#26.04.07 – Bodensee, Osterausflüge und Spaß
Ach, das waren wirklich herrlich entspannte und rundum schöne Ostertage an unserem malerischen Bodensee. Zunächst einmal verzog sich die mürrische Kaltfront glücklicherweise langsam immer weiter Richtung Osten, und es wurde von Tag zu Tag spürbar milder und sonniger. Die Luft roch plötzlich nach frischem Gras, ersten Blüten und diesem unverwechselbaren See-Duft, der einem sofort das Gefühl gibt, die Welt sei wieder in Ordnung.
Das steigerte die allgemeine Laune natürlich ungemein, bis wir am Ostermontag sogar frühlingshafte 20 Grad erreichten. Die Natur schien förmlich zu explodieren, alles blühte und duftete, was die perfekte Kulisse für unser langes Wochenende bot. Außerdem bekamen wir sehr willkommenen Kurzurlaub-Besuch: meine hochintelligente, kompetente und überaus attraktive Mannheimer Büroleiterin und gute Freundin Gigi war angereist, natürlich begleitet von ihrem sympathischen und cleveren Lebenspartner Stefan. Mit uns fünfen, die ohnehin vor Ort waren – also Laura, Irene, Erika, Jörg und meiner Wenigkeit – bildeten wir eine bunte und vitale Truppe von sieben Personen. Es war eine wunderbare Mischung aus jugendlicher Energie und gereifter Lebenserfahrung.
Gleich zu Beginn legten wir uns selbst ein strenges, digitales Fasten-Verbot auf. Das hieß konkret: keine geschäftlichen Sitzungen am Computer, und die Smartphones blieben weitgehend in den Taschen. Sie wurden nur gezückt, wenn wir unterwegs kurz etwas für unsere Ausflüge recherchieren mussten oder um die obligatorischen Ostergrüße mit Freunden, Verwandten und unseren Familien auszutauschen.
Ich schrieb daher während dieser Tage auch bewusst keine Zeile für den Blog, obwohl es eigentlich stündlich etwas gegeben hätte, das zu beschreiben absolut lohnenswert gewesen wäre. Diese bewusste Auszeit tat uns allen richtig gut. Statt auf Bildschirme zu starren, blickten wir uns in die Augen, lachten über Kleinigkeiten und genossen einfach die Gegenwart der anderen – was in unserer heutigen, oft so gehetzten Zeit ein wahrer Luxus ist.
»Steve, wenn ich jetzt noch einmal jemanden tippen sehe, wandert das Gerät direkt in den See«, lachte Gigi am Samstagmorgen beim Frühstück, während sie demonstrativ ihr eigenes Handy in einer dekorativen Schüssel im Flur deponierte. Wir folgten ihrem Beispiel nur zu gern.
Wir unternahmen ausgiebige Radtouren mit unseren E-Bikes und planten größere Ausflüge mit dem EQS-SUV, der ja dankenswerterweise sogar für sieben Personen einen einigermaßen bequemen Platz bietet. Die elektrisch ausklapp- und ausfahrbaren hinteren zwei Sitze im riesigen Kofferraum sind zwar fairerweise eher als Zusatzsitze für Kinder denn als vollwertige Fauteuils für Erwachsene einzustufen, da man dort hinten nur wenig Platz für die Beine hat. Doch gerade für so junge, gelenkige und beneidenswert gertenschlanke Menschen wie Irene und Laura war das überhaupt kein Problem. Sie machten es sich dort hinten gemütlich, zogen die Beine hoch und schienen die Fahrt in ihrer kleinen „Privatkabine“ sichtlich zu genießen – manchmal sogar mit einem kecken Kommentar oder einem frechen Kichern, das vorne nur gedämpft ankam.
»Wir sind hier hinten die Luxus-Fracht, Steve! Fahr schön vorsichtig über die Schlaglöcher«, rief Irene frech, während sie sich lachend in die Polster kuschelte und Laura ihr amüsiert zustimmte. Erika, die vorne neben mir saß, drehte sich immer wieder um und warf den beiden einen verschwörerischen Blick zu – man spürte förmlich, wie sehr sie diese unbeschwerte, fast kindliche Ausgelassenheit genoss.
Wie es bei uns mittlerweile schöne Tradition ist, wurde quasi vom frühen Morgen bis tief in die Nacht, kurz vor dem Schlafengehen, sehr viel gescherzt und gelacht. Es wurden spitz-freche Bemerkungen ausgetauscht und amüsante Wortgefechte geführt, die den Geist wachhielten. Selbst bei sehr gegensätzlichen Meinungen, die ohnehin selten vorkamen, da wir in den wichtigsten Dingen des Lebens alle recht ähnlich ticken, gab es keinerlei Streit oder auch nur die leiseste Andeutung von negativen Stimmungen. Schließlich sind wir alle tolerante, weltoffene Menschen, und niemand bei uns käme auch nur auf die Idee, jemand anderem die eigenen Ansichten aufzuoktroyieren. Es herrschte eine Atmosphäre des gegenseitigen Respekts, die man heutzutage leider viel zu selten findet.
Die schwedische „Vollweib-Vollblonde“ und ehemalige Au-Pair Erika passt übrigens ebenfalls ganz hervorragend in unsere Truppe. Typisch für viele moderne skandinavische Frauen ist sie ungemein selbstbewusst, strahlt eine natürliche Selbstsicherheit aus und nimmt sich ganz selbstverständlich die gleichen Freiheiten heraus wie Männer. Sie ist clever, fleißig und erfreulich ungeniert. Sie hat mir gegenüber bereits mehrfach betont, dass sie mir unbedingt auch freizügig als Model posieren möchte, sobald wir die Zeit dafür finden. Sie lebt ihre Fraulichkeit völlig locker und unverkrampft aus, wobei sie sich bei unseren gemeinsamen Unternehmungen eindeutig den „armen“ – oder sollte ich vielmehr sagen: den beneidenswerten? – Jörg als ihr Ziel für erfreuliche Intimitäten und Flirts ausgewählt hat. schmunzel
Die ganzen Ausflüge und alles, was wir im Detail erlebten, kann ich jetzt natürlich nicht mehr lückenlos nachträglich beschreiben. Ab Dienstag blieb uns sowieso kaum noch Zeit für Rückblicke, da wir wieder voll und ganz mit dem realen Leben und der intensiven Weiterentwicklung von Jörgs spannender Geschäftsidee beschäftigt waren. Deshalb fasse ich jetzt nur noch einmal grob zusammen, wohin uns unsere Wege führten.
Eine wunderschöne Bike-Tour führte uns beispielsweise zum Rebgut Haltnau, das direkt am malerischen Nordufer des Bodensees liegt. Dort kehrten wir ein und speisten sehr üppig zu Mittag. Die Sonne wärmte angenehm, der leichte Wind trug den Duft von Weinreben und frischem Wasser herüber, und wir saßen entspannt im großen Biergarten direkt am Seeufer. Das Weingut bietet nicht nur klassische Flammkuchen und andere beliebte Schmankerl in einer wunderbar entspannten Atmosphäre, sondern serviert auch wirklich hochwertige Gerichte und natürlich exzellente hauseigene Weine. Wir ließen uns den leichten Wind um die Nase wehen, beobachteten die Segelboote auf dem Wasser und genossen einfach diesen Moment völliger Unbeschwertheit.
»Das ist fast schon kitschig schön hier«, bemerkte Stefan, während er einen Schluck vom kühlen Weißwein genoss.
»Genau das Richtige, um den Kopf für neue Algorithmen freizubekommen«, warf Jörg ein, woraufhin Erika ihm nur eine weitere Gabel ihres Flammkuchens hinhielt und meinte: »Nicht an Code denken, Jörg. Nur an den Wein und vielleicht ein bisschen an mich.« lachte sie.
Gleich zweimal fuhren wir mit dem EQS zum geschichtsträchtigen und malerischen Konstanz, und allein darüber könnte ich vermutlich einen kleinen Roman schreiben. Im wirklich gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtteil Niederburg ließen wir uns einfach treiben. Dort befindet sich auch das imposante romanische Konstanzer Münster, das für seine unterschiedlichen Architekturstile und seine markante gotische Turmspitze weithin bekannt ist. Wir schlenderten durch enge Gassen, in denen die Sonne warme Flecken auf das alte Kopfsteinpflaster malte, und spürten diese besondere, fast zeitlose Stimmung, die solche Orte ausstrahlen.
Wir bestaunten auch das Rathaus mit seiner aufwendig bemalten Fassade und dem wunderschönen Innenhof im Renaissancestil. Ein Teil unserer Gruppe besuchte zudem das Rosgartenmuseum, das sich sehr fundiert mit der Kulturgeschichte der gesamten Region befasst und faszinierende Ausstellungsobjekte aus der Vorgeschichte bis weit ins 20. Jahrhundert beherbergt. Es gab dort so viel zu sehen, dass man sich kaum entscheiden konnte, wo man zuerst hinschauen sollte.
Schließlich unternahmen wir noch einen Ausflug zum weltbekannten Rheinfall bei Schaffhausen, den tatsächlich alle außer mir, Gigi und Stefan, noch nie mit eigenen Augen gesehen hatten. Für einen weitgereisten Globetrotter wie mich, der beispielsweise schon ehrfürchtig über die gewaltigen Niagarafälle in Nordamerika staunte, ist der etwa 150 Meter breite und nur 23 Meter hohe Rheinfall im direkten Vergleich natürlich eher ein, sagen wir mal, unbedeutendes „Kinder-Platschbecken“. Aber da mein letzter Besuch dort auch schon gefühlte Ewigkeiten zurücklag, fand ich den Wasserfall und die gesamte Umgebung trotzdem sehr hübsch und sehenswert. Ich freute mich daher ehrlich über diesen erneuten Besuch im Kreise meiner Freunde.
»Steve, nun spiel mal nicht den abgeklärten Weltreisenden«, frotzelte Laura, als ich meinen Niagara-Vergleich anbrachte. »Schau dir die Gischt an, das ist doch purer Zauber!« Und recht hatte sie.
Mit so hübschen, netten, reizvollen und vor purer Lebenslust nur so sprühenden jungen Menschen wie Laura, Irene und Erika macht sowieso jeder noch so kleine Ausflug riesigen Spaß. Gigi und Stefan kennen meine Vorliebe für diese Art der Gesellschaft ja schon lange und nahmen es locker, während Jörg das Ganze sozusagen mit seiner typischen Nerd-Coolness quittierte – weder übermäßig begeistert noch irgendwie ablehnend. Wie eigentlich immer bezauberte besonders unser liebeswerter Frechdachs Irene absolut alle und jeden, der oder die nicht rechtzeitig weit genug von ihr „flüchten“ konnte. Wir hatten als Gruppe eine Menge Freude und viele amüsante Momente.
Für einen stimmungsvollen und gebührenden Abschluss dieser gelungenen Ostertage lud ich am letzten Abend alle ins Schloss Laufen am Rheinfall auf der Schweizer Seite ein. Das imposante Schloss thront auf einem Felsen direkt über den Wassermassen und bietet einen spektakulären Panoramalift hinunter zum Rheinfall. Es beherbergt ein sehr elegantes Restaurant sowie ein informatives Besucherzentrum. Wir fuhren mit dem gläsernen Lift nach oben, während uns Irene haarklein erklärte, wie viel Angst sie angeblich vor der Höhe hätte, nur um sich im nächsten Moment lachend ganz nah an die Scheibe zu drücken und mit großen Augen die tosenden Wassermassen zu betrachten.
Das Restaurant bekommt auf Google im Schnitt 4,4 Sterne, ist klassisch schick eingerichtet und handwerklich wirklich gut. Die Küche und das Servicepersonal sind bestens ausgebildet, agieren sehr freundlich und hilfsbereit. Auch Kinder und Haustiere sind dort herzlich willkommen, wobei es empfehlenswert ist, vorher zu reservieren und genau zu erklären, mit wie vielen Personen, Kindern oder Haustieren man anreist. Preislich liegen sie dort natürlich im gehobenen Bereich; man sollte pro Person etwa 70 bis 90 Schweizer Franken einplanen, was man angesichts der malerischen Lage direkt über dem Rheinfall, des Interieurs, des Ambientes und der gebotenen Qualität – insbesondere für Schweizer Verhältnisse – durchaus als angemessen bezeichnen kann.
Etwas wirklich herausragend Besonderes oder gar Magisches, wie man es vielleicht in einem absoluten Top-Gourmet-Restaurant erwarten würde, darf man dort allerdings nicht voraussetzen; dazu fehlt ihnen dann doch noch das letzte Quäntchen Raffinesse. Dennoch: Wenn man es sich leisten kann und möchte, wird man sich dort sehr wohlfühlen und das Haus garantiert zufrieden verlassen. Es ist definitiv ein gutes, empfehlenswertes Restaurant von gehobener Qualität. Insofern ist meine Anmerkung sozusagen nur eine kleine Meckerei auf sehr hohem Niveau. Wir genossen den Abend bei exzellentem Essen und anregenden Gesprächen, während draußen das Tosen des Wassers als ständiger Begleiter im Hintergrund blieb. Ein perfektes Ende für ein perfektes Osterfest. Lächel
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