#26.05.19 – Griechenland, Korfu, Segelspaß und alte Geheimnisse
»Fertigmachen zur Wende!« rief Tori vom Steuerrad aus über das Deck, ihre Stimme klang klar und bestimmt in der warmen Meeresbrise.
»Oh je, was mache ich jetzt genau?« guckte mich Marina ein wenig unsicher und gleichzeitig aufgeregt fragend an, während sie sich an einer Relingstütze festhielt.
»Ganz ruhig; bleib einfach direkt neben mir, schau dir in Ruhe an, was ich mache, und halte dich vor allem ein wenig geduckt, damit du nicht unerwartet vom Großbaum getroffen wirst, wenn er gleich rüberkommt«, lächelte ich sie beruhigend an und strich ihr kurz über den Arm. Für sie war es tatsächlich das allererste richtige Segelerlebnis auf einer Yacht dieser Größe, und dementsprechend war für sie alles, was hier vor sich ging, herrlich verwirrend und aufregend zugleich.
»Achtung… Re!« kommandierte Tori und kurbelte geschickt am Ruder. Ich sorgte dafür, dass die Großschot auf dem Schlitten sauber und ordentlich auf die andere Seite kam, was bei diesem Boot erfreulicherweise sehr einfach zu handhaben war. Allan und Paul hatten vorne am Bug mit der großen 145%-Vorsegel-Genua naturgemäß etwas mehr zu tun, aber insgesamt war es pures, einfaches Schönwettersegeln; etwa 8 bis 17 Knoten Wind aus nordwestlichen Richtungen, eine strahlende, goldene Mittelmeersonne und Temperaturen, die auf bis zu 25 °C kletterten; einfach herrlich. lächel
Die Segelyacht ist zwar schon 18 Jahre alt, aber wirklich gut gepflegt und hervorragend für das entspannte Fahrtensegeln ausgerüstet, inklusive elektrischer Winschen und einer modernisierten Elektronik für Navigation und Kommunikation, die absolut »up to date« ist. Ein erfahrener Segler könnte sie im Notfall sogar Einhand führen, also als einzelne Person segeln, was dann allerdings bei komplexeren Manövern etwas hektisch und anstrengend wird und bei auffrischendem Starkwind auch nicht ganz ungefährlich ist, aber mit viel Routine durchaus beherrschbar bleibt.
Der heutige Segelausflug in die Notio Steno Kerkiras, jene malerisch geschützten Gewässer zwischen der grünen Insel Korfu und dem griechischen Festland, war vor allem als ein Test gedacht und natürlich auch zum puren Schönwetter-Segelspaß. Einmal zum gründlichen Prüfen der letzten, durchgeführten Wartungsarbeiten an Boot und Rigg. Andererseits auch, um zu schauen, wie Marina damit klarkommt und ob sie eventuell schnell seekrank wird.
Es ist wissenschaftlich bestätigt, keine bloße Legende, dass Frauen bedauerlicherweise im Durchschnitt anfälliger für die gefürchtete Seekrankheit sind als Männer – das zeigen zahlreiche medizinische Studien, Fach-Reviews und umfassende Meta-Analysen. Es ist ein realer, multifaktorieller Zustand, bei dem Hormone als wichtigster Treiber fungieren, jedoch variiert die Empfindlichkeit von Person zu Person stark und manche sind empfindlicher als sozusagen »stabile« Seeleute mit „Seebeinen“.
Als sehr erfahrener Segler kann ich aus eigener Anschauung sagen: Ich habe auf 13- bis 22-Meter-Yachten selbst in ungemütlichen, wenn auch nicht extrem schweren Sturmbedingungen schon Leute erlebt, die vor lauter Seekrankheits-Elend am liebsten mit suizidalen Absichten sofort über Bord gesprungen wären. Das sind zwar seltene Ausnahmen, aber für manche ist dieser Zustand tatsächlich nahezu unerträglich – und das lange, bevor Dehydration oder andere ernsthafte körperliche Folgen wirklich gefährlich werden könnten.
Anderen, wie mir selbst, machen selbst schwerste Bedingungen mit meterhohen Seen, gewaltiger Dünung und einem Boot, das wie ein Korken auf dem Wasser herumhüpft, kaum etwas aus, sobald ich mir erst einmal zwei bis drei Tage lang meine »Seebeine« antrainiert habe. Warum diese extremen Unterschiede bestehen? Es ist wohl vor allem eine angeborene Veranlagung – die Genetik spielt hier eine erstaunlich große Rolle.
Praktische Tipps, unabhängig vom Geschlecht, aber besonders relevant für Betroffene: Scopolamin-Pflaster, Antihistaminika, viel Ingwer, frische Luft, den Horizont möglichst fixieren, mittschiffs am tiefsten Schwerpunkt des Bootes sitzen, keinesfalls lesen, und eine langsame Gewöhnung durch wiederholte kurze Ausfahrten. Und erfahrungsgemäß sehr wichtig und hilfreich, wenn man willensstark genug ist: Sich nicht einfach in das Elend fallen lassen, sondern sich so intensiv wie möglich ablenken und beschäftigen. Jedenfalls ist die Seekrankheit, im Grunde eine komplexe Gleichgewichtsstörung, nicht vergleichbar mit normaler Übelkeit, bei der man sich einfach mal übergeben muss – man sollte das ernst nehmen. Wer diesbezüglich besonders empfindlich ist, sollte es dann halt einfach sein lassen und nicht auf kleineren Booten und Yachten mit auf See kommen.
Bei den heutigen, idealen Schönwetterbedingungen in den geschützten Gewässern, ohne jede nennenswerte Dünung oder unangenehme Wellen, war es erfreulicherweise auch für Marina nicht weiter schlimm. Die ersten ein bis zwei Stunden empfand sie zwar leichte Übelkeitsgefühle, die jedoch nicht allzu schlimm waren; und jetzt, nach knapp vier Stunden auf See, fühlte sie sich bereits rundum wohl und hatte zum leckeren Mittagessen im Cockpit einen gesunden Appetit.
Sehr schön, also kann sie problemlos mit uns mitsegeln und dürfte sich ihr Körper auch dann schnell anpassen, wenn wir mal in ungemütlicheres Wetter auf offener See, mit stärkeren Wellen und Dünung kommen sollten. Dass sie eine so willensstarke, disziplinierte Frau ist, hilft ihr dabei natürlich auch enorm. Man könnte es vielleicht etwas unfein ausdrücken: Jammerlappen-Typen haben generell nichts auf einer Yacht zu suchen und sollten lieber an Land bleiben.
Zu Mittag ankerten wir in einer kleinen, malerischen Bucht an der Nordostküste von Korfu, ungefähr 35 Meter von drei weiteren ankernden Segelyachten entfernt. Dann bereiteten wir uns ein einfaches, aber sehr leckeres Essen zu, das wir größtenteils schon fertig von der Villa gut gekühlt mitgebracht hatten.
Es gab typische, griechische Antipasti, wie fein gefüllte Weinblätter und gegrillt-eingelegte Paprika. Dazu Schinken-Spargel-Rollen – Röllchen wäre hier untertrieben, weil die Dinger ziemlich dick und saftig waren. Dazu gab es noch einen großen Berg Tomatensalat, den wir ganz frisch anmachten und mit würzigen Kräutern bestreuten. Als Nachspeise genossen wir mitgebrachte Obsttörtchen plus eine Portion Speiseeis aus dem Tiefkühler und natürlich auch etwas würzigen Käse, denn bekanntlich schließt Käse den Magen.
»Bist du eigentlich schon dazu gekommen, in den alten Tagebüchern zu lesen?« wollte Tori neugierig wissen, während sie an ihrem Glas nippte.
»Ja, ich bin gerade bei dem interessanten Eintrag, wo er auf Malta ankommt und sich dort intensiv für seinen nächsten Geheimauftrag vorbereitet«, bestätigte ich. »Echt spannend, dein Ur-Großonkel führte offenbar ein aufregendes und gefährliches Leben.«
Es folgt ein Auszug aus dem Tagebuch:
27. Februar 1946, Malta.
Bin heute Vormittag mit der Dakota aus London kommend auf Luqa gelandet. Der Flug war ruhig, nur leichte Turbulenzen über Frankreich. Habe mein Gepäck sofort zur Unterkunft bringen lassen und mich um 14.30 Uhr wie befohlen bei Commander Fisher im SBS-Hauptquartier gemeldet.
Er hat mich ohne große Umschweife über den neuen Auftrag in Kenntnis gesetzt. Eine ziemlich kitzelige Angelegenheit, wie ich bereits befürchtet hatte. Die Sache erfordert äußerste Diskretion und scheint deutlich heikler zu sein als meine letzten Einsätze. Habe den Rest des Nachmittags damit verbracht, die Befehle und Karten gründlich zu studieren. Die gesamte Logistik wird nicht einfach werden.
Am Abend ging ich ins Officers’ Mess im Union Club in Valletta. Traf dort einige bekannte Gesichter. Leider auch First Lieutenant Bowers, der mir mit seiner üblichen, aufdringlichen Art sofort den ganzen Abend zu verderben drohte. Der Mann ist eine echte Prüfung.
Plauderte dennoch recht angenehm mit Captain Reynolds über die aktuelle Lage in Griechenland. Er scheint ähnlich pessimistisch zu sein wie ich. Gestattete mir drei Whiskys – mehr schienen mir unklug. Bin nun zurück in der Unterkunft und schreibe diese Zeilen bei einer letzten Zigarette.
Meine Gedanken kreisen immer wieder um Elisabeth. Der letzte Brief aus dem Krankenhaus klang etwas zuversichtlicher, doch ich weiß genau, wie tapfer sie ihre Schmerzen vor mir herunterspielt. Die Entzündungen wollen einfach nicht richtig abklingen. Es ist ein bitteres Gefühl, hier zu sitzen, während sie dort drüben leidet. Aber es hilft niemandem, wenn ich mich nun in Sentimentalitäten verliere. Morgen früh geht es weiter.
Es gibt noch viel vorzubereiten.
G.
Diese Geschichte sieht nun folgendermaßen aus: Letztes Jahr erbte Tori einen Teil des umfangreichen Nachlasses dieses entfernten Verwandten. Beim Durchstöbern, was sie davon noch sinnvoll verwenden oder endgültig im Müll entsorgen kann, stieß sie auf eine Truhe voller Tagebücher dieses etwas geheimnisvollen Großonkels, die den Zeitraum von 1945 bis 1948 abdeckten.
Neugierig las sie hinein und wurde sofort von diesen alten, dahinterstehenden Geschichten fasziniert. Letztlich sind Tori, Paul und Allan vor allem aus diesem speziellen Grund mit dem Segelboot nach Griechenland gekommen, um sich die damaligen Schauplätze selbst anzuschauen, und natürlich wollten sie ohnehin schon immer mal gern in Griechenland segeln gehen. Die hiesigen Küsten und Inseln sind nicht nur landschaftlich sehr reizvoll, sondern tatsächlich ein nicht zufällig sehr beliebtes Paradies für Segler.
Die Tagebücher erzählen in militärisch knappem Ton eine Geschichte, die außerhalb Griechenlands leider ziemlich in Vergessenheit geraten ist:
Kurzfassung des Griechischen Bürgerkriegs
- Zeitraum: Der Konflikt hatte zwei Hauptphasen: Die erste Phase (Dekemvriana) von Dezember 1944 bis Januar 1945 (hauptsächlich Kämpfe in Athen). Die Hauptphase von 1946 bis 1949.
- Wer kämpfte gegen wen? Die Regierungsseite (rechts-konservativ, monarchistisch) wurde durch die griechische Nationalarmee repräsentiert, unterstützt von britischen und später amerikanischen Kräften. Die kommunistische Seite bestand aus der ELAS bzw. der Demokratischen Armee Griechenlands (DSE).
- Die britische Rolle: Winston Churchill sah Griechenland als strategisch entscheidend für das Mittelmeer und zur Eindämmung des Kommunismus. Britische Truppen kämpften direkt gegen die ELAS. Großbritannien lieferte massiv Waffen und Geld, bis es 1947 die Verantwortung an die USA übergab (Truman-Doktrin).
- Ausgang: Die Regierungsseite siegte 1949, was Griechenland fest im westlichen Lager hielt.
Die britischen »Gold Sovereigns«, auch bekannt als »George & Dragon«, waren Standard-Goldmünzen, die von Agenten des SBS, SAS oder SOE massiv in Griechenland als Zahlungsmittel und Vertrauensanker eingesetzt wurden, besonders während der extremen Hyperinflation der deutschen Besatzungszeit. Toris Ur-Großonkel gehörte zu diesen extrem hart trainierten Elitetruppen. Er verlor gegenüber Familie und Freunden nie ein Wort über diese geheimen Einsätze. Tori, eine intelligente und kreative Frau aus dem Showbiz/Schauspiel, ist von der Geschichte fasziniert und überlegt ernsthaft, daraus einen Roman oder ein Drehbuch zu machen.
Nach dem leckeren Essen, gutem Kaffee und einer faulen Plauderei darüber im Cockpit, gönnten wir uns den Spaß einer herrlich erfrischenden Plantscherei in den noch etwas kühlen Meeresfluten; derzeit liegt die Wassertemperatur hier bei 19 oder knapp 20 °C. Aber die griechische Mittelmeersonne knallte schon jetzt mit so viel Kraft herunter, dass es einem in deren Strahlen schnell zu heiß wird und man sich binnen kürzester Zeit einen fiesen Sonnenbrand einfangen kann, wenn man sich nicht sorgfältig mit Sonnenschutzmittel einschmiert.
»Komm, du lahmer Bär, wir springen!« rief Marina herausfordernd, während sie schon mit einem eleganten Satz vom Bootsrand in das kristallklare Nass glitt.
Ich folgte mit einem eleganten Kopfsprung, nachdem ich schnell aus meinen Klamotten geschlüpft war und schnappte mir den frechen Nackedei mit einem taktisch geschickten Walangriff. Natürlich hätte mir das flinke Delphinmädchen leicht entkommen können, aber sie wollte sich ja gern einfangen, sanft untertauchen und zärtlich an ein paar besonders empfindlichen Körperstellen kitzeln lassen. Das Wasser war anfangs herrlich prickelnd kühl, ein erfrischender Weckruf für den Kreislauf! Wir verbrachten eine halbe Stunde damit, uns gegenseitig bespritzen, um die Wette zu tauchen und einfach nur im türkisfarbenen Wasser zu treiben, während sich das Boot sanft an der Ankerkette wiegte.
Die Küste war hier wunderbar abwechslungsreich mit rauen Felsen, die in der Sonne funkelten, und kleinen, versteckten Sandbuchten, die uns wie ein privates Paradies vorkamen. Wir plantschten, lachten und genossen es, uns natürlich nackt einfach nur im Meer treiben zu lassen, wobei wir uns wie Teenager aufführten. Marina war in ihrer unbekümmerten Art einfach bezaubernd anzusehen, wie sie tropfnass und strahlend wieder an die Wasseroberfläche kam, die Haare klatschnass nach hinten gestrichen.
Auch zwischen Tori und Allan scheint die Stimmung momentan wieder besser zu sein. Auch sie plantschten vergnügt sich gegenseitig neckend herum, allerdings in Badesachen, was mich ein wenig erstaunte. Insbesondere bei der sehr locker-selbstbewussten Tori hätte ich eigentlich erwartet, dass auch sie ungeniert auf die natürlichste Art nackig den Badespaß genießt. Und natürlich, dass gebe ich als Mann unumwunden zu, hätte ich diese schöne Frau mit toller Figur auch gerne mal unbekleidet gesehen. zwinker
Dass das salzige Wasser auf der Haut kribbelte und uns die Sonne auf den Schultern kitzelte, verstärkte nur das Gefühl der Freiheit, das man so nur unterwegs mit Booten in irgendwelchen malerischen Buchten erleben kann, von denen aus man direkt ins Meer springt. Es war einer dieser Momente, in denen man einfach alles um sich herum vergisst und nur noch die pure Existenz und die Freude am Augenblick genießt, bis wir schließlich erfrischt und mit salziger Haut wieder tropfnass an Bord kletterten.
Den Rest des Nachmittags segelten wir einfach nach Lust und Laune noch ein bisschen in den Gewässern des Notio Steno Kerkiras umher. Wir übten weitere Segelmanöver mit Marina und ließen sie auch mal allein am großen Ruderrad steuern. Zwar sichtlich aufgeregt von all dem Neuen und Unbekannten an Bord einer solch schnittigen und schnellen Segelyacht, machte sie das jedoch recht geschickt und passte sich erstaunlich gut in die Crew ein.
Schönwettersegeln in ruhigen Gewässern macht besonders viel Freude und ist für eine Anfängerin wie Marina, ideal um Sailing-Saltlife kennenzulernen. Das rhythmische Knallen der Segel, wenn der Wind kurz nachlässt, das sanfte, melodische Gurgeln des Wassers am Rumpf und das Gefühl, wenn die Yacht bei einer leichten Böe ganz sanft und erhaben in die Seite krängt, wirkt fast meditativ. Man vergisst die Sorgen der Welt um sich herum, konzentriert sich nur noch auf den Kompasskurs, die präzise Segelstellung und das subtile Spiel mit den Naturgewalten.
Es ist dieses wunderbare Gefühl von natürlicher Entschleunigung, bei dem die Zeit anders zu laufen scheint und jeder Atemzug so frisch und klar ist wie das Wasser, durch das wir schneiden. Man beobachtet die anderen Yachten, die am Horizont wie kleine Spielzeuge wirken, spürt den Wind in den Haaren und weiß einfach, dass man genau dort ist, wo man sein möchte. Gerade in unseren modernen, hektischen Zeiten voller Termine und Leistungsdruck für die Meisten, ist das etwas Kostbares.
Erst zum Sonnenuntergang, derzeit hier um 20:53 Uhr, kamen wir gut gelaunt zurück zur Yacht-Marina. Schnell und routiniert wurde das festgemachte Boot aufgeklart, und im romantischen, feuerroten Farbenspiel der schon untergegangenen Sonne spazierten wir gemeinsam zurück zur Villa. Ausführlich frisch geduscht und in bequemer Kleidung versammelten wir uns dann auch gleich wieder – hungrig wie echte Seewölfe oder Piraten – mit Sir Archibald zu einem delikaten abendlichen Diner.
Archie ist an dieser ganzen Tagebuch-Geschichte übrigens auch sehr interessiert, weil sein eigener Vater ein hohes Tier im SOE während und nach der Weltkriegszeit war. Aber er verfolgt das eher intellektuell; für eine direkte, körperlich anstrengende Beteiligung fühlt er sich zu alt und ist wohl auch gesundheitlich nicht mehr ganz auf dem Damm. Tori lernte ihn letzten Spätsommer in London kennen und rt lud sie daraufhin mit großzügiger Aristokraten-Gastfreundschaft für dieses Jahr in seine Villa auf Korfu ein, wo er den Großteil des Jahres verbringt.
Ich wiederum kenne ihn noch aus meiner Zeit als Gold-Club-Boss; in dem Londoner Umfeld gibt es eine sehr exklusive Clubanlage, wo er gelegentlich, eingeladen von Mitgliedern, zu Gast war. Auf diese mal wieder fast unglaublich klingende Art sind wir jetzt also hier zusammengekommen, und vor allem deshalb war ich zusammen mit Marina hergeflogen. Hätte er mich nicht darauf angesprochen und mich Tori gegenüber als sehr erfahrenen, sich in Griechenland recht gut auskennenden Segler, seriösen Geschäftsmann und generell »guten Typen« empfohlen, wüsste ich heute von der ganzen Sache überhaupt nichts. Wer schon länger in meinem Blog mitliest, weiß, dass ich mir solche Gelegenheiten zum Segeln kaum jemals entgehen lasse, wenn es irgendwie möglich ist.
Wie hierzulande absolut üblich, zirpten die Grillen draußen bereits lautstark ihr niemals endendes, nächtliches Konzert, während wir köstlich gesättigt noch einen kleinen Spaziergang in der romantisch schwach beleuchteten Umgebung der Villa machten. Gefühlt hatten wir kurz vor Mitternacht immer noch knapp 20 °C und ein schwacher, warmer Wind wehte uns den betörenden, salzigen Blütenduft aus den umliegenden Gärten herbei.
Wir gähnten alle schon recht häufig, denn ein ganzer Tag auf dem Meer macht nicht nur glücklich, sondern auch verdammt hungrig und tief müde. So eine Segelyacht bewegt sich und schwankt (rollt und stampft) ja ständig auf offener See, und so muss dein ganzer Körper das permanent mit kleinen oder größeren Muskelbewegungen ausgleichen, ohne dass du es bewusst merkst. Man spürt das zunächst nicht so direkt, aber nach rund elf Stunden auf dem Boot macht es sich in den Knochen doch deutlich bemerkbar.
Bald darauf verschwanden wir alle in unseren gemütlichen Betten. Marina schlief, in meine Arme gekuschelt schon ein, bevor wir uns auch nur richtig in eine bequeme Schlaflage gebracht hatten; und sie ist jung, gesund und absolut topfit! Bei mir dauerte es kaum länger, dann fielen auch mir die Augen zu und ich versank im Reich der Träume – als Geheimagent im Auftrage ihrer britannischen Majestät, mit gefährlichen Einsätzen in exotischen Ländern und einer wunderschönen, warmen Frau im Bett, wie es sich für einen 007-James-Bond-Nachfolger eben gehört. schmunzel
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