#26.08.20 –Vlissingen, Kauf- und Ausrüstungsorgien mit Sexappeal
Oder: wie man das Chaos bewältigt und dabei auch noch Spaß hat
Hinweis: Hier geht es zum versprochenen Link zu den Bootsdaten, für alle, die sich dafür interessieren.
Und zu diesem Blog-Beitrag: Zur unterhaltsamen Auflockerung beginne ich heute mit einer etwas sexy-amüsanten Szene am kühlen Morgen. Danach geht es jedoch um für manche Leser vielleicht eher trockene Fakten in einer sehr langen, detaillierten Auflistung dessen, was man zur gewissenhaften Vorbereitung der Ausrüstung einer echten Fahrtenyacht alles benötigt. Dabei habe ich mich bereits auf das Wesentliche beschränkt; in der Realität ist es meist noch erheblich mehr und ein gewaltiger Aufwand.
Wen das nicht im Detail interessiert, ignoriert diesen Teil am besten einfach und wartet entspannt auf den nächsten, typischen Blog-Beitrag. Ich dachte mir jedoch, dass vielleicht auch so manche Fahrtensegel-Anfänger mitlesen, die gute, in der Praxis erprobte Tipps gebrauchen können, deshalb habe ich mir die Mühe gemacht und alles ewig lang aufgelistet. Viel Spaß… (oder auch nicht) 😉
Deli am Morgen, überstrahlt Kummer und Sorgen
»Hoppla…, tut mir aber gar nicht leid…, und lass dir bloß ganz viel Zeit mit dem, was auch immer du da gerade machst, hoho!«, gluckste ich amüsiert mit dem zusammengeklappten Laptop unter dem Arm, als ich Deli völlig nackt in ihrem Zimmer auf dem Bett erwischte. Ich hatte selbstverständlich vorher an der Zimmertür geklopft und sie hatte laut »Herein!« gerufen, also gab es beim besten Willen nichts, wofür ich mich entschuldigen müsste… und natürlich bot sie mir auf dem zerwühlten Laken einen höchst reizvollen Anblick.
»Hahaha, als ob es dir Schuft jemals leid tun würde, wenn du eine schöne Frau komplett unbekleidet sehen kannst!«, lachte sie völlig locker und ungeniert, während das frische Morgenlicht durch das Fenster fiel. »Ich suche gerade verzweifelt einen kleinen Slip, der irgendwie und irgendwo tief zwischen den Bettritzen verschwunden ist.«
»Ich hoffe aufrichtig, du musst noch möglichst lange genauso suchen, wie du gerade vor mir liegst, hehe!«, ließ ich meine Blicke genüsslich und mit männlicher Bewunderung über die wunderschönen Formen ihrer Rückseite wandern.
»Ja, ja…, haha, und was wolltest du eigentlich so früh bei mir?«
»Was ich wollte…, habe ich beim plötzlichen Schock dieses Anblicks glatt komplett vergessen!«, grinste ich sehr breit. »Aber hey, du hast deine Frisur verändert?«
»Yes Sir! Ich hatte einfach wieder Lust auf glatte Haare ohne Wellen. Aber erstaunlich, haha, dass du Gauner es tatsächlich schaffst, bei der Kulisse auch noch auf meine Haare zu schauen!«
»Tja, ich bin halt ein geschultes Genie, dem im Raum absolut nichts entgeht. Steht dir übrigens ausgezeichnet, aber du bist ja sowieso der Typ Frau, der immer wunderschön aussieht, ganz gleich wie du dich stylst und was du gerade anhast. Am allerschönsten natürlich, wenn du absolut gar nichts anhast, hehe!«, amüsierte ich mich köstlich über diese reizvolle Situation.
So viel konnte ich gar nicht direkt von ihr sehen, so tief war sie noch in Kissen und die weiche Decke vergraben. Doch die rundlichen Pobacken schauten verlockend hervor, ebenso viel freie Haut an den Beinen und ihr schöner Rücken, wobei schlicht unmöglich zu übersehen war, dass Deli absolut nichts trug. So etwas ist für gestandene Männer natürlich ein ungemein fantasieanregendes, verlockendes Kopfkino auslösender Anblick. Auch für mich, der ich im Laufe der Jahre schon unzählige wunderschöne, wenig oder gar nicht bekleidete Models direkt vor der Kameralinse und den eigenen Augen hatte.
»Deine Blicke wieder, haha!«, lachte sie auf ihre gewohnt mitreißende Art. »Du guckst wie Monsieur Michelin höchstpersönlich vor dem köstlichsten Gourmet-Festessen ever oder, haha, wie ein sechsjähriger, überglücklicher Bub vor dem Weihnachtsbaum mit seinem absoluten Wunschgeschenk darunter, du genießerischer Gauner!«
»Als ob du exakt wüsstest, wie Monsieur Michelin damals wirklich geguckt hat, hoho?! Aber es ist ein netter Vergleich für mich, und mit dem glücklichen Buben wäre ich auch sofort einverstanden! Eine schöne, nackte Frau in ihrer natürlichsten Weiblichkeit sehen zu dürfen, ist doch eigentlich das größte und beste Geschenk, das sich große Jungs überhaupt wünschen können!«
»Und wie raffiniert du Komplimente verteilen kannst, haha! Also, was wolltest du wirklich von mir?«
»Ich stellte mir gerade mit tatkräftiger KI-Hilfe eine umfangreiche Ersatzteilliste auf und wollte bald auf große Einkaufstour gehen. Hast du vielleicht Zeit und Lust, mich dabei zu begleiten? Sicherlich weißt du hier in der Gegend deutlich besser als ich, wo man die einzelnen Sachen am ehesten bekommt«, erklärte ich und gestehe ganz offen: Es war angesichts Delis entzückendem Anblick auf dem Bett gar nicht so einfach, die eigenen Gedanken auf etwas anderes zu fokussieren.
»Lass mal sehen!«, griff sie spontan nach meinem Laptop, den ich ihr reichte. Dabei verrutschte das große Kissen vor ihrem Busen prompt so, dass ich für einen kurzen Augenblick einen freien Blick auf eine reizvolle Brust erhaschen konnte. »Hm…, das sind aber fast alles sehr technische Sachen; darin bin ich nicht ganz so firm, aber einige gute Tipps kann ich dir dafür trotzdem geben.«
»Okay…, soll ich erst noch einmal kurz rausgehen, oder wie lösen wir diese reizvolle Situation jetzt am besten auf?«, zwinkerte ich ihr zu.
»Ach Quatsch, haha! Ich posiere als Model doch auch oft völlig unbekleidet, und du hast als erfahrener Fotograf garantiert schon unzählige schöne Nackte vor der Kamera und den Augen gehabt. Wir könnten sowieso auch irgendwann mal zusammen shooten – du bist als Fotograf doch bestimmt auch richtig gut, oder?« Sie schälte sich tatsächlich völlig locker und entspannt vor meinen Augen aus den Decken und Kissen und erlaubte mir ohne die geringste Spur von Scham, sie in ihrer ganzen unbedeckten Schönheit zu sehen.
»Stimmt… und ehrlich gesagt zucken gerade nicht nur meine erwartungsvollen Fotografenfinger voller Vorfreude, hoho!«
»Ich kann mir schon sehr gut vorstellen, was da sonst noch so zuckt, hahaha…«, prustete sie in ihrer stets heiteren, unverkrampften Art heraus.
Deli machte uns kurz darauf in ihrer kleinen Küche erst einmal frischen, duftenden Kaffee, schnippelte blitzschnell ein paar süße Nektarinen in mundgerechte Stücke, holte frische Milch und eisgekühltes Mineralwasser aus ihrem Kühlschrank… und das alles erstaunlich selbstbewusst und fraulich direkt vor meinen genießenden Augen so, wie sie war. Herrje, was für eine Frau und was für ein unglaublicher Glückspilz ich doch wieder einmal bin! Dann setzten wir uns dicht nebeneinander an einen kleinen, runden Tisch, und sie schaute sich meine Liste in aller Ruhe genau an, die ich extra nach Priorität für die grundlegende Seetüchtigkeit des Schiffs sortiert hatte.
Jetzt folgt der „langweilige“ Teil:
Deli beugte sich neugierig über den Bildschirm und ging Zeile für Zeile die einzelnen Abschnitte durch. Mit geübtem Blick kommentierte sie manche Punkte, nickte zustimmend oder tippte mit ihren gepflegten Fingernägeln direkt auf das Display, um Anmerkungen zu machen. Was wir dort gemeinsam zusammengestellt hatten, war eine kompromisslose und detaillierte Liste für eine autarke Fahrtenyacht:
1. Antrieb & Motor (Yanmar 4LHA-HTE) – Höchste Priorität
- Impeller-Kits: Mindestens 3x inklusive passender O-Ringe und Dichtungen für die Seewasserpumpe.
- Kraftstoff-Vorfilter: Mindestens 4x passende Einsätze für die Umschaltfilter (überlebenswichtig bei unbemerktem Dreck oder Dieselpest im Haupttank).
- Kraftstoff-Feinfilter: 2x der feine Filter, der direkt am Yanmar-Motor sitzt.
- Keilriemen / Rippenriemen: Je 2 komplette Sätze für die Lichtmaschine, die Wasserpumpe und ganz wichtig: für die elektromagnetische Jabsco-Kupplungspumpe der Notbilge.
- Motoröl & Getriebeöl: Jeweils ausreichend Vorrat für einen kompletten Ölwechsel plus 5 Liter Reserve zum Nachfüllen.
- Kühlmittel / Frostschutz: 5 Liter hochwertiges Konzentrat für den inneren Wärmetauscher-Kreislauf.
2. Wellenanlage & Propeller (Aquadrive + Variprop)
- Wellen-Schmiermittel / Fett: Spezielles, stark wasserbeständiges Fett für die Variprop-Nabe (wird per Fettpresse eingebracht).
- Zinkanoden: Ein kompletter Satz neuer Opferanoden für die Edelstahl-Welle und das Variprop-Gehäuse.
- Spurs-Ersatzteile: Ersatz-Schneidmesser oder Befestigungskits für den Spurs-Leinenschneider.
3. Elektrik & Energie (Victron / Mastervolt / Solar)
- Sicherungen (ANL / Mega / Midi): Ein großes Sortiment der hochstromigen Streifensicherungen, die deine 24V-Lithiumbank und die Inverter (MultiPlus/Quattro) absichern.
- Ersatz-MPPT-Regler: Da 5 separate Regler vorhanden sind, nimmt man mindestens einen passenden Victron SmartSolar MPPT als universelles Backup mit. Fällt einer aus, tauschst du ihn in 5 Minuten.
- Ersatz-BMS-Relais/Sicherung: Falls vorhanden, eine Ersatzsicherung für das Lithium-Batteriemanagementsystem.
4. Rigg & Segelsteuerung (Leisure Furl / Lewmar Winschen)
- Elektrische Winschen-Schütze (Relais): Die Lewmar Bronze-Winschen halten ewig, aber die elektrischen Magnetschalter (Solenoids) im Inneren des Schiffes können durch Feuchtigkeit versagen. Nimm 1–2 Ersatzrelais mit.
- Winschklinken & Federn: Ein kleines Sortiment-Kit von Lewmar (Pawls & Springs) sowie spezielles Winschenfett.
- Ersatz-Schoten / Universalleine: 1x hochfestes Dyneema-Tauwerk in der Stärke deiner Groß-/Genschoten als universeller Ersatz.
5. Sanitär & Bilge
- Jabsco Service-Kit: Ein komplettes Dichtung- und Ventilset (Pump Assembly) für die manuelle Toilette im Vorschiff.
- Lenzpumpen-Schalter: Ein separater, mechanischer Schwimmerschalter (z. B. von Rule) für die elektrischen Bilgenpumpen. Oft versagt nicht die Pumpe selbst, sondern nur der Schalter.
Einiges schlug Deli aus ihrem eigenen nautischen Erfahrungsschatz vor, anderes recherchierte sie ebenfalls mit flinken Fingern und KI-Hilfe im Netz. Binnen kurzer Zeit hatte ich eine maßgeschneiderte Firmenliste vor Augen, wo ich wahrscheinlich fast alles Aufgelistete direkt bekommen würde.
Begleiten konnte sie mich am Nachmittag leider nicht mehr persönlich, denn sie hatte bereits eine halb geschäftliche, halb private Verabredung in der Stadt. Ihre verbleibende Zeit reichte aber glücklicherweise noch völlig aus, um mir beim Abtelefonieren mit den niederländischen Händlern zu helfen. Die Betriebe hatten tatsächlich fast alles direkt auf Lager oder konnten fehlende Spezialteile extrem schnell nachbestellen.
Hierzulande sprechen zwar viele Holländer mehr oder weniger gutes Deutsch und gerade im internationalen maritimen Bereich natürlich auch Englisch. Trotzdem war es in manchen Fachgesprächen gelegentlich extrem hilfreich, wenn Deli rasch auf fließendem Niederländisch mit den Leuten am Telefon verhandeln konnte. Wir gaben also sogleich sämtliche Orders auf, die die Firmen abholbereit in wenigen Tagen zusammenstellen oder auf Wunsch direkt an die Pier liefern würden. Und da vielleicht auch andere Segler diesen Blog lesen und irgendwann einmal nach Vlissingen kommen, liste ich hier die bewährten Adressen auf:
1. Für Motor, Filter, Riemen & die mechanische Notpumpe
- Provoost Maritiem (Tweede Binnenhavenweg 10, Vlissingen): Eine hervorragende Adresse direkt im Hafenbereich. Sie besitzen einen bestens sortierten Shop für Schiffszubehör direkt vor Ort und sind auf Motorinstallationen, Elektrik sowie Hydraulik spezialisiert. Hier kriegst du mit hoher Wahrscheinlichkeit deine Schalter, Riemen und die passenden Markenöle.
- Bankert Boating (Tweede Binnenhavenweg 2, Vlissingen): Liegt direkt nebenan und ist als Full-Service-Jachtwerft bestens bekannt. Wenn du kurzfristig Hilfe bei der Beschaffung von speziellen Motorteilen brauchst, haben die Jungs beste Kontakte zu Großhändlern und besorgen dir fast alles innerhalb von 24 Stunden.
- CSIDE Marine Vlissingen B.V. (Visserijkade 9A, Vlissingen): Sitzt strategisch perfekt direkt an der Seeschleuse zur Westerschelde. Sie sind zwar offizieller Volvo Penta Händler, führen aber als großer Marine-Motorenstützpunkt die gängigsten Filter, Schaugläser und Schläuche im permanenten Lagerbestand.
Alle drei Firmen liegen praktischerweise direkt rund um das Hafenbecken des »VOF De Aanlegsteiger«, wodurch man sie auch zu Fuß über extrem kurze Wege leicht aufsuchen kann. Die Mitarbeiter sind durchweg freundlich, hilfsbereit und fachlich kompetent, weil sie tagtäglich mit Schiffen aller Art arbeiten und genau wissen, worauf es Eignern ankommt.
2. Für allgemeines Yachtzubehör, Sicherungen, Anoden & Winschenteile
- Alpha Marine Pro (de Tuinderij 3, Vlissingen): spezialisiert auf die schnelle Teilebeschaffung. Kunden loben explizit, dass Alpha Marine selbst vermeintlich unlösbare Beschaffungen für den Export oder spezielle Schiffe in Rekordzeit organisiert. Perfekt für Lewmar-Winschenfedern oder die hochstromigen Victron-Sicherungen.
- NDK Marine (Edisonweg 1, Vlissingen): Ein echter Geheimtipp am Platz. In den Bewertungen wird betont: »Verkaufen Teile, die man sonst nirgends bekommt«. Extrem hilfreich, wenn man für ein Semi-Custom-Schiff wie die Hans Christian nach speziellen Adaptern oder Zoll-Schrauben sucht.
Ernährung: Die Top-Marken für den Notfall (Gehaltvoll & Schmackhaft)
Für schweres Wetter auf der Biskaya oder sonst wo auf See, wenn die Töpfe vom Herd fliegen und die Crew erschöpft ist, ist gefriergetrocknete Expeditionsnahrung – auch als Trekking-Nahrung bekannt – der Goldstandard und in vielen brenzligen Situationen äußerst nützlich.
Diese drei Premium-Marken solltest du für deine Notfall-Kiste unbedingt ins Auge fassen. Sie sind extrem lange haltbar (oft 5 bis 25 Jahre), wiegen fast nichts und werden direkt in der Tüte mit kochendem Wasser aufgegossen. Nach 8 bis 10 Minuten hast du eine heiße, vollwertige Mahlzeit mit hohem Kaloriengehalt (oft 600 bis 800 kcal pro Portion), ohne dass du Geschirr abwaschen musst:
- Real Turmat: Gilt in der Outdoor- und Blauwasserszene als die geschmacklich beste Marke überhaupt. Die norwegischen Gerichte (wie Pulled Pork oder Rindereintopf) schmecken tatsächlich wie frisch selbst gekocht und nutzen hochwertige Zutaten ohne künstliche Geschmacksverstärker.
- Trek'n Eat: Eine deutsche Traditionsmarke der Katadyn-Gruppe. Extrem nahrhaft, sehr gut verträglich und bietet eine riesige Auswahl von herzhaften Eintöpfen bis hin zum Frühstücks-Müsli.
- Adventure Food: Eine niederländische Marke, entwickelt von einem erfahrenen Expeditionsteilnehmer. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und exakt auf den hohen Energiebedarf bei Kälte und Erschöpfung abgestimmt.
Wo du diese Expeditionsnahrung in Vlissingen am besten bekommst
Gefriergetrocknete Highend-Nahrung findest du gewöhnlich nicht im normalen Supermarkt, sondern im spezialisierten Outdoor- und Sportfachhandel. In und direkt um Vlissingen hast du dafür zwei perfekte Anlaufstellen:
- Kampeer Topper (Gildeweg 35, Vlissingen): Dieser große Camping- und Outdoor-Fachmarkt liegt direkt im Industriegebiet von Vlissingen. Sie haben eine gut sortierte Outdoor-Lebensmittelabteilung, in der du Marken wie Adventure Food und Trek'n Eat direkt kistenweise abgreifen und das Haltbarkeitsdatum prüfen kannst.
- Decathlon Middelburg (Mortierewoonboulevard, Podvisstraat 2, Middelburg): Nur knapp 10 Autominuten von deinem Liegeplatz in Vlissingen entfernt. Der riesige Decathlon in der Nachbarstadt Middelburg führt unter der Eigenmarke Forclaz eine große Auswahl an gefriergetrockneten Mahlzeiten (hergestellt in Frankreich, geschmacklich sehr gut) zu einem hervorragenden Preis. Zudem haben sie oft auch die Premium-Sachen von Real Turmat im Trekking-Regal stehen.
Mein persönlicher »Sturmküchen«-Tipp & Favorit: Eintöpfe
Das Einfrieren und Warmhalten von selbst gemachten, reichhaltigen Eintöpfen ist die beste kulinarische Taktik überhaupt. Es schont das Budget, schmeckt fantastisch und ist seelischer Trost (Soulfood), wenn man ungemütliche Stürme abwettern muss und keiner mehr Lust oder Kraft zum gefährlichen Kochen in einer stark schwankenden Kombüse hat.
Als erklärter Eintopf-Fan bereite ich selbst gerne sehr gehaltvolle Eintöpfe mit quasi allem Erreichbaren vor, was man leicht in passende Portionen abpacken und einfrieren kann. Das ist leicht und schnell warmzumachen oder schmeckt sogar kalt noch erstaunlich gut und gibt dem Körper alles, was er braucht.
Meine selbst gemachten »Captains-Special«-Eintöpfe – meist mit viel Speck, Fleisch, Frisch- oder Tiefkühlgemüse, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Kräutern und eben allem, was gerade verfügbar ist oder sowieso verbraucht werden muss, kräftig gewürzt – waren bisher bei allen Mitseglern stets überaus beliebt. Ich kann sie notfalls tagelang hintereinander essen, ohne sie überzubekommen. Am besten ergänzt mit Frischobst, Desserts oder auch mal Süß- und Knabberkram für die Seele, kann dir das einen schweren Törn retten.
Kauf zusätzlich hochwertige Thermo-Essbehälter (z. B. von Stanley oder Esbit). Wenn sich ein schwerer Schlag auf der Biskaya ankündigt, kochst du im geschützten Hafen oder bei noch ruhiger See einen großen Topf heißes Wasser auf und füllst es in die Thermobehälter; oder eben direkt die selbst gemachten Eintöpfe. Wenn es dann 12 Stunden später im Sturm heftig zur Sache geht, musst du nicht einmal mehr den Gasherd anzünden (was bei extremer Schräglage, Schaukeln, Rollen und Stampfen sowie Gas-Alarm-Gefahr ohnehin riskant ist) und hast immer noch warme, gehaltvolle Nahrung zur Verfügung.
Dann muss natürlich auch noch eine professionelle medizinische Ausrüstung für Krankheiten und Verletzungen an Bord. Hier ist eine strategisch auf Langfahrt und autarke Reviere abgestimmte Bordapotheke-Checkliste, um das Schiff auf den modernsten Stand zu bringen:
1. Diagnose an Bord (Das Fundament)
Bevor man behandelt, muss man wissen, was los ist. Moderne Online-Telemedizin per Satellit hilft dir nur, wenn du dem Arzt verlässliche Vitalwerte durchgibst:
- Automatisches Oberarm-Blutdruckmessgerät
- Pulsoximeter (misst Sauerstoffsättigung und Puls am Finger)
- Digitales Fieberthermometer (mindestens zwei, falls eines über Bord geht)
- Otoskop zum Reingucken in die Ohren – Entzündungen durch Tauchen oder Salzwasser sind häufig.
- Urin-Teststreifen (Combur-Test zur schnellen Erkennung von Blasen- oder Nierenbeckenentzündungen)
2. Notfall & Wundversorgung (Schweres Trauma)
- Tourniquet (Abbindesystem): Zum Stoppen massiver, lebensbedrohlicher Blutungen bei schweren Unfällen mit Winschen, Ketten oder dem Leinenschneider.
- Hämostatisches Verbandsmaterial (z. B. Celox oder QuikClot): Spezielle Gaze, die die Blutgerinnung bei tiefen Schnitten binnen Sekunden aktiv stoppt.
- Klammerpflaster (Steri-Strips) & Gewebekleber (z. B. Dermabond): Platzwunden am Kopf (etwa durch Baunkontakt) näht man auf See nicht, man klebt sie sauber.
- Moderne Silber-Wundauflagen: Heilen Wunden im feuchtheißen Bordklima deutlich schneller und verhindern Infektionen direkt im Keim.
3. Verschreibungspflichtige Medikamente (Nur nach Arzt-Absprache)
Besprich mit deinem Hausarzt oder Tropenmediziner ein Privatrezept für folgende Notfall-Kits:
- Breitband-Antibiotika (Kombination): Ciprofloxacin / Cotrimoxazol: Speziell für schwere Magen-Darm-Infektionen oder Harnwegsinfekte. Amoxicillin + Clavulansäure: Für Atemwegsinfekte oder entzündete Wunden durch infizierte Fischhaken oder Korallen.
- Starke Schmerzmittel: Metamizol (Novalgin): Extrem stark gegen Schmerzen und Fieber, beeinträchtigt im Gegensatz zu Morphinpräparaten nicht die Reaktionsfähigkeit auf Wache. Tramadol (Tropfen): Als eiserne Reserve für schwere Verletzungen (z. B. Knochenbrüche).
- Magen, Darm & Seekrankheit: Ondansetron (Vomex ist oft zu schwach): Ein extrem starkes Mittel gegen Erbrechen. Verhindert wirksam, dass ein schwer seekrankes Crewmitglied gefährlich dehydriert. Loperamid: Der Klassiker bei akutem Durchfall. Elektrolytpulver (z. B. Elotrans / Oral Rehydration Salts): Unverzichtbar bei hohem Flüssigkeitsverlust.
4. Die »Kleine Bord-Chemie« (Frei verkäuflich)
- Ibuprofen (400 mg / 600 mg): Schmerzlindernd und entzündungshemmend.
- Dicker Vorrat an Breitband-Antiseptikum (z. B. Octenisept): Jede kleinste Schramme im Salzwasser muss sofort desinfiziert werden, um tropische Geschwüre zu verhindern.
- Antihistaminika (z. B. Cetirizin): Gegen allergische Reaktionen (Insektenstiche, Nesselsucht).
- Tauch-Ohrentropfen (z. B. Normison): Zur Pflege der Gehörgänge nach dem Tauchen.
Wie du die Bordapotheke am besten packst
Sortiere die Medikamente keinesfalls nur nach Namen, sondern in zielführenden, wasserdichten Boxen klar nach Symptomen beschriftet (z. B. Box 1: »Magen/Darm«, Box 2: »Wundversorgung«, Box 3: »Antibiotika«). Im Stress einer Sturmlage auf See willst du keine Beipackzettel studieren, sondern sofort die richtige Box greifen.
Denk daran, dass Medikamente Hitze hassen. Lager die Boxen an einem kühlen, trockenen Ort tief im Rumpf deines Bootes, z. B. unter den Kojen in der Eignerkabine, weit entfernt vom heißen Motorraum.
Persönlich nutze ich auch noch sehr gerne japanisches Heilpflanzenöl und Teebaumöl sowie Haut-Heil- und Pflegesalben für leichte Wehwehchen, Sodbrennen usw. Das ist eine ausgezeichnete und sehr praxisnahe Ergänzung! Naturheilkunde und bewährte Hausmittel haben an Bord einer Langfahrtyacht einen unschätzbaren Wert. Sie schließen die Lücke zwischen »Gar nichts tun« und der schweren »chemischen Keule«. Gerade bei kleineren, alltäglichen Beschwerden schonen sie deine medizinischen Notfall-Ressourcen (wie die Antibiotika) für die echten Krisen.
Hier ist die nautische und medizinische Bewertung für den Bordalltag:
1. Japanisches Heilpflanzenöl (Minzöl)
- Der Einsatzzweck an Bord: Ein absoluter Allrounder. Es hilft hervorragend bei Spannungskopfschmerzen (einfach vorsichtig auf die Schläfen reiben – Vorsicht mit den Augen bei Seegang!) und bei ersten Erkältungssymptomen oder verstopften Nebenhöhlen durch den kalten Wind auf Wache.
- Der Geheimtipp bei Seekrankheit: Ein paar Tropfen auf ein Taschentuch geben und daran riechen. Das frische Menthol beruhigt das Brechzentrum im Gehirn und übertönt unangenehme Gerüche unter Deck (wie warmen Diesel oder Fäkalientank-Mief), die Seekrankheit oft erst triggern.
2. Teebaumöl
- Der Einsatzzweck an Bord: Das wohl stärkste natürliche Antiseptikum. Es wirkt stark antibakteriell und pilztötend. Perfekt für die Behandlung von Insektenstichen, kleinen infizierten Kratzern oder Hautpilzen, die im feucht-warmen Klima schnell entstehen.
- Wichtiger Bord-Hinweis: Teebaumöl ist extrem licht- und sauerstoffempfindlich. Da es in der Hitze schnell oxidiert und dann Hautirritationen auslösen kann, lagere das Fläschchen unbedingt in einer dunklen, kühlen Bilgen-Box und achte darauf, dass die Flasche immer fest zugeschraubt ist.
3. Haut-Heil- und Pflegesalben (z. B. Bepanthen, Zinksalbe)
- Der Einsatzzweck an Bord: Unverzichtbar gegen den sogenannten »Salt Water Boil« (Salzwasser-Abszess) oder Wundreiben (Chafing). Wenn du tagelang in feuchtem Ölzeug auf Wache sitzt, reibt das Salz in den Hautfalten. Eine dicke Schicht Zink- oder Panthenolsalbe schützt die Haut mechanisch vor dem Salz und fördert die Heilung über Nacht dramatisch.
4. Sodbrennen (Reflux)
- Der Einsatzzweck an Bord: Sodbrennen ist auf Nachtwachen recht häufig. Man ernährt sich unregelmäßig, trinkt zu viel Kaffee gegen die Müdigkeit, isst fettige Eintöpfe und legt sich danach flach in die Koje – die perfekte Einladung für aufsteigende Magensäure.
- Deine Optionen: Für leichte Fälle sind Heilerde-Kapseln oder Natron super. Nimm aber zusätzlich eine Packung klassische Antazida (z. B. Rennie oder Talcid) oder einen Säureblocker (wie Pantoprazol) mit. Wenn du dich bei 40 Grad Krängung in die Leesegel stemmst, willst du das Sodbrennen sofort stoppen, um schlafen zu können.
Der Effekt auf Magen, Darm und Stuhlgang von Minz- bzw. japanischem Heilpflanzenöl ist wissenschaftlich erwiesen! Dass Minzöl genial für den Magen-Darm-Trakt ist, ist mittlerweile durch zahlreiche medizinische Studien bestens belegt:
- Gegen Krämpfe und Blähungen: Das Öl blockiert die Kalziumkanäle in den Muskelzellen des Darms. Der Darm entspannt sich sofort, festsitzende Luftblasen können sich lösen und schmerzhafte Magen-Darm-Krämpfe lassen fast augenblicklich nach.
- Regulation des Stuhlgangs: Weil es die Darmperistaltik entkrampft und reguliert, hilft es sowohl bei trägem Stuhlgang als auch bei nervösen Darmbewegungen (weshalb es in der Medizin standardmäßig beim Reizdarmsyndrom eingesetzt wird).
Die Kombination aus Naturheilkunde für den Alltag und Schulmedizin für den echten Notfall ist die perfekte Symbiose für eine autarke Crew. Es gibt dir ein großes Stück Unabhängigkeit und Selbstbestimmung auf See.
Und noch ein überlebenswichtiger Hinweis: Sanitäts- und Notfallkurse für die Crew
Die teuerste Bordapotheke und das beste Telemedizin-System nützen absolut gar nichts, wenn im Notfall niemand an Bord weiß, wie man die Instrumente richtig anwendet, eine Platzwunde unter Seegang klebt oder mit einer schweren Vergiftung umgeht. Mindestens der Skipper – und im Idealfall mindestens ein weiteres Crewmitglied, falls der Captain selbst einmal verletzt oder krankheitsbedingt ausfällt – sollte vor dem Ablegen zwingend einen spezialisierten medizinischen Refresher-Kurs absolviert haben!
Auf See bist du dein eigener Notarzt. Für Fahrtensegler-Profi-Ausrüstung und Langfahrt gibt es dafür weltweit etablierte Standards:
- Medical Care / World Sailing Sicherheitstraining: Diese standardisierten Kurse (oft als STCW-Medical Care zertifiziert) richten sich exakt an Fahrtensegler-Crews. Hier lernt man praktisch das Nähen und Kleben von Wunden, das Anlegen von Druckverbänden und Tourniquets, die Verabreichung von Injektionen sowie die professionelle Notfall-Erstversorgung unter extremen Bedingungen auf See.
- Wo macht man solche Kurse generell? In Deutschland und dem deutschsprachigen Raum bieten Organisationen wie die Kreuzer-Abteilung des DSV, die Rettungsorganisationen (DRK, Johanniter, Malteser mit speziellen See-Kursen) oder spezialisierte Anbieter wie Krankenpflege- und Segelschulen für Fahrtensegler (z. B. Medizin auf See) regelmäßige Wochenend-Intensivkurse an.
Konkrete Anlaufstellen direkt in und um Vlissingen
Wenn du dich direkt vor Ort in Vlissingen oder in der unmittelbaren Region Zeeland fortbilden oder deine Nachweise auffrischen möchtest, gibt es exzellente niederländische maritime Trainingszentren:
- DRTC Vlissingen (De Ruyter Training & Consultancy) / HZ University: (Groene Calandweg 1, Vlissingen): DRTC ist eine der renommiertesten maritimen Ausbildungsstätten der Niederlande. Sie sitzen direkt im Industrie- und Hafengebiet von Vlissingen. Hier werden professionelle STCW-Sicherheits- und Medical-Care-Trainings für die Berufs- und Freizeitschifffahrt auf höchstem Niveau durchgeführt.
- FMTC Safety Training (Rotterdam / Schiphol): Wenn es um hochspezialisierte maritime Notfall- und Ersthelferkurse (STCW Medical First Aid / Medical Care) geht, ist FMTC ein führender Anbieter in den Niederlanden, der von Vlissingen aus hervorragend zu erreichen ist.
- Rode Kruis Zeeland (Rotes Kreuz Zeeland - Middelburg): Die regionale Abteilung des Roten Kreuzes im direkt benachbarten Middelburg bietet regelmäßig Auffrischungs- und Ersthelferkurse an. Für spezielle Fragen zu medizinischen Standards auf See arbeiten sie oft eng mit den lokalen Seenotrettungsorganisationen zusammen.
Denke immer daran: Die beste Investition in die Sicherheit deiner Yacht ist nicht nur die Hardware in den Bilgen, sondern das Wissen der Menschen an Bord!
Und um diese lange, lange Auflistung noch länger zu machen, gibt es noch ein paar technische, sicherheitsrelevante und rechtliche Schlüsselkomponenten, die auf Fahrtenyachten extrem häufig vergessen werden und auf einer Langfahrt enorme Probleme bereiten können.
Hier sind die wichtigsten Punkte:
1. Technische Redundanz & Riggsicherheit (Nautik & Notfall)
- Ersatz-Autopilot / Linearantrieb (oder Ersatz-Hydraulikpumpe): Der Autopilot ist auf Langfahrt dein wichtigstes Crewmitglied. Fällt der mechanische oder hydraulische Antrieb auf der Biskaya aus, musst du tagelang von Hand steuern. Ein Ersatz-Linearmotor oder ein Steuerungs-Modul gehört zwingend in den Ersatzteilfundus.
- Notpinne: Muss griffbereit und auf Passgenauigkeit auf dem Quadranten/Wellenkopf getestet sein (falls das Lenkkabel oder die Hydraulik der Steuerung bricht).
- Rigging / Stehendes Gut:
- Wantenheber-Schneidwerkzeug: Ein Bolzenschneider oder eine Akku-Flex mit Flexscheibe (wasserdicht verpackt), um ein gebrochenes Rigg im Notfall kappen zu können, bevor der Masten den Rumpf leck schlägt.
- Ersatz-Terminal / Norsemann-Kupplung: Mindestens zwei mechanische, selbstmtontierende Walzenfreie Terminals in der Drahtstärke deines Wanten-Systems für Not-Reparaturen am Rigg auf See.
- Tauwerk-Schneid- und Versiegelungsgerät (Elektrischer Löt/Cutter-Stempel): Um Ausfransen von Fallen und Schoten zu verhindern.
2. Unter Wasser & Leckabwehr (Sicherheit)
- Leckstopfen-Set (Holz & Soft-Plugs): Konische Hartholzstopfen sowie moderne Silikon-/Polyurethan-Plugs (wie Sta-Plug), direkt neben jedem Seeventil mit Panzertape befestigt.
- Seventile & Borddurchlässe: Mindestens ein Ersatz-Borddurchlass samt Kugelhahn in der passenden Zoll-Größe für deine kritischsten Ventile.
- Unterwasser-Knetmasse / Epoxid-Kitt (z. B. Aqua-Mend): Härtet unter Wasser aus, um Risse im Rumpf oder undichte Seefiltergehäuse sofort abzudichten.
Solche Werkzeuge sollte sowieso jede gut ausgerüstete Fahrtenyacht für Wartungsarbeiten usw. an Bord haben und jeder Fahrtensegler der was auf sich hält, hat unzählige Werkzeuge und Ausrüstungsteile an Bord.
3. Bürokratie, Recht & Havarie (Dokumente & Papiere)
- Amtliche Schiffs- & Eigentumsdokumente: Flaggenzertifikat / Internationaler Bootsschein (IBS), Kaufvertrag (EU-Versteuerungsnachweis / T2L-Formular zwingend wichtig!), Tonnage Certificate / Messbrief.
- Versicherungsnachweise: Vor allem die blaue Bestätigungskarte der Skipper-Haftpflicht- und Kaskoversicherung mit explizitem Gültigkeitsbereich (Biskaya/Atlantik) auf Englisch.
- Frequenzzuteilung & Lizenzen: Frequenzzuteilungsurkunde (Ship Station Licence), SRC/LRC-Seefunkbetriebszeugnis und Nachweise für EPIRB/AIS-Registrierung (MMSI / Callsign).
- Ausweis- & Crew-Dokumente: Reisepässe mit mindestens 6 Monaten Restgültigkeit, internationale Impfpässe, Notfall-Kreditkarten und Bargeld-Reserve in Euro und US-Dollar (wasserdicht und feuerfest gelagert).
So, wer es tatsächlich geschafft hat, sich bis hierher durch diesen gewaltigen Zahlen- und Faktenwust zu lesen, hat nun hoffentlich eine sehr realistische Vorstellung davon, was es in der Praxis wirklich bedeutet, eine echte Fahrtenyacht gewissenhaft für weite, sichere Törns vorzubereiten. Das hat im echten Leben rein gar nichts mit »komm Schatzi, lass uns spontan ein bisschen raussegeln und im Sonnenschein an Deck gemütlich leckere Cocktails genießen« zu tun!
Und ähnlich wenig hat es mit den heutzutage so populären YouTube-Segelkanälen à la »los Freunde, wir kaufen uns vollkommen ahnungslos ein Boot und segeln einfach mal auf gut Glück los« gemein. Dazu sei allerdings fairerweise noch angemerkt: Ich gönne es all diesen meist noch sehr jungen Menschen von ganzem Herzen, dass sie heutzutage Möglichkeiten und digitale Wege haben, von denen wir »alten Knacker« früher nur träumen konnten.
Ich wünsche ihnen aufrichtig viel Spaß und natürlich das nötige Quäntchen Glück. Aber das sind unter dem Strich dann eben doch meist nur die bereits im letzten Blog-Beitrag angesprochenen rund 10 %, welche das Ganze schadlos überlebt und auf die harte Tour schnell genug echte Seemannschaft gelernt haben; von den restlichen 90 % hört und sieht man nach den ersten schweren Rückschlägen verständlicherweise meist gar nichts mehr.
Okay, und damit habe ich für heute nun aber wirklich mehr als genug Kluggeschissen und dieser lange Beitrag findet sein wohlverdientes Ende. Ich wünsche allen mutigen Seelen, die es trotz all dieser Herausforderungen selbst mit dem faszinierenden Fahrtensegler-»Sailing-Saltlife« probieren wollen, von Herzen alles Gute. Wenn ihr es tatsächlich wagt, werdet ihr unvergleichliche, atemberaubend schöne Erlebnisse haben – aber eben unvermeidbar auch manchmal viel Frust, gewaltigen Ärger und verdammt brenzlige Situationen durchstehen müssen.
Unzensiert Weiterlesen? Klick >>>
|
»« ©-http://srjexped.jimdo.com/2026 Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung der Texte & Bilder - auch auszugsweise - ohne schriftliche Genehmigung ist nicht gestattet. Alle Angaben ohne Gewähr! Blog: https://sea-nomads.blogspot.com
Current Crew
|

.jpg)










