslichen schlemmen im Speisezimmer. Stacy, ihr Freund und Niko waren bereits abgereist und dürften bald in London landen; aber Cindy und die Drei von der Yacht waren zum essen anwesend. Es gab ein paar Dinge zu besprechen und außerdem hatte ich mal wieder ein kleines Shooting am Nachmittag, mit Dasha und Julie verabredet.
Ken schlug vor, dass sie das Wochenende doch auch hier in seinem Anwesen verbringen könnten, bis nächste Woche neue Gäste ankommen. Aber sie waren gar nicht scharf darauf, kommen auf dem Boot prima klar und haben inzwischen längst auch neue Freunde im Hafen gefunden, mit denen sie sich verabredet hatten. Aber sie wollten gerne ein- zweimal zu Besuch tagsüber vorbeikommen.
Dann gings zum shooten und Kenn fragte, ob er sich anschließen dürfe. Er ist kein passionierter oder leidenschaftlicher Fotograf, aber als sehr kunstinteressierter Mensch, der sogar schon als Regisseur aktiv war, interessiert er sich für alles was damit zu tun hat… und als Mann sicherlich auch für den Anblick hübscher Nackedeis. *schmunzel*
Nein im Ernst: natürlich mag er die holde Weiblichkeit genauso wie ich, fühlt sich aber längst viel zu alt, um diesbezüglich noch großes Interesse an ‚nackten Weibern’ aufzubringen. Was er noch sehr mag sind schöne, intelligente und gebildete Frauen, mit denen er sich auch auf intellektueller Basis austauschen kann. Deren Gesellschaft genießt er gerne wie in früheren Zeit, als er auch noch ein Gentleman Schwerenöter war. Aber so einfach gestrickte Girls wie Dasha und Julie, sind für ihn eher langweilig.
Selbstverständlich ist Ken aber auch viel zu sehr Gentlemen, als das er die netten, jungen Frauen das spüren lassen würde. Beim Shooting genoss er fraglos auch ein bisschen mit den Augen ihre hübschen Reize, aber sein Hauptinteresse galt tatsächlich der Art, wie wir Fotos produzieren, sie natürlich in Szene setzen und vor allem auch technische Details.
Mit letzterem kennt er sich hervorragend aus, denn auch wenn Regisseure keine Kameramänner sind, müssen sie doch sehr genau darüber bescheid wissen, wie das alles funktioniert, was sie mit ihrer Regie in Szene setzten. Letztlich funktionieren Kameras ja auch stets nach dem gleichen Prinzip. Ich staunte einige male nicht schlecht, über seine unfassende Sachkenntnis.
Julie und Dasha hatten sichtlich auch mal wieder Spaß am sexy- frechen, nackigen posieren und störten sich nicht im Geringsten daran, dabei von einem weiteren, männlichen Augenpaar beobachtet zu werden. Da wir auch nur locker- luftig eher hübsche Schnappschüsse machten, also keine hochprofessionelle, erotische Akt Fotografie, posierten sie wie üblich ganz natürlich so, als wären sie alleine; wie lockere, ungenierte junge Frauen allein Zuhause. Und ebenfalls wie üblich, machte es ihnen typischerweise auch Spaß, uns Männer dabei spielerisch ein bisschen zu provozieren, versuchten uns aus der Reserve zu locken. *lach*
Am späteren Nachmittag fuhr ich mit Cindy in die Rua João de Deus, wo wir die Stadtausflügler in einem Cafe trafen und Eis futterten. Nichts besonderes, ein ganz normales Straßen Eiscafe oder so, aber als Treffpunkt gut geeignet. Von dort aus machten wir noch einen Abstecher runter zur Bucht & Küste, spazierten dort am frühen Abend und schauten uns einen malerischen Sonnenuntergang an.
Cindy mal wieder umwerfend sexy, bildschön und sexy- elegant gestylt, aber das ist bei ihr ja sozusagen Dauerzustand und hat nichts zu bedeuten. Typisch erfahrenes Model, kann sie sich ganz nach Wunsch stylen und eine dementsprechende Wirkung / Ausstrahlung aufsetzen. Gleich ob sie jugendlich frisch wie ein sexy- Teengirl wirken will, oder rassig wie eine Night Lady oder gar ein männermordender Vamp… und egal wie, sie ist stets beeindruckend, besonders für Männer unmöglich zu übersehen. *schmunzel*
Cindy hakte sie sich bei mir unter und separierte uns geschickt ein bisschen von den Spazierenden in Grüppchenbildung.
„Steve ich telefonierte vorhin mit meiner Agentur; sie schlugen vor mir ein paar Kisten mit schicken Klamotten und Dessous zu schicken, wenn ich hier einen ausreichend guten Profi Fotografen kenne, mit dem ich klassische Promo und Katalog Pics dieser Outfits shooten kann. Machst du mit bitte?!“
„Studio oder Outdoor?“
„Das Meiste Studio; wär ne nette Abwechslung und hält mich im Markt; ist wegen dem Corona Scheiß immer noch ziemlich schwierig in der Branche, aber das weißt du ja.“ Lächelte sie verführerisch auf die typische Frauenart, wenn sie was von einem Mann wollen, respektive ihn dazu bekommen wollen, etwas für sie zu tun.
„Klar warum nicht; gibt’s stressigen Termindruck?“
„Nein Steve; wir hätten bis Monatsende Zeit, die Serien abzuliefern.“ Streifte ihr prächtiger Busen in einem sehr offenherzigen Dekolletee meinen Oberarm.
„Also dann Ok… unter einer Bedingung!“ Grinste ich.
„Was denn Gauner?“
„Ich weiß das du keine richtigen Aktfotos machst; aber ein paar schöne, sexy Aufnahmen von dir, hätte ich dafür schon gerne.“ *smile*
„Für dich und deine Websites?“ Lächelte sie fraulich.
„Genau!“
„Na gut haha…, aber nicht mehr als ein bisschen Topless und sexy.“
„Wie mulher bonita (schöne Frau) wünschen.“ Grinste ich männlich.
„Und wehe du versuchst mich zu mehr zu überreden!“
„Warum? Kannst du nicht nein sagen, schwach wie ein kleines Mädchen?“
„Haha…, pass bloß auf, dass dich das kleine Mädchen nicht auffrisst!“
So flaxten wir lachend noch ein bisschen rum, schlossen uns wieder den Anderen an und fuhren gegen 20 Uhr zurück zu Ken; aus der Küche versorgten sie uns mit lecker Abendessen. Dann saßen wir noch zusammen, schwätzten, einige schauten TV, ich spielte eine Runde Schach mit Ken und so verging ein weiterer Tag in guter Stimmung.










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