Algarve, Lagos, Shooting-Feinheiten, Kunstinteressierte und Sightseeing

 


#26.07.09 - Algarve, Lagos, Shooting-Feinheiten, Kunstinteressierte und Sightseeing

»Wie schätzt du Ronaldo ein? Meinst du, dem kann ich meine Kunst oder Bilder von mir verkaufen?«

Vicky und ich ließen das Frühstück ausfallen und fuhren mit E-Bikes direkt an den Hafen zum dort festgemachten Boot. Wir benötigten ein paar Privatsachen, da wir inzwischen ja schon viel länger in Rodrigos Finca verweilen, als ursprünglich geplant und beabsichtigt war. Außerdem nahm sie das softerotische, edel gerahmte Foto-Bild im Stil der softerotischen »Schlafenden Schönen« von sich mit, das am Kopfteil unseres Bettes angebracht ist und welches ich bereits im Blog gezeigt habe.

»Ich sprach auf deiner Live-Performance nur wenige Worte mit ihm, daher kann ich das nicht wirklich einschätzen. Aber er scheint mir ein echter Liebhaber erotischer Kunst zu sein«, antwortete ich lächelnd, während wir am Kai entlangrollten.

 

Ronaldo ist ein weiterer Kunstinteressent, den wir pünktlich um 09:00 Uhr zum Frühstück treffen wollten. Er interessierte sich brennend für Aufnahmen von ihr als Akt-Model und wollte ihr dieses spezielle Bild wahrscheinlich abkaufen. Wir hatten den circa sechzigjährigen, leidenschaftlichen Sammler ästhetisch schöner Erotikkunst bei der jüngsten Live-Performance kennengelernt. Also radelten wir mit zwei prall gefüllten Rucksäcken und dem zum Glück handlichen, vorsichtig balancierten Foto-Bild weiter in die historische Altstadt.

Verabredet waren wir im herausragenden Café Sunrays Kitchen an der Praça do Poder Local 22. Dieses tolle Lokal schafft es, bei über 700 Bewertungen einen außergewöhnlich hohen Schnitt von 4,8 Sternen auf Google zu halten – und das zu Recht, wie wir bald feststellen durften. Es ist ein sehr hübsches, eindeutig mit viel gastronomischer Liebe und Hingabe betriebenes Café. Sehr freundliches Personal versorgt die Gäste flott und gekonnt mit perfekt zubereiteten, frischen Speisen und kühlen Getränken zu sehr fairen Preisen. Sie sind in der Stadt äußerst beliebt, und schon bald nach der Öffnung füllt sich das Lokal drinnen und auf der hübschen Außenterrasse mit Einheimischen und Touristen gleichermaßen. Montag ist Ruhetag, ansonsten haben sie täglich bis 18:00 Uhr geöffnet, an Sonntagen nur bis 16:00 Uhr.

Noch war es am Vormittag mit angenehmen 24°C erfrischend. Unsere Verabredung Ronaldo schlürfte auf der Terrasse bereits einen guten Kaffee und begrüßte uns galant-freundlich, als wir eintrafen. Wir nahmen am durch hübsche, gepflegte Grünpflanzen schattigen Tisch Platz und bestellten uns erst einmal exzellenten Kaffee, sowie Mineralwasser und frisch gepresste Fruchtsäfte. Er kennt das Sunrays Kitchen bestens und half uns fachkundig beim Auswählen der Speisen. 

 

Vika entschied sich für fruchtige Beeren auf dickem, hellem Brot und ein cremiges Joghurt mit frischen Waldbeeren. Ich nahm leckeres, frisches, dunkles Sauerteigbrot, das üppig mit würzigem Rührei und köstlichem, hauchdünn geräuchertem Iberico-Schinken belegt war. Dazu orderten wir noch einen großen Teller knackigen, gemischten Salat für die Vitamine.

Während wir auf die bestellten Speisen warteten und entspannt über Vickys Kunst plauderten, schaute er sich das mitgebrachte Foto-Bild fasziniert an und bestätigte sofort, es erwerben zu wollen. Verblüffend schnell servierte die aufmerksam-humorvolle Bedienung unsere Bestellung, und alles mundete uns vorzüglich. Sie machen in diesem Café wirklich einen fantastischen Job; alles ist frisch und auf den Punkt genau richtig zubereitet, spürbar mit Stolz und Liebe hergestellt und ansprechend aufgetischt. Die Fruchtsäfte und der Kaffee waren ebenfalls perfekt, und somit verdient das Sunrays Kitchen seine ungewöhnlich hohe Durchschnittsbewertung wirklich von ganzem Herzen. Sehr empfehlenswert, wenn ihr mal in diese Gegend kommt und ein erstklassiges Café zum Frühstücken sucht!

Ronaldo erklärte uns, vor allem Vicky im Gespräch galant, dass er an einer hochwertigen 12er-Serie Hochglanz-Fotodrucke von Vicky in der Art von schöner, stilvoller Akt-Fotografie interessiert sei, aufgenommen in den eleganten Räumlichkeiten seines hiesigen Stadthauses. Am liebsten so, dass er beim Shooten direkt dabei ist und mit Vicky die gewünschten Posen und Szenerien unmittelbar absprechen kann. Und fraglos tat er dies auch, um als älterer, erotische Kunst sammelnder, vielleicht auch ein kleines bisschen einsamer Witwer den Anblick wunderschön geformter, noch junger Fraulichkeit mit eigenen Augen genießen zu dürfen – was er in seiner charmanten Art auch überhaupt nicht scheinheilig verheimlichte.

»Du bist eine wunderschöne Frau mit einer perfekten Figur und somit eine absolute Augenweide für jeden Mann«, zwinkerte er verschmitzt in Vickys Richtung und ergänzte niveauvoll: »Dass du auch noch intelligent, gebildet und weiblich selbstsicher eine echte Künstlerin bist, macht dich zu etwas ganz Besonderem. Für solche weiblichen Wesen sollten wir Männer aufrichtig dankbar sein.«

»Au weia, du bist ja ein fast noch größerer Charmeur als Steve, haha«, lachte Vicky amüsiert über das Kompliment. »Aber so schöne Worte höre ich als Frau natürlich immer wieder gern.«

Als Frau und erfahrenes Model macht es Vicky nicht nur überhaupt nichts aus, vollkommen unbekleidet zu posieren, sondern sie empfindet es in ihrer ganzen Art als ziemlich exhibitionistische Künstlerin sogar als reizvoll kribbelnd, sich vor erfreut bewundernden Männeraugen nackt in ihrer ganzen natürlichen Schönheit zu präsentieren. Natürlich macht sie das nicht vor jedem x-beliebigen Idioten oder Typen der primitiven Männersorte, die so etwas mit schweinischen Ausdrücken kommentieren würden. Aber vor kunstinteressierten Gentlemen mit Klasse und Niveau oder für Maler, Fotokünstler und Bildhauer ist es für sie tatsächlich eine echte Freude, vollkommen ungeniert und selbstbewusst ihre Weiblichkeit in perfekten Formen vorzuführen.

»Diesen Vergleich mit Steve nehme ich ebenfalls gerne als Kompliment wahr. Wie wäre es denn, wenn wir gleich ein paar erste Probeaufnahmen in meiner bescheidenen Hütte machen?« schlug Ronaldo offen vor und fügte taktvoll hinzu: »Wenn du noch etwas Bedenkzeit benötigst, verstehe ich das selbstverständlich vollkommen.«

»Bedenkzeit? Für was denn, haha?« konterte sie wie aus der Pistole geschossen charmant lachend, was ich, der ich von meiner selbstbewussten, derzeitigen Geliebten ohnehin nichts anderes erwartet hatte, und mit einem amüsierten Grinsen quittierte.

 

Ronaldo entschuldigte sich kurz für einen Toilettengang im Lokal, was uns aber wahrscheinlich nur als eleganter Vorwand diente, um die Rechnung diskret komplett zu begleichen. Dann machten wir uns gemeinsam auf den Weg zu seinem nicht weit entfernten, hübschen, von außen jedoch eher unauffälligen, kleinen Stadthaus. Drinnen ist es sehr elegant und hochwertig eingerichtet – wenn auch aus heutiger, moderner Sicht etwas altmodisch wirkend, was ich persönlich jedoch mag. Er hat definitiv einen exzellenten Geschmack und weiß genau, wie echte Eleganz ohne angeberische Protzerei gestaltet sein sollte.

Das war bei einem Gentleman seiner Art und Klasse natürlich auch nicht anders zu erwarten. Auch Vicky gefiel die Inneneinrichtung auf Anhieb sehr, sie hat ebenfalls ein großes Faible für klassische Eleganz und geschmackvolle, aristokratische Schönheit. Die glänzenden, bequemen Mahagonimöbel im großen Salon sind beispielsweise mit hochwertigen, ebenfalls sachte glänzenden Seidenstoffen bezogen. Allein ein einzelner Sessel dieser Qualität kostet im Schnitt 5.000 bis 8.000 Euro; Ronaldo geht es finanziell also offensichtlich sehr gut.

Mit dezentem Understatement, aber spürbarem Besitzerstolz führte uns Ronaldo durch die Räume und zeigte uns sein schickes Stadthaus. Im hübschen, kleinen, von subtropischen, gepflegt arrangierten Pflanzen geradezu überwucherten und dementsprechend angenehm schattigen Innenhof servierte uns seine Haushälterin eisgekühlte Erfrischungsdrinks in fruchtiger Cidre-Art. In der Stadt hatte es draußen bereits an die 30°C, doch im beschatteten Innenhof-Garten herrschte durch das üppige Grün ein herrliches, leicht feuchtes und mit Sauerstoff angereichertes Mikroklima von vielleicht 27°C.

Wir diskutierten entspannt die verschiedenen Posen, in denen ich Vicky in geschmackvollen, klassischen Full-Nude-Akten in seinen eleganten Räumlichkeiten fotografieren sollte, und wie genau Ronaldo sich die visuelle Linie der Bilderserie vorstellte. Die großformatigen HD-Ausdrucke sollten später – ähnlich wie das mitgebrachte Bild – hochwertig gerahmt und hinter edlem Glas oder einer speziellen UV-Schutzschicht wie echte Ölgemälde an den hohen Wänden hängen.

Ronaldo kennt natürlich die passenden Fachdruckereien und Rahmenwerkstätten hier in der Region, sodass er von uns lediglich die professionellen, hochauflösenden Aufnahmen von Vicky benötigte. Dafür war er zunächst bereit, 100 Euro pro ausgewählter Aufnahme zu zahlen – also 1.200 Euro für die Serie von zwölf Bildern. Für Vicky wäre das bei geschätzt zwei Stunden angenehmer, unkomplizierter „Arbeit“ als posierendes Model eine durchaus willkommene und leichte Zusatzeinnahme gewesen.

Doch nun zeigte sich einmal mehr, dass Vicky auch verdammt geschäftstüchtig und charmant verhandeln kann. Sie erwiderte freundlich, aber bestimmt im Ton:

»Lieber Ronaldo, ich habe mir gerade Gedanken zu einem angemessenen Honorar für dieses exklusive Projekt gemacht. Bei meinen großformatigen Kohlezeichnungen, für die ich üblicherweise zwischen 6.000 und 9.000 Euro erhalte, liegt der zeitliche und künstlerische Aufwand natürlich deutlich höher. Für eine professionelle, maßgeschneiderte Fotoserie dieser Art, die du später großformatig als bleibende Kunstwerke in deinem Haus nutzen willst, halte ich ein Honorar von 3.000 bis 4.000 Euro für die komplette Serie von zwölf Aufnahmen für realistisch und fair. Das würde einer Honorierung entsprechen, die meiner bisherigen künstlerischen Tätigkeit deutlich näherkommt, denn es geht hier ja schließlich nicht nur um den reinen Zeitaufwand.«

»Verehrte, schöne Vicky…«, schmunzelte Ronaldo anerkennend über so viel charmante Kaltblütigkeit, »…wie könnte ich einer so faszinierenden Frau widersprechen? Du hast vollkommen recht. Es geht nicht nur um zwei oder drei Stunden Zeitaufwand, sondern um deine einzigartige Präsenz als Frau und Künstlerin in meinen Räumlichkeiten, die angemessen vergütet werden sollte. Wollen wir uns auf faire 3.500 Euro einigen – inklusive deines kleinen ‚Schlafende Schöne‘ Fotodrucks?«

»Abgemacht, werter Ronaldo und, haha…«, lachte sie mitreißend und gutgelaunt, »…deine genießenden Männerblicke beim exklusiven Zuschauen stelle ich dir heute natürlich nicht gesondert in Rechnung!«

Über diesen gelungenen, schlagfertigen Wortwitz mussten wir nun alle amüsiert miteinander lachen. Dann gingen wir in die angenehm auf etwa 24°C klimatisierten Innenräume, wo Ronaldo zunächst Vicky seine sonstigen, über Jahre gesammelten Exponate erotischer Kunst zeigen und ihre fachliche Meinung hören wollte. Ich radelte unterdessen im Nu in kaum mehr als fünf Minuten zu Rodrigos Finca zurück, um meine Profi-Fotoausrüstung samt Stativ und Wechselobjektiven zu holen, und war im Handumdrehen wieder zurück. Gleich darauf legten wir auch schon mit dem besprochenen Shooting los.

 

Zwölf hochwertige Bilder zu schießen, heißt natürlich keineswegs, dass man tatsächlich nur zwölf Fotos macht. Selbst für einen erfahrenen Profi-Aktfotografen wie mich und ein perfekt eingespieltes Model wie Vicky bedeutet es, mindestens die fünffache, eher sogar die zehnfache Anzahl guter Fotos zu schießen. Aus diesem großen Pool wählt man später in der Nachbearbeitung die am besten gelungenen Nuancen aus, welche schließlich als großformatige HD-Ausdrucke verwendet werden. Selbst bei hochprofessionellen Shootings mit komplettem Fototeam, Visagist und Stylist gilt die bewährte Standardregel: Schieße hundert Fotos, um am Ende eine Handvoll davon als rundum perfekt zu verwenden!

Wie üblich, damit es von niemandem als öde, sterile »Arbeit« empfunden wird, ließen wir uns viel Zeit. Wir scherzten und plauderten ausgiebig dabei, machten entspannte Kaffee- oder Rauchpausen, und Ronaldo hatte eindeutig riesige Freude daran, bei diesem intimen Entstehungsprozess schöner Fotos quasi hautnah dabei zu sein. Was Fotos, Bilder und Fotografie generell betrifft, hat er vor allem Ahnung als Kunstinteressierter beim reinen Betrachten. Wie solche professionellen Shootings im Detail ablaufen und worauf es bei der feinfühligen Akt-Fotografie mit einem schönen, jungen, nackten Model vor der Linse – und natürlich auch vor den genießenden Männeraugen – ankommt, davon hatte er bisher keine Vorstellung.

Es war also in mehrfacher Hinsicht absolut faszinierend für ihn, und er verschlang eine so schöne, toll gebaute Frau wie Vicky sichtlich mit den Augen. Eine typische, sowohl scherzhafte wie auch ernstgemeinte Zwischenfrage von in diesem Metier unerfahrenen Männern konnte er sich dann auch nicht verkneifen:

»Wie, bei allen Göttern, Steve, hältst du es als Mann bloß aus, mit solch entzückenden Schönheiten in verlockender Nacktheit zu shooten, ohne permanent auf fragwürdige Gedanken zu kommen?«

»Das ist tatsächlich gar nicht so einfach, Ronaldo«, schmunzelte ich amüsiert über seine Offenheit und erklärte ausführlicher: »Man sollte dafür ein bestimmter Typus Mann sein, für den nackte Schönheiten nicht nur billige Sexobjekte sind. Selbstdisziplin und professionelle Selbstbeherrschung sind ebenfalls wichtig, und natürlich gibt es auch einen gewissen Gewöhnungseffekt, wenn man das schon so viele Jahre lang und oft gemacht hat. Aber langweilig wird es nie, und auch für meine Männeraugen ist es stets ein reizvoller Genuss, denn jede Frau, jedes Model ist auf ihre jeweils eigene Art ganz anders interessant. Tatsächlich – und für viele Laien schwer verständlich – sind nicht die austauschbaren, wohlgeformten nackten Körper das Interessanteste. Sondern die Art, die Ausstrahlung und die Persönlichkeit der jeweiligen Frau, die für uns Männer erfreulicherweise bereit ist, sich so frei zu zeigen und zu posieren.«

»Stimmt genau, und das macht letztlich den Unterschied zwischen wirklich guten Fotografen und denen aus, die nur technisch fehlerfrei ihren Job abliefern«, stimmte Vicky mir zu, während sie sich lasziv für die nächste Pose streckte. »Mit erstaunlich vielen, auch sehr guten oder berühmten Fotografen macht das Shooten eher wenig Spaß, weil die Atmosphäre steril ist. Aber mit echten Künstlern und einfühlsamen Knipsern gefällt es auch uns Models viel besser!«

»Sie meint damit die Frauen und Models, die es nicht nur rein berechnend „für Geld“ machen, sondern wirklich Freude daran haben, sich reizvoll zu präsentieren oder wie Vicky selbst viel Interesse an der Kunst haben«, ergänzte ich, und Ronaldo dachte sichtlich intensiv darüber nach.

»Ja, jetzt, wo ihr es mir so ausführlich erklärt, verstehe ich es viel besser. Bisher beurteilte ich das Ganze immer nur als reiner Betrachter von erotischer Kunst und dachte nicht wirklich darüber nach, welche psychologische Dynamik bei der Entstehung mitschwingt«, meinte Ronaldo nachdenklich und nickte uns dankbar zu.

 

Nach dem rundum gelungenen Shooting lud er uns noch charmant zum Mittagessen ein, was wir jedoch schweren Herzens ablehnen mussten, weil wir schon mit den anderen aus unserer Crew in der hervorragenden Sapore di Casa verabredet waren. Das ist eine großartige Pizzeria Italiana in einer Art umgestaltetem Einkaufszentrum der sogenannten Antiga Fábrica da Ribeira, Av. dos Descobrimentos Bloco 2. Auch dieses hübsche, kleine Lokal schafft es, bei fast 1.000 Bewertungen einen außergewöhnlich hohen Schnitt von 4,8 Google-Sternen zu halten. Ebenfalls absolut zu Recht, wie wir bald darauf feststellen durften! Nicht nur die Pizzen in traditioneller neapolitanischer Art sind hervorragend, auch die anderen italienischen Speisen sind von bester Qualität auf den Punkt zubereitet, und es schmeckte uns einfach supergut.

Tatsächlich habe ich selbst direkt in Neapel schon deutlich schlechter zubereitete Speisen der neapolitanischen Küche serviert bekommen, während das hier eindeutig zum Besten gehört, was ich je in dieser Art speisen durfte. Das Personal benimmt sich ganz in der Tradition süditalienischer Gastronomen-Gastfreundschaft, ist ziemlich flott, aufmerksam, herzlich und nett. Dabei sind die Preise für die heutige Zeit sogar als günstig zu bezeichnen; bereits für bis zu 15 Euro kann man mit einer üppig belegten Pizza plus einem kalten Getränk mehr als satt werden.

Wir vier schlemmten ausführlicher mit feinen Antipasti in Tapas-Art, verschiedenen Hauptgerichten, gutem Tafelwein, Mineralwasser und exzellentem Espresso als krönendem Abschluss. Damit kamen wir, inklusive eines angemessenen Trinkgelds, auf runde 120 Euro, also exakt 30 Euro pro Person, was für die heutige Zeit in der absoluten Haupt-Urlaubersaison bei dieser Qualität und Menge tatsächlich als sehr preiswert zu bezeichnen ist. Wir waren jedenfalls hochzufrieden, und ich kann dieses Lokal jedem guten Gewissens empfehlen, der authentische, süditalienische Küche liebt.

»Megalecker… aber meine Figur, oh je!« seufzte Britt schelmisch, die heute ungewöhnlich viel probiert und begeistert gefuttert hatte. Demo erging es ebenso, während Vicky und ich wegen unseres späten Frühstücks verständlicherweise etwas zurückhaltender agierten.

Übrigens: In Portugal und speziell an der Algarve ist die Trinkgeld-Kultur deutlich entspannter als zum Beispiel in den USA oder in Deutschland. Trinkgeld ist hier keine Pflicht, aber in touristischen Gebieten wie der Algarve sehr üblich und wird vom Servicepersonal gerne gesehen. Die Portugiesen selbst geben eher selten Trinkgeld, Touristen dafür umso mehr. Da das Servicepersonal meist einen sehr niedrigen Grundlohn verdient, ist das Trinkgeld ein wichtiger Teil ihres Realeinkommens.


 

Erfreulicherweise machte sich unterdessen auch eine etwas kühlere Wetterphase breit, wodurch die Temperaturen für die nächsten Tage in angenehmen Bereichen unter der 30°C-Marke bleiben sollen. Das nutzten wir gleich am Nachmittag für ausgedehntes Sightseeing im hübschen Lagos und besuchten beispielsweise den Jardim da Constituição und den Entrada do Castelo de Lagos, rund um den geschichtsträchtigen Infante Dom Henrique-Platz.

»So ein hübsches Städtchen; hier gefällt es mir fast noch besser als in Portimão und Ferragudo«, lächelte Vicky glücklich, die sich heute bewusst eine kreative Auszeit von der Fertigstellung ihrer bestellten, großformatigen Kohlezeichnung nahm. Sie ist schon ziemlich weit damit vorangekommen und schätzt, dass sie bis spätestens Mitte kommender Woche komplett fertig wird.

»Yup, echt schön hier, und die Menschen sind alle so freundlich«, stimmte Britt gutgelaunt zu, und wir Männer waren der gleichen Meinung.

Unterwegs trafen wir rein zufällig die sympathische, attraktive Inês; der Name ist die reizvolle, portugiesische Variante von Agnes, was übersetzt »die Reine« und »die Heilige« bedeutet. Wir hatten sie beim Ausgehen vor ein paar Tagen ein bisschen kennengelernt, und die schätzungsweise Mitte bis Ende Zwanzigjährige schloss sich uns spontan für fast zwei Stunden an.

Inês stammt zwar ursprünglich nicht von hier, sondern aus einer nordportugiesischen Stadt, kennt sich aber hervorragend in Lagos aus, weil sie seit ihrer frühen Jugendzeit jährlich für die Haupt-Touristensaison herkommt, um sich hier gutes Geld zu verdienen. Sie ist clever, gut gebildet und interessiert sich ebenfalls für Kunst. Ansonsten ist sie einfach genau der Typ Mensch und charmante Frau, mit dem man gerne Zeit verbringt und sich anfreundet.

 

Gegen 18:20 Uhr kamen wir schließlich zurück in Rodrigos Finca und erfrischten uns erst einmal durch einen jauchzenden Sprung in den Pool, dann ausgiebig unter der Dusche. In der rundum hell gekachelten Gemeinschaftsdusche neben dem Pool, einem praktischen Anbau der Finca, trafen wir auf Olga und die freche Lena, welche den Tag mit einheimischen Freunden irgendwo an der malerischen Küste verbracht hatten und kurz vor uns zurückgekehrt waren. Typischerweise wurde besonders von Frechdachs Lena sofort wieder spitz gestichelt und laut gelacht, dass sie bald mal wieder meine professionellen Masseurdienste in Anspruch nehmen wollten, was ich schlagfertig ebenfalls amüsiert kommentierte.

Danach legten wir eine ganz entspannte, schöne Siesta einschließlich Schmusen und Liebesspiel in unseren Betten ein, um die Hitze des Tages an uns vorbeiziehen zu lassen. Den Abend verbrachten wir dann gemütlich in der Finca, wo wir uns bei amüsanten Gesellschaftsspielen prächtig amüsierten. Dazu tranken wir guten Wein und Mineralwasser, und wie könnte es anders sein: Es ging verdammt lustig zu, es wurde viel gelacht und wir hatten alle zusammen einen Mordsspaß.

Rodrigo verabschiedete sich kurz vor 23:00 Uhr sozusagen rundum glücklich ins Bett. Es erfreut den alten Witwer sichtlich und spürbar tief im Herzen, dass seine Finca derzeit von so viel unbeschwertem, jungem Leben erfüllt wird. Insbesondere natürlich durch so reizende, locker-ungenierte Frauen, die ihn völlig frei von Hintergedanken wie einen geschätzten, guten Freund behandeln. Dass sie ihm alle so ungezwungen dabei helfen, seine Fähigkeiten als noch recht unerfahrener Aktfotograf zu verfeinern, gibt ihm sichtlich neue Lebensenergie.

Normalerweise müsste ein Mann in seiner Position ständig teure Models engagieren, die das posierende Lächeln vor der Kamera vor allem – oder ausschließlich – für sein Geld aufsetzen, ihn als Person ansonsten aber kaum wahrnehmen. Durch seine zwei entzückenden Haushaltshilfen, die ihm ohnehin sehr gern als Models zur Verfügung stehen, ein willkommenes Taschengeld dazuverdienen und ihren Hausherrn aufrichtig mögen, hat er es für das Ausüben seiner Fotografenleidenschaft bereits viel besser als die meisten Hobby-Knipser seiner Art.

Und momentan erlebt er durch unsere Finca-Runde das absolute Luxusszenario: Mit Vicky und Britt hat er erfahrene Models vor der Linse, die ihm wertvolle Profi-Tipps für die freizügige Aktfotografie geben können, und mit Frechdachs Lena zudem ein zusätzliches, herrlich unkompliziertes „fresh Face“ vor der Kamera. Alle drei posieren ihm einfach so, »Just for Fun« und mit Vergnügen – ganz ohne finanzielle Interessen, sondern schlicht als dankbare, charmante Gegenleistung für seine großzügige Gastfreundschaft. Sie mögen ihn einfach als den Menschen, der er ist.

 

Lesern, die sich in dieser Szene nicht so auskennen, sei die psychologische Komponente dahinter einmal erklärt: Viele Hobbyfotografen, die sich im fortgeschrittenen Alter an der anspruchsvollen Aktfotografie versuchen, geraten im eigenen Erleben nicht selten in ein emotionales Dilemma. Sie müssen sich oft wie die sprichwörtlichen »geilen alten Knacker« fühlen. Viele junge Models spielen die professionelle Freundlichkeit nur so lange, wie das Honorar stimmt, und lästern nach dem Shooting abfällig über den älteren Herrn. Das ist ein verdammt bitteres und entwürdigendes Gefühl, wenn man die Sache eigentlich mit ehrlichen, künstlerisch-ästhetischen Absichten angeht und eben kein plumper Voyeur ist.

Genau deshalb ist Rodrigo so erfreut und dankbar für die momentane Situation. Hier auf der Finca muss er nicht die Rolle des »zahlenden Geldbeutels« spielen, um sich mit Schönheit zu umgeben. Er darf sich als echter, respektierter und auf Augenhöhe geschätzter Freund fühlen. Dieser feine, aber gewaltige Unterschied im menschlichen Miteinander hebt seine Fotografie von einem bloßen Hobby auf eine Ebene echter, geteilter Lebensfreude… und das erfreut ihn verständlicherweise vor allem menschlich sehr.

Bis Mitternacht lagen wir schließlich alle zufrieden in den Betten, und das war es dann für heute – nach einem weiteren interessanten, schönen Tag an der malerischen Algarve.

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Algarve, Lagos, Arbeit, Spaß, Kunst und reizende Schönheiten

 

#26.07.07 - Algarve, Lagos, Arbeit, Spaß, Kunst und reizende Schönheiten

Mit dem sympathischen Frechdachs Lena haben wir uns inzwischen gut angefreundet. Heute erschien sie schon zum gemeinsamen Frühstück bei uns auf der Terrasse, denn wir wollten einen Ausflug möglichst früh am Vormittag machen, bevor es dafür draußen zu heiß wird. In der aktuellen Wetterphase steigen die Temperaturen von morgens um die 23°C bis zum Mittag rasant auf weit über 30°C.

Wenn man dann, wie für heute geplant, eine alte Festungsanlage besichtigen will, kommt man verdammt heftig ins Schwitzen, und der kulturelle Spaziergang macht nicht mehr allzu viel Spaß. Also lautete der Plan, schon um 08:00 Uhr bei noch angenehmen 24°C loszuziehen und rechtzeitig, bevor die Quecksilbersäule die 30°C-Marke knackt, zurück in der angenehm klimatisierten Finca von Rodrigo zu sein.

Lecker gesättigt plantschten wir vor dem Aufbruch noch kurz zur schnellen Abkühlung im Pool, dann machten wir uns fertig und packten zwei Kühlrucksäcke mit Erfrischungsgetränken und etwas aufgeschnittenem Obst. Vicky pausierte dafür mit ihrem aktuellen Bild im Atelier, mit dem sie ohnehin sehr gute Fortschritte macht. Unser Weg führte uns dann auf direktem Pfad zur Baluarte de Santa Maria da Porta da Vila – auch bekannt als Baluarte da Graça, die wir bereits um 08:30 Uhr erreichten.

Diese mächtige Bastion ist ein echter Koloss der Militärarchitektur und thront strategisch auf einer der Anhöhen der historischen Altstadt. Sie bildet das steinerne Herzstück der Cerca Nova, des im 16. Jahrhundert errichteten, moderneren Festungsgürtels von Lagos. Das Besondere an dieser geschichtsträchtigen Anlage ist ihre markante, unregelmäßig fünfeckige Struktur. Die meterdicken Festungsmauern wurden damals eigens so konzipiert, um der aufkommenden, brachialen Durchschlagskraft schwerer Artillerie standzuhalten. 



 

Direkt nebenan befand sich einst die Kirche Nossa Senhora da Graça, in der im Jahr 1415 kein Geringerer als Prinz Heinrich der Seefahrer vorübergehend seine letzte Ruhe fand, bevor er später umgebettet wurde. Wenn man oben auf den warmen Festungsmauern steht, atmet jede Ritze im rauen Mauerwerk die Aufbruchstimmung der großen Entdeckungszeit. Zudem bietet dieser erhöhte Posten einen weiten Ausblick über die hellen Dächer des historischen Stadtkerns und die tiefblaue Bucht von Lagos. Ein perfekter Ort, um den Atlantikwind im Gesicht zu spüren und sich vorzustellen, wie hier einst die Wachen den Horizont nach fernen Karavellen absuchten.

»WOW! Guckt euch mal die Dicke dieser Mauern an!« Staunte Britt fasziniert, während sie mit flacher Hand über den rauen Stein strich. »Komm Steve, schieß ein sexy Foto für meine Social-Media-Accounts von mir.«

»Ich wüsste nicht, was ich in diesem Moment lieber täte.« Lächelte ich zustimmend und holte die Profi-Canon aus der Kamera-Umhängetasche.

Britt, die heute einen dunkelblauen Jeans-Minirock und ein weißes Träger-Shirt ohne BH darunter trug, zog sich kurzentschlossen das Shirt über den Kopf. Sie stellte sich wie üblich gekonnt so in Pose, dass der Betrachter zwar sehen konnte, dass sie topless ist, jedoch durch die geschickte Drehung ihres Oberkörpers nicht wirklich ihren Busen sieht. Ein typisches, fantasieanregendes »Kopfkino«-Foto reizvoller Weiblichkeit vor historischer Kulisse. Vicky half kurzerhand mit einem klein zusammenfaltbaren Reflektor beim Ausleuchten, der voll aufgeklappt etwa 1,2 Meter helle, nicht zu stark spiegelnde Folie bietet, um die Schatten an Britts Oberkörper aufzuhellen.

»Woah, voll sexy! Du bist echt wunderschön, Britt!« Meinte Lena begeistert und schaute sehr interessiert genau zu, wie das Zusammenspiel zwischen Model und Kamera funktionierte.

Am liebsten hätte sie sich wohl gleich selbst für ein paar freizügige Schnappschüsse vor den alten Kanonenluken positioniert, doch nun näherte sich uns langsam eine mehrköpfige Touristengruppe, die ebenfalls die Festungsanlage besichtigen wollte. Also zog sich Britt schnell wieder das weiße Shirt über, und wir schauten uns gemeinsam alles frei Zugängliche fasziniert an. Solche alten Festungsanlagen sind doch immer wieder sehr reizvoll und faszinieren die meisten Menschen seit ihrer Jugendzeit, genau wie alte Ritterburgen oder aristokratische Paläste. Es ist fast unmöglich, dass dabei nicht automatisch bunte Fantasien im Hinterkopf geweckt werden und man sich alte Geschichten von Piraten und Seeschlachten ausmalt.


 

Als sich die Temperaturen draußen unaufhaltsam der 30°C-Marke näherten, lud ich die ganze Truppe in die Altstadt zum Eisessen ein. Es gibt hier mehrere gute Gelaterias, und wir landeten eher zufällig in der Gelataria Gloosi By Artisani in der Rua 25 de Abril. Dort schlemmten wir erstklassiges Eis bester Gelato-Meister-Tradition, tranken kühle Erfrischungsdrinks und ebenso guten, starken Kaffee.

Außerdem amüsierten wir uns prächtig über drei süße Girlies am Nebentisch – zwei Zwillingsschwestern und eine Freundin –, die ihre Eisportionen begeistert schleckten und dabei auf typische Mädchen-Art miteinander kicherten oder über Jungs ablästerten. Sie befinden sich offensichtlich gerade in der klassischen Lebensphase zwischen »Jungs sind doof!« und »eigentlich sind Jungs doch irgendwie ziemlich interessant!« schmunzel


 

Bei inzwischen schon wieder 32°C im Schatten machten wir uns gutgelaunt auf den Rückweg zur Finca und duschten uns erst mal den feinen Schweiß und Staub von der Besichtigung der Festung ab. Vor dem Mittagessen legten wir noch eine kleine, entspannende Siesta im kühlen Haus ein und erfreuten uns dann an einer eiskalten Gazpacho. Das kennen wohl die meisten aus dem Spanien-Urlaub. Gazpacho ist eine traditionelle, kalte Gemüsesuppe aus Andalusien, die vollständig ohne Kochen zubereitet wird. Die Basis besteht aus pürierten rohen Tomaten, Gurken, Paprika, Knoblauch, gutem Olivenöl und einem Schuss Essig. Oft wird etwas eingeweichtes Weißbrot hinzugefügt, um der Suppe eine sämige Bindung zu geben. Da sie direkt aus dem Kühlschrank serviert wird, gilt sie weltweit als ultimative Erfrischung an heißen Sommertagen.

Ergänzt wurde der kühle Genuss bei bereits wieder 35°C Außentemperatur durch würzige Käsehappen auf Krackern, diverses frisches Obst und vor allem saftige Wassermelone, sowie guten Kaffee, den wir allerdings auch fast kalt werden ließen, bevor wir ihn tranken. Zu Letzterem gesellten sich auch die zwei sehr hübschen Hausmädchen Olga und Olea zu uns an den Tisch, und wir plauderten ungezwungen vor allem über Fotoshootings.

Die zwei jungen Frauen arbeiten nicht nur als Hauspersonal für Rodrigo, sondern posieren ihm auch gern als ungenierte Models für seine Versuche mit reizvoller, schöner Aktfotografie, womit sie sich ohne moralische Bedenken ein ordentliches Taschengeld dazuverdienen. Technisch ist Rodrigo als Fotograf perfekt, aber er hat noch nicht seine ganz persönliche Linie gefunden, wie er kaum oder gar nicht bekleidete, sehr reizvolle Frauen bevorzugt aufnehmen will; er hat also noch keinen speziellen Stil entwickelt und experimentiert noch viel herum.

Die größte Schwierigkeit für darin unerfahrene Hobbyfotografen besteht bekanntlich nicht in der Beherrschung des reinen Handwerks von Blende und Belichtungszeit. Es ist halt doch ein gewaltiger Unterschied, ob du als Mann gefühlose Landschaften oder starre Architektur fotografierst, oder es plötzlich mit wunderschönen, meist noch jungen, nackten Models in nächster Nähe und in quasi intimen Situationen zu tun hast. Damit psychologisch richtig und professionell umzugehen, ist viel schwieriger, als viele Laien denken.

Und dabei rede ich jetzt nur von den echten, wirklich an schöner Aktfotografie interessierten Knipsern – also ausdrücklich nicht von den eher an Schweinereien interessierten Schein-Fotografen, die die Kamera nur als billige Ausrede oder Trick benutzen, um unbekleideten Schönheiten nahe zu kommen, an die sie sonst im Leben niemals herankommen könnten. Leider wimmelt es überall von diesen Typen, und wenn Amateur- oder Profimodels nicht verdammt vorsichtig sind, kann es manchmal auch richtig gefährlich für sie werden.

Das erklärte ich besonders nachdrücklich Lena, die erst letzten April volljährig wurde und in ihrer völlig ungenierten, typisch leichtsinnigen Selbstüberschätzung junger Menschen offensichtlich sehr daran interessiert ist, sich ebenfalls als freizügiges Model zu versuchen. Britt und Vicky unterstützten mich mit ihrer jahrelangen Model-Erfahrung und bestätigten meine Warnungen mit klaren Beispielen, auch wenn das bei einem so abenteuerlustigen Typ wie Lena wahrscheinlich am Ende wenig bis nichts bringt. Welcher junge Mensch lässt sich schon gern etwas von älteren, erfahreneren Leuten sagen oder hört brav auf solche Warnungen? Ich in diesem Alter jedenfalls auch nicht. So ist das nun mal; die allermeisten jungen Leute müssen und wollen ihre eigenen Erfahrungen sammeln, erst durch manchmal unangenehme Fehler lernen sie wirklich.

Vicky ging dann wieder in das helle Zimmer, welches ihr Rodrigo als Atelier zur Verfügung gestellt hatte, und arbeitete konzentriert weiter an dem bestellten, großformatigen Bild. Im Zeichnen ist sie wirklich sehr talentiert und kann genauso gut fotorealistische, exakte wie künstlerisch interpretierte Abbildungen erschaffen, worum ich sie sogar ein bisschen beneide. Als junger Kerl versuchte ich mich neben der Fotografie auch mal am Malen und Zeichnen, habe dafür aber eindeutig zu wenig Talent, um meinen eigenen, recht hohen Ansprüchen zu genügen. seufzerchen

Ich musste dann online am Laptop arbeiten und etwas mehr Kram als sonst meist üblich erledigen; das beschäftigte mich knapp vier Stunden. Britt wollte ebenfalls online einiges klären, und Demo beabsichtigte, auf dem Boot im Hafen nach dem Rechten zu sehen und kleine Routine-Wartungsarbeiten zu erledigen. Das weckte sofort Lenas Neugierde, und sie bat ihn charmant flirtend: »Oh…, darf ich mitkommen? Ich würde eure Yacht voll gern mal sehen.«

Gespielt genervt zu mir die Augen verdrehend, sagte Demo natürlich ja und nahm die Freche gern mit zur Marina. Also waren wir am Nachmittag alle unterschiedlich beschäftigt und gingen diesmal nicht an die faszinierende Felsenküste oder einen der malerischen Strände. Rodrigo legte seinem Alter und Gesundheitszustand entsprechend eine lange, erholsame Siesta in der klimatisierten Finca ein, da die inzwischen an die 37°C draußen ja selbst für gesunde alte Menschen eine echte Belastung sind.

Als ich nach etwa zwei Stunden eine Pause machte und kurz in den Pool springen wollte, traf mich die Hitze beim Herausgehen so, als würde man die Tür eines aufgeheizten Backofens öffnen. Und das, obwohl der Pool- und Gartenbereich der Finca sehr schattig angelegt ist und auf den Klippen über dem Meer eigentlich jeden kleinen Lufthauch kühlenden Seewind einfängt. Im Wasser und tropfnass heraussteigend ließ es sich durch die Verdunstungskühle auf der Haut wunderbar aushalten, aber in kaum mehr als fünf Minuten war man an der Luft schon wieder knochentrocken.

Uff! Wie gut, dass es nachts hier an der Küste immer deutlich abkühlt; für heute wurden beispielsweise ab 22:00 Uhr noch circa 25°C vorhergesagt, und zum Schlafengehen gegen Mitternacht dürfte es mit etwa 23°C angenehm sein. Dann kann man bis morgens um 08:00 Uhr wunderbar bei weit geöffneten Fenstern pennen, nur bedeckt von einem dünnen Laken und umschmeichelt von der nach südlichen Pflanzen duftenden, salzigen Seeluft bei derzeit direktem Südwind. Das auch um diese Zeit noch deutlich vernehmbare Konzert der Grillen stört dabei überhaupt nicht, es wirkt auf mich eher einschläfernd.

In der Küche versorgte ich mich bei der rustikal-humorvollen Haushälterin und Köchin mit einem frischen Kaffee und einem eiskalten Melonensaft-Mineralwasser-Mix zur inneren Erfrischung. Ihre Englischkenntnisse sind zwar nur rudimentär, aber wir verstanden uns trotzdem prima mit Händen und Füßen. Mit bestimmt um die 90 kg, verteilt auf gerade mal etwas über 160 cm Körpergröße, ist die Endvierzigerin eine amüsante »Wuchtbrumme«, sehr häuslich, bodenständig und humorvoll. Dass ich mich auch ihr gegenüber wie ein echter Gentleman benehme, ihre Speisen lobe, diese mit viel Genuss verputze und sie nicht von oben herab wie eine reine Untergebene behandle, gefällt ihr definitiv sehr. schmunzel

Früher war Rodrigo ein leidenschaftlicher Zigarrenraucher und pafft auch heute noch gelegentlich dicke Cubanos hochwertiger Marken. Daher gibt es in der Finca ein separates Raucherzimmer mit einem starken Dunstabzugs-Ventilator, und dort hatte ich mich mit dem Laptop niedergelassen, um zum Rauchen nicht raus in die brütende Hitze zu müssen, wie ich es sonst immer tue. Noch grinsend über die etwas derben Scherze mit der Köchin, arbeitete ich gutgelaunt und konzentriert weiter.

»Immer noch am Arbeiten?« Um ebenfalls eine Kippe zu rauchen, kam etwas später Britt herein. Sie trug wegen der Hitze im Haus nur einen burgunderroten Triangel-BH und einen dazu passenden Dessous-Slip, was bei ihrer Model-Attraktivität wunderschöner, noch junger Fraulichkeit, selbstredend ein sehr reizvoller Anblick ist; auch wenn wir uns oft nackt sehen und bestens kennen, müssen dir solch reizvolle Anblicke als Mann natürlich sehr gefallen. Das nicht sofort direkt sichtbare, verborgene hat ja seinen ganz speziellen Reiz.

»Ja leider, ich schätze, noch eine gute Stunde zu brauchen.« Seufzte ich übertrieben als leidender Bär und Captain tief.

 

»Ooooch, du Ärmster.« Zwinkerte sie verschmitzt und stellte sich fast wie sexy posierend an ein großes Fenster, wo sie von dem reflektierten Sonnenlicht einer hellen, hohen Außenmauer malerisch beleuchtet wurde. Genüsslich paffte sie ihre Zigarette – übrigens exakt die gleiche Marke Tabak-pur ohne Zusatzstoffe, wie ich sie seit vielen Jahren rauche. Auch wenn das Rauchen von Nikotin selbstverständlich generell ungesund ist, dachte ich immer, diese Tabak-pur-Marken wären erheblich weniger schädlich, weil das wirklich Üble an Standard-Zigaretten die unzähligen chemischen Zusatzstoffe sind, welche die Zigarettenindustrie in den Tabak mischen.

Wo ich diese schon vielfach gemachte Aussage gerade im Kopf hatte, fiel mir ein, dass ich das eigentlich noch nie exakt überprüft habe. Das holte ich jetzt am Laptop nach… und bekam von einer blitzschnell recherchierenden KI prompt eine kräftige, virtuelle Kopfnuss verpasst. Deren Recherche sagt nämlich ganz klar und eindeutig:

Ich habe mich hier jahrelang von einem weit verbreiteten Irrtum täuschen lassen. Auch sogenannte Tabak-pur-Zigaretten ohne Zusatzstoffe sind hochgradig gesundheitsschädlich. Der bei Weitem größte Schaden entsteht durch das Verbrennen des Tabaks selbst und die dabei freigesetzten Stoffe wie Teer und Kohlenmonoxid. Es gibt schlicht keine gesündere Zigarette.

Tja, verdammt, also muss ich hier offen zugeben, nur einen Mythos nachgeplappert zu haben, während die medizinischen Tatsachen ganz anders ausschauen. Gut zu wissen, auch wenn ich sicherlich nicht von heute auf morgen damit aufhören werde, weil ich schlicht und einfach gern rauche – aber ich rate trotzdem weiterhin besonders jungen Menschen eindringlich davon ab, mit dem Quatsch überhaupt erst anzufangen.

Gegen 17:30 Uhr machten sich Vicky, Britt, die vom Hafen zurückgekehrte Lena, Demo und ich endlich auf den Weg, um doch noch ein bisschen Beach-Feeling an dieser fantastischen Felsenküste zu genießen. Der Sonnenuntergang ist ja erst kurz vor 21:00 Uhr, also hatten wir noch gut drei Stunden Zeit, und bei immer noch 33 bis 34°C war der Weg hinab schweißtreibend genug. Umso herrlicher und erfrischender war es, wenig später jauchzend in das ungefähr 21°C kühle Meerwasser zu laufen und eine lustige Wasserschlacht zu veranstalten. freu

 

Es gibt weltweit ähnlich reizvolle, wildromantische Felsenküsten – man denke nur an die italienische Amalfi-Küste mit ihrem ganz speziellen, besonderen Zauber. Aber mir fiele jetzt auf Anhieb keine Region ein, die gleichzeitig auch noch so viele größere und kleinere, bezaubernd schöne Sandstrände bietet, umgeben von abenteuerlichen, fantasieanregenden Felsformationen, und das alles in den sogenannten „warmgemäßigten Subtropen“ bei einem so angenehmen Küstenklima. Mit über 300 Sonnentagen im Jahr gehört die Algarve zudem völlig zurecht zu den sonnenreichsten Gebieten Europas.

»Was denkst du schon wieder so angestrengt nach, Captain? Los, fang uns lieber ein, haha!« Stichelten erst Britt und Vicky aus dem Wasser heraus, und dann stimmte noch frecher und begeisterter auch Lena mit ein.

»Na gut, ihr habt es so gewollt, beschwert euch danach also bloß nicht, hehe!« Lachte ich laut mit und jagte, eher unmotiviert unterstützt von Demo, die entzückenden Meeresnixen durch die spritzende Brandung. Sie flüchteten natürlich alle drei nur zum Schein und ließen sich liebend gern einfangen, spielerisch untertauchen und an strategisch besonders empfindlichen Körperstellen kreischend kitzeln. Davon etwas außer Atem, stellten wir uns anschließend bis zu den Knien in die auslaufenden Wellen und ließen uns einfach von der warmen Sonne und dem Wind trocknen, was kaum zehn Minuten dauerte.

»Ach, echt herrlich hier.« Seufzte Vicky zufrieden, und dem konnten wir uns alle nur bedingungslos anschließen. Insbesondere für die Nordlichter Vicky, Britt, Lena und Demo, die selbst im Hochsommer in ihrer Heimat selten mehr als 25°C Lufttemperatur und Meerwasser deutlich unter 20°C gewohnt sind, ist das Algarve-Klima ein absoluter Traum.

Selbst an so heißen Tagen wie derzeit wird es durch die Nähe zum offenen Atlantik nie so brutal erschlagend heiß wie an den oft windstillen, überhitzten Küsten rund ums Mittelmeer. Und wie schon mehrfach beschrieben, kann man abends immer noch wunderbar ausgehen und nachts erholsam schlafen, ohne permanent ins Schwitzen zu geraten, wenn man keine Klimaanlage hat oder diese nicht auf Hochtouren drehen will.

Zurück in der Finca duschten wir uns im großen Gemeinschaftsbad den Sand und das Salzwasser von den Körpern, wonach Vicky wieder mal prompt nach bewährten Masseurdiensten meinerseits verlangte. Ich schrieb ja schon mal darüber, dass sie absolut darauf schwört, ihre Haut mit fetter Vollmilch zart, frisch und geschmeidig zu halten, und natürlich kam ich diesem optisch wie haptisch reizvollen Verlangen gern vergnügt nach.

Noch amüsanter wurde es, als Lena, Britt und die mit uns duschende Olga das Ganze ebenfalls spontan ausprobieren wollten. Demo half zwar gern mit, hat aber keinerlei Erfahrung mit Massagen allgemein und dem richtigen Einmassieren von Ölen oder jetzt eben Milch.

Wer hier im Blog schon länger mitliest, weiß dagegen, dass ich mich vor langer Zeit, noch als junger, unerfahrener Bursche, von einem japanischen Meister seines Fachs in traditionellen Massagen und speziell asiatischen, erotischen Entspannungsmassagen habe ausbilden lassen. Dieser alte Meister kannte tatsächlich jeden einzelnen Knochen, jede Muskelfaser und jedes sensible Nervenende im menschlichen Körper aufs Genaueste.

Ich werde mir gewiss nicht anmaßen, auch nur einen Teil seiner meisterhaften Fähigkeiten komplett erlernt zu haben, was bei seinen regulären Lehrlingen eine vieljährige, harte Ausbildung von meist über fünf Jahren erforderte. Aber so einige effektive Griffe und Tricks habe ich damals doch verinnerlicht, und das gefällt weiblichen Wesen im Allgemeinen sehr, sehr gut. zwinker

 

Das Ganze nicht nur zum puren Vergnügen, sondern wirklich ernsthaft und mit dem nötigen Druck zu machen, ist allerdings körperlich auch ganz schön anstrengend, weshalb ich die Durchführung zeitlich pro Schönheit strikt begrenzen musste. Natürlich drehten wir das Ganze im Bad schnell auf eine lustige Basis um; ich jammerte lautstark darüber, hier gnadenlos als billiger Massagesklave missbraucht zu werden. Die bezaubernd nackten Frechen taten dagegen absichtlich hochnäsig so, als wären sie altrömische Edeldamen der Oberschicht, die mit einem rechtlosen Sklaven tun können, was immer sie wollen. Das war ein verdammt lustiges Rollenspiel und verursachte mehrmals geradezu heftige Lachkrämpfe vor lauter Heiterkeit und Situationskomik, vor allem bei Lena und Olga, die sich kaum noch einkriegten.

Darüber immer noch scherzend und lachend versammelten wir uns etwas später frisch angezogen zum gemütlichen Abendessen mit Rodrigo sowie einem von ihm zum Dinner eingeladenen, kunstinteressierten Paar Anfang vierzig. Die beiden waren übrigens auch schon bei Vickys kürzlicher Live-Sexy-Art-Performance als Zuschauer anwesend. An ihren satirisch verfremdeten Kohlezeichnungen weltberühmter Persönlichkeiten hat das Paar zwar eher weniger Interesse, aber für eine demnächst geplante, exklusive Abendgesellschaft ihrer kunstaffinen Freunde, würden sie Vicky gern als Überraschung und sozusagen als Höhepunkt des Abends für eine ähnliche Live-Performance engagieren.

Die teils ziemlich intellektuellen Tischgespräche drehten sich während des Hauptganges noch um allgemeinere Themen, damit sich auch die in diesen Bereichen weniger gebildeten Lena, Britt und Demo ungezwungen daran beteiligen konnten. Lena verabschiedeten wir zu späterer Stunde, während Britt und Demo rüber ins TV-Zimmer gingen und dort irgendeine Serie streamten.

Rodrigo, Vicky, meine Wenigkeit und das geladene Gästepaar setzten sich schließlich mit einem hervorragenden, schweren Rotwein aus der Region im gemütlichen Patio der Pool-Terrasse zusammen. Wir sprachen ernsthaft durch, welche Art von künstlerischem Auftritt Vicky dort genau vorführen könnte. Das betraf logischerweise vor allem sie selbst und das Gästepaar, die sich über den Rahmen und die Details einig werden mussten, während Rodrigo und ich uns eher im Hintergrund hielten oder Ratschläge gaben.

Nach 23:30 Uhr ließen wir den ruhigen, gemütlichen Abend langsam ausklingen, die Gäste verabschiedeten sich, und auch wir gingen bald darauf nach drinnen. Vicky und ich erfreuten uns in unserem Zimmer noch an einem schönen, sehr sinnlichen und ausgedehnten Liebesspiel. Sauber geduscht, wohlig befriedigt und angenehm müde legten wir uns dann bei angenehmen 22 bis 23°C Raumtemperatur zum Pennen ins bequeme Bett und schlummerten schnell hinüber ins Reich der Träume. Und damit endete ein weiterer, wunderbar facettenreicher Tag an der Algarve…

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