Algarve, Lagos, Arbeit, Spaß, Kunst und reizende Schönheiten

 

#26.07.07 - Algarve, Lagos, Arbeit, Spaß, Kunst und reizende Schönheiten

Mit dem sympathischen Frechdachs Lena haben wir uns inzwischen gut angefreundet. Heute erschien sie schon zum gemeinsamen Frühstück bei uns auf der Terrasse, denn wir wollten einen Ausflug möglichst früh am Vormittag machen, bevor es dafür draußen zu heiß wird. In der aktuellen Wetterphase steigen die Temperaturen von morgens um die 23°C bis zum Mittag rasant auf weit über 30°C.

Wenn man dann, wie für heute geplant, eine alte Festungsanlage besichtigen will, kommt man verdammt heftig ins Schwitzen, und der kulturelle Spaziergang macht nicht mehr allzu viel Spaß. Also lautete der Plan, schon um 08:00 Uhr bei noch angenehmen 24°C loszuziehen und rechtzeitig, bevor die Quecksilbersäule die 30°C-Marke knackt, zurück in der angenehm klimatisierten Finca von Rodrigo zu sein.

Lecker gesättigt plantschten wir vor dem Aufbruch noch kurz zur schnellen Abkühlung im Pool, dann machten wir uns fertig und packten zwei Kühlrucksäcke mit Erfrischungsgetränken und etwas aufgeschnittenem Obst. Vicky pausierte dafür mit ihrem aktuellen Bild im Atelier, mit dem sie ohnehin sehr gute Fortschritte macht. Unser Weg führte uns dann auf direktem Pfad zur Baluarte de Santa Maria da Porta da Vila – auch bekannt als Baluarte da Graça, die wir bereits um 08:30 Uhr erreichten.

Diese mächtige Bastion ist ein echter Koloss der Militärarchitektur und thront strategisch auf einer der Anhöhen der historischen Altstadt. Sie bildet das steinerne Herzstück der Cerca Nova, des im 16. Jahrhundert errichteten, moderneren Festungsgürtels von Lagos. Das Besondere an dieser geschichtsträchtigen Anlage ist ihre markante, unregelmäßig fünfeckige Struktur. Die meterdicken Festungsmauern wurden damals eigens so konzipiert, um der aufkommenden, brachialen Durchschlagskraft schwerer Artillerie standzuhalten. 



 

Direkt nebenan befand sich einst die Kirche Nossa Senhora da Graça, in der im Jahr 1415 kein Geringerer als Prinz Heinrich der Seefahrer vorübergehend seine letzte Ruhe fand, bevor er später umgebettet wurde. Wenn man oben auf den warmen Festungsmauern steht, atmet jede Ritze im rauen Mauerwerk die Aufbruchstimmung der großen Entdeckungszeit. Zudem bietet dieser erhöhte Posten einen weiten Ausblick über die hellen Dächer des historischen Stadtkerns und die tiefblaue Bucht von Lagos. Ein perfekter Ort, um den Atlantikwind im Gesicht zu spüren und sich vorzustellen, wie hier einst die Wachen den Horizont nach fernen Karavellen absuchten.

»WOW! Guckt euch mal die Dicke dieser Mauern an!« Staunte Britt fasziniert, während sie mit flacher Hand über den rauen Stein strich. »Komm Steve, schieß ein sexy Foto für meine Social-Media-Accounts von mir.«

»Ich wüsste nicht, was ich in diesem Moment lieber täte.« Lächelte ich zustimmend und holte die Profi-Canon aus der Kamera-Umhängetasche.

Britt, die heute einen dunkelblauen Jeans-Minirock und ein weißes Träger-Shirt ohne BH darunter trug, zog sich kurzentschlossen das Shirt über den Kopf. Sie stellte sich wie üblich gekonnt so in Pose, dass der Betrachter zwar sehen konnte, dass sie topless ist, jedoch durch die geschickte Drehung ihres Oberkörpers nicht wirklich ihren Busen sieht. Ein typisches, fantasieanregendes »Kopfkino«-Foto reizvoller Weiblichkeit vor historischer Kulisse. Vicky half kurzerhand mit einem klein zusammenfaltbaren Reflektor beim Ausleuchten, der voll aufgeklappt etwa 1,2 Meter helle, nicht zu stark spiegelnde Folie bietet, um die Schatten an Britts Oberkörper aufzuhellen.

»Woah, voll sexy! Du bist echt wunderschön, Britt!« Meinte Lena begeistert und schaute sehr interessiert genau zu, wie das Zusammenspiel zwischen Model und Kamera funktionierte.

Am liebsten hätte sie sich wohl gleich selbst für ein paar freizügige Schnappschüsse vor den alten Kanonenluken positioniert, doch nun näherte sich uns langsam eine mehrköpfige Touristengruppe, die ebenfalls die Festungsanlage besichtigen wollte. Also zog sich Britt schnell wieder das weiße Shirt über, und wir schauten uns gemeinsam alles frei Zugängliche fasziniert an. Solche alten Festungsanlagen sind doch immer wieder sehr reizvoll und faszinieren die meisten Menschen seit ihrer Jugendzeit, genau wie alte Ritterburgen oder aristokratische Paläste. Es ist fast unmöglich, dass dabei nicht automatisch bunte Fantasien im Hinterkopf geweckt werden und man sich alte Geschichten von Piraten und Seeschlachten ausmalt.


 

Als sich die Temperaturen draußen unaufhaltsam der 30°C-Marke näherten, lud ich die ganze Truppe in die Altstadt zum Eisessen ein. Es gibt hier mehrere gute Gelaterias, und wir landeten eher zufällig in der Gelataria Gloosi By Artisani in der Rua 25 de Abril. Dort schlemmten wir erstklassiges Eis bester Gelato-Meister-Tradition, tranken kühle Erfrischungsdrinks und ebenso guten, starken Kaffee.

Außerdem amüsierten wir uns prächtig über drei süße Girlies am Nebentisch – zwei Zwillingsschwestern und eine Freundin –, die ihre Eisportionen begeistert schleckten und dabei auf typische Mädchen-Art miteinander kicherten oder über Jungs ablästerten. Sie befinden sich offensichtlich gerade in der klassischen Lebensphase zwischen »Jungs sind doof!« und »eigentlich sind Jungs doch irgendwie ziemlich interessant!« schmunzel


 

Bei inzwischen schon wieder 32°C im Schatten machten wir uns gutgelaunt auf den Rückweg zur Finca und duschten uns erst mal den feinen Schweiß und Staub von der Besichtigung der Festung ab. Vor dem Mittagessen legten wir noch eine kleine, entspannende Siesta im kühlen Haus ein und erfreuten uns dann an einer eiskalten Gazpacho. Das kennen wohl die meisten aus dem Spanien-Urlaub. Gazpacho ist eine traditionelle, kalte Gemüsesuppe aus Andalusien, die vollständig ohne Kochen zubereitet wird. Die Basis besteht aus pürierten rohen Tomaten, Gurken, Paprika, Knoblauch, gutem Olivenöl und einem Schuss Essig. Oft wird etwas eingeweichtes Weißbrot hinzugefügt, um der Suppe eine sämige Bindung zu geben. Da sie direkt aus dem Kühlschrank serviert wird, gilt sie weltweit als ultimative Erfrischung an heißen Sommertagen.

Ergänzt wurde der kühle Genuss bei bereits wieder 35°C Außentemperatur durch würzige Käsehappen auf Krackern, diverses frisches Obst und vor allem saftige Wassermelone, sowie guten Kaffee, den wir allerdings auch fast kalt werden ließen, bevor wir ihn tranken. Zu Letzterem gesellten sich auch die zwei sehr hübschen Hausmädchen Olga und Olea zu uns an den Tisch, und wir plauderten ungezwungen vor allem über Fotoshootings.

Die zwei jungen Frauen arbeiten nicht nur als Hauspersonal für Rodrigo, sondern posieren ihm auch gern als ungenierte Models für seine Versuche mit reizvoller, schöner Aktfotografie, womit sie sich ohne moralische Bedenken ein ordentliches Taschengeld dazuverdienen. Technisch ist Rodrigo als Fotograf perfekt, aber er hat noch nicht seine ganz persönliche Linie gefunden, wie er kaum oder gar nicht bekleidete, sehr reizvolle Frauen bevorzugt aufnehmen will; er hat also noch keinen speziellen Stil entwickelt und experimentiert noch viel herum.

Die größte Schwierigkeit für darin unerfahrene Hobbyfotografen besteht bekanntlich nicht in der Beherrschung des reinen Handwerks von Blende und Belichtungszeit. Es ist halt doch ein gewaltiger Unterschied, ob du als Mann gefühlose Landschaften oder starre Architektur fotografierst, oder es plötzlich mit wunderschönen, meist noch jungen, nackten Models in nächster Nähe und in quasi intimen Situationen zu tun hast. Damit psychologisch richtig und professionell umzugehen, ist viel schwieriger, als viele Laien denken.

Und dabei rede ich jetzt nur von den echten, wirklich an schöner Aktfotografie interessierten Knipsern – also ausdrücklich nicht von den eher an Schweinereien interessierten Schein-Fotografen, die die Kamera nur als billige Ausrede oder Trick benutzen, um unbekleideten Schönheiten nahe zu kommen, an die sie sonst im Leben niemals herankommen könnten. Leider wimmelt es überall von diesen Typen, und wenn Amateur- oder Profimodels nicht verdammt vorsichtig sind, kann es manchmal auch richtig gefährlich für sie werden.

Das erklärte ich besonders nachdrücklich Lena, die erst letzten April volljährig wurde und in ihrer völlig ungenierten, typisch leichtsinnigen Selbstüberschätzung junger Menschen offensichtlich sehr daran interessiert ist, sich ebenfalls als freizügiges Model zu versuchen. Britt und Vicky unterstützten mich mit ihrer jahrelangen Model-Erfahrung und bestätigten meine Warnungen mit klaren Beispielen, auch wenn das bei einem so abenteuerlustigen Typ wie Lena wahrscheinlich am Ende wenig bis nichts bringt. Welcher junge Mensch lässt sich schon gern etwas von älteren, erfahreneren Leuten sagen oder hört brav auf solche Warnungen? Ich in diesem Alter jedenfalls auch nicht. So ist das nun mal; die allermeisten jungen Leute müssen und wollen ihre eigenen Erfahrungen sammeln, erst durch manchmal unangenehme Fehler lernen sie wirklich.

Vicky ging dann wieder in das helle Zimmer, welches ihr Rodrigo als Atelier zur Verfügung gestellt hatte, und arbeitete konzentriert weiter an dem bestellten, großformatigen Bild. Im Zeichnen ist sie wirklich sehr talentiert und kann genauso gut fotorealistische, exakte wie künstlerisch interpretierte Abbildungen erschaffen, worum ich sie sogar ein bisschen beneide. Als junger Kerl versuchte ich mich neben der Fotografie auch mal am Malen und Zeichnen, habe dafür aber eindeutig zu wenig Talent, um meinen eigenen, recht hohen Ansprüchen zu genügen. seufzerchen

Ich musste dann online am Laptop arbeiten und etwas mehr Kram als sonst meist üblich erledigen; das beschäftigte mich knapp vier Stunden. Britt wollte ebenfalls online einiges klären, und Demo beabsichtigte, auf dem Boot im Hafen nach dem Rechten zu sehen und kleine Routine-Wartungsarbeiten zu erledigen. Das weckte sofort Lenas Neugierde, und sie bat ihn charmant flirtend: »Oh…, darf ich mitkommen? Ich würde eure Yacht voll gern mal sehen.«

Gespielt genervt zu mir die Augen verdrehend, sagte Demo natürlich ja und nahm die Freche gern mit zur Marina. Also waren wir am Nachmittag alle unterschiedlich beschäftigt und gingen diesmal nicht an die faszinierende Felsenküste oder einen der malerischen Strände. Rodrigo legte seinem Alter und Gesundheitszustand entsprechend eine lange, erholsame Siesta in der klimatisierten Finca ein, da die inzwischen an die 37°C draußen ja selbst für gesunde alte Menschen eine echte Belastung sind.

Als ich nach etwa zwei Stunden eine Pause machte und kurz in den Pool springen wollte, traf mich die Hitze beim Herausgehen so, als würde man die Tür eines aufgeheizten Backofens öffnen. Und das, obwohl der Pool- und Gartenbereich der Finca sehr schattig angelegt ist und auf den Klippen über dem Meer eigentlich jeden kleinen Lufthauch kühlenden Seewind einfängt. Im Wasser und tropfnass heraussteigend ließ es sich durch die Verdunstungskühle auf der Haut wunderbar aushalten, aber in kaum mehr als fünf Minuten war man an der Luft schon wieder knochentrocken.

Uff! Wie gut, dass es nachts hier an der Küste immer deutlich abkühlt; für heute wurden beispielsweise ab 22:00 Uhr noch circa 25°C vorhergesagt, und zum Schlafengehen gegen Mitternacht dürfte es mit etwa 23°C angenehm sein. Dann kann man bis morgens um 08:00 Uhr wunderbar bei weit geöffneten Fenstern pennen, nur bedeckt von einem dünnen Laken und umschmeichelt von der nach südlichen Pflanzen duftenden, salzigen Seeluft bei derzeit direktem Südwind. Das auch um diese Zeit noch deutlich vernehmbare Konzert der Grillen stört dabei überhaupt nicht, es wirkt auf mich eher einschläfernd.

In der Küche versorgte ich mich bei der rustikal-humorvollen Haushälterin und Köchin mit einem frischen Kaffee und einem eiskalten Melonensaft-Mineralwasser-Mix zur inneren Erfrischung. Ihre Englischkenntnisse sind zwar nur rudimentär, aber wir verstanden uns trotzdem prima mit Händen und Füßen. Mit bestimmt um die 90 kg, verteilt auf gerade mal etwas über 160 cm Körpergröße, ist die Endvierzigerin eine amüsante »Wuchtbrumme«, sehr häuslich, bodenständig und humorvoll. Dass ich mich auch ihr gegenüber wie ein echter Gentleman benehme, ihre Speisen lobe, diese mit viel Genuss verputze und sie nicht von oben herab wie eine reine Untergebene behandle, gefällt ihr definitiv sehr. schmunzel

Früher war Rodrigo ein leidenschaftlicher Zigarrenraucher und pafft auch heute noch gelegentlich dicke Cubanos hochwertiger Marken. Daher gibt es in der Finca ein separates Raucherzimmer mit einem starken Dunstabzugs-Ventilator, und dort hatte ich mich mit dem Laptop niedergelassen, um zum Rauchen nicht raus in die brütende Hitze zu müssen, wie ich es sonst immer tue. Noch grinsend über die etwas derben Scherze mit der Köchin, arbeitete ich gutgelaunt und konzentriert weiter.

»Immer noch am Arbeiten?« Um ebenfalls eine Kippe zu rauchen, kam etwas später Britt herein. Sie trug wegen der Hitze im Haus nur einen burgunderroten Triangel-BH und einen dazu passenden Dessous-Slip, was bei ihrer Model-Attraktivität wunderschöner, noch junger Fraulichkeit, selbstredend ein sehr reizvoller Anblick ist; auch wenn wir uns oft nackt sehen und bestens kennen, müssen dir solch reizvolle Anblicke als Mann natürlich sehr gefallen. Das nicht sofort direkt sichtbare, verborgene hat ja seinen ganz speziellen Reiz.

»Ja leider, ich schätze, noch eine gute Stunde zu brauchen.« Seufzte ich übertrieben als leidender Bär und Captain tief.

 

»Ooooch, du Ärmster.« Zwinkerte sie verschmitzt und stellte sich fast wie sexy posierend an ein großes Fenster, wo sie von dem reflektierten Sonnenlicht einer hellen, hohen Außenmauer malerisch beleuchtet wurde. Genüsslich paffte sie ihre Zigarette – übrigens exakt die gleiche Marke Tabak-pur ohne Zusatzstoffe, wie ich sie seit vielen Jahren rauche. Auch wenn das Rauchen von Nikotin selbstverständlich generell ungesund ist, dachte ich immer, diese Tabak-pur-Marken wären erheblich weniger schädlich, weil das wirklich Üble an Standard-Zigaretten die unzähligen chemischen Zusatzstoffe sind, welche die Zigarettenindustrie in den Tabak mischen.

Wo ich diese schon vielfach gemachte Aussage gerade im Kopf hatte, fiel mir ein, dass ich das eigentlich noch nie exakt überprüft habe. Das holte ich jetzt am Laptop nach… und bekam von einer blitzschnell recherchierenden KI prompt eine kräftige, virtuelle Kopfnuss verpasst. Deren Recherche sagt nämlich ganz klar und eindeutig:

Ich habe mich hier jahrelang von einem weit verbreiteten Irrtum täuschen lassen. Auch sogenannte Tabak-pur-Zigaretten ohne Zusatzstoffe sind hochgradig gesundheitsschädlich. Der bei Weitem größte Schaden entsteht durch das Verbrennen des Tabaks selbst und die dabei freigesetzten Stoffe wie Teer und Kohlenmonoxid. Es gibt schlicht keine gesündere Zigarette.

Tja, verdammt, also muss ich hier offen zugeben, nur einen Mythos nachgeplappert zu haben, während die medizinischen Tatsachen ganz anders ausschauen. Gut zu wissen, auch wenn ich sicherlich nicht von heute auf morgen damit aufhören werde, weil ich schlicht und einfach gern rauche – aber ich rate trotzdem weiterhin besonders jungen Menschen eindringlich davon ab, mit dem Quatsch überhaupt erst anzufangen.

Gegen 17:30 Uhr machten sich Vicky, Britt, die vom Hafen zurückgekehrte Lena, Demo und ich endlich auf den Weg, um doch noch ein bisschen Beach-Feeling an dieser fantastischen Felsenküste zu genießen. Der Sonnenuntergang ist ja erst kurz vor 21:00 Uhr, also hatten wir noch gut drei Stunden Zeit, und bei immer noch 33 bis 34°C war der Weg hinab schweißtreibend genug. Umso herrlicher und erfrischender war es, wenig später jauchzend in das ungefähr 21°C kühle Meerwasser zu laufen und eine lustige Wasserschlacht zu veranstalten. freu

 

Es gibt weltweit ähnlich reizvolle, wildromantische Felsenküsten – man denke nur an die italienische Amalfi-Küste mit ihrem ganz speziellen, besonderen Zauber. Aber mir fiele jetzt auf Anhieb keine Region ein, die gleichzeitig auch noch so viele größere und kleinere, bezaubernd schöne Sandstrände bietet, umgeben von abenteuerlichen, fantasieanregenden Felsformationen, und das alles in den sogenannten „warmgemäßigten Subtropen“ bei einem so angenehmen Küstenklima. Mit über 300 Sonnentagen im Jahr gehört die Algarve zudem völlig zurecht zu den sonnenreichsten Gebieten Europas.

»Was denkst du schon wieder so angestrengt nach, Captain? Los, fang uns lieber ein, haha!« Stichelten erst Britt und Vicky aus dem Wasser heraus, und dann stimmte noch frecher und begeisterter auch Lena mit ein.

»Na gut, ihr habt es so gewollt, beschwert euch danach also bloß nicht, hehe!« Lachte ich laut mit und jagte, eher unmotiviert unterstützt von Demo, die entzückenden Meeresnixen durch die spritzende Brandung. Sie flüchteten natürlich alle drei nur zum Schein und ließen sich liebend gern einfangen, spielerisch untertauchen und an strategisch besonders empfindlichen Körperstellen kreischend kitzeln. Davon etwas außer Atem, stellten wir uns anschließend bis zu den Knien in die auslaufenden Wellen und ließen uns einfach von der warmen Sonne und dem Wind trocknen, was kaum zehn Minuten dauerte.

»Ach, echt herrlich hier.« Seufzte Vicky zufrieden, und dem konnten wir uns alle nur bedingungslos anschließen. Insbesondere für die Nordlichter Vicky, Britt, Lena und Demo, die selbst im Hochsommer in ihrer Heimat selten mehr als 25°C Lufttemperatur und Meerwasser deutlich unter 20°C gewohnt sind, ist das Algarve-Klima ein absoluter Traum.

Selbst an so heißen Tagen wie derzeit wird es durch die Nähe zum offenen Atlantik nie so brutal erschlagend heiß wie an den oft windstillen, überhitzten Küsten rund ums Mittelmeer. Und wie schon mehrfach beschrieben, kann man abends immer noch wunderbar ausgehen und nachts erholsam schlafen, ohne permanent ins Schwitzen zu geraten, wenn man keine Klimaanlage hat oder diese nicht auf Hochtouren drehen will.

Zurück in der Finca duschten wir uns im großen Gemeinschaftsbad den Sand und das Salzwasser von den Körpern, wonach Vicky wieder mal prompt nach bewährten Masseurdiensten meinerseits verlangte. Ich schrieb ja schon mal darüber, dass sie absolut darauf schwört, ihre Haut mit fetter Vollmilch zart, frisch und geschmeidig zu halten, und natürlich kam ich diesem optisch wie haptisch reizvollen Verlangen gern vergnügt nach.

Noch amüsanter wurde es, als Lena, Britt und die mit uns duschende Olga das Ganze ebenfalls spontan ausprobieren wollten. Demo half zwar gern mit, hat aber keinerlei Erfahrung mit Massagen allgemein und dem richtigen Einmassieren von Ölen oder jetzt eben Milch.

Wer hier im Blog schon länger mitliest, weiß dagegen, dass ich mich vor langer Zeit, noch als junger, unerfahrener Bursche, von einem japanischen Meister seines Fachs in traditionellen Massagen und speziell asiatischen, erotischen Entspannungsmassagen habe ausbilden lassen. Dieser alte Meister kannte tatsächlich jeden einzelnen Knochen, jede Muskelfaser und jedes sensible Nervenende im menschlichen Körper aufs Genaueste.

Ich werde mir gewiss nicht anmaßen, auch nur einen Teil seiner meisterhaften Fähigkeiten komplett erlernt zu haben, was bei seinen regulären Lehrlingen eine vieljährige, harte Ausbildung von meist über fünf Jahren erforderte. Aber so einige effektive Griffe und Tricks habe ich damals doch verinnerlicht, und das gefällt weiblichen Wesen im Allgemeinen sehr, sehr gut. zwinker

 

Das Ganze nicht nur zum puren Vergnügen, sondern wirklich ernsthaft und mit dem nötigen Druck zu machen, ist allerdings körperlich auch ganz schön anstrengend, weshalb ich die Durchführung zeitlich pro Schönheit strikt begrenzen musste. Natürlich drehten wir das Ganze im Bad schnell auf eine lustige Basis um; ich jammerte lautstark darüber, hier gnadenlos als billiger Massagesklave missbraucht zu werden. Die bezaubernd nackten Frechen taten dagegen absichtlich hochnäsig so, als wären sie altrömische Edeldamen der Oberschicht, die mit einem rechtlosen Sklaven tun können, was immer sie wollen. Das war ein verdammt lustiges Rollenspiel und verursachte mehrmals geradezu heftige Lachkrämpfe vor lauter Heiterkeit und Situationskomik, vor allem bei Lena und Olga, die sich kaum noch einkriegten.

Darüber immer noch scherzend und lachend versammelten wir uns etwas später frisch angezogen zum gemütlichen Abendessen mit Rodrigo sowie einem von ihm zum Dinner eingeladenen, kunstinteressierten Paar Anfang vierzig. Die beiden waren übrigens auch schon bei Vickys kürzlicher Live-Sexy-Art-Performance als Zuschauer anwesend. An ihren satirisch verfremdeten Kohlezeichnungen weltberühmter Persönlichkeiten hat das Paar zwar eher weniger Interesse, aber für eine demnächst geplante, exklusive Abendgesellschaft ihrer kunstaffinen Freunde, würden sie Vicky gern als Überraschung und sozusagen als Höhepunkt des Abends für eine ähnliche Live-Performance engagieren.

Die teils ziemlich intellektuellen Tischgespräche drehten sich während des Hauptganges noch um allgemeinere Themen, damit sich auch die in diesen Bereichen weniger gebildeten Lena, Britt und Demo ungezwungen daran beteiligen konnten. Lena verabschiedeten wir zu späterer Stunde, während Britt und Demo rüber ins TV-Zimmer gingen und dort irgendeine Serie streamten.

Rodrigo, Vicky, meine Wenigkeit und das geladene Gästepaar setzten sich schließlich mit einem hervorragenden, schweren Rotwein aus der Region im gemütlichen Patio der Pool-Terrasse zusammen. Wir sprachen ernsthaft durch, welche Art von künstlerischem Auftritt Vicky dort genau vorführen könnte. Das betraf logischerweise vor allem sie selbst und das Gästepaar, die sich über den Rahmen und die Details einig werden mussten, während Rodrigo und ich uns eher im Hintergrund hielten oder Ratschläge gaben.

Nach 23:30 Uhr ließen wir den ruhigen, gemütlichen Abend langsam ausklingen, die Gäste verabschiedeten sich, und auch wir gingen bald darauf nach drinnen. Vicky und ich erfreuten uns in unserem Zimmer noch an einem schönen, sehr sinnlichen und ausgedehnten Liebesspiel. Sauber geduscht, wohlig befriedigt und angenehm müde legten wir uns dann bei angenehmen 22 bis 23°C Raumtemperatur zum Pennen ins bequeme Bett und schlummerten schnell hinüber ins Reich der Träume. Und damit endete ein weiterer, wunderbar facettenreicher Tag an der Algarve…

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Algarve, Lagos, Finca- & Felsküsten Vibes und ein neuer Kunstinteressent

 

#26.07.04 – Algarve, Lagos, Finca- & Felsküsten Vibes und ein neuer Kunstinteressent

Wir sind immer noch zu Gast in Rodrigos wunderschöner Villa etwas südlich von Lagos – deutlich länger als ursprünglich geplant. Der Grund: Rodrigo hatte Vicky einen weiteren Kunstliebhaber unter seinen Freunden vermittelt, den wir gestern Abend im lebhaften Nightlife von Lagos kennengelernt hatten.

Lagos mag zwar nur eine kleine Küstenstadt sein, doch in der Hochsaison tobt hier das Nachtleben richtig. Die engen Gassen wimmeln von Menschen, die Bars und Restaurants sind bis in die frühen Morgenstunden gefüllt, und die Luft ist erfüllt von Musik, Lachen und dem Duft von gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten. Es war eine dieser Nächte, in denen man sich fragt, warum man jemals woanders sein möchte.

Nach der langen, ausgiebigen Nacht schliefen wir heute fast bis Mittag aus. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, und als wir endlich die Augen öffneten, empfing uns ein strahlend blauer Himmel und Temperaturen von bereits 34 °C. Der erste Weg führte uns zum hübschen Pool auf Rodrigos Grundstück, wo wir uns mit einem erfrischenden Bad von den letzten Resten der nächtlichen Exzesse befreiten. Das Wasser war kühl und einladend, und es war ein wahrer Genuss, die Hitze des Tages für einen Moment zu vergessen.

Rodrigo, sein neu aufgetauchter Freund und Kunstinteressent sowie natürlich auch ich genossen den Anblick – besonders, als Vicky und Britt selbstbewusst und völlig ungeniert im Pool plantschten. Die Wassertropfen glitzerten in der Sonne wie flüssige Diamanten auf ihrer Haut, und das Lachen der beiden hallte über das Grundstück. Lois, die uns in den letzten Tagen mit ihrer Lebensfreude bereichert hatte, war übrigens nicht mehr vor Ort. Sie war am Vortag zu einem Shooting und Model-Event nach Madrid aufgebrochen, und wir vermissten ihre fröhliche Art schon ein wenig.

 

Dann wurde auch schon das Mittagessen aufgetischt, und wir ließen uns gemütlich im kühlen Schatten der Terrasse nieder. Heute gab es ein wahrhaftes Festmahl, das uns sofort das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ. Als Vorspeise servierte Rodrigos Köchin einen würzigen Krabben-Cocktail in einer cremigen Sauce mit fruchtigen Stückchen. Der Geschmack war einfach himmlisch – frisch, aromatisch und perfekt abgestimmt.

Als Hauptgang folgte ein Teller mit gebratenen, saftigen Würsten vom Iberico-Schwein, die so zart waren, dass sie fast auf der Zunge zergingen. Dazu gab es goldbraun gebratene Süßkartoffeln, eine Fülle von knackigem Pfannengemüse und einen frischen, knusprigen gemischten Salat mit verschiedenen Blättern, Tomaten und Gurken. Dazu tranken wir einen exzellenten portugiesischen Wein, der perfekt zu den herzhaften Speisen passte.

Als Nachtisch gab es ein Erdbeer-Sorbet, das wie ein eiskalter Hauch von Winter auf der Zunge zerging, sowie eine Auswahl an geschmacksintensiven Käsesorten, begleitet von knusprigen Kräckern, süßen Weintrauben, saftigen Wassermelonenstücken und – natürlich – einem richtig guten Kaffee, der den Geschmack der Mahlzeit perfekt abrundete. Der Duft von frischem Obst und Kaffee vermischte sich mit der warmen Luft und schuf eine Atmosphäre, die zum Verweilen einlud.

Die Gespräche am Tisch waren lebhaft und intelligent, und wir plauderten über die unterschiedlichsten Themen – von Kunst über Reisen bis hin zu den aktuellen weltpolitischen Entwicklungen.

Nach dem Kaffee begann der ernsthafte Teil des Tages: die Verhandlungen zwischen Vicky und dem neuen Interessenten. Dieser hatte sich in der Zwischenzeit Vickys verfügbare Werke angeschaut, doch keines davon schien ihm so recht zuzusagen. Stattdessen äußerte er den Wunsch, ein großes Auftragswerk in den Maßen 3 x 2 Meter bei ihr in Auftrag zu geben, das sie innerhalb von etwa ein-zwei Wochen nach seinen Wünschen und Vorstellungen erschaffen könnte. Rodrigo bot ihr dazu großzügig einen Raum als Atelier in seiner Villa an – ein Angebot, das Vicky natürlich mit großer Freude annahm.

Mit dem Verkauf eines kleineren Werkes an den vorherigen Interessenten und dem neu in Auftrag gegebenen Bild wäre sie dann sogar in der Lage, mir sofort alles zurückzuzahlen, was ich für die Yacht vorgeschossen hatte. Rodrigo erwies sich damit einmal mehr als ein echter Glücksfall für sie. Normalerweise verkauft sie nur alle paar Monate eines ihrer Bilder – jetzt waren es innerhalb weniger Wochen gleich drei. Solche Gelegenheiten sind für jeden Künstler Gold wert, denn sie kommen nicht so häufig. Es ist wie mit den Wellen hier an der Algarve: Manchmal kommt eine besonders große, und man muss sie nutzen, bevor sie wieder verschwindet.

»Kommt ihr mit an einen romantischen Strand, oder müsst ihr erst noch arbeiten?« fragte Britt mit sichtlicher Vorfreude in der Stimme, als sie sich zu Vicky und mir umdrehte. Ihre Augen funkelten vorfreudig, und es war klar, dass sie den Tag nutzen wollte.

»Vielleicht später, Schatz. Ich will gleich mit dem Bild anfangen«, erwiderte Vicky und strich sich dabei ein paar vom Wind verwehte Haarsträhnen aus dem Gesicht. Ihre Finger zupften dabei nachdenklich an einer Strähne, als würde sie bereits die ersten Linien ihrer Zeichnung vor ihrem inneren Auge sehen.

»Yep, später. Ich muss erst dringend ein paar Online-Sachen am Laptop erledigen«, fügte ich hinzu und trank den letzten Schluck meines Kaffees aus. »Viel Spaß, und pass auf, dass sich Demo nicht in eine maurische Höhlenprinzessin verliebt«, schmunzelte ich, während ich mir eine neue Zigarette anzündete. Der Rauch stieg träge in die warme Luft auf, und für einen Moment war alles still.

»Wenn er so doof ist, sich lieber mit Geistern zu vergnügen, statt mit mir, hat er Pech gehabt, haha«, lachte Britt und begann gemeinsam mit Demo, einen Kühlrucksack mit Getränken, Bade- und Strandtüchern vorzubereiten. Die beiden scherzten dabei so locker miteinander, wie es bei uns bekanntlich Standard ist.

Ich blieb also zurück und widmete mich gut zwei Stunden lang verschiedenen Routineangelegenheiten – teils geschäftlich, teils privat. Mails beantworten, empfangene Dateien sichten und beurteilen, eine kurze Net-Recherche mit KI-Hilfe durchführen, Börsencharts technisch analysieren und Anlagen umdisponieren – das Übliche halt. Lästig im Vergleich mit dem schönen Leben, das ich führen darf, aber nun mal notwendig, damit ich mir dieses Leben überhaupt leisten kann. Die Arbeit erforderte disziplinierte Konzentration, aber die Aussicht auf den Nachmittag am Strand machte alles wieder gut.

Als ich fertig war und nach Vicky schaute, war diese gerade so im künstlerischen Flow, dass sie weiter an ihrer Kohlezeichnung arbeiten wollte. Ihr Blick war konzentriert, und es war klar, dass sie in ihrer eigenen Kunstwelt versunken war. Also machte ich mich allein mit einem Kühlrucksack voller Getränke, einer saftigen Wassermelone, Erfrischungsgetränken und einem Handtuch auf den Weg.

Da wir uns an dieser zerklüfteten Felsküste mit ihren unzähligen versteckten Plätzen ohne Absprachen nur schwer finden würden, sprachen wir uns über die Handys ab. Demo kletterte die Klippen hinauf zu einem leicht zu findenden Treffpunkt, von dem aus wir uns dann gemeinsam wieder auf den Weg zu ihrem versteckten Plätzchen machten.

Die beiden hatten sich typischerweise irgendwo in diesen fantastischen, malerischen und rauen Felsformationen ein Plätzchen gesucht, an dem sie zumindest zeitweise ungeniert nackt baden konnten, ohne mögliche verklemmte Blicke auf sich zu ziehen. Die Felsen hier sind wie aus einem Märchen – wild, zerklüftet und voller versteckter Buchten, in denen man sich wie in einer anderen Welt fühlt. Und wie es der Zufall so wollte, waren sie dabei auf eine ähnlich selbstbewusste, ungeniert nackige junge Schwedin getroffen – eine Begegnung, die Britt natürlich besonders freute, denn so konnte sie mal wieder in ihrer Muttersprache über all die Dinge schwatzen, über die Girls bekanntlich endlos palavern können.


 

»Männliche Unterstützung ist sehr willkommen. Lena ist ’ne ganz schön rollige Freche«, grinste Demo, als wir uns über einen der steilen Pfade und Felstreppen zu ihnen hinabarbeiteten. Sein Grinsen war breit, und es war klar, dass er die neue Bekanntschaft amüsant fand.

»Noch so eine? Oh je!« grinste ich in männlicher Komplizenschaft zurück, dachte aber, dass er wohl nur scherzhaft übertrieb. Doch dann zeigte sich, dass diese sehr hübsche, weißblond gefärbte Lena mit ihrer altmodischen Pony-Frisur tatsächlich mit etwas Vorsicht zu genießen war.

Mit der in Skandinavien so verbreiteten Selbstsicherheit von vielen Frauen allgemein, die sich ganz selbstverständlich die gleichen Rechte wie Jungs oder Männer herausnehmen, befand sie sich eindeutig in der abenteuerlustigen Sturm-und-Drang-Phase. Wild neugierig darauf, alle möglichen Abenteuer mit dem anderen Geschlecht zu erleben, benahm sie sich zwar leicht provokativ, aber auf eine durchaus nette, liebreizende Art. Es war diese Mischung aus unbekümmerter Jugendlichkeit und fraulicher Frechheit, die sie so sympathisch machte.

Schwer zu sagen, ob Lena volljährig ist, aber ich schätzte den schlanken Nackedei mit Model-Figur eher jünger ein. Sie verbringt ihre schwedischen Sommerferien bei guten Freunden der Familie in der Region. Das alte schwedisch-portugiesische Paar im Großeltern-Alter ist natürlich nicht in der Lage, mit einem vor Lebensenergie nur so sprühenden, abenteuerlustigen Frechdachs mitzuhalten. Deshalb war Lena oft allein oder mit jugendlichen Freunden an diesem riesigen Abenteuerspielplatz der Algarve-Felsküste unterwegs. Es war, als hätte sie eine neue Welt für sich entdeckt – und wir durften für einen Nachmittag Teil dieser Welt sein.

Vom Typ her ist sie eindeutig ein liebeswerter, netter Frechdachs, den man unvermeidlich auf Anhieb gernhaben muss. Und natürlich wusste sie auch längst ganz genau, wie sie mit ihrem jugendlichen Sexappeal Jungs und Männer zum Schwitzen bringen konnte. Dass sie mit Britt nun auch noch ein leibhaftiges, erfolgreiches schwedisches Model getroffen hatte, fand sie natürlich „voll cool“ und spannend. Die meisten hübschen – und sogar nicht so hübschen – Teengirls träumen ja von einem glanzvollen, aufregenden Leben als umschwärmte Model-Schönheit in Paris oder ähnlich glamourösen Metropolen. Und wer weiß – vielleicht würde Lena eines Tages genau das erreichen. Aber heute war sie einfach nur ein selbstbewusst vor Lebensenergie sprühendes Girl, das den Tag genießen wollte. Schmunzel

Was Attraktivität, Figur, fotogene Ausstrahlung und die Fähigkeit, locker zu posieren, anbetraf, wäre sie sogar als Model geeignet; mit unter 170 cm war sie allerdings für die meisten Model-Agenturen zu klein. Na egal – jedenfalls hatten wir drei eine Menge Spaß miteinander. Wir plantschten im herrlich erfrischenden Meer, erkundeten geheimnisvolle Felshöhlen und machten die typischen Strand- und Wasserspiele.

Für Schwedinnen und den finnischen Demo sind die von mir als erfrischend kühl empfundenen 21 °C Wassertemperaturen geradezu warm; aus ihrer Heimat sind sie deutlich kälteren Badevergnügen gewohnt. Die drei lachten über meine Bezeichnungen wie „kühl“, während sie sich wie Fische im Wasser fühlten. Zudem hatten wir derzeit besonders heiße Tagesphasen mit Nachmittagstemperaturen von über 35 °C in der kräftig herunterbrennenden Sonne Portugals.

Für helle, nordische Haut war das nur mit starken Sonnenschutzmitteln oder im Schatten auszuhalten, wenn sie keinen üblen Sonnenbrand riskieren wollten. Aus diesem Grund hatten Britt und Demo einen Platz gewählt, an dem es am Nachmittag viel Schatten gab und zudem wehte ein kräftigerer, frischer Wind mit bis zu 5 Beaufort aus Südost. Der rauschte romantisch in den zerklüfteten Felsformationen und sorgte für eine angenehme Abkühlung.

Kurz nach 17 Uhr schlachteten wir die von mir mitgebrachte Wassermelone, die im guten Kühlrucksack herrlich frisch-kühl geblieben war. Wie schon so oft beschrieben, ist für mich Wassermelone einfach die ideale Sommererfrischung – saftig-süß, durstlöschend und leicht sättigend, ohne dass das auf der Zunge zergehende Fruchtfleisch schwer im Magen liegt. Die ersten Bissen waren wie ein Fest und genau das Richtige nach einem anstrengenden Nachmittag in der Hitze.

»Ist das steil! Voll magisch!« riefen Britt und Lena entzückt aus, als wir eine im unteren Drittel vom Meer geflutete Höhle entdeckten und hineinschwammen. Durch das auf der Meeresoberfläche reflektierte Sonnenlicht am Eingang war das Innere erstaunlich hell erleuchtet, und durch die sich ständig verändernden Reflexionen des leuchtend blauen Wassers wirkte es tatsächlich magisch verzaubert. Es war, als beträte man eine andere Welt – eine Welt, in der das Licht mit dem Wasser tanzte und die Felsen wie von Zauberhand geformt schienen.

Über einen schmalen Felsengrat an der Rückwand der Höhle konnte man mit etwas Klettergeschick zu einem Absatz nahe dem blendend hellstrahlenden Eingang gelangen und aus knapp zwei Metern Höhe ins dort tiefere Wasser springen. Das begeisterte vor allem Lena, die geradezu vor Lebensfreude und Energie platzte. Sie ist eindeutig der sprichwörtliche Kumpel-Typ zum Pferdestehlen, der unbedingt jeden – auch gefährlicheren – Blödsinn mit- oder vormachen will. Ihr freudiges Lachen hallte durch die Höhle, und es war ansteckend.


 

Nur einmal wurden wir von anderen Badegästen in der Nähe gestört und zogen kurz unsere Badesachen über. Ansonsten konnten wir den ganzen Nachmittag in natürlicher Nacktheit genießen. Es war ein Gefühl von Freiheit, das man nur an solchen abgelegenen Orten erleben kann. Lena blieb lange bei uns, als wären wir schon länger eng befreundet, was uns natürlich nicht störte, denn sie war bei aller manchmal etwas überdreht wirkender Lebensfreude doch ein sehr sympathischer, netter Typ. Bevor sie sich verabschiedete, tauschten wir auch Kontaktdaten aus.

Wir boten dem Frechdachs nämlich an, mit in Rodrigos Villa zu kommen und mit uns zu Abend zu essen. Doch sie hatte den lieben Alten, bei denen sie hier lebte, versprochen, bis 20 Uhr zurück zu sein und mit ihnen zu essen. Das wollte Lena auch lieb einhalten und nicht egoistisch mit zu uns kommen, was sie fraglos lieber getan hätte. Es war schön zu sehen, wie sie trotz ihrer freien Art auch Empathie für ihre gastfamilie zeigte. Wir verabredeten uns, morgen zu telefonieren und vielleicht gemeinsam etwas zu unternehmen oder auch mal miteinander auszugehen.

»Cool … ich freu mich schon …« verabschiedeten wir uns gegen 19:45 Uhr voneinander, wobei der Frechdachs es typischerweise nicht unterlassen konnte, ihre entzückenden Formen bei den Abschieds-Küsschen-Umarmungen leicht provokant an mir zu reiben. Klassisch abenteuerlustiges Teen-Girl halt – oder vielleicht doch schon erwachsene Frau, denn sie behauptete, bereits volljährig zu sein. Darauf gab ich natürlich nicht viel, denn in diesem Alter schwindeln junge Menschen gern mit dem Alter. Es war eine dieser Lockerheiten junger Menschen, die zeigen, dass das Leben manchmal einfach zu schön ist, um es immer ernst zu nehmen. schmunzel

Zurück in Rodrigos Finca spülten wir uns Sand, Salz und Schweiß ab, zogen uns locker-elegant für den Abend um, wobei Britt mal wieder alle ausstach. Professionell geschminkt und gestylt, in einem dünnen, schwarzen Rock über Sandalen, mit einem sehr raffinierten schwarzen Oberteil, das an den Seiten und im Rücken teilweise durchsichtig war, sah sie einfach umwerfend schön aus. Es war, als hätte sie sich extra für diesen Abend in Szene gesetzt – und das hatte sie natürlich auch.

»WOW! Vicky, du wirst ganz klar die Schönste des Abends sein!« lobte Vicky anerkennend, bevor Rodrigo und ich unsere bewundernden, männlich-galanten Komplimente dazugeben konnten. Die Rolle der kühlen nordischen Femme fatale mit heißem Blut und Sexappeal passt perfekt zu ihr, und sie spielte sie mit viel Vergnügen. Natürlich würde sie die Blicke der Männer magisch anziehen – und auch einige neidige weibliche.

 

Wir waren von Rodrigo in eine Art exklusiven Country-Club mit erstklassiger Restauration eingeladen, in dem sich die hiesige und urlaubende Oberschicht traf. Der Club lag etwas abseits der Touristenpfade und bot eine Atmosphäre von exklusiver Gelassenheit. Gleichzeitig war es eine prima Gelegenheit für Vicky, ihre eigene, spezielle Kunst vorzustellen und bekannt zu machen. Die Gäste waren eine Mischung aus Einheimischen und Urlaubern, alle mit einem Hang zu den schönen Dingen des Lebens. Von den typischerweise viel Wert auf Diskretion legenden Leuten, durfte ich typischerweise keine Fotos schießen; Reiche bleiben halt gern anononym.

Dazu gab es nach 23 Uhr noch eine ihrer futuristischen, sehr sexy Life-Performances, wie ich sie in einem früheren Blog schon einmal ein bisschen beschrieben habe. Im Hintergrund wurde die HD-Projektion einer futuristischen Sci-Fi-Stadtkulisse auf eine große Leinwand projiziert. Davor agierte Vicky topless in einem megakurzem, silbernem Minirock, mit ein paar futuristisch wirkenden Fantasie-Applikationen und so etwas wie einem silbernen Roboterhund, mit dem sie in der Art eines Bauchredners mit seiner Puppe interagierte. Es war eine Performance, die alle Blicke auf sich zog – und das nicht nur wegen der optischen Reize.

Rein optisch war das fraglos ein sehenswertes Schauspiel mit „Männer-Kopfkino“-auslösendem Sexappeal. Künstlerisch … nun ja, würde es wohl eher keine Preise gewinnen, aber ich verstehe nichts von moderner Kunst und habe bekanntlich mit dieser Art von Darbietungen wenig am Hut. Das sollen andere bewerten. Für mich zählt vor allem, dass Vicky Spaß daran hatte – und das hatte sie mit ihrer ohnehin stark ausgeprägten, exhibitionistischen Ader sicht- und spürbar.

Jedenfalls erfüllte es fraglos seinen Zweck, nämlich Aufmerksamkeit zu erregen – und das nicht nur bei den Männern. Fast alle der knapp zwei Dutzend Anwesenden waren Ehepaare der wohl situierten Oberschicht, die meisten im gesetzteren Alter. Und Vickys futuristische Interpretation von sexy-amüsant-ironischen Bauchredner-Interaktionen war durchaus unterhaltsam und gut gemacht. Es gab mehrmals reflexartiges Lachen im Publikum, und am Ende nicht nur höflichen, sondern anerkennenden bis leicht begeisterten Applaus. Vermutlich auch, weil es quasi etwas Neues, Ungewöhnliches war, wofür sich kunstaffine Menschen ja meist interessieren – und ihre Darbietung kam gut an.

Alles in allem würde ich aus meiner subjektiven Sicht dazu sagen: Es ist auf jeden Fall interessanter und geschmackvoller als der Besuch einer Table-Dance-Bar, um dort irgendwelchen Strip- und Nackttänzerinnen zuzuschauen. Letzteres gehört für mich in die Kategorie primitiver Vermarktung weiblicher Nacktheit für Proleten – dem konnte ich noch nie etwas abgewinnen. Kunst sollte etwas mehr sein als nur bloße Darstellung von Sexappeal – und Vicky verstand es gut, diese Grenze zu beachten.

Es war eine interessante Abendgesellschaft mit exzellentem Essen und Weinen, vielen neuen Bekanntschaften und – und für Vicky – dem Versprechen auf weitere Kunsterfolge. Die Atmosphäre war entspannt, und die Gespräche flossen wie der Wein. Zwei oder drei der Anwesenden zeigten tatsächlich gesteigertes Interesse an ihren Werken. Womöglich könnte sie also noch mehr Bilder verkaufen oder einige Kunstmäzene würden sie gut für die Aufführung weiterer Life-Performances bezahlen. Es war schön zu sehen, wie Vicky in ihrem Element war – selbstbewusst, charmant und voller Ideen.


 

All das gehört zum Handwerk der Selbst-Promotion. Denn selbst der beste Künstler hat nichts davon, wenn ihn niemand kennt und er nichts verkaufen kann. Gerade heutzutage, wo sich Abermillionen für Künstler halten und verzweifelt darum kämpfen, überhaupt wahrgenommen zu werden, muss man dieses Spiel gut beherrschen und verstehen, wie der elitäre Kunstmarkt wirklich funktioniert.

Es ist ein hartes Geschäft in der kapitalistischen Welt, und Vicky hatte gelernt, es mit Anmut und Charme zu meistern. Die meisten erfolgreichen, modernen Künstler sind keineswegs allein deshalb erfolgreich, weil ihre Werke qualitativ herausragen. Häufig ist es eher der Zufall der Entdeckung durch einflussreiche Promoter, Mäzene und Förderer, der eine Mode unter den finanzkräftigen Sammlern auslöst – und plötzlich werden die Werke eines bestimmten Künstlers zu hohen Preisen gehandelt. Vicky hatte das Glück, genau diese Art von Förderern in Rodrigo und seinem Kreis gefunden zu haben.

Erst nach 02 Uhr kamen wir gut gelaunt zurück in Rodrigos Finca, wo wir uns dann alle gleich schlaffertig machten und wohlig müde in die Betten krochen. Typisch für das atlantische Klima der Algarve hatten wir bis dahin angenehme Nachtluft von noch etwa 23–24 °C, die kühlend und nach subtropischen Pflanzen plus salziger Seeluft duftend durch die weit geöffneten Fenster hereinströmte – als wolle die Natur selbst uns eine Gute-Nacht mit erholsamem Schlaf ohne Schwitzen wünschen.

Kaum im Bett, nur nachlässig dünne Laken über die nackten Körper gezogen, schlummerten wir auch schon aneinander gekuschelt mit einem Lächeln auf den Lippen ein. Wieder mal einer dieser gelungenen Tage und Nächte, an denen man sich fragt, warum man nicht immer so zufrieden sein kann. Und die Antwort war einfach: Weil wir genau hier und jetzt waren – an der Algarve, mit guten Freunden, gutem Essen und der Gewissheit, dass das Leben schön ist.

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