Bodensee, Wochend-Fun mit überraschendem Gast

 

#26.04.18 – Bodensee, Wochend-Fun mit überraschendem Gast

Als Laura am Freitagnachmittag pünktlich zum Wochenende aus Freiburg zurückkam, brachte sie eine wirklich erfreuliche Überraschung mit – eine, mit der ich so schnell nicht gerechnet hatte. Im Schlepptau hatte sie Marina, jene überaus reizvolle und kluge Studentin, die ich als Aushilfs-Barfrau in Baden-Baden kennengelernt hatte. Wir hatten bei unserem damaligen gemeinsamen Mittagessen lose verabredet, dass sie uns mal am See besuchen kommt, damit wir in aller Ruhe das eine oder andere Foto-Shooting umsetzen können. Dass es nun so spontan klappte, freute mich ungemein und brachte sofort frischen Wind in unsere Pläne.

»Da staunst du, was?!« Lachte Marina bezaubernd in einem so tief ausgeschnittenen, luftigen, schwarzen Träger-Oberteil, dass man jederzeit das Heraushüpfen ihrer fraglos wunderschönen Brüste erwarten könnte (oder darauf hoffte). Schon lag sie mir für die typische Küsschen links/rechts Begrüßungsumarmung in den Armen und lies mich eindeutig absichtlich frech mehr von ihren schönen Formen junger Fraulichkeit spüren als eigentlich notwendig.

»Nö Marina, da freue ich mich einfach! Herzlich willkommen, was für eine charmante Überraschung!«

 

Marina studiert derzeit noch in Stuttgart, spielt aber schon länger ernsthaft mit dem Gedanken, in eine der „gemütlicheren und hübscheren“ Studentenstädte wie Freiburg oder, noch lieber, Heidelberg zu wechseln. Quasi als kleine Erkundungstour war sie diese Woche nach Freiburg gefahren. Dabei erinnerte sie sich an meine Erzählungen über Laura und Jörg, hörte sich ein bisschen um und fand Laura in kürzester Zeit. Die beiden verstanden sich auf Anhieb so prächtig, dass Laura sie natürlich sofort als Gast in ihrer WG aufnahm.

Junge Menschen mit ähnlicher Wellenlänge schließen ja oft blitzschnell Freundschaft, ohne lange um den heißen Brei herumzureden. Nun hatte sich Marina ganz spontan dazu entschieden, Laura einfach direkt hierher an den Bodensee zu begleiten. Da sie nächste Woche ohnehin keine wichtigen Kurse oder Vorlesungen in Stuttgart hat, kann sie erfreulicherweise sogar die ganze Woche bei uns bleiben. Das bedeutet für uns „arme“ Männer – Jörg und mich –, dass wir zusammen mit Irene und Erika nun gleich vier entzückende, schöne junge Frauen im Haus haben. Ja, ihr dürft mich an dieser Stelle wirklich gern ein bisschen bedauern.

»He, vergiss mich nicht!« Knutschte mich als nächste Laura innig ab und schmiegte ihren gertenschlanken Körper erotisch eng an mich. Hm ja, mein Leben ist wirklich nicht so übel! Grins

 

Wie es bei diesem illustren Haufen kaum anders zu erwarten war, passte Marina sofort derart gut und völlig locker in unsere Gruppe, als wären wir alle schon jahrelang die besten Freunde. Schon am ersten Abend saß sie mit uns am großen Holztisch auf der Terrasse, als hätte sie nie woanders hingehört. Und was mich auch kein bisschen überraschte: Sie packte gleich tatkräftig bei der Betreuung der Ferienwohnungen und Häuser von Onkel Ernst mit an. Der war übrigens auch gerade zu Besuch bei uns im heutigen Ferienhaus, seinem früheren Familienwohnsitz. Muss ich an dieser Stelle noch groß erwähnen, dass sowohl er als auch Jörg Marina absolut hinreißend fanden? Die zusätzliche Hilfe kam wie gerufen, denn die Buchungslage zieht spürbar an.

Dieses Wochenende wollten Jörg und ich uns eine kleine, wohlverdiente Auszeit von der doch recht intensiven Arbeit an seiner Geschäftsidee nehmen, die übrigens weiterhin sehr gute Fortschritte macht. Den Freitag und zum Teil auch noch den Samstag über hatten wir herrlichstes Frühlingswetter mit viel Sonnenschein und Temperaturen bis über 20 Grad. Das war natürlich das ideale Klima für ausgiebige Ausflüge und entspannte Radtouren am Ufer entlang, ohne dass man gleich ins Schwitzen geriet oder frösteln musste. Die Luft war mild, der See glitzerte, und überall duftete es nach frischem Gras und ersten Blüten.

Marina fand es am Bodensee auf Anhieb genauso hübsch wie wir alle, und auch Ernsts ehemaliges Familienhaus, in dem wir derzeit leben, bezeichnete sie sofort als richtig gemütlich und einladend. Besonders die große Terrasse mit Seeblick hatte es ihr angetan. Man sah ihr an, wie sehr sie die Weite und die ruhige Atmosphäre genoss – ein spürbarer Kontrast zu ihrem Alltag in Stuttgart.

 

Am Freitagabend luden Ernst und ich die ganze Truppe zum Abendessen ins Hafencafé Schloss Kirchberg– ein gemütliches, hübsches Lokal direkt am Seeufer vor einer kleinen, idyllischen Yacht-Marina. Leider mussten wir auf die Gesellschaft von Ernsts Frau und seinem erwachsenen Sohn verzichten, da beide immer noch das Bett hüten und krankheitsbedingt ausfielen.

Das Hafencafé hält völlig zurecht einen sehr hohen Bewertungsschnitt von 4,5 Sternen auf Google. Das Personal ist dort nicht nur ausgesprochen freundlich und hilfsbereit, sondern auch flink, und bringt leckere Speisen in ordentlichen Portionen auf die Tische – und das bei wirklich fairen Preisen, was heutzutage ja nicht mehr selbstverständlich ist.

Laura, Ernst und ich entschieden uns für ein delikates Wolfsbarsch-Gericht, während die anderen unterschiedliche Speisen wählten und wir alle waren durchweg begeistert. Es schmeckte schlichtweg ausgezeichnet, besonders in Verbindung mit dem leichten Weißwein und dem Blick auf die sanften Wellen des Sees, die im Abendlicht glitzerten. Leider schließen sie dort bereits um 22 Uhr, aber bis dahin herrschte bei uns die allerbeste Stimmung.

Wir plauderten über Gott und die Welt, fühlten uns in der Runde sichtlich wohl und schlemmten uns genüsslich durch den Abend. Unsere vier reizenden Schönheiten zogen dabei natürlich nicht wenige Blicke der anderen (männlichen) Gäste auf sich. Mehrmals mussten wir sogar so herzlich und unbeherrscht laut miteinander lachen, wie es in einem gut besuchten Restaurant eigentlich nicht ganz angebracht ist, wenn man niemanden stören will.

 

Aber erstaunlicherweise schien sich niemand an unserer Fröhlichkeit zu stoßen oder schaute gar verärgert in unsere Richtung. Im Gegenteil, viele lächelten uns eher verständnisvoll zu, wobei ich beobachten konnte, wie die ansonsten fast alle mit Freundin oder Frau speisenden Männer verstohlen und heimlich versuchten, doch den einen oder anderen tieferen Einblick in die entzückenden Dekolletees unserer Hübschen zu erhaschen. schmunzel

Nachdem Ernst sich mit einem zufriedenen Lächeln verabschiedet hatte, um zu seiner Familie heimzukehren, war bei den Frauen noch lange nicht an Schlaf zu denken. Die Energie im Raum war fast greifbar, und besonders Irene und Erika hatten diesen verräterischen Glanz in den Augen, der unmissverständlich „wir wollen noch nicht nach Hause“ signalisierte. Also ließen wir uns breitschlagen und tuckerten in die Dunkelheit des Hinterlandes, dorthin, wo die Straßen schmaler werden, die Wälder dichter stehen und die Luft nach frischem Gras und Abenteuer riecht.

Das Ziel war eine jener legendären Scheunen-Discos, die in keinem Reiseführer stehen und für die man jemanden wie Jörg oder Irene braucht, der die geheimen Pfade und Schleichwege kennt. Ein Sohn eines lokalen Bauern hatte dort mit seinen Freunden eine alte, ausgediente Scheune, mit viel Liebe zum Detail, in einen veritablen Disco-Club verwandelt. Von außen sah das Gebäude völlig unscheinbar aus, fast schon ein wenig baufällig unter dem fahlen Mondlicht, doch je näher wir kamen, desto deutlicher spürten wir das dumpfe Grollen der Bässe, das den Boden unter unseren Füßen erzittern ließ.

Ich soll natürlich nicht verraten, wo genau sich dieses Versteck befindet, denn das Ganze läuft unter dem Radar der Behörden – offiziell eine rein private Party unter Freunden, inoffiziell der Magnet für alle jungen Leute aus der weiteren Umgebung, die sonst kaum Alternativen zum Ausgehen am Wochenende haben, wenn sie nicht weit in eine größere Stadt fahren wollen oder können. Es ist diese Art von unverfälschter Freiheit, die man nur findet, wenn man die Lizenzen und Genehmigungen einfach mal ignoriert und das Leben feiert. Schmunzel

 

Als wir ausstiegen, schlug uns eine Mischung aus Dieselgeruch, warmem Heu und der elektrisierenden Erwartung von Dutzenden junger Menschen entgegen. Für Ernst wäre das definitiv nichts mehr gewesen, und auch ich als bekennender Tanzmuffel und deutlich „reiferes Semester“ fühlte mich im ersten Moment wie ein Exot in dieser Welt aus Jeansjacken, Leder und flackernden Neonlichtern. Aber ich wollte kein Spielverderber sein. Wenn man mit solch jungen Schönheiten unterwegs ist, muss man eben auch mal die eigene Komfortzone verlassen und sich auf das Unbekannte einlassen.

Drinnen tobte die Meute. Die Luft war dick, erfüllt von Nebelmaschinen und dem Schweiß vieler tanzender Körper. Die Musik war so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstand – ein wummernder, treibender Rhythmus, der direkt in die Magengrube fuhr und zum Mitmachen zwang. Irene, Marina, Laura und Erika zögerten keine einzige Sekunde. Kaum hatten wir die Schwelle überschritten, waren sie auch schon im bunten Halbdunkel verschwunden, angelockt von den flackernden Stroboskop-Blitzen auf der staubigen Tanzfläche.

Ich beobachtete sie einen Moment lang von der provisorischen Bar aus, die kreativ aus ein paar alten Holzbohlen und stabilen Getränkekisten zusammengezimmert war. Es war faszinierend zu sehen, wie ungeniert und frei sie sich zur Musik bewegten. „Unsere“ Frauen zogen natürlich sofort alle Blicke auf sich, vor allem männliche, die ihnen bewundernd folgten. In dieser rustikalen Umgebung wirkten sie wie kostbare Edelsteine, die man zufällig im Heu gefunden hatte. Jörg, der so gar nicht dem klassischen Bild eines blassen Computer-Nerds entspricht, warf sich ebenfalls mit einer athletischen Leichtigkeit ins Getümmel, die ihm sichtlich Respekt bei den Einheimischen verschaffte.

Mir wurde es drinnen nach einer Weile zu bunt und zu stickig, also zog ich mich mit einem kühlen Bier nach draußen zurück, wo ein großes Lagerfeuer in einer alten Feuertonne brannte und Funken in den Nachthimmel sprühten. Hier war die Atmosphäre eine ganz andere. Man konnte endlich wieder frei atmen und sich unterhalten, ohne sich heiser zu schreien. Ich gesellte mich zu einer Gruppe, die auf alten Heuballen saß und über Gott und die Welt philosophierte.

Zu meiner Überraschung traf ich dort auf ein paar wirklich interessante Typen, die weit mehr zu bieten hatten als den üblichen Smalltalk. Da war zum Beispiel ein junger Mann namens Lukas, der tagsüber den Hof seines Vaters führte und nachts leidenschaftlich über Quantenphysik las. „Weißt du“, sagte er und nahm einen tiefen Schluck aus seiner Flasche, „viele Städter denken, wir können nur Traktor fahren und Kühe melken. Aber gerade in der Stille der Nacht kommen einem oft die besten und tiefgründigsten Gedanken.“

Wir unterhielten uns eine ganze Weile über die spannenden Gegensätze zwischen dem harten Landleben und der schnelllebigen digitalen Welt, in der Jörg und ich uns meistens bewegen. Es war ein intelligentes, bodenständiges Gespräch, das ich in einer illegalen Disco-Scheune kaum erwartet hätte. Auch die Dorfschönheiten, die sich um das Feuer versammelt hatten, waren weit mehr als nur hübsche Gesichter. Eine junge Frau namens Mareike, die mit ihren Sommersprossen und dem frechen Lachen perfekt in die Szenerie passte, musterte mich neugierig von der Seite.

»Du gehörst nicht hierher, oder?« fragte sie direkt und lächelte dabei so offen, dass ich gar nicht anders konnte, als amüsiert zurückzugrinsen. »Man sieht es an deinem Blick. Du beobachtest alles so genau, als würdest du ein Buch darüber schreiben.«

»Vielleicht tue ich das ja sogar«, antwortete ich schmunzelnd. »Aber heute bin ich eigentlich nur der Anstandswauwau für meine Truppe da drinnen.«

»Na, dann hast du ja ordentlich was zu tun«, lachte sie und deutete mit dem Kinn Richtung Scheunentor, aus dem gerade Irene und Erika traten, völlig verschwitzt, außer Atem, aber mit einem Strahlen im Gesicht, das die ganze Nacht erhellte. »Deine Mädels lassen hier gerade ordentlich die Puppen tanzen. Die Jungs sind völlig hin und weg von ihrer Energie.«

Tatsächlich bekamen nicht nur die Frauen gesteigertes Interesse zu spüren. Auch ich, der „alte Knacker“ in dieser Runde, bemerkte so manchen interessiert-neugierigen Blick von den jüngeren Frauen. Es scheint wohl doch etwas dran zu sein an diesem „Silver Fox“-Ding, oder vielleicht war es auch einfach nur die Aura des Unbekannten und Erfahrenen, die mich in ihren Augen interessant machte.

Erstaunlicherweise – und das muss ich wirklich betonen, weil es auf solchen Dorfpartys mit so viel Alkohol keineswegs die Regel ist – gab es in dieser Nacht keinen einzigen unangenehmen Vorfall. Kein pöbelnder Besoffener, kein aufdringlicher Möchtegerne-Casanova, der die Grenzen nicht kannte. Die Stimmung war von einer fast schon familiären Herzlichkeit geprägt, wie man sie selten findet. Jeder durfte sein, wie er wollte, solange er den Vibe der Gemeinschaft respektierte.

Irene kam schließlich zu mir herüber, wischte sich eine feuchte Locke aus der Stirn und drückte mir einen flüchtigen, warmen Kuss auf die Wange. »Komm schon, Steve! Nur ein einziges Lied, einen Tanz! Du kannst hier draußen nicht den Professor spielen, während wir drinnen den Spaß unseres Lebens haben!«

»Vergiss es, Frechdachs«, lachte ich und hielt meine Bierflasche wie ein Schutzschild vor mich. »Mein Rhythmusgefühl ist gesetzlich geschützt, um Massenpaniken zu vermeiden. Ich genieße lieber die Aussicht und die guten Gespräche hier am Feuer.«

Erika gesellte sich dazu, ihre skandinavische Gelassenheit war selbst nach einer Stunde Dauer-Tanzen nicht im Geringsten erschüttert. »Lass ihn ruhig, Irene. Er sieht gerade so zufrieden aus mit seinen neuen Freunden. Wahrscheinlich plant er schon die nächste große Geschäftsübernahme hier im Hinterland.«

 

Wir verbrachten noch Stunden in dieser magischen Zwischenwelt zwischen Waldrand und Bassgewitter. Laura, Marina und Jörg kamen zwischendurch auch nach draußen, um frische Luft zu schnappen, sichtlich beeindruckt von der Kondition und Lebensfreude der Dorfjugend. »Die Jungs hier haben echt Ausdauer«, schnaufte Jörg und lachte herzlich. »Einer wollte mir gerade erklären, wie man eine Web-App mit einer Melkmaschine synchronisiert. Ich glaube, wir haben hier ein paar echte Genies unter uns sitzen.«

Es war einer dieser seltenen Momente, in denen die Zeit keine Rolle mehr spielt. Das Feuer brannte langsam herunter, die Musik drinnen wurde etwas melodischer, und über den sanften Hügeln des Bodensees kündigte sich ganz zart das erste Blau des neuen Tages an. Wir hatten alle unseren Spaß gefunden – die Frauen auf der Tanzfläche, Jörg beim Kräftemessen im Rhythmus und ich bei der Erkenntnis, dass man nie zu alt ist, um sich von der Unbeschwertheit der Jugend anstecken zu lassen.

Als wir uns schließlich wieder zu unserer Unterkunft kutschieren ließen, war es seltsam still im Auto. Nicht die Art von Stille, die durch Erschöpfung entsteht, sondern jene tiefe Zufriedenheit, die man nur nach einer Nacht empfindet, in der alles genau so war, wie es sein sollte. Wir hatten getanzt, gelacht und die Welt für ein paar Stunden komplett vergessen. Und während ich in den Rückspiegel schaute und die friedlich schlummernde Irene sah, wusste ich: Dieser kleine Ausflug ins Hinterland war genau das, was wir alle gebraucht hatten.

Es dämmerte schon fast der Morgen herbei, als wir wohlig müde und nur schnell frisch geduscht in die jeweiligen Betten fielen. Was Laura und mich betraf, verzichteten wir dieses Mal sogar auf ein schönes Liebesspiel; wir rutschten fast sofort in einen tiefen Schlaf und das Reich der Träume. Mal schauen, ob ich Samstag und Sonntag noch dazu komme, über unsere beabsichtigten Ausflüge zu schreiben. Falls nicht…, nun ja, möge man mir vergeben, dass ich das schöne, reale Leben vorziehe. zwinker

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Bodensee, ein typischer Wochentag, nichts Besonderes, aber schön

 

#26.04.13 – Bodensee, ein typischer Wochentag, nichts Besonderes, aber schön

»Guten Morgen…« blinzelte ich lächelnd ins erste Dämmerlicht zu Irene neben mir und stellte dabei leicht überrascht fest, dass sie bereits putzmunter war. Sie lag auf dem Rücken und fuhr mit den Beinen engagierte Luftfahrrad. Normalerweise schlummert sie morgens nur zu gern ein bisschen länger und wird erst nach mir wach, doch heute war es offensichtlich anders. Ihre Augen waren offen, klar und wirkten seltsam nachdenklich – fast ein wenig ernst, als würde sie über etwas Tiefgründiges nachgrübeln, das sie nicht so recht in Worte fassen konnte. Das war nicht ihr übliches freches, quirliges Ich, das mich sonst mit einem Kichern begrüßt.

»Moin, du Schlafmütze.« Drehte sie ihr hübsches, liebes Gesicht zu mir, und ich gab ihr einen zarten Kuss auf die weichen, warmen Lippen. Doch irgendetwas stimmte nicht. Ihre Stimme klang anders. Weicher. Ernsthafter. Und das war bei Irene ein absolut sicheres Zeichen dafür, dass irgendetwas im Busch war. Die Dämmerung warf weiche Schatten über ihr Gesicht, als sie mich ansah – und plötzlich war alles ganz still, als würde die Zeit für uns beide einen Moment innehalten.

»Ist was?« Das leise Surren eines fernen, nicht sichtbaren Fliegers, oder vielleicht auch eines Zeppelins über dem See, drang durch das einen Spalt geöffnete Fenster, während Irene weiterhin konzentriert und sportlich mit den Beinen strampelte.

»Nö… nix eigentlich…« küsste sie mich kurz zurück – doch ich kannte diesen speziellen Blick mittlerweile nur zu gut. Dieses »Nö, nix iss« war in der weiblichen Logik kein »Alles ist bestens«. Es war ein klassisches, diplomatisches Codewort. Und wie jeder halbwegs erfahrene Mann weiß: Wenn eine Frau sagt, es sei »nichts«, dann ist genau das das eigentliche Problem. Sie erwartete wohl, dass ich es errate, dass ich einfühlsam nachfrage und gefälligst spüre, was gerade in ihr vorging. schmunzel

 

Sie hörte schließlich auf, mit den Beinen in der Luft zu strampeln, und ich spürte, wie sich ihr ganzer Körper unter meinen Händen entspannte. Wir knutschten erst einmal ausgiebig und sanft, zärtlich und auch ein bisschen verspielt. Typischerweise hatten wir beide nackt geschlafen, und so bot sie mir wieder einmal einen Anblick, der jeden Mann sofort in Versuchung führte: ihr gertenschlanker, perfekt proportionierter Körper, die weichen Rundungen ihrer Brüste, die sich beim Atmen sanft hoben und senkten, und ihre Haut, die noch ganz warm von der Nacht war. Ihr Duft – eine berauschende Mischung aus frischer Bettwäsche, ihrem eigenen, verführerischen Körpergeruch und einem ganz zarten Hauch von Lavendel – stieg mir verlockend in die Nase. Ich atmete tief ein. Sie fühlte sich an wie reine Seide. Wie etwas Kostbares, das man ununterbrochen streicheln wollte.

Meine rechte Hand glitt behutsam über ihr Gesicht, streichelte ihre Wange, ihre Stirn und ihre Lippen. Dann wanderte sie weiter zu ihren Brüsten. Die warme, weiche Haut ihrer Rundungen unter meinen Fingerspitzen fühlte sich an wie das glatte Innere einer Muschel – samtig, einladend und fest zugleich. Ich genoss die schiere Sinnlichkeit des Augenblicks, während meine Finger zärtlich ihre Formen nachfuhren. Sie schnurrte wohlig wie eine zufriedene Katze. Nicht, weil sie sofort das volle Programm wollte, sondern weil sie es einfach liebte, so sinnlich berührt zu werden. Es war ein wortloses Spiel zwischen uns. Ein Tribut an die pure Vertrautheit zwischen Mann und Frau.

»Hmm… dass ein Riesenbär wie du so unglaublich zärtlich sein kann, macht mich jedes Mal wieder ganz verrückt.« flüsterte sie leise.

»Dann werd ruhig verrückt… und genieß es einfach, hoho«, zwinkerte ich ihr zu und ließ meine Hand weiter über ihren flachen Bauch wandern, während ich die Nähe zu ihr suchte. Ich spürte ihre zunehmende Wärme und ihre wunderbare Weichheit, ein stummes Versprechen auf das, was nun folgen würde. Wir ließen uns Zeit, verloren uns in den Berührungen des anderen und genossen das langsame Aufsteigen eines Verlangens, das keine Worte mehr brauchte. Irene antwortete mit einem tiefen, hingebungsvollen Stöhnen, das mir verriet, dass sie nun ganz bei mir und im Hier und Jetzt angekommen war.

Ihre Hände streichelten mich nun ebenfalls, kraulten durch meine Haare und zogen mich immer näher an sich heran. Irgendwann wurde aus der zärtlichen Erkundung ein leidenschaftliches, tiefes Begehren. Unsere Körper fanden sich blind, verschmolzen förmlich miteinander und bewegten sich in einem perfekten, gemeinsamen Rhythmus. Es war nicht einfach nur eine körperliche Vereinigung. Es war ein Tanz zweier Seelen, die sich ohne Vorbehalte aufeinander einließen. Eine Explosion der Sinne, die uns alles um uns herum vergessen ließ. Und als wir schließlich gemeinsam den Höhepunkt erreichten, war es, als würde die Welt für einen Moment komplett stillstehen. Der »kleine Tod«, wie die Franzosen es so poetisch ausdrücken, hatte uns voll erwischt. lächel

Inzwischen war es draußen taghell geworden – aber leider nicht so, wie man sich einen perfekten Morgen am Bodensee vorstellt. Dichte, graue Wolken hingen tief über dem Wasser, der Himmel war trüb, und mit gerade einmal elf Grad war es ungewöhnlich frisch für diese Jahreszeit. Die kühle Luft kroch fast spürbar durch die einen Spalt geöffneten Fenster, aber in unserem Bett war es wunderbar warm. Noch schwer atmend lagen wir eine Weile einfach nur da und genossen das tiefe Gefühl der Befriedigung, der körperlichen Nähe und der stillen Zufriedenheit.

Nach einer guten Viertelstunde rafften wir uns schließlich auf und gingen gemeinsam unter die Dusche. Heute hatten wir glücklicherweise etwas mehr Ruhe vor uns – die letzten Tage waren sehr arbeitsintensiv und anstrengend gewesen. Jörg und ich hatten teilweise bis zu fünfzehn Stunden täglich an seinem neuen Geschäftsprojekt gesessen, und auch Irene und Erika hatten alle Hände voll zu tun gehabt. Doch jetzt, in diesem intimen Moment, zählte nur eines: die wohlige Wärme des anderen Körpers, das leise Plätschern des warmen Wassers und das tiefe Gefühl von Geborgenheit.

Und während ich Irene unter der Dusche behutsam einseifte, flüsterte sie mir mit einem schelmischen Grinsen zu: »Weißt du was? Ich glaube, heute war trotz des Wetters der perfekte Morgen.«

Ich musste laut lachen. »Und das nach diesem etwas rätselhaften Start.« Dabei grinste ich innerlich amüsiert darüber, dass die »Ach, nix eigentlich« Problematik anscheinend ganz in Vergessenheit geraten war. Mal schauen, ob diesbezüglich im Laufe des Tages noch etwas nachkommt.

»Ja. Genau nach diesem Start«, kicherte sie und drückte sich fest an mich. »Manchmal braucht es eben nur den richtigen Moment… und den absolut richtigen Mann, hihi.«

Seit dem 1. April hat die Frühlingssaison für Onkel Ernsts Ferienwohnungen und Häuser offiziell begonnen, was deutlich mehr Buchungen und öfter stattfindende Gästewechsel mit sich bringt. Natürlich muss jedes Objekt nach dem Auszug und vor dem neuen Einzug gründlich geputzt, überprüft und generell gewartet werden, was eine Menge Arbeit bedeutet. Da Laura meist in Freiburg bei ihrem Studium ist und Jörg sich vorerst vor allem um unser gemeinsames Geschäftsprojekt kümmern soll, hilft er nur mit, wenn es die Frauen allein beim besten Willen nicht mehr schaffen.

 

Ich hatte mich selbstverständlich ebenfalls bereit erklärt, gelegentlich unter die Arme zu greifen, habe aber selbst alle Hände voll zu tun. Überdies überlegen wir gerade mit Ernst, ob wir noch eine dritte Hilfskraft dazu holen sollten, wobei er selbst auch schon viel anpackt. Aber seine Frau und der älteste Sohn, die sich sonst ebenfalls um dieses Geschäft kümmern, fallen derzeit leider beide krankheitsbedingt aus. Also bleibt viel mehr als sonst an Ernst, Irene und Erika hängen.

Laura war bereits gestern Abend wieder nach Freiburg gefahren. Amüsanterweise nahm sie lieber den Flixbus von Meersburg aus, statt einen der verfügbaren Wagen zu nehmen, obwohl sie einen Führerschein besitzt und nach meiner Einschätzung auch eine recht sichere Fahrerin ist. Aber sie fährt einfach nicht gern selbst Auto. In der hübschen Studentenstadt Freiburg benutzt sie konsequent nur die Öffis oder ihr E-Bike.

Nach dem munteren Frühstück hatte ich zunächst etliche Online-Arbeiten zu erledigen, worüber es schnell Zeit für das Mittagessen wurde. Zu dritt – Irene, Erika und ich, während Jörg noch tief in seine Programmierung versunken war – bereiteten wir ein einfaches, aber ausgesprochen leckeres Menü vor. Es gab eine feine Spargelcremesuppe mit frischen Kräutern als Vorspeise, gefolgt von herrlich zarten, saftigen Schweinerückensteaks mit knusprigen Pommes und einer riesigen, bunten Salatschüssel. Als Nachspeise erfreuten wir uns an cremigem Krokant-Eis, einem fruchtig-frischen Obstsalat und dem obligatorischen »Käse schließt den Magen« Abschluss mit gutem Kaffee hinterher. Das durfte natürlich nicht fehlen. yummy

 

Ganz schön vollgefressen – ich hatte mal wieder etwas mehr gefuttert, als es zum reinen Sattwerden notwendig gewesen wäre – machten wir zunächst einen ausführlichen Verdauungsspaziergang. Inzwischen hatten wir sogar das Glück, uns an ein paar echten Sonnenstrahlen erfreuen zu können, die durch die aufreißenden Wolkenschichten drangen. Leider blieb das Ganze zeitlich sehr begrenzt, aber es war immerhin besser als gar nichts und nur trübes Grau in Grau.

Mittlerweile wird die hübsche Landschaft mit all ihren Wiesen, den Weinberg-Rebenhängen, dem Gebüsch und den Bäumen von Tag zu Tag grüner. Überall grünt und blüht der Frühling, und ein schwacher Wind ließ die leichten Wellen des Bodensees sanft ans Ufer plätschern. Ein goldiger, lieber Hund, ich glaube es war ein Terrier, stürmte plötzlich auf Irene zu und ließ sich nur zu gerne von ihr ausgiebig kraulen, bevor auch wir anderen neugierig beschnuppert wurden und ihn streicheln durften. Das Tier gehört wohl zu den Nachbarn und hatte offensichtlich schon bei früheren Begegnungen Freundschaft mit Irene geschlossen, die natürlich und typischerweise sehr tierlieb ist und vergnügt mit dem Kleinen spielte.

Der ebenfalls goldige Nachbarsjunge, welcher gerade mit seinem aufgeweckten Wauwau Gassi ging, himmelte Irene sichtlich schüchtern an. Meine »goldig« Beschreibung würde dem ca. Zwölfjährigen sicherlich überhaupt nicht gefallen, will er doch alterstypisch unbedingt schon als ganzer Mann gelten. Offensichtlich steckt er mitten in jener Phase der Pubertät, in welcher Girls plötzlich nicht mehr nur doof und nervig sind, sondern verdammt interessant und begehrenswert werden.

Als wir uns später von ihm und dem Hund getrennt hatten, erzählte Irene amüsiert kichernd: »Der hat mich schon mal heimlich beobachtet, wie ich nackig durch die Bude lief, haha.«

»Und du hast ihm natürlich die Freude gemacht, ihn ausgiebig gucken zu lassen, stimmts?!« Amüsierte sich auch Erika, die auf ihre typisch skandinavisch-selbstbewusste Art fast genauso herrlich ungeniert ist wie unser Frechdachs Irene.

»Na klar, hihi, der ist doch echt süß, oder?! Wird bestimmt mal ein richtiger kleiner Dorf-Casanova, der den Mädels später reihenweise den Kopf verdreht.«

Ich grinste breit: »Der glückliche Junge. Von solch hübschen, locker-sexy und ungenierten Nachbars-Girls träumen doch alle Jungs und Männer in der ganzen Nachbarschaft, hoho!«

»Aber voll, ganz sicher, haha!« Prusteten die zwei Schönen vollkommen unbekümmert. Jörg grinste ebenfalls in sich hinein, und auch auf dem letzten Stück zu unserer Unterkunft scherzten wir noch sehr vergnügt über diese kleine Episode.

Ich kann mich selbst noch unheimlich gut daran erinnern, was wir Jungs in unserer eigenen Jugend alles Mögliche und sogar fast Unmögliche angestellt hatten. Diese Zeit ist ein wildes, völlig unberechenbares Abenteuer – ein Drahtseilakt, bei dem wir oft alles riskierten, nur um einen flüchtigen Blick, ein halbes Lächeln oder irgendein anderes Zeichen von den Mädchen zu erhaschen, die uns den Verstand raubten. Damals war alles zugleich erlaubt oder manchmal eigentlich verboten. Alles schien möglich und gleichzeitig war alles irgendwie auch ein bisschen lächerlich und unbeholfen.

Keine spätere Lebensphase bringt diese explosive Mischung aus schrecklichen Peinlichkeiten, ekstatischen Entdeckungen und dieser ganz pureren, unverfälschten Lebenslust mit sich. Der erste richtige Kuss ist meist ein zögerliches, feuchtes Experiment, bei dem wir uns im Stillen fragten, was wir da überhaupt gerade tun und was wir dabei eigentlich empfinden sollten. Die erste bewusste Berührung einer weichen Frauenbrust? Ein Gefühl, als würden wir das samtige Fell eines Kätzchens streicheln – unheimlich weich, warm, fast schon magisch und gleichzeitig total erregend. Und diese ersten, ungeschickten intimen Momente? Sie waren wie ein kurzes, helles Feuerwerk: meist intensiv, etwas chaotisch und für immer tief in unseren Erinnerungen eingebrannt.

Das alles geschah, bevor das Leben uns schließlich einredete, ja uns sogar dazu zwang, dass wir vernünftig, seriös und erwachsen sein müssen. Bevor alles plötzlich furchtbar ernst wurde und wir die volle Verantwortung für jede unserer Handlungen übernehmen mussten. Es ist definitiv DIE fantastischste und prägendste Zeit im ganzen Leben. Schmunzel

Zurück in unserer Unterkunft rauchte ich mit einem guten Kaffee zunächst noch genüsslich eine Kippe im Garten. Jörg ging sofort wieder ans Programmieren, und Irene schnappte sich ihr E-Bike, um sich mit einer Freundin oder Freunden im nächsten Ort zu treffen. Dann schaute ich nach der »Vollweib«-Schwedin Erika, die mir heute wieder freizügig als Model posieren wollte. Ich fand sie bereits komplett entkleidet vor; sie probierte im hellen Wintergarten gerade verschiedene Posen aus, was natürlich ein äußerst reizvoller Anblick für erfreute Männeraugen war.

 

Eigentlich hatten wir ein Outdoor-Shooting beabsichtigt, da sie das lieber mag und ich eigentlich auch. Aber die Lichtverhältnisse waren bei der aktuellen Wetterlage einfach zu ungünstig, wenn man kein komplettes Foto-Team mit der dazugehörigen Ausrüstung dabei hat, um das auszugleichen. Es sind ja quasi nur kleine »Just for Fun« Shootings, die wir hier machen, ohne die Absicht, professionelle Fotoserien zu produzieren.

Erika will vor allem selbst erleben und sehen, wie sie mit ihren üppig-fraulichen Formen auf Fotos wirkt, und auch ein bisschen das kribbelnde Gefühl dabei empfinden, wenn sie sich als junge Frau nackt der Kameralinse und meinen Männeraugen präsentiert. Sie ist ja noch sehr jung, sogar noch ein Stück jünger als Irene, und hat trotz ihres skandinavisch-selbstbewussten Auftretens als attraktive Frau noch nicht wirklich viel Erfahrung. Wie die allermeisten, wenn nicht gar alle Frauen insbesondere in jüngeren Jahren, ist selbstverständlich auch sie einfach gern begehrenswert schön und sexy. Sie freut sich insgeheim oder auch ganz offen über männliche Anerkennung. Feministinnen werden es vielleicht nicht gern hören oder lesen, aber Männern gefallen zu wollen, reizvoll und verlockend zu sein, liegt nun mal tief in der Natur weiblicher Wesen verwurzelt.

Natürlich plauderten, scherzten und lachten wir dabei auch viel, nahmen uns gegenseitig auf den Arm, stichelten ein bisschen und hatten schlichtweg Spaß. Nicht nur, damit eine möglichst lockere, gute Stimmung beim Shooten herrschte, obwohl das natürlich sehr wichtig ist und keinesfalls vernachlässigt werden sollte. Wir leben und lieben das ja ohnehin sehr, und wir alle praktizieren diese Unbeschwertheit hier quasi von morgens bis tief in die Nacht. So ist das Zusammenleben einfach schöner, harmonischer, und es gibt viel weniger Frust oder unnötigen Streit unter- und miteinander.

»Hey, du guckst gerade so, als würde dir verdammt gut gefallen, was du da siehst, haha?!« Merkte Erika beispielsweise flapsig an. »Aber du stehst doch sonst eigentlich voll auf diesen schlanken Typ, wie Irene und Laura es sind?«

»Stimmt auffallend, Erika.« Schmunzelte ich männlich zurück und betrachtete mir absichtlich und gespielt übertreibend gierig ihre prächtigen, fraulichen Formen. »Aber eine schöne, nackte Frau, die zudem auch noch so sympathisch und nett ist wie du, betrachtet sich jeder Mann doch immer wieder gern, hoho.«

Die nächste Szene war dann sehr vielsagend und verriet eine Menge über Erikas unkomplizierten Charakter. Jörg und Irenes Onkel Ernst kam unangekündigt und überraschend auf einen schnellen Kaffee vorbei. Er platzte unbeabsichtigt mitten in unser Shooting, weil er ganz leger durch den Wintergarten-Eingang seines ehemaligen Familienwohnsitzes hereinspazierte und Erika so in ihrer vollen, unbekleideten Pracht zu Gesicht bekam. Die meisten weiblichen Wesen, selbst so manches erfahrene Profi-Model, hätten darauf wohl mehr oder weniger geniert und erschreckt reagiert und sich bemüht, ihre Blößen reflexartig schnell zu bedecken.

Erika jedoch nicht. Sie sprang lachend mit einem frechen »Heyyy Onkelchen…, glotz nicht so, hast bestimmt schon viele nackte Girls in deinem Leben gesehen, haha!« sogar direkt auf ihn zu. Sie lief zu ihm und vollführte, so splitternackig wie sie war, die typische Küsschen-links-rechts-Umarmungs-Begrüßung. Erst danach schnappte sie sich lässig einen Bademantel zum Überziehen, den sie aber auch nicht gerade sonderlich sorgfältig alles verbergend schloss.

»Habe ich tatsächlich schon, haha, hallo Erika, hallo Steve!« Lachte auch Ernst sichtlich amüsiert und mit eindeutig erfreuten Männeraugen. »Aber Donnerwetter, ich muss schon sagen, du bist wirklich ein prachtvoller Anblick!«

Auf diese Art locker plaudernd wechselten wir in die Küche und riefen natürlich noch Jörg herbei. Ernst hatte nicht viel Zeit, war nur gerade zufällig in der Nähe und beschloss mal spontan hereinzuschauen, bevor er zum nächsten seiner vielen Geschäfte musste. Während ich guten Kaffee für uns alle zubereitete, ließ es sich Erika trotzdem nicht nehmen, auch noch schnell etwas Obst kleinzuschneiden und leckeres Gebäck aufzutischen. Doch kaum 20 Minuten später musste Ernst schon wieder weiter und bekam beim Abschiedsküsschen erneut viel warme, weiche Weiblichkeit von Erika zu spüren. Wir alle mögen Ernst sehr, den ich in früheren Blogs schon ausführlicher beschrieb. Nicht nur seine Verwandten Irene und Jörg haben ihn gern, er gehört einfach dazu.

Erika und ich schossen danach noch ein paar letzte Fotos, dann bekam ich eine Message aufs Handy, die mich online an den Laptop rief. Ich musste einen Videochat mit dem New Yorker Büro führen, wo es gerade 10:44 Uhr am Vormittag war. Dazu kam noch eine Mail mit einer stark verschlüsselten Datei wichtiger, sozusagen geheimer Geschäftsdaten, die durchzuarbeiten fast bis zum Abendessen dauerte.


 

Vorher machten wir zum Sonnenuntergang noch einen kleinen Spaziergang ans Seeufer und amüsierten uns dabei köstlich über einen weiteren, goldigen Hund. Der tobte voll hündischer Lebens- und Spielfreude über den Kiesstrand und posierte geradezu wie der stolze König der Hunde auf einem alten Baumstumpf; natürlich mit neugierigen Augen und Schlappohren, die sich zu lustig im Wind bewegten. Eindeutig ein Jack Russell Terrier, der dann begeistert vor allem mit Irene und Erika herumtobte und sich mit einem köstlichen, hochzufriedenen Gesichtsausdruck die Ohren kraulen ließ. Schmunzel

Nach dem delikaten Abendessen wollten sich die Frauen gleich zwei typische Jason-Statham-Actionfilme reinziehen. Solcher Quatsch ist eigentlich absolut nicht mein Fall, aber natürlich wollte ich auch kein Spielverderber sein und schaute mir mit ihnen und Jörg den ganzen Schwachsinn an. Immerhin ist es auch leicht amüsant und gut gemachte Unterhaltung, wenn auch die Kampfszenen immer fürchterlich unrealistisch und maßlos übertrieben sind.

Als die letzte Szene vorbei war, war es bereits kurz nach Mitternacht, also höchste Zeit, schlafen zu gehen, denn morgen und für den Rest der Woche haben wir wieder viel zu tun. Wir schwätzten und scherzten noch ein wenig, dann machten wir uns bald bettfertig. Wie könnte es auch anders sein, hieß das für mich unvermeidlich, dass ich mich der Zudringlichkeiten eines gewissen, bezaubernden Frechdachs-Kuschelmäuschens erwehren musste. Na gut, ich gebe es ja zu: Ich kapitulierte sehr schnell und nur zu gern bedingungslos, während wir so verspielt wie unerfahrene Teenager schmusten, uns kitzelten und streichelten sowie scherzten und lachten.

»Wehr dich nicht, du großer Bär, hihi!« Kicherte Irene beispielsweise mit funkelnden Augen. »Gegen mich hast du doch sowieso absolut keine Chance!« Dabei warf sie sich wie eine kleine Tigerkatze auf mich, und wir rollten spielerisch kämpfend und lachend über das ganze Bett, fielen beinahe auf einer Seite zu Boden.

Schließlich nagelte ich sie unter mir mit einem triumphierenden Bärengrollen fest, und sie ergab sich scheinbar willig meinen überlegenen Kräften… nur um bei meiner ersten Nachlässigkeit sofort wieder gelenkig wie eine Schlange zu entkommen. Ebenso triumphierend und frech grabschte sie nach meiner selbstverständlich nicht mehr schlafenden, kleineren Bärenmännlichkeit und begann, diese zärtlich zu verwöhnen, bis es ein gar nicht mehr so kleines, hartes und glückliches Bärenwürstchen war.

»Herrje, dir zu widerstehen, ist wirklich völlig unmöglich, hoho!« Gluckste ich heiter.

»Sag ich doch, haha! Ergib dich einfach deinem Schicksal!« Prustete sie, und wozu das Ganze letztlich führte, muss ich wohl niemandem mehr näher erklären.

Vielleicht eine Dreiviertelstunde später, himmlisch schön befriedigt und noch ein wenig nach Luft schnaufend, erholten wir uns gemeinsam. Dann duschten wir uns geschwind frisch, natürlich nicht ohne ausgiebiges, zärtliches gegenseitiges Einseifen und Abtrocknen danach. Wohlig müde gähnend krochen wir schließlich wieder in unser Bett-Liebesschlachtfeld, kuschelten uns in der Löffelchen-Lage eng aneinander und schliefen ziemlich schnell und tief ein… schnarch

 

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