Baden-Baden, unerfreuliche Geschäfte, aber erfreuliches Umfeld

 


#26.03.23, Baden-Baden, unerfreuliche Geschäfte, aber erfreuliches Umfeld

»Hmm… auf den Knien gefällst du mir eigentlich am besten.« Grinste ich am frühen Morgen amüsiert über Laura, die nach unserer ausgiebigen Dusche entzückend nackt auf ihrem noch feuchten Badetuch kniete und konzentriert eine kleine Überschwemmung auf den Fliesen aufwischte. Das Licht des Badezimmers spiegelte sich auf ihrer feuchten Haut und betonte jede Kurve ihres gertenschlanken Körpers.

»Du wieder, hahaha.« Lachte sie belustigt über meinen Kommentar und schob mit einem spielerischen Funkeln in den Augen hinterher: »Eigentlich müsstest du hier unten hocken und aufwischen! Du hast diese Überschwemmung schließlich verursacht.«

»Ich?« Protestierte ich glucksend und lehnte mich entspannt gegen den Türrahmen. »Also wenn schon, dann waren wir das gemeinsam, aber eigentlich doch eher du! Hättest du in deiner Duschorgien-Ekstase nicht so völlig unachtsam die Schiebetür ein ganzes Stück geöffnet, wäre sicher kein Tropfen Wasser rausgeflossen.«

»Stimmt wohl…, aber wer bitteschön war denn schuld an meiner Ekstase, hä? Du unersättlicher Bär natürlich!« Konterte sie gewohnt schlagfertig mit einem strahlenden Lächeln, das jeden Widerstand im Keim ersticken ließ.

»Das kann ich beim besten Willen nicht bestreiten…«, grinste ich noch breiter, während ich den Anblick sichtlich genoss. »…aber wer war denn schuld daran, dass ich tat, was ich tun musste? Doch wohl ein verführerisch nackiges Duschmäuschen, das mich mit jedem Blick genau dazu verlockte!«

»Hat dich ja niemand mit vorgehaltener Pistole dazu gezwungen, mit mir zu duschen, hihi.« Zwinkerte Laura mir zu. Sie wischte den letzten nassen Fleck gekonnt trocken, richtete sich mit einer geschmeidigen Bewegung auf und peitschte plötzlich sanft mit dem jetzt richtig schweren, nassen Badetuch nach meinem unschuldigen Hinterteil, wo es mit einem feuchten Klatschen aufschlug.

»Aua…, typisch! Kaum sagt ein Mann euch mal die ungeschminkte Wahrheit, schon wird er brutal bestraft.« Setzte ich meinen besten beleidigten Dackelblick auf. Wir lachten beide heiter über dieses herrlich absurde Gespräch voller gegenseitiger Schuldzuweisungen, bei dem wir wie so oft versuchten, uns gegenseitig mit Wortwitz zu übertrumpfen.

 

Dementsprechend und wie eigentlich immer miteinander in bester Laune, zogen wir uns fertig an und frühstückten danach in aller Ruhe. In einer guten Stunde wollte Laura einen freiwilligen Vorbereitungskurs an der Uni besuchen, um ihr Wissen zu vertiefen. Ich beabsichtigte derweil, nach Baden-Baden zu fahren, um dort in hoffentlich wenigen Tagen diese bereits erwähnte, unangenehme Geschäftsproblematik mit meinem alten Freund so gütlich wie möglich zu klären.

Lecker gestärkt verabschiedeten wir uns schließlich mit einem langen, erotischen Kuss in einer fast schon verboten enger, intimen Umarmung. Sie biss mir zum Abschied zärtlich ins Ohrläppchen, und ich konnte es natürlich nicht lassen, meine rechte Hand noch einmal unter ihren weichen Pulli zu schieben, um die samtige Frauenhaut zu streicheln. Da sie sich für den Unibesuch wieder geschäftsmäßig sexy-schick gestylt und geschminkt hatte, achteten wir jedoch penibel darauf, ihr elegantes Styling und das makellose Make-up nicht schon vor dem Haus zu ruinieren.

Wir haben noch nie ausführlich darüber gesprochen, warum sie diesen optischen Wandel vollzieht – aber es liegt eigentlich auf der Hand. Laura will nicht einfach nur angeberisch unter den meist nachlässig gekleideten Studentinnen auffallen. In ihrem privaten Look, meist gar nicht oder nur minimal geschminkt, gertenschlank und liebreizend jugendlich ausschauend, wirkt sie eher wie ein nettes Teengirl von nebenan, dass man vielleicht nicht unbedingt sofort als kluge Frau und ernsthafte Studentin wahrnimmt.

So elegant feminin gestylt wie jetzt wirkt sie dagegen fast wie eine seriöse Business-Frau, der man Intelligenz und Kompetenz sofort abnimmt – besonders wenn sie eine ihrer Brillen aufsetzt statt der sonst üblichen Kontaktlinsen. Vom vielen Lesen, typischerweise als junges Mädchen auch öfter mal heimlich unter der Bettdecke mit der Taschenlampe, ist Laura nämlich ein kleines bisschen kurzsichtig. Mir ging es in jüngeren Jahren übrigens ganz genauso, doch ließ ich das später durch eine damals noch arg teure Laser-OP korrigieren, sodass ich heute nur noch Sonnenbrillen trage.

 

An sich unverändert bester Laune, aber zumindest in Gedanken ein bisschen zähneknirschend über das Problem in Baden-Baden, fuhr ich schließlich los. Das Navi im Mercedes-Benz EQS veranschlagte für die rund 110 Kilometer ,ohne Ladestopp oder Zigarettenpause, knapp eine Stunde und elf Minuten. In diesem superbequemen Premium-Luxus-SUV sind solche Strecken ein reiner Klacks; man braucht eigentlich noch nicht einmal eine Unterbrechung für ein bisschen Bewegung.

Die fantastischen Mercedes-Sitze und das hochmoderne Bordsystem bieten unzählige Einstellungsmöglichkeiten für Sitzmassagen, von beruhigend bis vitalisierend, und das alles funktioniert in gewohnter Qualität absolut perfekt. Eher just for fun als aus echtem Bedürfnis probierte ich während der Fahrt wieder verschiedene Programme aus. All das und noch viel mehr kann man sogar steuern, ohne einen einzigen physischen Knopf zu drücken – es reicht ein lässiges »Hey Mercedes« mit nachfolgendem Kommando. Dieser 580er EQS mit Vollausstattung, AMG-Line und dem beeindruckenden Level-3-Autopilot ist wahrlich eher ein rollender Computer mit KI-Unterstützung als nur ein gewöhnliches Auto.

In Baden-Baden steuerte ich zunächst das Black Forest Coffee in der Lange Straße 33 an. Genauer gesagt parkte ich im nahegelegenen Parkhaus der Wagener Galerie, nur etwa 150 Meter entfernt, weil das Café inmitten der schönen Fußgängerzone liegt. In Baden-Baden ist es generell sehr zu empfehlen, die gut ausgebauten Parkhäuser zu nutzen – besonders rund um die Innenstadt, das Casino oder das Festspielhaus findet man als Nicht-Einwohner sonst kaum freie Plätze. Die Gebühren liegen meist bei moderaten 1,50 € pro Stunde mit Tagesmaxima um die 30 €.


 

Im Café wollte ich Vicky treffen und quasi abholen, um mit ihr dann zum Mittagessen weiter zur Villa auf dem Annaberg zu fahren, wohin auch mein Geschäftsfreund kommen würde. Eine so diffizile Angelegenheit bespricht man sowieso lieber in privaten, abhörsicheren Räumen und nicht in einem öffentlichen Restaurant. Die junge Vicky saß in Jeans, bequemen Laufschuhen und einer raffiniert schicken Designerbluse drinnen und trank entspannt ihren Tee. Ich bestellte mir erst einmal einen großen Latte im Glas.

Draußen strahlte die Sonne bei etwa 14 °C, doch die Luft war noch etwas frisch, sodass man selbst im direkten Sonnenschein nur mit einer Jacke auf der Terrasse sitzen mochte. Das hätte Vicky jedoch die heimliche, typisch weibliche Freude genommen, sich und ihr sehr hübsches, liebreizend-jugendliches Sexappeal in dieser elegant-raffinierten Bluse angemessen zu präsentieren. Ich würde viel darauf wetten, dass sie genau deshalb im Inneren Platz genommen hatte. schmunzel

»Hey Steve, lieb dass du mich abholen kommst. Gut siehst du aus…«, säuselte die Hübsche bei der klassisch französischen Links-Rechts-Küsschen-Begrüßung, die in diesen Kreisen fast schon Standard ist.

»Danke, mach ich doch gern, und du schaust wie immer einfach bezaubernd hübsch aus. Eine sehr raffinierte, schicke Bluse – steht dir wirklich prima!« Lächelte ich vergnügt und nahm ihr gegenüber Platz.

Vicky gibt sich trotz ihrer Jugend immer gern als zurückhaltende junge Dame mit Niveau, zumindest in der Öffentlichkeit. Privat kann man sie durchaus locker-verspielter erleben, aber sie ist generell eher der nachdenkliche, leicht melancholisch wirkende Typ, der mit überdurchschnittlicher Intelligenz vielleicht ein bisschen unter Weltschmerz und einer sensiblen Ader leidet. Prompt kam sie kurz darauf auf ein mitleiderregendes Thema zu sprechen.

»Hast du das mit dem armen Wal in der Ostsee mitbekommen? Wie er schreit und leidet? Meinst du, er kann noch gerettet werden?« Seufzte sie leise und blickte mich aus traurigen Augen an.

»Ja gewiss, aber leider nein.« Streichelte ich ihr kurz lieb-tröstend über die zarte Wange. »Das Tier ist nach allem, was ich aus den Nachrichten weiß, offensichtlich schwer krank und hat sich vermutlich zum Sterben ganz bewusst auf die Sandbank geschoben. So etwas machen Wale manchmal, wenn ihre Zeit gekommen ist. In der Ostsee war es sowieso völlig falsch verirrt. Dort gibt es keine Buckelwale, der Salzgehalt ist zu niedrig und das Meer ist in weiten Teilen schlicht nicht für das Überleben von Walen geeignet.«

»Ach wie traurig, das arme Tier. Stände ich dort am Strand und würde seine Schreie hören, müsste ich bestimmt heulen.« Seufzte Vicky erneut.

Das ist auch eine dieser irrationalen, etwas rätselhaft-subjektiven menschlichen Eigenheiten. Vicky hat selbst eine tragische Vorgeschichte, in der Ukraine, in Nahost sowie in vielen anderen Regionen finden fürchterliche Kriege statt, überall leiden und sterben unzählige Menschen und Tiere, denen niemand hilft – und ausgerechnet mit einem weit entfernten Wal in der Ostsee empfindet sie jetzt dieses tiefe Mitleid. Warum? Vermutlich, weil er gerade präsent in den Medien ist und es bewegende Videos dazu gibt.

Etwa eine halbe Stunde später erreichten wir die geschmackvolle Villa auf dem Annaberg. Vermutlich hatte Vicky schnell eine Nachricht geschickt, denn sowohl Mira und Ivo, das sympathische Hausmeister- und Haushälterpaar, als auch die freche Ulya erwarteten mich bereits wie einen Fürsten in der Vorfahrt. Die schöne Selma, Erbin des Anwesens, ist leider derzeit zu einem Model-Job in Paris unterwegs.

Mira und Ivo sind äußerst zuverlässige Menschen, die mir über die Jahre eher zu Freunden als zu Angestellten geworden sind. Das Hausmädchen Ulya kann man dagegen gut mit der in den letzten Blogs ausführlich beschriebenen Irene am Bodensee vergleichen. Auch sie ist dieser bezaubernde Frechdachs-Typ – praktisch immer sprühend vor guter Laune und jederzeit zu Scherzen oder sonstigem Blödsinn aufgelegt. Hübsch, sexy und sehr locker-ungeniert ist sie ebenfalls. Damit bildet sie quasi das genaue Gegenteil zur eher introvertierten Vicky, und vermutlich verstehen und ergänzen sich die beiden jungen Frauen gerade deshalb so gut.

 

Kurz nachdem ich mich eingerichtet hatte und mit Mira in der Küche scherzend etwas Mineralwasser trank, traf auch mein alter Freund zum Mittagessen ein. Mira werkelte routiniert in der modernisierten Küche, und es duftete verlockend nach den Köstlichkeiten, die sie wenig später mit Ulyas Hilfe auftischte. Offenbar mir zuliebe und weil sie es durch ihre Herkunft besonders gut beherrscht, gab es typische Balkanspezialitäten – und das mag ich sehr.

Das Menü des Tages war wahrlich reichhaltig, es gab: Klassisch mediterrane Antipasti als Vorspeise. Ein köstlicher Grillfleisch-Teller mit würzigem Djuvec-Reis, plus goldbraune Pommes, Rösti-Ecken und viel frischer Salat, ergänzt mit gegrillter Paprika, Peperoni und Oliven von höchster Qualität. Als süßen Abschluss: Rotwein-Mousse, fruchtig-frischen Obstsalat und delikaten Erdbeerkuchen a la Mira.

Alles in allem war es typischerweise viel zu viel, selbst für so gute Esser wie meinen wuchtigen, 108 kg schweren Geschäftsfreund und einen Bären von Mann wie mich.

»Ich seh schon, Mira, du willst mich wieder mästen, bis ich zu dick werde, um noch durch die Tür zu passen! Wahrscheinlich willst du nur, dass ich mich noch mehr in die Köchin verliebe!« Scherzte ich mit ihr. Mira liebt solche Kabbeleien und nimmt beim schlagfertigen Kontern wahrlich kein Blatt vor den Mund. Ulya kicherte im Hintergrund, Vicky blinzelte amüsiert, und mein Geschäftsfreund verzog sein sorgenvolles Gesicht zumindest zu einem gequälten Grinsen.

Danach zogen wir beide uns in das Hausbüro zurück, wo wir die ganze unerfreuliche Angelegenheit ausführlich bis zum späten Abend besprachen. Mein guter alter Freund ist ein seriöser, erfolgreicher Geschäftsmann mit gesundem Humor, jedoch leider auch der Typ »Sorgenkrüppel«, der sich selbst völlig fertig machen kann, wenn geschäftlich oder privat etwas total schiefläuft. Er hatte auch wirklich ernste Gründe für seine massive Unruhe. Wenn diese Sache wegen seines dummen Fehlers total in die Hose geht, könnte ihn das tatsächlich seine Existenz kosten – während es für mich zwar einen schmerzhaften, aber letztlich verschmerzbaren finanziellen Verlust bedeuten würde.

Nun denn, darüber darf ich natürlich keine weiteren Details preisgeben und habe vorerst auch kaum Zeit für Nebensächliches wie diesen Blog übrig. Mal schauen, ob ich in den nächsten Tagen überhaupt die Muße finde, mehr über meinen Aufenthalt im frühlingshaften Baden-Baden zu erzählen…

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Nach dem gemeinsamen Abendessen, bei dem mein Freund durch meinen Zuspruch tatsächlich etwas sorgenbefreiter gestimmt war, blieb mir noch eine ganze Weile Zeit, um mich mit dem üblichen Routinekram online zu beschäftigen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Kleinkram anfällt, wenn man mehrere Projekte gleichzeitig jongliert. Die letzten Mails waren schließlich beantwortet, die dringendsten Anfragen erledigt und der helle Bildschirm meines Laptops war die einzige nennenswerte Lichtquelle im Raum. Die Uhr zeigte bereits kurz nach 22 Uhr, als ich plötzlich dieses vertraute, süß-freche Kichern hinter mir hörte, das nur von einer ganz bestimmten Person stammen konnte.

»Hey, Herr Profi-Knipser! Schießt du bitte noch ein paar schöne Fotos von mir – für meine Social-Media-Accounts?« Ulya stand bereits in einer perfekten Pose da, noch bevor ich auch nur den Kopf in ihre Richtung drehen konnte. Sie trug lediglich einen winzigen Fetzen-Minirock, der kaum mehr als ein verspieltes Versprechen war, und obenrum etwas, das selbst am sonnigsten Strand höchstens als extrem knappes Bikini-Oberteil durchgegangen wäre. 

 

Ihr gertenschlanker Körper, diese unwiderstehliche Mischung aus zarter Weiblichkeit und verspielter Unbekümmertheit, strahlte eine Verlockung aus, die sich wie ein warmer, elektrisierender Hauch durch das ruhige Büro verbreitete. Ulya liebt es einfach, sexy-frech zu posieren, freizügig und fast schon nudistisch – als wäre Nacktheit für sie der natürlichste Zustand der Welt, etwas, das sie mit der gleichen Selbstverständlichkeit trug wie andere Menschen ein schlichtes T-Shirt.

»Klar, sehr gern, du hübscher Frechdachs. Willst du deine Freunde und Fans da draußen etwa wieder komplett verrückt nach dir machen?« Ich lehnte mich entspannt in dem schweren Ledersessel zurück und genoss den Anblick, während sie sich mit einer fast tänzerischen Leichtigkeit direkt vor mir in Szene setzte. Ihre Bewegungen waren fließend, ihre Mimik eine faszinierende Mischung aus frecher Herausforderung und verspielter Unschuld, die jeden Fotografen – und erst recht einen Mann wie mich – sofort in ihren Bann zog. Das sanfte Licht der Schreibtischlampe betonte die Konturen ihrer samtigen Haut auf eine fast malerische Weise.

»Yes Sir, hihi, was macht denn bitteschön mehr Spaß, als Jungs so richtig verrückt zu machen, haha?« Ihr Lachen war absolut ansteckend, fast ein wenig triumphierend, als wüsste sie ganz genau, welche unmittelbare Wirkung sie auf mich hatte. Und das tat sie zweifellos. Ulya ist kein dummes Mädchen, das sich einfach nur naiv zur Schau stellte. Sie wusste durchaus präzise, was sie tat, und sie genoss jeden Moment der Aufmerksamkeit sichtlich.

Models ihrer Art sind natürlich eine Freude für jeden leidenschaftlichen Fotografen holder Weiblichkeit und ein kleines Shooting mit so jemandem macht immer sehr viel Spaß. Es waren ja nur sozusagen „private-Snapshoots“, aber dabei wurde viel geplaudert, gescherzt und gelacht. Ulya ist, ganz typisch noch etwas jugendlicher Frechdachs, immer zu lustigem Blödsinn bereit, also hatten wir eine Menge Spaß.

Demenstprechend gut gelaunt und innerlich grinsend schlummerte ich schließlich wohlig müde im Bett ein und hatte quasi die geschäftlichen Sorgen erstmal irgendwo in den Hinterkopf verdrängt.

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Freiburg, Morgen-Sinnlichkeit, Business-Ärger & Bermuda-Nachtrausch

 

#26.03.18-Freiburg, Morgen-Sinnlichkeit, Business-Ärger & Bermuda-Nachtrausch

»Was ist?« Schmunzelte Laura über meine unverhohlen genüsslichen Männerblicke auf ihre gertenschlanken Formen. Frisch geduscht machten wir uns gerade im leicht dampfigen Bad fertig für den Tag, und sie trocknete sich noch mit einem kuscheligen, großen Badetuch die untere Körperhälfte ab, während der leichte, saubere Duft von Duschgel und die angenehme Ausstrahlung warmer Haut den Raum füllte.

»Hmm…, du hast so wunderschöne, süße Brüste! Ich würde am liebsten jetzt sofort etwas von diesem zarten Fleisch abbeißen.« Ich spielte den sabbernden, hungrigen Bären mit einem gierigen Ausdruck in den Augen und einem tiefen, amüsierten Brummen.

»Dann beiß doch…«, lächelte sie fraulich stolz über das Kompliment noch mehr und fügte mit einem herausfordernden Funkeln in den Augen hinzu: »…aber wenn du mir dauernd genau das abbeißt, was du gerade so begehrst, ist leider bald nichts mehr von mir übrig, was dich noch so intensiv reizen könnte.«

»Stimmt wohl…, aber diese Köstlichkeit ist einfach zu verlockend, um ihr zu widerstehen…«, näherte ich mich ihr zähnefletschend mit gespielt übertriebenen Blicken und beugte mich tief hinunter, um dieses himmlisch weiche Wunder der Natur – einen weiblichen Busen – ganz zart auf die Spitzen zu küssen.

Wenn man Laura so unbeschwert vor sich sieht, könnte man sie tatsächlich für ein noch sehr junges Teengirl halten, derart fest und gleichzeitig zart sind ihre entzückend knackigen Formen sehr schlanker, junger Fraulichkeit, gepaart mit diesen supersüßen Brüsten. Auch ihr liebes, sehr hübsches Gesicht hat sich diesen Ausdruck bezaubernder Jugendlichkeit bewahrt, besonders wenn sie, wie meistens, so entwaffnend lieblich lächelt.

»Hiiiieeeelfeeee…, ein wilder Bär frisst mich hier mit Haut und Haaren auf, haha…«, lachte sie laut in Richtung der Tür, durch die gerade gleich zwei weitere WG-Bewohner traten: ein junger, attraktiver Mann von vielleicht 23 Jahren und die ebenfalls verdammt sexy hübsche Susanne. Beide lachten amüsiert mit und wünschten mir einen guten Appetit, während sie sich völlig locker und ungeniert auszogen und zum gemeinsamen Duschen fertigmachten.

Wir tauschten noch einige scherzhafte, herrlich freche Bemerkungen aus, bis Laura und ich schließlich zurück in ihr WG-Zimmer gingen. So locker-ungeniert es in dieser Studenten-Wohngemeinschaft auch zugehen mag, vernünftigerweise gibt es hier einige streng eingehaltene, wichtige Regeln. Beispielsweise, dass Verliebte, Paare oder auch zwei, die einfach nur unbändig scharf aufeinander sind, »Es« niemals sozusagen öffentlich in den gemeinschaftlich zugänglichen Räumen treiben. Sollten zwei mal Lust haben, sich in einem der Bäder – zum Beispiel unter der prasselnden Dusche oder im duftenden Schaumbad – zu lieben, dann muss das vorher kurz mit der Gruppe abgesprochen werden, damit niemand zufällig unwissend in den Liebesakt hineinplatzt.

Außerdem gibt es für so etwas diese herrlich lustig-frechen Schilder an den Türen, die man einfach umdrehen kann, um darauf hinzuweisen, dass drinnen gerade welche intensiv in Action sind. Eine durchaus gut überlegte, sinnvolle Regelung. Auch wenn sie hier alle offensichtlich sehr locker-tolerante und lebenslustige Menschen sind, will man andere doch nicht unbedingt dabei überraschen, wie sie gerade im Bad oder vielleicht sogar auf dem Küchentisch heftig… ihr wisst schon was… treiben. grins

Nach fast vier Tagen in der WG kenne ich immer noch nicht alle Gesichter – oder genauer gesagt, weiß ich nicht bei jedem, wer wirklich fest zu dieser Gruppe gehört. Das liegt vor allem daran, dass fast das ganze prächtige Altbau-Gebäude voller lebendiger Studenten-WGs ist. Nur im Erdgeschoss gibt es eine separate Einliegerwohnung für ein schon älteres, recht gemütliches Hausmeisterpaar. Ich habe keine Ahnung, wie viele Studenten insgesamt in diesem Haus leben, aber grob geschätzt dürften es 50 oder sogar mehr sein. Natürlich herrscht ein ständiges, geschäftiges Kommen und Gehen zwischen den verschiedenen Stockwerken und Gruppen; es ist schwer, da einen vollen Überblick zu haben, wenn man nicht dauerhaft hier lebt, sondern wie ich nur einige Tage zu Besuch ist.

Hintenraus gibt es einen hübschen, großen Garten sowie ein zweites, erheblich kleineres Häuschen, das früher wohl für die Kinder der großbürgerlichen Eigentümerfamilie gedacht war. Heute lebt dort die sage und schreibe schon 92-jährige Witwe, die für ihr Alter sowohl körperlich wie geistig noch verblüffend fit ist. Die wenigen noch lebenden Verwandten sind über halb Westeuropa verstreut und kommen nur sehr selten zu Besuch. So kam die alte Dame – die trotz ihrer lockeren und herzlichen Freundlichkeit von allen respektvoll gesiezt und nur mit dem Familiennamen angesprochen wird – auf die wunderbare Idee, das große Haupthaus komplett in Studenten-WGs zu verwandeln.

Selbstverständlich helfen ihr die jungen Menschen jederzeit bei allem, was im Alltag so anfällt: Sie begleiten sie zum Arzt, zu Therapien, kümmern sich um die Tücken der modernen Technik und vieles mehr. So fühlt sie sich niemals einsam, kann aktiv am quirligen Studentenleben teilnehmen und es ist fast wie in einer sehr großen Familie, wo sich alle gegenseitig helfen und füreinander da sind. Zudem verlangt sie deutlich weniger Miete, als auch für einfache Studentenunterkünfte heutzutage üblich ist – und das freut die WG-Mieter natürlich sehr. Eine klassische Win-win-Situation für alle Beteiligten, die hervorragend zu funktionieren scheint; meinte zumindest Laura, die die alte Dame hörbar gern mag.

 

Zum Frühstück besuchten wir dann das Elli's Café, das direkt am, fast schon im Gelände der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gelegen ist. Es ist ein kleines, gemütliches Café, das mit viel Liebe betrieben wird und einen verdammt guten Kaffee serviert. Es hält nicht zufällig einen hohen Bewertungsschnitt von rund 4,7 Google-Sternen. Wir genossen leckeres Frühstück, für mich nur üppig belegte Vollkornbrötchen, aber es gibt auch Leckereien wie Brownies, Bagels oder bunte Bowls. Bei dem schönen Wetter heute ergatterten wir sogar einen der begehrten Plätze draußen. Die Preise liegen auf studentenfreundlichem Niveau, das Personal ist sehr freundlich und die lockere Stimmung sorgt für einen echten Wohlfühleffekt – man fühlt sich eher wie bei guten Freunden zu Gast als in einem klassischen gastronomischen Betrieb. Kurz: sehr empfehlenswert!

Von dort aus lief Laura dann gleich zu einem ihrer Kurse, und ich machte ganz gemütlich ein bisschen Sightseeing. Die Albert-Ludwigs-Universität, gegründet im 15. Jahrhundert, ist eine Institution und verfügt über eigene Campus für Technik und Naturwissenschaften sowie eine Universitätsklinik. Natürlich gibt es dort architektonisch interessante Bauwerke und beeindruckende Bronze-Statuen zu betrachten.


 

Die Universitätsbibliothek Freiburg sieht dagegen nach einem verspiegelten, hypermodernen Neubau aus – was jedoch so nicht ganz richtig ist. Hier eine kurze Zusammenfassung für die Architektur-Interessierten: Das aktuelle Hauptgebäude am Platz der Universität 2 ist kein klassischer Neubau, sondern ein umfassender Umbau des Vorgängerbaus von 1978. Der Architekt Heinrich Degelo von Degelo Architekten in Basel gewann 2006 den Wettbewerb.

Die Bauzeit für den Umbau betrug stolze sieben Jahre (2009–2015) und verschlang ca. 49 bis 53 Millionen Euro. Die Nutzfläche beträgt 30.600 m² mit über 1.750 Arbeitsplätzen in ruhigen Lesesälen und Gruppenräumen. Der Bestand umfasst ca. 4 Millionen Bände, von denen 700.000 frei zugänglich sind. Besonders markant ist die transparente Glas-Chromstahl-Fassade in einer Art »Raumschiff«-Optik, die zudem sehr energieeffizient ist. Das Gebäude gilt als eine der modernsten Universitätsbibliotheken Europas.

Im dortigen Café Libresso gönnte ich mir noch einen guten Latte-to-go und wollte eigentlich weiter Sightseeing in der hübschen Breisgau-Stadt machen – doch daraus wurde leider nichts. Ein Anruf informierte mich über ein anscheinend recht schwerwiegendes Geschäftsproblem in einer gemeinsamen Unternehmung mit einem guten, alten Freund. Das erforderte meine sofortige Rückkehr an den Laptop: Dateien austauschen, verschlüsselter Video-Chat und einige tiefgehende Recherchen.

Ja, leider handelte es sich tatsächlich um ein ernstes Problem, das wahrscheinlich meine baldige Anwesenheit in Baden-Baden notwendig machen wird. Mist, vermutlich unschön und mit einem nicht unerheblichen finanziellen Verlust verbunden. Aber so etwas kommt in meinem Leben natürlich auch gelegentlich vor. Wie heißt es doch so treffend: Nur wer gar nichts riskiert, verliert nichts – kann aber auch niemals gewinnen. Bei meinen vielfältigen Investitionen und Unternehmungen geht natürlich hin und wieder auch etwas schief. Aber mal schauen, noch ist nichts verloren, vielleicht lässt sich die Angelegenheit noch ohne größere Verluste regeln.

Als Laura zur Mittagspause zurückkam, um sich kurz frisch zu machen und wir etwas essen gingen, informierte ich sie über diese unerwartete Situation. Sie verstand sofort und akzeptierte ohne Murren, wenn ich deshalb demnächst ein paar Tage weg muss. Lieb lächelnd bot sie sogar an, mich zu begleiten, selbst wenn sie deshalb ein paar wichtige Kurse ausfallen lassen müsste. Das hielt ich jedoch für unpassend, nicht gut für sie und zudem wäre sie ja auch nur so eine Art fünftes Rad am Wagen. Zu den eigentlichen harten Besprechungen könnte ich sie schwerlich mitbringen; das hätte unseriös gewirkt, weil Laura nun mal nichts damit zu tun hat. Sie würde also nur rumsitzen und warten, bis ich wieder Zeit für sie habe. Auch das verstand und akzeptierte sie sofort.


 

Für einen schnellen Imbiss wählten wir das KUSHMEISTER Beef & Vegan in der Klarastraße 46. Ein hübsch-uriges Burgerrestaurant mit einer Durchschnittsbewertung um die 4,3 auf Google. Mein persönliches Fazit vor Ort: Okay, ganz lecker, aber auch nichts wirklich Besonderes; klassische Burger halt, deutlich besser als bei den großen Fast-Food-Ketten, jedoch auch nicht so gut wie in den mit viel Leidenschaft betriebenen Burger-Lokalen, die ich schon besucht habe. Ich würde maximal eine 4,0 geben. Mit Getränk, Pommes und Avocado-Dip sollte man 15 bis 20 Euro pro Person einplanen, was angemessen ist. Der Service war freundlich, aber eben durchschnittlich; die Hygiene wirkte auf mich jedoch etwas verbesserungswürdig. Es kam mir vor wie ein eher lustlos betriebenes Geschäft, anscheinend von einem Paar, das sich nicht mehr so ganz einig ist, was es eigentlich will.

Als willkommener Verdauungsspaziergang, in heute viel Sonnenschein mit aktuell etwa 16 Grad, begleitete ich Laura ins Unigelände zu dem Gebäude, wo ihr nächster Kurs stattfand. Übrigens: Businessmäßig seriös gestylt und geschminkt sieht Laura doch erheblich anders aus als privat. Plötzlich wirkt sie wirklich erwachsen, wie eine clevere, ernste junge Frau und Studentin – nicht mehr so liebreizend jung und ständig lächelnd, wie sie sich sonst gern gibt.

Aber in beiden Versionen ist sie wunderschön, reizvoll und fällt unter den meist nachlässig, oft sogar schlampig bekleideten Kommilitoninnen deutlich auf. Wie schon erwähnt hat sie erheblich mehr auf dem Kasten und ein höheres Niveau als Persönlichkeit, als man auf den ersten Blick bei ihrem privat so jugendlichen Erscheinungsbild glauben könnte. Ich mag sie besonders in der verspielt-liebreizenden Privat-Version, finde sie aber auch als seriöse Frau beeindruckend. Ich erwähne das nur, weil ich es erstaunlich finde, wie sie scheinbar mühelos zwischen beiden Versionen von sich selbst wechselt, sich in beiden sichtlich wohlfühlt und Charakter zeigt.

Dann machte ich mich auf den Rückweg zur WG und verbrachte einen Großteil des Nachmittags weiter mit dieser sehr unerfreulichen Angelegenheit. Von Freiburg nach Baden-Baden fahre ich mit dem EQS in kaum mehr als einer Stunde – also eigentlich kein Problem. Ich könnte das sogar so regeln, dass ich morgens hinfahre und abends wieder zurückkomme. Doch dazu habe ich eigentlich keine Lust; ich kann in Baden-Baden in einem sehr schönen Haus – eigentlich eine schicke Villa – unter Freunden leben und diesen unerwarteten Mist voraussichtlich in zwei bis vier Tagen klären.

Genau genommen hatte ich ohnehin vor, demnächst mal wieder nach Baden-Baden zu fahren, wo die schöne Selma inzwischen die innenarchitektonische Neugestaltung und Modernisierung beaufsichtigt und durchgeführt hat. Und in einer ähnlichen Angelegenheit wollte ich demnächst auch wieder nach Heidelberg. Mal sehen – die Sache mit Jörg und Onkel Ernst am Bodensee erfordert ja nicht meine permanente Anwesenheit dort, auch wenn ich mich, vor allem in der Anfangsphase, schon intensiv damit befassen sollte.

Es ist schon irgendwie amüsant. Als ich damals aus der Geschäftsleitung des GC ausstieg, wollte ich eigentlich wieder mehr mein geliebtes Seglerleben führen und es generell ruhiger, gemütlicher angehen. Doch immer wieder, ohne es direkt zu wollen, werde ich ständig in irgendwelche Angelegenheiten und Geschäfte verwickelt, die mich davon abhalten, mein Leben so umzugestalten, wie ich es ursprünglich beabsichtigte. Andererseits ist das aber auch interessant, spannend und macht mir größtenteils doch Spaß.

Einer der Gründe, weshalb ich zu dem wurde, der ich bin, liegt ja genau darin, dass ich es schon immer langweilig fand, immer nur das Gleiche zu tun. Selbst wenn ich damit erfolgreich bin oder zum Beispiel viel Geld verdiene, ödet es mich schnell an, wenn es zur Routine wird. Diese ständig neuen Bekanntschaften, Entwicklungen und Veränderungen in meinem Leben entsprechen viel mehr meinem eigentlichen Wesen und reizen mich. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass ich es generell an nur einem Ort selten länger als einige Monate aushalte und lieber so oft wie möglich als klassischer Global-Citizen unterwegs bin.

 

Am frühen Abend legten wir eine gemütliche Kuschel-Siesta ein und machten uns dann ausgehfertig. In verblüffend kurzer Zeit stylte sich Laura wieder zum sexy-frechen Girl um und freute sich offensichtlich richtig auf einen unbeschwerten Party-Abend. Heute Abend und in der Nacht sollte es eher im Stil der jungen Leute zugehen. Geplant war mit etlichen Freunden und Bekannten eine klassische Pub-Crawl-Tour durch diverse Bars und Kneipen im beliebten Bermuda-Dreieck Freiburgs.

Es wurden dann viel zu viele unterschiedliche Lokale, um die alle in meiner bekannten Art detailliert zu beschreiben und zu bewerten. Aber so viel kann ich gleich verraten: Auch wenn es mir manchmal doch etwas zu hektisch und laut war, hatten wir – und auch ich – massig Spaß. Das Nachtleben dieser Studentenstadt ist wirklich sehr aktiv, reizvoll und bietet für alle Geschmäcker etwas. Bei ungefähr 25 % studentischer Einwohnerschaft in einer gerade mal unter 240.000 Einwohner zählenden, hübschen Provinzstadt wie Freiburg, bilden diese jungen Menschen zusammen mit den sonstigen jüngeren Bewohnern natürlich eine starke, große, lebensfreudige – ja geradezu lebensgierige – Gruppe.

Gerade in der heutigen Zeit, nach all den Verunsicherungen und Unwägbarkeiten des immer schwieriger werdenden Lebens, wollen sich junge Menschen austoben und ablenken. An den Wochenenden ist typischerweise am meisten los, aber auch unter der Woche kann man hier sehr viel Spaß haben und ein bisschen die komplizierte Welt vergessen.


 

Ich weiß gar nicht mehr – habe auch nicht mitgezählt –, in wie vielen Kneipen wir genau waren und in welcher wir auch etwas zu Abend gegessen haben. Während der Woche schließen die meisten Lokale um Mitternacht oder 1 Uhr, einige haben aber auch bis 3 Uhr offen, und meist herrscht überall ordentlich Betrieb. Die beliebtesten und klassischen Studententreffpunkte sind vor allem diese:

Schlappen (Löwenstraße) → DIE Kult-Kneipe schlechthin. Start- und Endpunkt vieler Studentenabende, riesige Whiskyauswahl, legendäres Pissoir, sehr günstig und immer rappelvoll. Café Atlantik (Grünwälderstraße) → Pures Studentenflair, günstige Getränke, entspannte Atmosphäre, sehr beliebt bei jüngeren Semestern. Alter Simon (Konviktstraße) → Traditionsreiche, gemütliche Studentenkneipe mit vielen Stammgästen aus der Uni-Szene. Eimer (Nähe Münsterplatz) → Sehr studentisch, günstig, oft Livemusik oder Events, ein typischer Ort zum Weiterfeiern. Rettungsanker, Schachtel, Heimliche Kneipe, Lockere Schraube → Alle im Bermuda-Dreieck oder direkt angrenzend, unkomplizierte Studenten-Klassiker. Beat Bar Butzemann → Sehr alternativ, günstige Preise und berüchtigt für lange Partynächte.

Wirklich nüchtern war im Laufe der späteren Nacht natürlich auch niemand mehr, einige sogar richtig betrunken – aber niemand wurde unangenehm nervend oder aufdringlich. Wir hatten wirklich viel Spaß, es gab nicht nur Fun, sondern auch interessante, ernsthaftere Gespräche. Und ich lernte zum Beispiel noch eine bildschöne Studentin kennen, die glatt auch Top-Model sein könnte. Sehr willensstark, clever, gut informiert und von einer derart klassischen blonden Schönheit, aber auch sehr sympathisch und nett – beeindruckte sie mich ungewöhnlich stark. Ein Gesprächsausschnitt mit dieser deutsch-spanischen Melissa ist vielleicht vielsagend:

»Für einen angeblichen Casanova und Profi-Akt-Fotograf bist du aber erstaunlich zurückhaltend? Die meisten Typen wollen mich unbedingt nackt sehen, fotografieren und ins Bett kriegen, haha.« Stellte sie mich gewissermaßen provokant in Frage, ohne direkte Kritik zu üben.

»Wer sagt denn, dass ich das bin und…«, grinste ich männlich breit »…wie kommst du auf die dumme Idee, dass ich eine so schöne Frau wie dich nicht nackt sehen, fotografieren und ins Bett kriegen wollte?«

»Ahaha, gut gekontert, Captain Steve.« Lachte sie mitreißend und bezeichnenderweise waren wir beide um diese Zeit, nach Mitternacht, wohl die am wenigsten beschwipsten Leute. »Was hat das Captain zu bedeuten?«

»Das kam als Spitzname vor allem während meiner Zeit als Langstrecken-Segler auf, hat aber auch etwas mit meinem militärischen Vorleben und meiner manchmal autoritär-kommandierenden Art in gewissen Dingen zu tun.« Erklärte ich offen und genoss dabei gerade einen ziemlich tiefen Einblick auf offensichtlich perfekt schöne Brüste, in ihrem nicht übertrieben provokanten, aber doch sehr reizvollen Dekolleté.

Typisch für die meisten weiblichen Wesen – insbesondere so clevere wie Melissa – entging ihr natürlich nicht, wohin ich als Mann unvermeidlich schauen musste. Ohne jede Frage kennt sie ihre Wirkung als bildschöne und zudem kluge Frau mit Top-Figur auf das andere Geschlecht genau. Und wie viele kluge Frauen prüft sie dabei auch ganz automatisch, ob der Gesprächspartner gleich zu einem nach ihr sabbernden, damit uninteressanten Idioten wird, oder ein Mann mit Klasse und Niveau ist, der sich nicht so leicht von weiblicher Schönheit manipulieren lässt.

»Klingt spannend, du führst wohl ein interessantes, ungewöhnliches Leben?« Blitzte ein wenig weibliches Interesse an mir als Mann in ihren schönen Augen auf.

»Ungewöhnlich ist es für die meisten Menschen mit typischem Durchschnittsleben sicherlich, auch spannend – und ich liebe, wie ich lebe.« Grinste ich und zündete mir eine Kippe an.

»Ganz schön eingebildet; bist wohl sehr von dir überzeugt?« Startete sie einen neuen Angriffsversuch mit dieser Provokation – was natürlich auch eine typische Vorgehensweise ist, um andere zu testen.

»Und du bist ohne Grund etwas aggressiv provokant. Warum? Minderwertigkeitskomplexe sind es eindeutig nicht.« Konterte ich daher cool.

»Oh verdammt, haha, du bist vielleicht zu clever für solche Tricks.« Lachte Melissa wieder auf sehr mitreißende Art, was in Kombination mit ihrer wirklich außergewöhnlichen Schönheit und Cleverness eine starke Wirkung auf Männer ausübt.

»Eher zu erfahren…«, grinste ich mit dramatischer Pause »…im Umgang mit solch umwerfenden Schönheiten wie dir.«

»Ach, findest du mich umwerfend?« Schaute sie mir flirtend tief in die Augen – was einem Mann, bei einer Frau ihres Formats, schon ein wenig weiche Knie verursachen kann.

Leider konnten wir das amüsante Wortgefecht nicht fortsetzen, denn wir waren ja in der Gruppe unterwegs und um diese Zeit, etwas nach 1 Uhr, erreichte die Stimmung im Lokal ihren Höhepunkt. Wir befanden uns gerade in der RIVA Bar in der Kaiser-Joseph-Straße 249. Das ist keine klassische Studentenkneipe, sondern eher eine stylische Lounge-Bar mit Club-Vibes. Von außen modern und einladend, innen mit guter Tanzfläche, LED-Beleuchtung und Bar mit großer Flaschenwand. Die recht guten Cocktails liegen bei 12 bis 16 Euro. Das Publikum ist gemischter, mehr echte Schönheiten zieht es dorthin, auch weil dort mehr Männer mit Geld anzutreffen sind.


 

Unvermeidlich wurde ich Tanzmuffel auch zu etwas Action auf der Tanzfläche genötigt und machte halt mit, um kein Spielverderber zu sein. Kurz lernte ich noch zwei weitere, für typische Studenten außergewöhnliche Schönheiten kennen. Keine dieser abgebrühten „ich bin voll cool, für Geld oder Vorteile tue ich alles“ Party-Tussis, wie man sie in solchen Clubs, besonders in Großstädten oft trifft, sondern ausgesprochen sympathisch, clever und freundlich – was einen ebenfalls freundlichen Gentleman meiner Art natürlich freut.

Erst kurz vor 3 Uhr kamen wir müde, erschöpft und natürlich nicht mehr ganz nüchtern, aber bestens gelaunt zurück in die WG. Die nächtliche Kälte draußen hatte uns etwas ernüchtert. Alle wollten nur noch schnell den Schweiß und Gestank der Kneipennacht abduschen und dann schnellstmöglich ins Bett. Auch Laura und ich schmusten nur noch kurz und schliefen sehr schnell ein, kaum dass wir bequem aneinander gekuschelt unter der warmen Decke lagen.

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