Wien, Annas Chance, japanische Ramen und das süße Leben im Club

 

#26.01.26- Wien, Annas Chance, japanische Ramen und das süße Leben im Club

Eine gute Woche hatte ich wieder so viel um die Ohren, dass ich schlichtweg gar nicht zum Schreiben kam. Die Zeit verflog zwischen geschäftlichen Verpflichtungen und den kleinen privaten Entwicklungen hier im Club. Deshalb fasse ich heute erst einmal zusammen, wie es mit Anna nach jener Nacht weiterging. Am nächsten Morgen frühstückten wir in aller Ruhe gemeinsam in der Suite, und nach ein wenig verlegenem Herumdrucksen gab sie schließlich offen zu, dass sie im Notfall natürlich auch bei anderen Freunden, wie etwa bei Lisa, hätte unterkommen können.

Doch beim ausführlichen Herumführen durch das Hausmädchen Leni am Tag zuvor hatte diese ihr erzählt, dass sie selbst ein Zimmer direkt im Club bewohne und somit am Arbeitsplatz lebe, was ihr ausgesprochen gut gefalle. Die Zimmer der im Club wohnenden Angestellten sind zwar ehemaligen, inzwischen jedoch modernisierte Dienstboten-Zimmer aus der alten k.u.k. Zeit – also naturgemäß ziemlich klein und kompakt –, aber sie sind hübsch, hell und gemütlich eingerichtet. Ein wesentlicher Bonus ist zudem, dass diese Mitarbeiter in ihrer Freizeit sämtliche luxuriösen Einrichtungen des Clubs privat nutzen dürfen. Sie müssen lediglich darauf achten, die Club-Mitglieder und sonstige Gäste dabei nicht zu stören oder ihnen den Platz wegzunehmen.

Einfache Mitarbeiter wie Hausmädchen und Angestellte in ähnlichen Positionen werden zwar nicht üppig, aber doch anständig bezahlt. Sie erhalten überdurchschnittliche Sozialleistungen, werden stets mit Respekt behandelt und können den exklusiven Club-Luxus in vollen Zügen genießen. Nicht selten bekommen sie zudem häufig dicke Trinkgelder von den zufriedenen Gästen und Mitgliedern zugesteckt.

Für Anna, die mir seufzend erklärte, dass sie ihren diversen Aushilfsjobs an teils weit entfernten Orten dieser Millionenstadt mittlerweile völlig überdrüssig sei, hörte sich das wie ein Traumjob an. Zudem besitzt sie momentan ja keine eigene Bleibe zum Wohnen. Die häufigen Streitereien in der Wohnung ihrer Freundin und deren Partner in dem winzigen 22-qm-Appartement, wo sie untergekrochen war, nachdem sie ihre eigene kleine Ein-Zimmer-Wohnung aufgeben musste, zehren sichtlich an ihren Nerven.

 

Also hegte sie die Hoffnung, vielleicht eine ähnliche Stelle wie Leni oder eine Position als GC-Model zu ergattern, und war deshalb in jener Nacht direkt zu mir gekommen. Nebenbei bemerkt wäre sie in ihrem weiblichen Pragmatismus wahrscheinlich sogar bereit gewesen, für diese Chance mit mir ins Bett zu gehen, um mich auf typisch weibliche Art dazu zu bewegen, ihr diesen Wunsch zu erfüllen.

Das ist alles sehr menschlich und verständlich, und ich hatte mir so etwas in der Art schon gedacht. Aus meiner Sicht sprach nichts dagegen, Anna zu unterstützen, da ich sie definitiv für sehr geeignet hielt. Jedoch ist im Club derzeit leider keine weitere feste Stelle und auch kein Personalzimmer frei. Nach einer kurzen Absprache mit dem hiesigen Club-Manager Adrian trafen wir daher zunächst folgende Vereinbarung: Anna darf vorerst in dem freien Gästezimmer direkt neben meiner Suite wohnen bleiben. Sie hilft im Club im Rahmen eines unbezahlten Praktikums ohne festen Vertrag mit, wobei die liebe Leni sich fürsorglich darum kümmert, dass Anna lernt und versteht, wie die Abläufe hier im Detail funktionieren.

Außerdem kann Anna, genau wie Leni es gelegentlich macht, den Hobbyfotografen unter den Club-Mitgliedern und natürlich auch mir als Model posieren. Dafür erhält sie faire Gagen und oft sehr gute Trinkgelder, was ihr insgesamt über einen typischen Monat gerechnet wahrscheinlich sogar mehr einbringen wird, als sie mit all ihren stressigen Nebenjobs zuvor verdient hat. Die Kunstschule kann, will und soll sie selbstverständlich auch weiterhin so oft wie möglich besuchen. Wenn sie sich gut anstellt und ihr die Arbeit selbst gefällt, kann sie, sobald eine offizielle Stelle und ein Zimmer im Club frei werden, diese mit einem festen Angestelltenvertrag übernehmen. smile

Heute, genau eine Woche später, hat sich Anna bereits wunderbar eingelebt. Sie ist fleißig, lernt schnell und bezaubert mit ihrem natürlichen Liebreiz eigentlich jeden, der mit ihr zu tun hat. Sie wirkt sichtlich zufrieden, geradezu glücklich über die neue Stabilität in ihrem Leben. Mir gegenüber zeigt sie sich fast schon peinlich bezaubernd dankbar und…, nun ja, sie scheint hoffnungsvoll nur darauf zu warten, dass ich sie endlich auch als Geliebte in mein Bett lasse. Das entspringt sicher nicht nur aus weiblich-raffinierten, pragmatisch-berechnenden Überlegungen, sondern schlicht auch daher, weil sie mich ehrlich mag, tief dankbar ist und sich ganz natürlich nach liebevoller Zuwendung und Geborgenheit sehnt.

Diese menschlich-weibliche Reaktion ist immer eine gewisse »Gefahr«, wenn man als Gentleman meiner Art so nett, freundlich und helfend auftritt, wie ich es gewöhnlich tue. Gerade bei noch so jungen Frauen, die zuvor ein hartes Schicksal oder ein unstetes Leben meistern mussten, entwickeln sich solche Gefühle schnell. An sich spräche auch gar nichts gegen eine Affäre. Anna ist erwachsen, wünscht sich offensichtlich, dass es dazu kommt, und wir verstehen uns prächtig mit starken Sympathien füreinander.

Dennoch zögerte ich bisher ein wenig, unter anderem auch deshalb, weil ich ja nur zeitlich befristet in Wien weile. Wenn ich weiterreise, müsste sich Anna erneut einen Liebsten für die menschliche, zärtliche und intime Nähe suchen, nach der sie sich sehnt. Außerdem beteuert sie zwar ständig, dass sie mein polyamouröser Lebenswandel nicht stören würde, doch ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob sie emotional wirklich damit klarkommen würde. Nun gut, schauen wir einfach mal, wie sich die Dinge zwischen uns entwickeln.

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Heute hatte ich zusammen mit Adrian einige wichtige Termine bei verschiedenen österreichischen Behörden. Die Angelegenheiten gingen mich eigentlich direkt nichts an, da dies die Aufgabe von Adrian oder der Club-Leitung ist. Doch als ehemaliger Gründer, geschäftsführender Gesellschafter und einstiger Big-Boss des GC verfüge ich doch über deutlich mehr internationale Beziehungen und eine andere Autorität als er, weshalb ich mich gern dazu bereit erklärte, unterstützend mitzuwirken.


 

Zunächst führte uns der Weg zum Bundesamtsgebäude in der Radetzkystraße, danach direkt zum Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz; jesses, was für eine gewaltige Bezeichnung für ein Amt am Stubenring 1. Wie so häufig bei Gesprächen mit Behördenvertretern überall auf der Welt, ging es teils etwas zäh und langatmig voran. Doch am Ende verbuchten wir durchaus positive Aussichten, ganz so wie von uns gewünscht, wenn auch vielleicht mit dem einen oder anderen kleinen, notwendigen Kompromiss.

Der Vormittag war sonnig und klar, mit Temperaturen bis knapp 7 °C – für Januar fast schon mild. Die Radetzkystraße und der Stubenring lagen in goldenem Winterlicht da; die Fassaden der alten Ringstraßenbauten strahlten warm, der Verkehr summte gedämpft, und der Duft von frischem Kaffee und frisch gebackenem Brot aus den umliegenden Cafés mischte sich mit der kühlen, klaren Luft. Die wenigen Passanten hatten den Mantelkragen hochgeschlagen, doch man sah Freude über den Sonnenschein auf den Gesichtern – ein Moment, in dem Wien seine ganze melancholisch-elegante Schönheit zeigt. Die letzten Tage war es doch meist eher trüb und düster gewesen.

Zum Mittagessen traf ich mich danach mit meinem japanischen Geschäftsfreund, GC-Member, Investor und Mitgesellschafter Noboyuki im erstklassigen Mr. Du Ramen & Bar in der Biberstraße 4. Wie der Name schon sagt, ist es ein klassisch-japanisches Ramen-Restaurant. Es ist derart exzellent, dass selbst weitgereiste Japan-Kenner mit viel Erfahrung bei originalen Speisen nicht selten begeistert äußern: »Das ist einfach das beste Ramen, das ich jemals gegessen habe!« Der Service und die Qualität der Speisen sind dort wirklich großartig.

 

Bei weit über 600 Rezensionen schafft es der Wirt, einen außergewöhnlich hohen Bewertungsschnitt von 4,8 Sternen auf Google zu halten, und das alles bei sehr fairen Preisen. Bereits für etwa 20 bis 30 Euro, inklusive eines Getränks, kann man dort köstlich schlemmen und wird ordentlich satt. Sonntag ist Ruhetag, ansonsten hat das Lokal täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet, an Samstagen ab 12 Uhr. Noboyuki, der mir das Restaurant ursprünglich empfohlen und heute gezeigt hat, und ich waren hochzufrieden mit allem, was wir dort verzehrten. Definitiv eine sehr empfehlenswerte Adresse für alle, die asiatische und speziell die japanische Ramen-Küche lieben!

Sein Chauffeur brachte uns im Anschluss zurück zum Club, wo wir in der entspannten Atmosphäre meiner Suite noch einige geschäftliche Details und sonstige Angelegenheiten besprachen. Mr. Dus Lokal ist zwar praktisch-elegant und gemütlich, aber für meinen Geschmack zu eng, um Dinge zu diskutieren, die Fremde am Nachbartisch absolut nichts angehen.

Bezaubernd hübsch und liebreizend wie immer, versorgte uns unser Frechdachs-Hausmädchen Leni mit erstklassigem Kaffee und köstlichen Tortenstücken von unserem Küchenzauberer Thomas. Ich bin bekanntlich nicht ganz so für Süßkram zu haben, aber Thomas’ Kreationen sind wirklich ein nahezu unwiderstehlicher Genuss, also nahm auch ich heute ein bisschen von dem süßen Glück.


 

»Schön, dass Sie uns mal wieder im Club besuchen, Herr Noboyuki! Sie kommen in letzter Zeit leider viel zu selten zu uns.« zwinkerte Leni dem Japaner charmant zu, den sie offensichtlich mag.

»Ach, weißt du, Leni, die Geschäfte, immer nur die Geschäfte, was soll ich machen? Und wie oft muss ich dir eigentlich noch sagen, dass du mich einfach ganz unkompliziert Nobu nennen kannst?!« zwinkerte der Japaner gut gelaunt zurück. Wer Leni nicht mag – sie ist sehr hübsch, fleißig, lieb, immer freundlich und zudem clever sowie gut ausgebildet –, der muss schon eine sehr komische Type sein. Und Nobu ist gewiss keine »komische Type«, sondern genießt als Mann natürlich die Gegenwart solch liebreizender, junger Frauen wie Leni. In seinem Landhaus, einer wirklich beeindruckenden Villa tief im Wienerwald, wo er sich meistens aufhält, hat er nicht selten entzückende japanische oder auch westliche Models als Geliebte zu Gast.

»Weiß ich doch, Herr…, äh, Nobu, hihi, aber schade finde ich es trotzdem.« flirtete Leni ein bisschen weiter mit ihm… und nicht zuletzt auch ein wenig mit mir. Mir war nämlich schon aufgefallen, dass fast ausschließlich sie mich bedient, wenn ich beispielsweise beim Butler-Zimmerservice etwas in die Suite bestelle. Normalerweise müsste sich das Personal im Schichtdienst öfter abwechseln, also tauscht Leni wohl regelmäßig mit ihren Kolleginnen, wenn es darum geht, mir etwas zu servieren, die Vorräte in der Suite aufzufüllen oder die Wäsche zu wechseln. schmunzel

»Du schmeichelst mir sehr, Leni.« lächelte Nobu freundlich. »Du bist eben ein süßer, lieber Frechdachs, genau wie Steve Girls wie dich so gerne nennt.«

»Ach was, Sie sind bei allen hier im Team sehr beliebt, ein netter, immer großzügiger Mann, der uns stets freundlich behandelt.« tat Leni das Kompliment fast wegwerfend ab, doch ihre Augen funkelten dabei frech. Die Blicke, die sie ihm und mir abwechselnd zuwarf, waren praktisch eine direkte, spielerische Aufforderung, sie nicht nur als fleißige Bedienstete, sondern auch als ein sehr hübsches und abenteuerlustiges weibliches Wesen wahrzunehmen.

»Wenn du jetzt noch weiter so intensiv mit Nobu flirtest, wird der Arme total verwirrt und vergisst am Ende noch ganz, was er eigentlich Wichtiges mit mir besprechen wollte.« schmunzelte ich amüsiert über die Szene. Ach ja, freche – aber nie unverschämte –, sondern einfach nur nette, kluge und liebevolle junge Frauen sind herzerfrischend. Wie sollte man sie nicht automatisch gernhaben?

»Och, bitte vielmals um Entschuldigung, ich wollte hier wirklich niemanden verwirren…« zwinkerte sie uns auf dem direkten Weg zur Tür noch einmal zu, was natürlich glatt gelogen war, denn genau das war ihre verspielt weibliche Absicht gewesen.

»Danke vielmals fürs Verwirren, hoho!« rief ihr Nobu noch glucksend nach. Wir Männer grinsten uns daraufhin komplizenhaft vergnügt an, als Leni die Suite verlassen hatte, und er meinte genauso wohlwollend erfreut wie ich: »Sie ist wirklich ein echter Schatz.«

»Oh ja, solch bezaubernd lieb-freche junge Frauen sind ein echtes Geschenk, für das man jeden Tag dankbar sein sollte!« stimmte ich ihm aus vollem Herzen zu.

Dann konzentrierten wir uns wieder voll auf die geschäftlichen Angelegenheiten, die wir noch zu klären hatten. Dazu tranken wir den erstklassigen Kaffee, probierten weiter von der köstlichen Torte, und da unsere persönlichen Vorlieben dem Personal selbstverständlich bestens bekannt sind, gab es zusätzlich eher salzig-würziges japanisches Reisgebäck zum Knabbern. Aber nicht dieses heutzutage leider weit verbreitete, lasche und künstlich glasierte Zeug, sondern Original-Qualität echter, in Japan fast schon vergessener Handwerkskunst, mit einem unvergleichlich intensiven und natürlichen Geschmack. Ich liebe dieses Zeug einfach! Nobu bringt es glücklicherweise immer aus irgendeiner ganz kleinen Manufaktur in der tiefen japanischen Provinz mit nach Wien.

Knapp zwei Stunden später waren wir mit den Themen fertig und plauderten noch ein wenig privat über dies und das. Da verkündeten typische, leise Geräusche aus dem an die Suite angrenzenden Gästezimmer, dass Anna in ihre vorläufige Unterkunft zurückgekehrt war. Das passte gut, denn ich wollte die beiden sowieso miteinander bekannt machen. Ein freundlicher, stets hilfsbereiter Gentleman wie Nobu, der zudem Club-Mitglied, Investor und Teilhaber ist, könnte Anna fraglos ein netter, holfreicher Freund sein, wenn ich Wien wieder verlassen muss. Und er wird sie sicherlich genauso bezaubernd fotogen und nett finden wie ich. Auch Nobu fotografiert in seiner Freizeit leidenschaftlich gern und zudem richtig gut, er könnte also in Zukunft ebenfalls Shootings mit ihr machen.

 

Ich erklärte ihm kurz in ein paar Sätzen, was es mit Anna auf sich hat, bat ihn, einen Moment zu warten, und ging zur Verbindungstüre. Ich klopfte kurz an, Anna rief sofort »herein!« und ich ging hinüber zu ihr. Sie hatte es sich bereits bequem gemacht und lag in einem sexy-dünnen Trägerhemd halb sitzend am Kopfteil des Bettes.

»Hallo Anna, machst du gerade Pause oder ist für heute Schluss?« lächelte ich sie an und ließ meine Männeraugen dabei genüsslich über ihre zarten Reize junger Weiblichkeit wandern.

»Hallo Steve. Pause…, denke ich zumindest. Leni sagte mir vorhin, ihr habt eine wichtige geschäftliche Besprechung, da wollte ich euch auf keinen Fall stören.« antwortete sie, wie meistens eher nachdenklich und mit einem bisschen jener melancholisch wirkenden Freundlichkeit, die ihr eigen ist.

»Ganz richtig, aber wir sind jetzt fertig, und ich wollte dich gern mit Nobu bekannt machen, wenn es dir gerade recht ist.« erklärte ich ihr kurz, wer er ist und weshalb mir das Treffen wichtig war.

»Ist gut, ich komme gleich zu euch rüber.« meinte Anna und wollte sich verständlicherweise noch etwas überziehen. Ich ging zurück zu Nobu, und es dauerte keine zwei Minuten, da erschien sie auch schon in der Suite. In einem hautengen, rötlich bunt bedruckten Designer-Pulli und hellen Hosen sah sie mit ihren zart gebauten 161 cm wie immer entzückend  fotogen aus.

 

Ihr schönes, rundes Gesicht mit der süßen Nase war maximal sehr dezent geschminkt, wenn überhaupt, mit nur ein wenig Lipgloss auf den Lippen, und ihre seidigen braunen Haare hatte sie wohl noch schnell gebürstet. Als einzigen Schmuck trug sie ihre vertrauten Ringe an den Fingern sowie eines dieser altmodisch wirkenden, ihr aber gut stehenden, engen und breiten Halsbänder aus…, keine Ahnung, Bambusröhrchen oder so etwas Ähnlichem. Anna hat eben ihren ganz eigenen, individuellen Geschmack und mag es sehr, sich romantisch-altmodisch herzurichten.

Wie ich bereits vermutet hatte, verstanden sich die beiden auf Anhieb recht gut, mit deutlich aufkeimenden Sympathien füreinander, was mich sehr freute. Wir plauderten noch etwa eine halbe Stunde zu dritt, dann setzte ich mich an den Laptop und arbeitete bis zum Abendessen in gemütlicher Runde online. Die Qualität und der Service befinden sich hier im Club auf dem Niveau eines echten Top-Gourmet-Restaurants, vor allem dank unseres Küchenzauberers Thomas und der generell sehr sorgfältigen Ausbildung des Personals.

Bei praktisch nur sehr verwöhnten Upperclass-Membern und anspruchsvollen Gästen kann das auch gar nicht anders sein, sonst wären diese nicht so dauerhaft zufrieden. Viele vergleichen alles hier mit exklusiven Grand-Hotels, nur eben in einem viel ruhigeren, kleineren und charmanten Rahmen mit fast schon familiärem Feeling, ähnlich wie in einer exklusiven Pension mit Familienanschluss. Man kann sich in den Suiten vollumfänglich vom Butler-Service umsorgen lassen oder den gemeinschaftlich genutzten, eleganten Speiseraum aufsuchen; ganz nach Lust, Laune, individuellem Bedürfnis oder Anlass.

Manche Gäste leben in ihren Suiten wie in einer luxuriösen Ferienwohnung völlig separiert und bekommen vom eigentlichen Club-Betrieb kaum etwas mit. Andere gesellen sich gern dazu, lieben aber dennoch die relative Ruhe im Vergleich zu einem großen Hotelbetrieb, und manche wollen ständig zum Ausgehen in die Stadt. Es hängt ganz von der jeweiligen Persönlichkeit ab, ob sie nun geschäftlich, rein privat oder aus gemischten Gründen in Wien sind.

Nach den leiblichen Genüssen – ich hatte mich heute beim Essen sehr zurückgehalten – powerte ich mich noch ordentlich im Fitnessraum aus und schwamm im Anschluss etliche Runden im Pool. Inzwischen habe ich schon wieder auf über 94 kg Körpergewicht zugelegt und will möglichst bald wieder unter die 92-kg-Marke kommen. Danach entspannte ich ausgiebig im Wellness- und Spa-Bereich und gönnte mir eine wirklich gute Massage, bei der ich mich nach klassischer Thai-Art ordentlich durchkneten ließ.

Nach 22 Uhr zog ich mich schließlich in meine große Suite zurück und schaute auch wieder nach Anna, die ich zuletzt unten noch angeregt mit Leni hatte tuscheln sehen. Ganz gemütlich schauten wir uns in der Suite noch einen eigentlich ziemlich dämlichen Film an, und die zart gebaute Hübsche kuschelte sich dabei ein bisschen an mich. Das war nicht im Sinne von aufreizender Intimität zwischen Frau und Mann gemeint, sondern sie suchte einfach nur ein wenig menschliche Nähe und Wärme. Kurz nach Mitternacht machten wir uns dann beide bettfertig.

Annas zarte Verführungskunst im Bad… sind nicht für den öffentlichen Blog geeignet und sind daher nur im geschlossenen Bereich zu lesen …und ist das nicht mehr als genug?! zwinker

 


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Wien, Schönbrunn, freche Girls, Auto, Club, Braurereischänke und Whisky-Bar: Ein Tag voller Erlebnisse und Gentleman-Agreements

 

#26.01.19 – Wien, Schönbrunn, freche Girls, Auto, Club, Braurereischänke und Whisky-Bar: Ein Tag voller Erlebnisse und Gentleman-Agreements

Während des sonnigen Vormittags arbeitete ich konzentriert online und telefonierte noch einmal ausführlich mit Bruno wegen eines wichtigen Details unserer Absprachen. In einer kurzen Pause fiel mir mein gestriges Kopfzerbrechen darüber ein, warum mir Isabelle bloß so unglaublich bekannt vorgekommen war. Eine gezielte Nachfrage klärte das Rätsel dann schnell und auf verblüffende Weise auf: Isabelle ist doch tatsächlich eine anscheinend uneheliche „Neben“-Tochter einer vor allem in Frankreich bekannten und gefeierten Schauspielerin – und sie ist dieser so verdammt ähnlich, wie man es sonst nur von einer Zwillingsschwester erwarten würde.

Da ich in der Vergangenheit etliche Filme mit der Mutter gesehen und sie als Künstlerin immer bezaubernd gut gefunden hatte, triggerte der bloße Anblick von Isabelle offensichtlich alte Erinnerungen in mir. Diese passten jedoch logisch nicht zusammen, weil die Mutter heute ja unmöglich so jung aussehen konnte, wie ich sie aus den Klassikern kannte. Also gerieten wohl mein Logiksektor im Hirn mit den erinnernden Wiedererkennungssektoren in einen handfesten Konflikt, und es wollte mir partout nicht einfallen. schmunzel

Nach einem geschäftlichen Mittagessen im Club, bei dem ich mich mit zwei Wiener Geschäftsleuten in angenehmer Atmosphäre austauschte, fuhr ich kurz vor 14 Uhr wieder zum Schlosspark Schönbrunn, um im Café Gloriette Anna abzuholen. Mein Ziel war es, mit ihr heute die ersten Probeaufnahmen direkt im Club zu machen. Wenn man in den weitläufigen Schlosspark oder zu den dortigen Cafés will, kann man natürlich nicht direkt mit dem Wagen hineinfahren, sondern muss außerhalb einen Parkplatz suchen.

Hier ein paar Beispiele und Empfehlungen für euch:

Es gibt einen Parkplatz im Freien sowie die Garage Schlossallee Schönbrunn, die sich quasi direkt neben dem Haupteingang befindet. Dort existieren zwar auch SMATRICS-50-kW-Ladestationen für EVs, die jedoch nicht empfehlenswert sind: Fast nichts funktioniert dort richtig oder auch nur ansatzweise einfach. Es kommt vor, dass sie zunächst elektronisch abkassieren, doch dann schlicht keine Ladeverbindung herstellbar ist – ärgerlich und frustrierend!

Ich empfehle stattdessen die Garage Schlossallee Schönbrunn in der Linzer Str. 3a. Sie liegt etwa knapp 700 m nördlich des Schlosspark-Haupteingangs, was einem gemütlichen Fußweg von etwa 5–10 Minuten entspricht. Soweit ich weiß, gibt es dort nur einige wenige 22-kW-Typ-2-Ladestationen, aber ich musste heute ohnehin nicht laden. Die Parkplatzgebühren liegen bei Stadttypischen 3,90 € pro Stunde mit einem Tagesmaximum von 35 €. Wer nicht mit dem eigenen Wagen in der Stadt unterwegs ist, dem sei ohnehin ein Taxi oder die preiswerte U-Bahn zur Haltestelle Schönbrunn empfohlen.

Übrigens: Der Schlosspark Schönbrunn, also der große Park und die meisten Gärten, ist größtenteils vollkommen kostenlos zugänglich – das gilt ganzjährig und für ausnahmslos alle Besucher. Man kann einfach durch die Tore reinlaufen (zum Beispiel durch den Haupteingang oder das Hietzinger Tor), ausgiebig spazieren, die gepflegten Wege nutzen, die prächtige Gloriette von außen bewundern, den Neptunbrunnen anschauen und den Großteil des historischen Geländes genießen. Das ist einer der Hauptgründe, warum Schönbrunn so beliebt ist: Der Park ist ein öffentlich zugängliches Juwel und frei begehbar.

Ein paar Highlights im Park sind allerdings eingezäunt und ticketpflichtig. Die Preise entsprechen dem Stand von 2026 und können saisonal leicht variieren. Details findet man auf der offiziellen Seite schoenbrunn.at

Attraktion

Preis (Erwachsene)

Irrgarten (Maze) + Labyrinth (inkl. Skywalk)

ca. 6–8 €

Kronprinzengarten (Privy Garden)

ca. 5–7 €

Orangerie-Garten (je nach Saison)

variabel, oft 5–10 €

Gloriette (Aussichtsplattform oben)

ca. 5–6 €

Schönbrunn Tiergarten (Zoo)

ca. 27–30 €

Diese Extra-Tickets kauft man am besten direkt vor Ort oder bequem vorab online. Oft gibt es sie kombiniert, so ist beispielsweise die Kombination aus Maze und Privy Garden zusammen günstiger.

 

Anna passte mich bereits am Haupteingang ab – und sie war überraschenderweise nicht allein. Eine hübsche, blonde Freundin mit einer frechen Kurzhaar-Frisur, die ebenfalls in einen dicken, weichen Pelzmantel gehüllt war, begleitete sie.

»Steeeve…« rief Anna freudig aus und lief mit schnellen Schritten auf mich zu, woraus wieder diese amüsante Situation entstand, in der ein zierliches 161-cm-Mädchen einen 190-cm-Bären umarmt. »… das ist meine Freundin Lisa.«

»Hallo, ihr Hübschen?« lächelte ich fragend in die Runde und bekam zunächst auch von der etwas größeren Lisa eine ganz schön frech-liebreizende Küsschen-links/rechts-Umarmung zur Begrüßung.

»Du, Steve, entschuldige bitte, es ist gerade erst etwas Dringendes dazwischengekommen«, erzählte Anna mit leicht gehetzter Stimme. »Mein Chef von dem Aushilfsjob hier rief an und bat mich inständig, ein paar Stunden länger zu bleiben. Ich … konnte da wirklich schlecht Nein sagen, das wäre unhöflich gewesen, und ich brauche meine Jobs doch!«

»Kein Problem, Anna, so etwas kann immer mal vorkommen; bleibt uns denn noch Zeit für einen gemeinsamen Kaffee?«

»Für mich leider nicht, entschuldige, ich muss sofort wieder zurück an die Arbeit. Aber du, Lisa wollte dich sowieso gern kennenlernen und vielleicht mit dir shooten, wenn du magst. Hey, sie ist blond und schlank, genau dein Typ, oder, haha?« lachte Anna entschuldigend und bot mir damit quasi Lisa als charmanten Ersatz für den Nachmittag an.

Fraglos hatten diese jungen Freundinnen im Vorfeld schon viel über mich getuschelt – und warum auch nicht? Ich kannte ja beide noch nicht wirklich gut und wollte ohnehin mit einigen neuen Girls shooten, die Lust und Freude an der Selbstdarstellung hatten. Anna gab mir noch einmal eine schnelle, aber bezaubernd weibliche Küsschen-Umarmung und lief eilig los.

»Okay, hübsche Lisa.« lächelte ich die junge Frau an, die sichtlich versuchte, auf eine selbstbewusste »ich bin voll cool!«-Art dreinzuschauen. »Ich schlage vor, wir trinken erst einmal einen Kaffee – oder was auch immer du möchtest – und lernen uns in Ruhe ein bisschen kennen; einverstanden?«

»Oh … ja, gern; gleich da drüben ist das Schlosscafé Schönbrunn.«

»Wenn es dir recht ist, lass uns lieber zur Gloriette hochlaufen«, bot ich Lisa meinen Arm zum Unterhaken an, was sie völlig ungeniert und locker annahm. »Ein bisschen Bewegung an der frischen Luft wäre mir jetzt sehr willkommen. Erzähl doch mal, hast du schon öfter posiert oder als Model geshootet? Besuchst du auch die Kunstschule wie Anna?«

»Nö … ich bin leider nicht so clever oder talentiert wie Anna. Aber ich posierte schon öfter dort, auch für verschiedene Künstler und Fotografen. Nicht viel, aber ein bisschen Ahnung hab ich schon, wie man sich bewegt.«

Wir spazierten gemütlich los – allerdings nicht auf direktem Weg zum ungefähr tausend Meter entfernten Gloriette-Bau, sondern eher ungezielt durch den weitläufigen Park, denn ich hatte heute noch überhaupt keine Zeit für körperliche Bewegung gefunden. Es hatte draußen knapp unter Null Grad, und der gedämpfte Sonnenschein wärmte so gut wie überhaupt nicht. Doch wir waren beide warm eingepackt, und die frische, klare Winterluft tat richtig gut.

 

»Fein. Und posierst du gern oder machst du das nur für das Geld? Macht es dir persönlich Spaß, dich sexy in Szene zu setzen?«

»Ach … die Gagen brauch ich schon voll für mein Leben«, gestand sie ehrlich, während wir in Richtung eines der Najaden-Brunnen schlenderten, »aber es macht mir auch echt Fun. Ich posiere voll gern. Besonders für nette Künstler wie dich.« Dabei blinzelte sie frech zu mir hoch.

»Das ist eine gute Einstellung, Lisa. Es ist natürlich völlig verständlich und okay, wenn junge Frauen und Models damit auch ihren Lebensunterhalt verdienen müssen oder wollen. Aber jene, die es wirklich nur rein für das Geld machen und keine Freude daran haben, mit ihren weiblichen Reizen zu spielen, die sind meist keine wirklich guten Models. Es sollte immer auch ein gewisser Spaß dabei sein«, erklärte ich ihr freundlich, denn ich hatte zunächst einen durchaus positiven Eindruck von ihr gewonnen.

Sie ist offensichtlich nicht so intellektuell oder tiefgründig wie Anna und sagt das ja auch ganz offen von sich selbst. Aber nett und freundlich scheint sie definitiv zu sein – eine sozusagen typische, junge Durchschnittsfrau unter 20 von heute, die noch einige Teenager-Attitüden pflegt. Locker, frech, ungeniert und sich selbstbewusst ihres weiblich-lockenden Liebreizes bewusst. Die meisten weiblichen Wesen setzen sich ja sowieso gern ein bisschen in Szene und können sich oft schon von Natur aus instinktiv sehr reizvoll präsentieren.

Während unserer Kennenlern-Plauderei beim Spazierengehen und dem anschließenden Besuch im Café erzählte sie passenderweise völlig locker, dass sie am ganzen Körper gleichmäßig gebräunt sei – also ohne die sonst üblichen weißen Streifen von Bikinis oder Ähnlichem. Sie geht gern nackig baden und sonnen, hat generell keinerlei schamhafte Probleme mit natürlicher Nacktheit und findet allzu schamhaftes Getue bestenfalls amüsant, meistens aber eher bescheuert.

 

Lisa verdient sich ihr Geld mit verschiedenen Gelegenheitsjobs, seit einigen Monaten auch sehr gern mit den Gagen fürs Posieren. Typisch für Girls ihrer Art mag sie großzügige, nette Männer. Sie kann es aber gar nicht leiden, wenn Typen glauben, dass sie nur für ein schnelles Essen oder ein paar Geschenke sofort mit ihnen ins Bett gehen muss. Ich schätzte sie als den Typus weiblicher Wesen ein, die sowieso gern – zum Beispiel auf Partys – mit Männern flirten und auch gern sexuelle Abenteuer erleben wollen, wenn ihnen ein Mann einigermaßen gefällt. Das ist alles völlig normal und zeitgemäß für junge Menschen von heute.

»Danke, voll nett von dir, Steve.« freute sie sich sichtlich, dass ich sie im doch eher teuren Gloriette bestellen ließ, was immer sie wollte, und ich selbstverständlich die Rechnung übernahm.

Dann spazierten wir zurück zum geparkten EQS in der Tiefgarage – und natürlich staunte Lisa auch Bauklötze über den supermodernen Luxus-Schlitten mit dem riesigen Hyperscreen-Armaturenbrett und den superweich-bequemen Ledersitzen. Ihr zuliebe spielte ich absichtlich ein bisschen mit dem »Hey Mercedes«-Sprachassistenten und den schier unendlichen Einstellmöglichkeiten für alle erdenklichen Funktionen, den verschiedenen Sitz-Massageprogrammen und was der technischen Spielereien mehr sind. Lisa fand das alles einfach nur »voll Sheesh!«, was in ihrer Sprache wohl so viel wie ‚der absolute Wahnsinn‘ bedeutet. schmunzel

 

Vom eleganten Club war sie selbstverständlich auch tief beeindruckt. Von außen sieht der klassische Altbau zwar eher normal und unauffällig aus, aber drinnen ist er wirklich sehr schick gestaltet. Typischerweise machte sie zwar auf ungerührt »voll cool«, wie das bei jungen Menschen oft üblich ist, doch ich bin viel zu erfahren, um ihr verstecktes Staunen nicht doch zu bemerken.

Das ehemalige Themen-Boutique-Hotel ist wirklich hochinteressant ausgestattet: Eine zentrale, zweidrittel Wendeltreppe und zwei Lifts bringen einen zu den verschiedenen Stockwerken, der Dachterrasse und dem exklusiven Keller-Spa mit Bar. Jeder Bereich, jeder Stock, jede Suite und jedes einzelne Zimmer sind nach unterschiedlichen Themen gestaltet – von praktisch-schlicht bis üppig-elegant, von englischer Club-Atmosphäre über amüsante Ausstattungen wie die Tropen-, die futuristische oder die Amadeus-Suite bis hin zur luxuriösen Garten-Eden-Paradies-Suite. Alles ist sehr schick und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt worden.

Natürlich gibt es im Haus auch Speise- und Trainingsräume, eine top ausgestattete Küche für exquisite Speisen, Wellness-Bereiche, Sauna, Massage und eine überdachte Schwimmhalle mit Pool. Die seitlichen Glaswände und das lichtdurchlässige Rundkuppel-Dach können im Sommer weit geöffnet werden; ein angrenzender Teil mit Rundkuppel-Glasdach dient den Gästen zudem als gemütlicher Wintergarten.

Ein hauseigener Concierge-Service auf hohem Grand-Hotel-Niveau, ein 24/7 Butler-Zimmer-Service, eine hauseigene Wäscherei inklusive Bügel-Dienst sowie schnelles, sicheres WLAN, Safes und ähnliche Annehmlichkeiten eines Top-Etablissements sorgen für einen sehr angenehmen Aufenthalt. Der Service erfüllt selbst schwierige oder außergewöhnliche Wünsche der Gäste in meist verblüffend kurzer Zeit. Alle Bewertungen von GC-Gästen sind voll des Lobes – selbst wenn sie von arg verwöhnten Snobs verfasst wurden.

 

Die Tiefgarage für den eigenen Fuhrpark und Gästefahrzeuge wie meinen EQS – inklusive einer 150-kW-Ladestation – ist übrigens über zwei »spannende« Fahrzeuglifte hinter einem breiten Rolltor, direkt von der Straße der umgebenden Altstadt aus zugänglich, weil für eine normale Zufahrtsrampe schlicht kein Platz verfügbar war. Es ist tatsächlich jedes Mal wieder spannend, diese Auto-Fahrstühle zu nutzen, weil es dort recht eng zugeht und das die meisten Leute ziemlich nervös macht. Gebaut wurden die gut gepflegten und gewarteten Lifte zu einer Zeit, als die meisten PKW noch deutlich kleiner waren und es kaum die heute verbreiteten großen SUVs gab. Deshalb kümmern sich gewöhnlich speziell darauf trainierte Angestellte darum, den vor- oder abfahrenden Gästen ihre Autos sicher zu parken oder sie bei Bedarf wieder auf die Straße zu holen… und jedes Mal, wenn ich mit dem Autolift hochfahre, denke ich: früher passten hier nur Fiat 500 rein. grins

Einen großen Unterstellraum für Fahrräder, E-Bikes und Roller gibt es im Haus auch, natürlich ebenfalls mit entsprechenden Ladestationen ausgestattet. Vor allem bei schönem, warmem Wetter macht es mit diesen Gefährten viel mehr Spaß, die Wiener Innenstadt zu erkunden, als mit dem Auto. Wien hat zudem eine richtig gut funktionierende öffentliche Infrastruktur an Bussen, der U-Bahn, den berühmten romantischen Fiaker-Pferdekutschen sowie Taxis und diversen Sharing-Angeboten.

Okay, jetzt habe ich meine Wiener Unterkunft aber wirklich ausreichend beschrieben und widme mich wieder dem eigentlichen Thema des Nachmittags: Dem Probe-Shooting mit Lisa statt Anna, wie es eigentlich ursprünglich geplant war.

»Wie soll ich am besten posieren, Steve?« fragte sie mich direkt, anscheinend fest daran gewöhnt, dass man ihr als Model jeden einzelnen Schritt vorschreibt.

»So, wie du dich selbst am liebsten zeigen möchtest, Lisa. Möglichst ungekünstelt-natürlich – und wenn du dich traust: Was hältst du von der Idee, frech nackt in deinem kuscheligen Pelzmantel zu posieren?« lächelte ich sie an und war gespannt, wie sie sich nun geben würde.

»Klar trau ich mich das, haha.« antwortete sie prompt, zog sich völlig ungeniert direkt vor meinen männlich genießenden Augen aus und enthüllte dabei ähnlich schlanke, zarte Formen, wie Anna sie hat.

Ebenso locker und selbstbewusst begann sie, wieder in den Pelzmantel gehüllt zu posieren, ohne dass es dabei direkt wie künstlich gestellte Posen wirkte. Lisa ist vielleicht nicht ganz so fotogen mit diesem gewissen Etwas, wie es Anna ausstrahlt, aber auch sie machte ihre Sache richtig gut, ohne dass ich ihr viele Anweisungen geben musste. Sie ist eindeutig ein lebens- und abenteuerlustiger Frechdachs-Typ. Es machte ihr sichtlich eine diebische Freude, ein bisschen die Rolle zu spielen, als wäre dies kein kleines Probe-Shooting, sondern als würde sie tatsächlich nackt im Pelzmantel und hohen Stiefeln heimkommen und gar nicht daran zu denken, wie reizvoll ihr Anblick auf einen Betrachter wirken muss. schmunzel

»Hey, du machst das wirklich richtig gut, Lisa, und du hast einen schönen Körper.« lobte ich sie lächelnd und sorgte wie üblich mit kleinen Scherzen und Komplimenten für eine locker-angenehme Stimmung während des Arbeitens. Für wirklich gute Shootings und ausdrucksstarke Fotos ist es essenziell wichtig, dass sich vor allem das weibliche Model rundum wohlfühlt. Immerhin präsentiert es sich völlig schutzlos nackt in einer fremden Umgebung und vor den Augen eines fremden, zudem deutlich älteren Mannes. Da dürfen auf keinen Fall ungute oder gar ängstliche Gefühle aufkommen – sie muss darauf vertrauen können, dass nichts passiert, was sie nicht will.

»Danke … dann, äh, gefalle ich dir also wirklich? Anna hat mir ein Paar deiner Model-Fotos vom Blog gezeigt. Die sind alle … WOW, wunderschön. So unglaublich schön bin ich sicher nicht.« meinte sie keineswegs bescheiden, sondern durchaus selbstbewusst – aber dass sie sich selbst so realistisch einschätzte, zeigte mir auch, dass sie keinesfalls ein Dummerchen ist.

»Das stimmt schon, Lisa, ich will dir da nichts vormachen. Aber das ändert doch absolut nichts daran, dass auch du richtig hübsch und verdammt sexy bist. Du hast einen schönen, schlanken Körper mit süßen kleinen Brüsten, und mit deinem frechen Kurzhaarschnitt passt das alles perfekt zu deiner ganzen Frechdachs-Art. Also ja, du gefällst mir – auch wenn du vielleicht kein superschönes Supermodel bist.« lächelte ich sie freundlich und ehrlich an.

Nein, Lisa wäre sicher nicht der Typ Frau, mit dem ich mich gern auf eine tiefere Beziehung einlassen würde. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie eine nette, freundliche und durchaus reizvolle, hübsche junge Person ist. Also verdient sie es auch, mit männlich anerkennendem Respekt und viel Freundlichkeit behandelt zu werden.

»Ach danke … hey, du bist echt voll der liebe Gentleman, genau wie Anna es mir erzählt hat.« freute sie sich – und ich vermutete sofort, dass sie bisher wohl eher die typischen Möchtegern-Fotografen und Künstler kennengelernt hatte, die immer vor allem wollen, dass sich ein Model möglichst schnell auszieht, die Beine breit macht und sich dann völlig willenlos dirigieren lässt. Wobei sie das angebliche Dirigieren in „künstlerische“ Posen dann auch noch gern dazu benutzen, hübsche junge Nackte ungefragt zu begrabschen oder gar unverfroren verlangen, dass die Models für ihre Gagen auch noch mit ihnen Sex machen. Das kommt leider ziemlich oft vor. Ganz zu schweigen von den schmierigen Typen, denen es sowieso nur darum geht, hübsche, junge Girls nackt zu sehen und sie nach Möglichkeit zu irgendwelchen Schweinereien zu verleiten, wozu sie sich fälschlicherweise als Fotografen ausgeben. seufz

»Danke, Lisa, es ist schön, wenn du so positiv von mir denkst. Komm, erst einmal eine Zigarettenpause für mich – und was ist mit dir? Möchtest du etwas trinken oder sonst irgendwas?«

»Könnte ich vielleicht eine heiße Schokolade bekommen?«

»Aber natürlich – und du wirst staunen: Wir haben hier jemanden im Haus, der für seine göttlich guten heißen Schokoladen geradezu berühmt ist. Wie wärs mit Karamell-Geschmack?« Während ich fragte, ging ich zur Abluftanlage der kleinen, aber topmodern ausgestatteten Suite-Küche. Dort konnte ich rauchen und den Qualm sofort absaugen lassen, ohne durch ein geöffnetes Fenster die bittere Eiseskälte von draußen reinzulassen.

»Steil, ja, das probier ich gern!« stimmte Lisa begeistert zu.

Ich bestellte daraufhin über das Haustelefon beim Service das Gewünschte für sie sowie einen Cappuccino für mich, dazu einen Teller mit frischem Obst und einigen Knabbereien plus Mineralwasser. Obst, eine Kaffeemaschine, Knabbereien, eine gut bestückte Minibar und Mineralwasser gibt es zwar sowieso stets frisch aufgefüllt in jeder Suite – aber wenn der Service jetzt ohnehin den Spezial-Schoko-Karamell-Kakao bringt, für den tatsächlich ein bestimmter Club-Angestellter ein bisschen berühmt ist, dann können sie auch gleich den Rest mit hochbringen.

Leicht amüsiert registrierte ich, dass Lisa sich für die kleine Pause nicht bedeckte, sondern einfach so frech nackig blieb, wie sie war. Auch als kurz darauf das ebenfalls sehr hübsche Hausmädchen Leni vom Butler-Zimmerservice das Bestellte brachte, gab sich Lisa keinerlei Mühe, ihre Blöße irgendwie zu bedecken. Leni wunderte sich darüber kein bisschen, und die zwei jungen Frauen lachten wie gleichaltrige Freundinnen völlig locker miteinander. Ich sags ja: Lisa ist ein echter Frechdachs-Typ – und auf Leni trifft das genauso zu. Mit neugierig funkelnden Augen servierte sie das Bestellte und ging dann lächelnd wieder.


 

Lisa probierte die heiße Schokolade … und stieß ein begeistertes »Mmmmhhhh … die ist ja echt total Mega! Die voll leckerste Schokolade, die ich in meinem ganzen Leben je getrunken habe! Wie machen die das bloß?« aus.

»Frag nicht mich, Lisa, frag am besten Thomas, den Küchen-Zauberkünstler für heiße Trinkschokoladen und noch so manche andere Köstlichkeit. Ich bin eher der leidenschaftliche Kaffeetrinker.« lächelte ich vergnügt. Tatsächlich äußerten sich schon etliche Gäste, besonders die Frauen und Freunde gepflegter Trinkschokoladen, geradezu überschwänglich begeistert über seine Kreationen – fast so, als würde er irgendwelche geheimnisvollen Zaubermittel hineinmischen, die Menschen verzaubern und auf der Stelle süchtig machen.

»Das würde ich echt gern mal machen. Meinst du, er verrät mir vielleicht sein Geheimnis, damit ichs zu Hause nachmachen kann?«

Ich gluckste amüsiert: »Keine Ahnung … vielleicht, wenn du so reizvoll nackig im Pelz mit ihm flirtest und seine Sinne ein wenig verwirrst, kriegst du ihn tatsächlich rum, hoho.«

»Ahaha, das mach ich glatt!« lachte Lisa unbeschwert – und da sie so ein ungenierter Frechdachs ist, würde ich ihr sogar ohne Weiteres zutrauen, dass sie abenteuerlustig so etwas tatsächlich tut.

Leider hatte ich heute keine Zeit für ein richtiges, langes Shooting; wir machten nur knapp zwei Stunden lang einige Probeaufnahmen, so wie es ursprünglich mit Anna geplant gewesen war. Diese meldete sich dann gegen 17:30 Uhr telefonisch, erklärte mir, dass sie jetzt endlich frei habe, und fragte, ob sie auch noch mit der U-Bahn herkommen und ihre Freundin abholen könne. Es gibt eine U-Bahn-Station nur wenige Minuten zu Fuß entfernt vom Club – und von Schönbrunn aus wäre das eine sehr einfache und bequeme Verbindung für Anna.

 

Dagegen war natürlich absolut nichts einzuwenden – und weil man diese jungen Frauen einfach gernhaben muss, bat ich Leni, bei Annas Ankunft den beiden den Club ausführlich zu zeigen, sie danach herzuführen und ihnen zu erklären, wie hier im Haus alles so läuft. Ich verabschiedete mich vorerst von Lisa, bekam zum Abschied wieder einige sexy-süß-freche Umarmungs-Küsschen und bewegte mich dann in Richtung Unteres Belvedere.

In der direkt daneben gelegenen, urigen Brauereischänke Salm Bräu am Rennweg 8 war ich mit einem Freund verabredet. Das ist eine traditionsreiche, zünftige Brauereischänke, in der selbst gebrautes Bier und herzhafte Hausmannskost in ziemlich üppigen Portionen zu angemessen fairen Preisen serviert werden. Das Personal dort ist freundlich, sehr flott und macht seinen Job wirklich gut. Sowohl bei Einheimischen als auch bei den vielen Touristen ist die Schänke beliebt. Wer diese Art von Lokalen und Speisen mag, dem wird es dort gefallen, aber man sollte wirklich keine Probleme mit zu vielen Kalorien haben!

 

Da wir auch gemischt geschäftliche und private Dinge zu besprechen hatten, konnte ich die Girls heute nicht einladen. Außerdem hatten sie sowieso noch etwas anderes vor und wollten sich später mit ihren Freunden treffen. Schon ein wenig arg vollgefressen ließ ich mich danach von einem Taxi zur Truth & Dare Cocktailbar in der Schönlaterngasse 4 fahren. Dort traf ich mich noch mit einem US-amerikanischen Businessman, der morgen zurück in die Staaten flog – es war also gewissermaßen die letzte Gelegenheit, noch schnell etwas Wichtiges und Persönliches mit ihm zu besprechen.

Die Bar Truth & Dare wird auf Google völlig zurecht mit hohen 4,7 Sternen bewertet. Ich würde sie als eine gelungene Mischung aus Cocktail- und Speakeasy-Bar im klassisch-minimalistischen US-Stil mit einem ordentlichen Schuss zusätzlichem »Wiener Schmäh«-Charme bezeichnen. Das Personal ist überaus freundlich und kompetent, die Barkeeper mixen perfekte, erstklassige Cocktails, und die Bar bietet viele hochwertige Alkoholika bester Qualität an. Es geht dort unaufdringlich elegant und angenehm ruhig zu; man bekommt ebenfalls hochwertige Knabbereien oder delikate, kleine Snacks serviert, während man sich gepflegt unterhält – natürlich kann man dort auch einfach nur etwas Gutes trinken.

Mein Kumpel Will (William) – ebenfalls so ein Typ Bär von Mann – war mit zwei anderen Gesprächspartnern, einem ähnlich typischen Geschäftsmann und einer attraktiven Geschäftsfrau, bereits einige Drinks voraus. Er liebt erstklassige Whiskys, und ich schloss mich ihm gern an, während wir zunächst typische Bar-Gespräche führten. Dann wechselten wir beide nach einer Weile von der Bar in eine ruhige Ecke, um die Angelegenheit im Detail zu besprechen, weshalb er mich überhaupt erst angerufen hatte.

Wir sind nicht wirklich enge Kumpels oder gar dicke Freunde, sondern kennen uns eigentlich nur durch einige Geschäfte in New York, wobei wir uns auf Anhieb sympathisch fanden – eine lockere Bekanntschaft mit Austausch von Kontaktdaten, wie man es halt so macht, falls man mal wieder irgendetwas miteinander unternehmen, ein Geschäft anbahnen oder gegenseitige Informationen austauschen möchte. Alles in allem also eine bestenfalls oberflächliche Freundschaft, wobei Will mir aber in einer diffizilen Angelegenheit vor Jahren mal sehr hilfreich war, ohne dass er damals sofort eine Gegenleistung verlangte. Insofern schulde ich ihm noch etwas – und abgesehen davon freute ich mich durchaus über dieses Wiedersehen nach langer Zeit, denn damals war er menschlich absolut in Ordnung.

 

Er erzählte mir zunächst, dass er seit vielen Jahren für seine Firma immer mal wieder für längere Zeit hier in Wien stationiert war, jetzt jedoch endgültig und dauerhaft zurück in die Staaten – zu seiner Frau und den Kindern – gehen wird. Aus verschiedenen Gründen, die hier nichts im Blog zu suchen haben, muss er zeitnah zurückkehren. Aber hier in Wien gibt es für ihn noch eine offene, persönliche und sehr private Sache, die er zutiefst bereut, nicht mehr selbst ausreichend regeln zu können. Als er heute zufällig erfuhr, dass ich gerade in Wien bin, dachte er sofort, ich wäre sozusagen die ideale Besetzung, um das für ihn diskret zu übernehmen – weshalb er mich kurzfristig anrief und um dieses Treffen bat.

Diese spezielle »Sache« ist sehr menschlich, sehr privat und ein bisschen »unpassend« für einen ansonsten seriösen, verheirateten Mann mit Kindern, weshalb ich hier auch nicht zu viel darüber schreiben werde. Nur so viel sei verraten: Es hat mit einer verheimlichten Geliebten und deren Tochter zu tun, für die er durchaus ehrliche Gefühle hat und denen er finanziell wie organisatorisch helfen möchte. Aber sein gewohntes Leben und seine Familie in den Staaten kann und will er dafür natürlich nicht aufgeben – was durchaus verständlich und okay ist, denn seine Familie liebt er ja trotzdem.

Ich war mal wieder innerlich leicht amüsiert und gleichzeitig froh darüber, selbst ein polyamourös offenes, ehrliches Leben ohne diese scheinheilige Verlogenheit führen zu können, in dem es solche typischen Doppelmoral-Verwicklungen gar nicht erst geben könnte. Eine kleine Spitze konnte ich mir ihm gegenüber aber nicht verkneifen – und mit einem verständnisvollen Grinsen meinte ich lapidar:

»Um was du mich da gerade bittest, das ist aber durchaus etwas diffizil und ehrlich gesagt auch mehr, als ich dir bisher schulde. Wenn ich mich wirklich darum kümmere, dann sind wir danach nicht nur quitt – dann schuldest du mir im Gegenzug definitiv etwas.«

»Geht klar, Steve. Du hast absolut recht, ich stimme dir voll zu und schulde dir dann was.« Er streckte mir daraufhin seine große Hand für einen typisch US-amerikanischen »Schraubstock«-Handschlag entgegen. »Das heißt also, du kümmerst dich tatsächlich darum?«

Ich schaute ihm dabei freundlich, aber auch scharf und nachdrücklich direkt in die Augen: »Unter einer Bedingung. Ich nehme erst einmal mit deiner Empfehlung Kontakt auf, schaue mir das Ganze in Ruhe an, bilde mir meine eigene Meinung und entscheide dann erst endgültig, ob ich mich wirklich darum kümmere. Sollte ich aus irgendeinem Grund zu dem Schluss kommen, dass ich mich lieber doch nicht einmischen will – vielleicht weil du mir nicht die ganze Wahrheit gesagt hast oder egal weshalb –, dann lasse ich es sein und bin zu absolut nichts verpflichtet!«

»Nun … das ist nur mehr als fair, Steve, einverstanden.« Wir trafen also diese Art von Gentleman-Arrangement. Und bevor wir uns die Hände nun endgültig knochenbrecherisch schüttelten – was unter Männern wie uns oft mehr bedeutet als ein mühsam unterschriebener Vertrag –, erwähnte ich noch grinsend: »Denk bitte daran, dass ich mir vor einigen Jahren beim Segeln die rechte Hand arg verletzt habe. Es ist zwar alles gut verheilt, aber die Knochen sind dort nicht mehr so zu 100 % stabil wie davor. Also beherrsch deine Kräfte ein wenig und drück mir nicht zu fest zu!«

»Haha, geht klar, Steve.« gluckste er und drückte dennoch ordentlich fest zu – aber zum Glück nicht ganz so arg, wie er es sonst wohl tut. In der US-amerikanischen Macho-Business-Welt ist es bei vielen so eine Art sportliches Hobby, ein typisches Macho-Spiel, wer beim Gegenüber am festesten zudrücken kann. Und das kann bei manchen Typen wirklich heftig – im wahrsten Sinne des Wortes knochenbrechend – werden. Wer dieses dämliche Spiel nicht richtig mitmacht, gilt dann schnell als Weichei, den man auch geschäftlich leicht übervorteilen oder abzocken kann. Bescheuert, ich weiß – es gilt auch nicht immer und überall für alle, aber bei vielen Business-Machos ist das durchaus bitterer Ernst und nicht nur ein Spiel.

 

Dann gesellten wir uns wieder zurück zu der Runde am Tresen, wo inzwischen noch ein interessanter Geschäftsreisender dazugekommen war. Wir fünf becherten ganz schön viele erstklassige Whiskys – auch der sympathische Barkeeper beteiligte sich gelegentlich locker an der Unterhaltung, oder wir scherzten mit der hübschen weiblichen Servicekraft, die vermutlich seine Freundin oder Frau ist. Er gab auch eine Runde aus, denn wir machten ordentlich Umsatz – und so eine Top-Bar ist wahrlich nicht gerade billig.

Außer an Sonntagen hat das Truth & Dare täglich von 18 bis 2 Uhr geöffnet, sonntags immerhin bis 1 Uhr. Am heutigen Montag, es war bereits nach Mitternacht, war nicht mehr viel los. Wir fünf waren die einzigen Gäste und bereits ziemlich angeheitert. Es war eine gute, lustige und auch sehr interessante Gesprächsrunde mit tollen Drinks und guten Knabbereien, die einfach Freude machte. Wir amüsierten uns zwischendurch auch köstlich über die sehr taffe Geschäftsfrau, weil sie als attraktive, eher schlanke Frau deutlich weniger Körpervolumen als wir Kerle hatte, aber dennoch den Eindruck machte, sie könne uns im Zweifelsfall alle unter den sprichwörtlichen Tisch trinken. schmunzel

Gerade als ich mal absichtlich draußen in der Eiseskälte eine rauchte, um wieder etwas nüchterner im Kopf zu werden – es war bereits kurz vor 1 Uhr morgens –, bekam ich überraschend einen Anruf vom Club-Nacht-Concierge. Ein Fräulein Anna sei gerade hereingekommen und bitte dringend darum, mich zu sprechen. Nanu? Sie war wohl fälschlicherweise davon ausgegangen, dass ich um diese späte Zeit schon zurück und im Bett war, wie ich es eigentlich auch beabsichtigt hatte. Ich ließ mich mit ihr verbinden, und sie bat am Telefon erst einmal unzusammenhängend vielfach um Entschuldigung für die späte Störung.

»Schon gut, Anna« versuchte ich sie zu beruhigen, »ich fühle mich absolut nicht gestört, also sag mir einfach ganz direkt, was los ist.«

»Ich … also …« sie sammelte kurz ihre Gedanken und holte tief Luft, »… ich erzählte dir doch, dass ich momentan bei einer Freundin in deren winzigen 22-qm-Bude wohne?«

»Ja, ich erinnere mich gut daran; und was ist passiert?«

»Also … heute Nacht war wieder ihr Freund da, dem es leider gar nicht passt, dass ich dort mit wohne und ständig störe. Darüber stritten wir drei uns schon mehrmals, und heute wurde es zwischen den beiden richtig übel. Ich weiß ja selbst, dass ich störe, und will meiner Freundin sicher nicht ihren Freund vertreiben. Bevor er heute also ganz ausrastete, nahm ich mir schnell ein paar Sachen und … naja … dachte, ich könnte dich vielleicht fragen, ob ich heute Nacht bei dir im Club übernachten darf?« säuselte sie scheinbar traurig bewegt durch das Telefon.

Ich dachte blitzschnell nach und war mir keineswegs sicher, ob das alles so eins zu eins stimmte. Und selbst wenn ja, sollte Anna doch sicher andere, vertraute Freunde in Wien haben, bei denen sie kurzfristig übernachten könnte, statt bei mir, einem ihr noch relativ Fremden. Der Verdacht lag natürlich auf der Hand, dass die Hübsche ganz andere Absichten verfolgte. Aber was sollte ich jetzt machen? Sie einfach in die Kälte rauswerfen lassen? Nein, das kam selbstverständlich nicht in Frage! Morgen bei Tageslicht konnte ich dann alles in Ruhe mit ihr klären.

Also gab ich dem Concierge die Anweisung, Anna in dem freien Gästezimmer direkt neben meiner Suite unterzubringen. Dieses Zimmer kann sowohl als unabhängiges Gästezimmer als auch – durch eine Verbindungstür – als zusätzlicher Gastraum der Suite genutzt werden, wenn diese beispielsweise von einer Familie mit Kindern oder Freunden gebraucht wird. Es war zum Glück momentan frei; dort konnte Anna erst einmal zur Ruhe kommen und schlafen, ohne sich völlig fremd und allein zu fühlen, sobald ich zurück in der Suite war. Ich beruhigte sie noch einmal kurz am Telefon, sie solle ungeniert die Suite-Einrichtung nutzen oder sich bei Bedarf noch Essen und Getränke vom Service bringen lassen. Am besten wäre es, sie ginge jetzt bald schlafen, und morgen würden wir dann über alles reden.

Als sich die Bar-Runde schließlich auflöste und ich gutgelaunt zurück in den Club kam, war es schon etwas nach 2 Uhr morgens. Anna war nirgends zu sehen; ich legte erst einmal meine Sachen ab, duschte mich ausgiebig frisch und schaute dann ganz leise durch die Verbindungstür in das andere, einfach, aber hübsch gestaltete Gästezimmer. Anna schlummerte dort anscheinend tatsächlich tief und fest, warm eingepackt in die dicke Winterbettwäsche. Nur ihr Kopf, die Schultern und ein Arm schauten hervor; im Dunkeln waren die feinen Träger eines Negligés erkennbar.

 

Vielleicht tat sie auch nur so, als würde sie schlafen – jedenfalls weckte ich sie nicht und wünschte ihr gedanklich eine ruhige Nacht. Leise zog ich mich wieder zurück, schloss die Verbindungstür vorsichtig und kroch in mein eigenes Riesenbett. Ein letzter, leicht amüsierter Gedanke an die bezaubernde, mutige Anna im Nebenzimmer und diesen verrückten Tag huschte durch meinen Kopf – morgen würde es sicher spannend werden. Ich dachte jetzt nicht weiter darüber nach – dazu war ich viel zu müde und spürte alkoholisiert natürlich auch die Whiskys, die ich im Laufe des Abends und der Nacht getrunken hatte. Es dauerte kaum eine Minute, bis ich traumlos und tief einschlief … schnarch 

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