Freiburg, Morgen-Sinnlichkeit, Business-Ärger & Bermuda-Nachtrausch

 

#26.03.18-Freiburg, Morgen-Sinnlichkeit, Business-Ärger & Bermuda-Nachtrausch

»Was ist?« Schmunzelte Laura über meine unverhohlen genüsslichen Männerblicke auf ihre gertenschlanken Formen. Frisch geduscht machten wir uns gerade im leicht dampfigen Bad fertig für den Tag, und sie trocknete sich noch mit einem kuscheligen, großen Badetuch die untere Körperhälfte ab, während der leichte, saubere Duft von Duschgel und die angenehme Ausstrahlung warmer Haut den Raum füllte.

»Hmm…, du hast so wunderschöne, süße Brüste! Ich würde am liebsten jetzt sofort etwas von diesem zarten Fleisch abbeißen.« Ich spielte den sabbernden, hungrigen Bären mit einem gierigen Ausdruck in den Augen und einem tiefen, amüsierten Brummen.

»Dann beiß doch…«, lächelte sie fraulich stolz über das Kompliment noch mehr und fügte mit einem herausfordernden Funkeln in den Augen hinzu: »…aber wenn du mir dauernd genau das abbeißt, was du gerade so begehrst, ist leider bald nichts mehr von mir übrig, was dich noch so intensiv reizen könnte.«

»Stimmt wohl…, aber diese Köstlichkeit ist einfach zu verlockend, um ihr zu widerstehen…«, näherte ich mich ihr zähnefletschend mit gespielt übertriebenen Blicken und beugte mich tief hinunter, um dieses himmlisch weiche Wunder der Natur – einen weiblichen Busen – ganz zart auf die Spitzen zu küssen.

Wenn man Laura so unbeschwert vor sich sieht, könnte man sie tatsächlich für ein noch sehr junges Teengirl halten, derart fest und gleichzeitig zart sind ihre entzückend knackigen Formen sehr schlanker, junger Fraulichkeit, gepaart mit diesen supersüßen Brüsten. Auch ihr liebes, sehr hübsches Gesicht hat sich diesen Ausdruck bezaubernder Jugendlichkeit bewahrt, besonders wenn sie, wie meistens, so entwaffnend lieblich lächelt.

»Hiiiieeeelfeeee…, ein wilder Bär frisst mich hier mit Haut und Haaren auf, haha…«, lachte sie laut in Richtung der Tür, durch die gerade gleich zwei weitere WG-Bewohner traten: ein junger, attraktiver Mann von vielleicht 23 Jahren und die ebenfalls verdammt sexy hübsche Susanne. Beide lachten amüsiert mit und wünschten mir einen guten Appetit, während sie sich völlig locker und ungeniert auszogen und zum gemeinsamen Duschen fertigmachten.

Wir tauschten noch einige scherzhafte, herrlich freche Bemerkungen aus, bis Laura und ich schließlich zurück in ihr WG-Zimmer gingen. So locker-ungeniert es in dieser Studenten-Wohngemeinschaft auch zugehen mag, vernünftigerweise gibt es hier einige streng eingehaltene, wichtige Regeln. Beispielsweise, dass Verliebte, Paare oder auch zwei, die einfach nur unbändig scharf aufeinander sind, »Es« niemals sozusagen öffentlich in den gemeinschaftlich zugänglichen Räumen treiben. Sollten zwei mal Lust haben, sich in einem der Bäder – zum Beispiel unter der prasselnden Dusche oder im duftenden Schaumbad – zu lieben, dann muss das vorher kurz mit der Gruppe abgesprochen werden, damit niemand zufällig unwissend in den Liebesakt hineinplatzt.

Außerdem gibt es für so etwas diese herrlich lustig-frechen Schilder an den Türen, die man einfach umdrehen kann, um darauf hinzuweisen, dass drinnen gerade welche intensiv in Action sind. Eine durchaus gut überlegte, sinnvolle Regelung. Auch wenn sie hier alle offensichtlich sehr locker-tolerante und lebenslustige Menschen sind, will man andere doch nicht unbedingt dabei überraschen, wie sie gerade im Bad oder vielleicht sogar auf dem Küchentisch heftig… ihr wisst schon was… treiben. grins

Nach fast vier Tagen in der WG kenne ich immer noch nicht alle Gesichter – oder genauer gesagt, weiß ich nicht bei jedem, wer wirklich fest zu dieser Gruppe gehört. Das liegt vor allem daran, dass fast das ganze prächtige Altbau-Gebäude voller lebendiger Studenten-WGs ist. Nur im Erdgeschoss gibt es eine separate Einliegerwohnung für ein schon älteres, recht gemütliches Hausmeisterpaar. Ich habe keine Ahnung, wie viele Studenten insgesamt in diesem Haus leben, aber grob geschätzt dürften es 50 oder sogar mehr sein. Natürlich herrscht ein ständiges, geschäftiges Kommen und Gehen zwischen den verschiedenen Stockwerken und Gruppen; es ist schwer, da einen vollen Überblick zu haben, wenn man nicht dauerhaft hier lebt, sondern wie ich nur einige Tage zu Besuch ist.

Hintenraus gibt es einen hübschen, großen Garten sowie ein zweites, erheblich kleineres Häuschen, das früher wohl für die Kinder der großbürgerlichen Eigentümerfamilie gedacht war. Heute lebt dort die sage und schreibe schon 92-jährige Witwe, die für ihr Alter sowohl körperlich wie geistig noch verblüffend fit ist. Die wenigen noch lebenden Verwandten sind über halb Westeuropa verstreut und kommen nur sehr selten zu Besuch. So kam die alte Dame – die trotz ihrer lockeren und herzlichen Freundlichkeit von allen respektvoll gesiezt und nur mit dem Familiennamen angesprochen wird – auf die wunderbare Idee, das große Haupthaus komplett in Studenten-WGs zu verwandeln.

Selbstverständlich helfen ihr die jungen Menschen jederzeit bei allem, was im Alltag so anfällt: Sie begleiten sie zum Arzt, zu Therapien, kümmern sich um die Tücken der modernen Technik und vieles mehr. So fühlt sie sich niemals einsam, kann aktiv am quirligen Studentenleben teilnehmen und es ist fast wie in einer sehr großen Familie, wo sich alle gegenseitig helfen und füreinander da sind. Zudem verlangt sie deutlich weniger Miete, als auch für einfache Studentenunterkünfte heutzutage üblich ist – und das freut die WG-Mieter natürlich sehr. Eine klassische Win-win-Situation für alle Beteiligten, die hervorragend zu funktionieren scheint; meinte zumindest Laura, die die alte Dame hörbar gern mag.

 

Zum Frühstück besuchten wir dann das Elli's Café, das direkt am, fast schon im Gelände der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gelegen ist. Es ist ein kleines, gemütliches Café, das mit viel Liebe betrieben wird und einen verdammt guten Kaffee serviert. Es hält nicht zufällig einen hohen Bewertungsschnitt von rund 4,7 Google-Sternen. Wir genossen leckeres Frühstück, für mich nur üppig belegte Vollkornbrötchen, aber es gibt auch Leckereien wie Brownies, Bagels oder bunte Bowls. Bei dem schönen Wetter heute ergatterten wir sogar einen der begehrten Plätze draußen. Die Preise liegen auf studentenfreundlichem Niveau, das Personal ist sehr freundlich und die lockere Stimmung sorgt für einen echten Wohlfühleffekt – man fühlt sich eher wie bei guten Freunden zu Gast als in einem klassischen gastronomischen Betrieb. Kurz: sehr empfehlenswert!

Von dort aus lief Laura dann gleich zu einem ihrer Kurse, und ich machte ganz gemütlich ein bisschen Sightseeing. Die Albert-Ludwigs-Universität, gegründet im 15. Jahrhundert, ist eine Institution und verfügt über eigene Campus für Technik und Naturwissenschaften sowie eine Universitätsklinik. Natürlich gibt es dort architektonisch interessante Bauwerke und beeindruckende Bronze-Statuen zu betrachten.


 

Die Universitätsbibliothek Freiburg sieht dagegen nach einem verspiegelten, hypermodernen Neubau aus – was jedoch so nicht ganz richtig ist. Hier eine kurze Zusammenfassung für die Architektur-Interessierten: Das aktuelle Hauptgebäude am Platz der Universität 2 ist kein klassischer Neubau, sondern ein umfassender Umbau des Vorgängerbaus von 1978. Der Architekt Heinrich Degelo von Degelo Architekten in Basel gewann 2006 den Wettbewerb.

Die Bauzeit für den Umbau betrug stolze sieben Jahre (2009–2015) und verschlang ca. 49 bis 53 Millionen Euro. Die Nutzfläche beträgt 30.600 m² mit über 1.750 Arbeitsplätzen in ruhigen Lesesälen und Gruppenräumen. Der Bestand umfasst ca. 4 Millionen Bände, von denen 700.000 frei zugänglich sind. Besonders markant ist die transparente Glas-Chromstahl-Fassade in einer Art »Raumschiff«-Optik, die zudem sehr energieeffizient ist. Das Gebäude gilt als eine der modernsten Universitätsbibliotheken Europas.

Im dortigen Café Libresso gönnte ich mir noch einen guten Latte-to-go und wollte eigentlich weiter Sightseeing in der hübschen Breisgau-Stadt machen – doch daraus wurde leider nichts. Ein Anruf informierte mich über ein anscheinend recht schwerwiegendes Geschäftsproblem in einer gemeinsamen Unternehmung mit einem guten, alten Freund. Das erforderte meine sofortige Rückkehr an den Laptop: Dateien austauschen, verschlüsselter Video-Chat und einige tiefgehende Recherchen.

Ja, leider handelte es sich tatsächlich um ein ernstes Problem, das wahrscheinlich meine baldige Anwesenheit in Baden-Baden notwendig machen wird. Mist, vermutlich unschön und mit einem nicht unerheblichen finanziellen Verlust verbunden. Aber so etwas kommt in meinem Leben natürlich auch gelegentlich vor. Wie heißt es doch so treffend: Nur wer gar nichts riskiert, verliert nichts – kann aber auch niemals gewinnen. Bei meinen vielfältigen Investitionen und Unternehmungen geht natürlich hin und wieder auch etwas schief. Aber mal schauen, noch ist nichts verloren, vielleicht lässt sich die Angelegenheit noch ohne größere Verluste regeln.

Als Laura zur Mittagspause zurückkam, um sich kurz frisch zu machen und wir etwas essen gingen, informierte ich sie über diese unerwartete Situation. Sie verstand sofort und akzeptierte ohne Murren, wenn ich deshalb demnächst ein paar Tage weg muss. Lieb lächelnd bot sie sogar an, mich zu begleiten, selbst wenn sie deshalb ein paar wichtige Kurse ausfallen lassen müsste. Das hielt ich jedoch für unpassend, nicht gut für sie und zudem wäre sie ja auch nur so eine Art fünftes Rad am Wagen. Zu den eigentlichen harten Besprechungen könnte ich sie schwerlich mitbringen; das hätte unseriös gewirkt, weil Laura nun mal nichts damit zu tun hat. Sie würde also nur rumsitzen und warten, bis ich wieder Zeit für sie habe. Auch das verstand und akzeptierte sie sofort.


 

Für einen schnellen Imbiss wählten wir das KUSHMEISTER Beef & Vegan in der Klarastraße 46. Ein hübsch-uriges Burgerrestaurant mit einer Durchschnittsbewertung um die 4,3 auf Google. Mein persönliches Fazit vor Ort: Okay, ganz lecker, aber auch nichts wirklich Besonderes; klassische Burger halt, deutlich besser als bei den großen Fast-Food-Ketten, jedoch auch nicht so gut wie in den mit viel Leidenschaft betriebenen Burger-Lokalen, die ich schon besucht habe. Ich würde maximal eine 4,0 geben. Mit Getränk, Pommes und Avocado-Dip sollte man 15 bis 20 Euro pro Person einplanen, was angemessen ist. Der Service war freundlich, aber eben durchschnittlich; die Hygiene wirkte auf mich jedoch etwas verbesserungswürdig. Es kam mir vor wie ein eher lustlos betriebenes Geschäft, anscheinend von einem Paar, das sich nicht mehr so ganz einig ist, was es eigentlich will.

Als willkommener Verdauungsspaziergang, in heute viel Sonnenschein mit aktuell etwa 16 Grad, begleitete ich Laura ins Unigelände zu dem Gebäude, wo ihr nächster Kurs stattfand. Übrigens: Businessmäßig seriös gestylt und geschminkt sieht Laura doch erheblich anders aus als privat. Plötzlich wirkt sie wirklich erwachsen, wie eine clevere, ernste junge Frau und Studentin – nicht mehr so liebreizend jung und ständig lächelnd, wie sie sich sonst gern gibt.

Aber in beiden Versionen ist sie wunderschön, reizvoll und fällt unter den meist nachlässig, oft sogar schlampig bekleideten Kommilitoninnen deutlich auf. Wie schon erwähnt hat sie erheblich mehr auf dem Kasten und ein höheres Niveau als Persönlichkeit, als man auf den ersten Blick bei ihrem privat so jugendlichen Erscheinungsbild glauben könnte. Ich mag sie besonders in der verspielt-liebreizenden Privat-Version, finde sie aber auch als seriöse Frau beeindruckend. Ich erwähne das nur, weil ich es erstaunlich finde, wie sie scheinbar mühelos zwischen beiden Versionen von sich selbst wechselt, sich in beiden sichtlich wohlfühlt und Charakter zeigt.

Dann machte ich mich auf den Rückweg zur WG und verbrachte einen Großteil des Nachmittags weiter mit dieser sehr unerfreulichen Angelegenheit. Von Freiburg nach Baden-Baden fahre ich mit dem EQS in kaum mehr als einer Stunde – also eigentlich kein Problem. Ich könnte das sogar so regeln, dass ich morgens hinfahre und abends wieder zurückkomme. Doch dazu habe ich eigentlich keine Lust; ich kann in Baden-Baden in einem sehr schönen Haus – eigentlich eine schicke Villa – unter Freunden leben und diesen unerwarteten Mist voraussichtlich in zwei bis vier Tagen klären.

Genau genommen hatte ich ohnehin vor, demnächst mal wieder nach Baden-Baden zu fahren, wo die schöne Selma inzwischen die innenarchitektonische Neugestaltung und Modernisierung beaufsichtigt und durchgeführt hat. Und in einer ähnlichen Angelegenheit wollte ich demnächst auch wieder nach Heidelberg. Mal sehen – die Sache mit Jörg und Onkel Ernst am Bodensee erfordert ja nicht meine permanente Anwesenheit dort, auch wenn ich mich, vor allem in der Anfangsphase, schon intensiv damit befassen sollte.

Es ist schon irgendwie amüsant. Als ich damals aus der Geschäftsleitung des GC ausstieg, wollte ich eigentlich wieder mehr mein geliebtes Seglerleben führen und es generell ruhiger, gemütlicher angehen. Doch immer wieder, ohne es direkt zu wollen, werde ich ständig in irgendwelche Angelegenheiten und Geschäfte verwickelt, die mich davon abhalten, mein Leben so umzugestalten, wie ich es ursprünglich beabsichtigte. Andererseits ist das aber auch interessant, spannend und macht mir größtenteils doch Spaß.

Einer der Gründe, weshalb ich zu dem wurde, der ich bin, liegt ja genau darin, dass ich es schon immer langweilig fand, immer nur das Gleiche zu tun. Selbst wenn ich damit erfolgreich bin oder zum Beispiel viel Geld verdiene, ödet es mich schnell an, wenn es zur Routine wird. Diese ständig neuen Bekanntschaften, Entwicklungen und Veränderungen in meinem Leben entsprechen viel mehr meinem eigentlichen Wesen und reizen mich. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass ich es generell an nur einem Ort selten länger als einige Monate aushalte und lieber so oft wie möglich als klassischer Global-Citizen unterwegs bin.

 

Am frühen Abend legten wir eine gemütliche Kuschel-Siesta ein und machten uns dann ausgehfertig. In verblüffend kurzer Zeit stylte sich Laura wieder zum sexy-frechen Girl um und freute sich offensichtlich richtig auf einen unbeschwerten Party-Abend. Heute Abend und in der Nacht sollte es eher im Stil der jungen Leute zugehen. Geplant war mit etlichen Freunden und Bekannten eine klassische Pub-Crawl-Tour durch diverse Bars und Kneipen im beliebten Bermuda-Dreieck Freiburgs.

Es wurden dann viel zu viele unterschiedliche Lokale, um die alle in meiner bekannten Art detailliert zu beschreiben und zu bewerten. Aber so viel kann ich gleich verraten: Auch wenn es mir manchmal doch etwas zu hektisch und laut war, hatten wir – und auch ich – massig Spaß. Das Nachtleben dieser Studentenstadt ist wirklich sehr aktiv, reizvoll und bietet für alle Geschmäcker etwas. Bei ungefähr 25 % studentischer Einwohnerschaft in einer gerade mal unter 240.000 Einwohner zählenden, hübschen Provinzstadt wie Freiburg, bilden diese jungen Menschen zusammen mit den sonstigen jüngeren Bewohnern natürlich eine starke, große, lebensfreudige – ja geradezu lebensgierige – Gruppe.

Gerade in der heutigen Zeit, nach all den Verunsicherungen und Unwägbarkeiten des immer schwieriger werdenden Lebens, wollen sich junge Menschen austoben und ablenken. An den Wochenenden ist typischerweise am meisten los, aber auch unter der Woche kann man hier sehr viel Spaß haben und ein bisschen die komplizierte Welt vergessen.


 

Ich weiß gar nicht mehr – habe auch nicht mitgezählt –, in wie vielen Kneipen wir genau waren und in welcher wir auch etwas zu Abend gegessen haben. Während der Woche schließen die meisten Lokale um Mitternacht oder 1 Uhr, einige haben aber auch bis 3 Uhr offen, und meist herrscht überall ordentlich Betrieb. Die beliebtesten und klassischen Studententreffpunkte sind vor allem diese:

Schlappen (Löwenstraße) → DIE Kult-Kneipe schlechthin. Start- und Endpunkt vieler Studentenabende, riesige Whiskyauswahl, legendäres Pissoir, sehr günstig und immer rappelvoll. Café Atlantik (Grünwälderstraße) → Pures Studentenflair, günstige Getränke, entspannte Atmosphäre, sehr beliebt bei jüngeren Semestern. Alter Simon (Konviktstraße) → Traditionsreiche, gemütliche Studentenkneipe mit vielen Stammgästen aus der Uni-Szene. Eimer (Nähe Münsterplatz) → Sehr studentisch, günstig, oft Livemusik oder Events, ein typischer Ort zum Weiterfeiern. Rettungsanker, Schachtel, Heimliche Kneipe, Lockere Schraube → Alle im Bermuda-Dreieck oder direkt angrenzend, unkomplizierte Studenten-Klassiker. Beat Bar Butzemann → Sehr alternativ, günstige Preise und berüchtigt für lange Partynächte.

Wirklich nüchtern war im Laufe der späteren Nacht natürlich auch niemand mehr, einige sogar richtig betrunken – aber niemand wurde unangenehm nervend oder aufdringlich. Wir hatten wirklich viel Spaß, es gab nicht nur Fun, sondern auch interessante, ernsthaftere Gespräche. Und ich lernte zum Beispiel noch eine bildschöne Studentin kennen, die glatt auch Top-Model sein könnte. Sehr willensstark, clever, gut informiert und von einer derart klassischen blonden Schönheit, aber auch sehr sympathisch und nett – beeindruckte sie mich ungewöhnlich stark. Ein Gesprächsausschnitt mit dieser deutsch-spanischen Melissa ist vielleicht vielsagend:

»Für einen angeblichen Casanova und Profi-Akt-Fotograf bist du aber erstaunlich zurückhaltend? Die meisten Typen wollen mich unbedingt nackt sehen, fotografieren und ins Bett kriegen, haha.« Stellte sie mich gewissermaßen provokant in Frage, ohne direkte Kritik zu üben.

»Wer sagt denn, dass ich das bin und…«, grinste ich männlich breit »…wie kommst du auf die dumme Idee, dass ich eine so schöne Frau wie dich nicht nackt sehen, fotografieren und ins Bett kriegen wollte?«

»Ahaha, gut gekontert, Captain Steve.« Lachte sie mitreißend und bezeichnenderweise waren wir beide um diese Zeit, nach Mitternacht, wohl die am wenigsten beschwipsten Leute. »Was hat das Captain zu bedeuten?«

»Das kam als Spitzname vor allem während meiner Zeit als Langstrecken-Segler auf, hat aber auch etwas mit meinem militärischen Vorleben und meiner manchmal autoritär-kommandierenden Art in gewissen Dingen zu tun.« Erklärte ich offen und genoss dabei gerade einen ziemlich tiefen Einblick auf offensichtlich perfekt schöne Brüste, in ihrem nicht übertrieben provokanten, aber doch sehr reizvollen Dekolleté.

Typisch für die meisten weiblichen Wesen – insbesondere so clevere wie Melissa – entging ihr natürlich nicht, wohin ich als Mann unvermeidlich schauen musste. Ohne jede Frage kennt sie ihre Wirkung als bildschöne und zudem kluge Frau mit Top-Figur auf das andere Geschlecht genau. Und wie viele kluge Frauen prüft sie dabei auch ganz automatisch, ob der Gesprächspartner gleich zu einem nach ihr sabbernden, damit uninteressanten Idioten wird, oder ein Mann mit Klasse und Niveau ist, der sich nicht so leicht von weiblicher Schönheit manipulieren lässt.

»Klingt spannend, du führst wohl ein interessantes, ungewöhnliches Leben?« Blitzte ein wenig weibliches Interesse an mir als Mann in ihren schönen Augen auf.

»Ungewöhnlich ist es für die meisten Menschen mit typischem Durchschnittsleben sicherlich, auch spannend – und ich liebe, wie ich lebe.« Grinste ich und zündete mir eine Kippe an.

»Ganz schön eingebildet; bist wohl sehr von dir überzeugt?« Startete sie einen neuen Angriffsversuch mit dieser Provokation – was natürlich auch eine typische Vorgehensweise ist, um andere zu testen.

»Und du bist ohne Grund etwas aggressiv provokant. Warum? Minderwertigkeitskomplexe sind es eindeutig nicht.« Konterte ich daher cool.

»Oh verdammt, haha, du bist vielleicht zu clever für solche Tricks.« Lachte Melissa wieder auf sehr mitreißende Art, was in Kombination mit ihrer wirklich außergewöhnlichen Schönheit und Cleverness eine starke Wirkung auf Männer ausübt.

»Eher zu erfahren…«, grinste ich mit dramatischer Pause »…im Umgang mit solch umwerfenden Schönheiten wie dir.«

»Ach, findest du mich umwerfend?« Schaute sie mir flirtend tief in die Augen – was einem Mann, bei einer Frau ihres Formats, schon ein wenig weiche Knie verursachen kann.

Leider konnten wir das amüsante Wortgefecht nicht fortsetzen, denn wir waren ja in der Gruppe unterwegs und um diese Zeit, etwas nach 1 Uhr, erreichte die Stimmung im Lokal ihren Höhepunkt. Wir befanden uns gerade in der RIVA Bar in der Kaiser-Joseph-Straße 249. Das ist keine klassische Studentenkneipe, sondern eher eine stylische Lounge-Bar mit Club-Vibes. Von außen modern und einladend, innen mit guter Tanzfläche, LED-Beleuchtung und Bar mit großer Flaschenwand. Die recht guten Cocktails liegen bei 12 bis 16 Euro. Das Publikum ist gemischter, mehr echte Schönheiten zieht es dorthin, auch weil dort mehr Männer mit Geld anzutreffen sind.


 

Unvermeidlich wurde ich Tanzmuffel auch zu etwas Action auf der Tanzfläche genötigt und machte halt mit, um kein Spielverderber zu sein. Kurz lernte ich noch zwei weitere, für typische Studenten außergewöhnliche Schönheiten kennen. Keine dieser abgebrühten „ich bin voll cool, für Geld oder Vorteile tue ich alles“ Party-Tussis, wie man sie in solchen Clubs, besonders in Großstädten oft trifft, sondern ausgesprochen sympathisch, clever und freundlich – was einen ebenfalls freundlichen Gentleman meiner Art natürlich freut.

Erst kurz vor 3 Uhr kamen wir müde, erschöpft und natürlich nicht mehr ganz nüchtern, aber bestens gelaunt zurück in die WG. Die nächtliche Kälte draußen hatte uns etwas ernüchtert. Alle wollten nur noch schnell den Schweiß und Gestank der Kneipennacht abduschen und dann schnellstmöglich ins Bett. Auch Laura und ich schmusten nur noch kurz und schliefen sehr schnell ein, kaum dass wir bequem aneinander gekuschelt unter der warmen Decke lagen.

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Bodensee-Donaueschingen-Freiburg, Studenten-Abenteuer und mehr

 

#26.03.18- Bodensee-Donaueschingen-Freiburg, Studenten-Abenteuer und mehr

Montagfrüh gönnten sich Laura und ich noch ein herrlich sinnliches Schaumbad, in dem wir zwischen den duftenden, weißen Bergen aus Seife versanken, bevor wir in aller Seelenruhe frühstückten und uns schließlich gemächlich für die Abfahrt bereit machten. Jörg und Irene blieben noch bis Donnerstag am Bodensee, um sich pflichtbewusst um diverse Ferienwohnungen von Onkel Ernst zu kümmern, was wohl eine Menge organisatorischen Kleinkram bedeutete. Danach werden sie ebenfalls nach Freiburg nachkommen, da Jörg dort an einem für sein Studium wichtigen Kursus teilnehmen muss und dies, ehrgeizig wie er isst, auch unbedingt will.

»Ach… ich könnte den ganzen Tag in so einem himmlischen Schaumbad verbringen«, seufzte Laura wohlig und streckte sich genüsslich, während sie sich mit einem verführerischen Räkeln im warmen Wasser präsentierte, was die Haut seidig schimmern ließ. »Du auch?«

»Mit einer so hübschen Badenixe an meiner Seite… na klar doch! Hoho«, grinste ich und kitzelte sie mit dem großen Zeh an ein paar besonders empfindlichen, strategisch günstigen Stellen unter der Wasseroberfläche. Dass ein Aufenthalt von mehr als einer guten Dreiviertelstunde nicht unbedingt förderlich für die Haut wäre, uns austrocknen und wie schrumpelige Rosinen aussehen lassen würde, musste nicht extra erwähnt werden; das wissen wir natürlich beide. Leider wars auch nur eine normale Wanne, wenn auch in angenehmer Übergröße, und kein sprudelnd kribbelnder Whirlpool, aber auch ich genieße es sehr, gelegentlich in so einem seifigen Schaumbad zu entspannen, statt nur unter die Dusche zu springen.

 

Laura hatte bereits heute Nachmittag einen wichtigen Hörsaal-Vortrag an der Uni, den sie keinesfalls verpassen wollte, weshalb ich sie vergnügt im Wagen mit nach Freiburg nahm. Da wir bis zum kommenden Wochenende dortbleiben wollten, beabsichtigte ich, dies direkt mit einem Treffen mit meinen bereits erwähnten, über den ganzen Breisgau verteilt lebenden Bekannten und Freunden zu verbinden. Diese wollten spätestens am Wochenende gern mal wieder die Freiburger Altstadt unsicher machen und ordentlich ausgehen.

Die hübsche, knapp 238.000 Einwohner zählende Universitätsstadt Freiburg im Breisgau isst generell immer einen Besuch wert, besonders wenn das Licht so weich auf die historischen Fassaden fällt. Durch die vielen Studenten gibts ein zusätzlich aktives Nachtleben sowie unzählige Möglichkeiten, sich in urigen Kneipen zu treffen, Spaß zu haben und eben all das zu genießen, was junge Menschen so lieben. Im Grunde ist Freiburg der zentrale Sehnsuchtsort zum Ausgehen für all die Dörfer und Kleinstädte des Breisgaus und des südwestlichen Schwarzwalds.

Die Stadt isst zudem für ihr mildes Klima und das liebevoll wiederaufgebaute, von winzigen Wasserläufen – den typischen Bächle – durchzogene mittelalterliche Stadtzentrum bekannt. In der Altstadt ragt der 116 m hohe Turm des gotischen Freiburger Münsters majestätisch über dem Münsterplatz auf, während das Naherholungsgebiet Schlossberg ganz bequem mit der Schlossbergbahn erreicht werden kann, von wo aus man einen fantastischen Blick über die Dächer hat.

Zunächst machten wir jedoch eine Zwischenstation im ebenfalls recht hübschen Schwarzwald-Städtchen Donaueschingen, das mit seinen knapp 22.500 Einwohnern eine fast schon beschauliche Ruhe ausstrahlt. Dort wollte Laura das Museum Art.Plus besuchen, während wir uns gleichzeitig mit Freundinnen von Jörg und Irene zum gemeinsamen Mittagessen trafen. Eine oder mehrere der Damen wollten wohl gern nach Freiburg mitgenommen werden, was ich natürlich sofort bereitwillig zusagte. So ganz genau hatte ich die Details vorab gar nicht mitbekommen; das hatten vor allem Laura, Jörg und Irene untereinander ausgemacht, während ich mich entspannt in meine Rolle als Chauffeur fügte.


 

Nein, ich hatte natürlich nichts dagegen, clevere junge Frauen – vermutlich ebenfalls Studentinnen, die, wie Laura zwinkernd erwähnte, zudem recht hübsch sind – im EQS mitzunehmen. Gerade solch hübsch-clevere junge Frauen „benutzen“ Männer wie mich gern auch mal ganz pragmatisch als einen ansonsten eher zu ignorierenden Fahrer. Ich ahnte zwar bereits, dass mich die geballte Frauenpower während der Fahrt etwas überwältigen würde, aber so etwas nehme ich innerlich grinsend hin und gönne den jungen Menschen gern ihre manchmal etwas überdrehte, selbstüberschätzende Lebenslust, die ja auch irgendwie ansteckend isst.

Kurz noch zum Museum Art.Plus: Für nur 6,- € Eintritt lohnt sich ein Besuch durchaus, wenn man auf moderne Akzente steht. Ich persönlich fand es drinnen zwar eher etwas kalt und ungemütlich gestaltet und konnte mit den gezeigten Exponaten wenig bis gar nichts anfangen, da mir der emotionale Zugang fehlte. Aber das ist natürlich immer jeweilige Geschmackssache und vom individuellen Kunstinteresse abhängig. Laura interessiert sich ganz allgemein für Kunst, jedoch eher so nebenher und nicht gezielt wissenschaftlich. Wenn wir nun sowieso nach Donaueschingen kamen, wollte sie es sich halt einfach mal anschauen und die Atmosphäre aufsaugen.

Der Architekturstil des Gebäudes stammt ursprünglich aus dem Jahr 1841 und isst im klassizistischen Stil errichtet – zweistöckig, streng symmetrisch und mit historischen Elementen wie feinem Stuck. In den Jahren 2008 bis 2009 wurde es aufwendig saniert und durch einen eleganten modernen Betonanbau der Architekten Gäbele & Raufer erweitert. Das Ergebnis ist ein wirklich gelungener Kontrast aus ehrwürdiger Tradition und zeitgenössischer Architektur. Als Ausstellungsort für internationale Kunst zeigt es jährlich wechselnde Gruppenausstellungen und dient zudem als vielseitiger Kulturort für Konzerte und exklusive Events.

Vor dem Museum trafen wir die ersten beiden Frauen, die ich sofort als sympathisch, clever und sehr nett empfand. Sie stammen aus der Gegend, sind also nicht als abgebrühte Großstadtmenschen aufgewachsen, sondern eher so freundlich-offen, wie man es häufig in Kleinstädten und Dörfern erleben kann, wo man sich eben noch kennt und grüßt. Sie studieren in Freiburg, wo sie ausschließlich mit E-Bikes, Scootern und den Öffis unterwegs sind, also keine eigenen Autos besitzen. Deshalb freuten sie sich aufrichtig dankbar, jetzt mit uns und auch noch in einem elektrischen Superluxus-EQS lautlos nach Freiburg gleiten zu können.

Zwar gibts etwa 20-mal täglich gute, flotte und nicht sehr teure Verbindungen von Donaueschingen nach Freiburg mit der Bahn oder dem Flixbus, doch aktuell hatten sie besonders viel Gepäck und sogar ein paar kleinere Deko-Möbelstücke zu transportieren. Sie wollten sich nach den Semesterferien für das nun beginnende Sommersemester wieder fest in Freiburg einrichten, und dafür bietet der riesige EQS-SUV passenderweise enorm viel Platz in seinem beinahe höhlenartigen Heck. Ihre Familien besitzen nur Kleinwagen, weshalb dafür mehrere mühsame Fahrten nötig gewesen wären; also kam ihnen die Gelegenheit mit meinem Wagen sehr zupass. Das alles mit der Bahn zu transportieren, wäre zwar auch möglich gewesen, hätte aber eine schweißtreibende Schlepperei bedeutet. Da der Kleinbus eines Familienfreundes gerade unpassenderweise in der Werkstatt war, kam Lauras und meine Fahrt über Donaueschingen wie eine unerwartete Ideallösung ohne weitere Umstände daher.

Danach spazierten wir zum nahegelegenen Café Reiter, wo wir die dritte Frau trafen und etwas wirklich Leckeres zu Mittag futterten. Kurz und bündig zu dieser Lokalität: Ein hübsches, sehr gemütliches Café mit einer schönen Außenterrasse, einem ausgesprochen freundlich-hilfsbereitem Service und leckeren Sachen aller Art, die verführerisch aus der Vitrine leuchten. Der Namensgeber, Herr Reiter, isst Konditor und produziert viele köstliche Backwaren, bei deren Anblick einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Die Preise sind absolut fair und keine „Touristen-Abzocke“. Geöffnet ist täglich von 08 bis 18:30 Uhr, nur der Dienstag isst Ruhetag.

 

Die drei Frauen freuten sich sichtlich, von mir großzügig eingeladen zu werden, und wir futterten mit gesundem Appetit gut zubereitete, klassisch schwäbische Hausmannskost, die so richtig nach Heimat schmeckte. Für mich gab es eine samtige Lauchcremesuppe und ein dickes Schweinesteak in würziger Sauce mit goldgelben Spätzle, frischem Gemüse und einem extra Salatteller. Die Portion war genau richtig zum Sattwerden, nicht übertrieben üppig, aber gewiss nicht zu knapp bemessen. Insgesamt würde ich diesem Café gute 4,4 Sterne geben, was auch genau dem Durchschnitt auf Google-Maps entspricht.

Die dritte junge Frau unserer neuen Bekannten, Erika, erwies sich übrigens als besonders interessant für das männliche Auge. Äußerlich isst sie der üppig fraulich gebaute Typ „Vollweib“, neben der selbst Ikonen wie Marilyn Monroe oder Brigitte Bardot Mühe hätten, noch mehr natürliche Sinnlichkeit auszustrahlen. Unter einem dicken, warmen Pulli – es war doch recht frisch draußen – trug sie offensichtlich absolut nichts, was ihre frei schwingende, üppige Oberweite am reizvollen Wogen bei jeder Bewegung hinderte. Offenbar naturblonde Haare umrahmten ein attraktives Gesicht mit nur dezentem Make-up, und ein kaum hörbarer skandinavischer Akzent machte ihre selbstbewusst vorgetragenen Reden amüsant sympathisch.

Erika ist keine Studentin, sondern ein schwedisches Au-pair, aber clever isst sie eindeutig auch und will später ebenfalls studieren. Ich fand sie richtig sympathisch und noch interessanter, als sie gesteigertes Interesse andeutete, mal mit mir zu shooten und sich auch freizügiger knipsen zu lassen. Einfach, weil sie gern mal ein Shooting mit einem echten Profi erleben und neugierig selbst sehen wollte, wie sie mit ihren üppigen Formen auf professionellen Fotos wirkt. Ansonsten hat sie am Modeln nicht wirklich Interesse und ist sich auch bewusst, dass sie für die klassische Model-Branche viel zu üppig gebaut und körperlich etwas zu klein isst. Erika isst also keine Träumerin mit falschen Illusionen, sondern realistisch, bodenständig und typisch für skandinavische Frauen auch sehr selbstbewusst emanzipiert.

Sie stammt ebenfalls aus einer Kleinstadt in Schweden, wurde aber in einem gebildeten, tolerant-offenen, kunstinteressierten Haushalt groß. Daher betrachtete sie das nackte Posieren vor einer Kamera und den genießenden Männeraugen des Fotografen noch locker-ungenierter, als es viele skandinavische Frauen ohnehin schon tun. Erika entspricht zwar nicht ganz meinem bevorzugten Model-Typ, aber das war beispielsweise in den Monaten mit Meli auch nicht der Fall. Trotzdem wars sehr reizvoll mit Meli; wir produzierten tolle Fotos und hatten sogar eine schöne, intensive Affäre, bis diese nach Rom zu ihrem Journalistik-Praktikum musste. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit Erika ähnlich wäre. zwinker

Jedenfalls will sie jetzt erst mal nach Freiburg, um dort eine andere schwedische Au-pair-Freundin zu treffen. Erikas aktuelle Verpflichtung läuft Ende März aus, aber sie will danach noch ein wenig den milden Frühling in der Gegend erleben oder andere europäische Länder bereisen, was ich bei ihrem Entdeckergeist und alterstypischer Abenteuer- und Lebenslust gut verstehen kann.

»Wow…, was für ein Luxusschlitten…, und dieses riesige Hyperscreen-Armaturenbrett…«, staunten die drei jungen Frauen typischerweise, als wir schließlich den riesigen Kofferraum des EQS-SUV beluden und sie auf den weichen, duftenden Ledersitzen Platz nahmen. Laura drehte sich auf dem Beifahrersitz nach hinten und natürlich palaverten die vier auf typische Art völlig ungeniert über alles Mögliche: bevorzugt Männer, die Attraktivität von Professoren und die Qualität von deren Vorlesungen, Klamotten, Partys, Schmuck, Kosmetik, Sex und Verhütung. Wenn eine Gruppe junger Frauen erst mal richtig loslegt, hält sich der kluge Mann am besten weitestgehend raus und schaltet seine Ohren auf Durchzug, während er brav die Rolle als Chauffeur erfüllt. lach


 

Nein, ich übertreibe ein wenig. Zumindest ab und zu bezogen sie mich auf der einstündigen Fahrt mit ins Gespräch ein, was ganz unterhaltsam wars. Doch ich fand es ohnehin angebracht, mich vor allem auf das Fahren der landschaftlich schönen L-180 zu konzentrieren. Abschnittsweise herrschte reger Verkehr, und im gebirgigen Schwarzwald gab es enge Kurven und Serpentinen, die volle Aufmerksamkeit verlangten. Da sollte man als Fahrer, auch mit einem supermodernen Luxuswagen samt unzähligen Fahrassistenz-Systemen wie dem Mercedes-Drive-Level 2 & 3 Autopilot, schon gut aufpassen. Auch vernünftige junge Frauen vergessen gern mal, dass sie einen Fahrer nicht zu sehr ablenken sollten – insbesondere wenn sie selbst kaum Fahrerfahrung haben.

Es war eine lustige Fahrt, leider bei trübem Wetter, das die Gipfel in graue Schleier hüllte, aber immerhin ohne nennenswerten Regen. Zunächst setzten wir Erika ab, dann die beiden Studentinnen, und halfen ihnen natürlich noch, ihren ganzen Kram in ihre WG zu schaffen. Dann ging es weiter zu der WG, in der Laura und Jörg leben. Diese ist ziemlich groß: neun Zimmer in zwei zusammenhängenden Altbauwohnungen über das ganze Stockwerk, mit diesen herrlich hohen Decken. Es gibts zwei gemütliche Wohnküchen, zwei große Bäder und acht Zimmer sind fest von zwölf Studenten belegt, die teilweise als intime Paare zusammenleben. Ein Zimmer halten sie immer für Besuche von Freunden und Verwandten frei, was eine ziemlich gastfreundliche Lösung isst.

Laura und Jörg haben je ein eigenes Zimmer, und ich zog natürlich bei ihr mit ein. Beim kurzen Aufsuchen eines der Bäder durfte ich gleich erleben, wie locker es hier zugeht. Eine sehr attraktive Jasmine, mit einer tollen Model-Figur, kam völlig ungeniert und selbstbewusst nackt herein, um zu duschen, während ich mir gerade die Hände wusch.

 

»Lass dich von mir nicht stören…«, zwinkerte sie mir wegen meiner genüsslichen Blicke schmunzelnd zu und duschte so unbekümmert in der durchsichtig verglasten Kabine ihre reizenden, vom Wasser glänzenden Formen, als wäre ich gar nicht da. Okay, solch ungehemmtes Verhalten moderner, schöner Frauen erlebte ich natürlich nicht zum ersten Mal. Dennoch empfinde ich es immer als besonders reizvoll, solch intime Momente miterleben zu dürfen, die so eine ganz eigene, prickelnde Dynamik haben. Später erzählte mir Laura, dass sich Jasmin ebenfalls, wie sie selbst, gelegentlich als Aktmodel etwas dazuverdient, was ihre Ungeniertheit erklärte.

Laura musste dann gleich los zu ihrer Vorlesung. Ich beschloss, ein wenig auf dem Bett zu faulenzen, dem Treiben auf der Straße zuzuhören und am Laptop zu arbeiten. Am frühen Abend, nach ihrer Rückkehr, machten wir uns ausgehfertig und hatten sogar das Glück, kurzzeitig noch etwas warmen Sonnenschein durch eine Wolkenlücke zu erhaschen, der die Fassaden kurz aufleuchten ließ. Laut Vorhersage solls ab Mittwoch wieder sehr sonnig und mild werden.


 

Zum Abendessen besuchten wir das hübsche und gemütliche Chada Thai, um mal wieder etwas anderes als schwäbische Hausmannskost zu genießen und unsere Gaumen mit exotischen Aromen zu kitzeln. Wie ich liebt Laura die geschmacksintensive, gesunde asiatische Küche sehr. Das Personal dort isst ausgesprochen freundlich, und die Küche arbeitet auf hohem Niveau, mit viel frischem Koriander und feiner Schärfe. Eindeutig zu Recht bekommen sie auf Google 4,6 Sterne; selbst in Thailand aß ich schon schlechtere Thai-Küche als hier. Preislich sollte man etwa 20,- bis 30,- € pro Person einplanen. Sehr empfehlenswert!

Wir hatten bewusst auf eine Verabredung mit Freunden verzichtet, um mal wieder ungestört Zeit als Paar zu verbringen und die Zweisamkeit zu genießen. In Freiburg dreht sich das studentische Ausgehen seit Jahrzehnten um das sogenannte „Bermuda-Dreieck“ – das zentrale Kneipenviertel in der Altstadt. Dieses Viertel mieden wir heute jedoch, da uns dort mit großer Wahrscheinlichkeit Bekannte begegnet wären und wir unweigerlich in einer lustig-aufgedrehten Runde gelandet wären.

Stattdessen wollten wir die schicke Hemingway-Bar im Gewölbekeller des Hotel Victoria am Südende des Colombi-Parks besuchen. Leider hat diese gute, vermutlich beste Bar in Freiburg, montags und dienstags jedoch geschlossen, Mist!

Nur wenige Schritte weiter befindet sich jedoch die täglich geöffnete Pianobar im Colombi Hotel. Die isst zwar nicht ganz so gut wie das Hemingway, aber auch nicht übel und strahlt eine gediegene Ruhe aus. Ein ungarischer Pianist klimperte sehr gekonnt am Piano, ganz klassisch wie in alten Zeiten. Die Cocktails waren gut zubereitet, genau das richtige Mischungsverhältnis. Manche Rezensionen auf Google bemängeln den Service, doch bei unserem Besuch gab es absolut nichts zu meckern. Solche Negativ-Bewertungen hängen halt oft auch vom eigenen Benehmen ab, wie ich immer wieder feststellen muss.

 

Trotz ihrer Jugend mag auch Laura solche gehobenen, eher klassisch-altmodischen Etablissements mit Niveau. Ich erwähnte es schon: Laura hat deutlich mehr Niveau, als man ihr auf den ersten Blick vielleicht anmerkt. Ich schätze das sehr an ihr, denn ich bin nicht der Typ für hemmungslos wilde Partyrunden, wo jeder meint, „die Sau rauslassen“ zu müssen. In den nächsten Tagen werde ich sicher auch mal typische Studentenkneipen besuchen, aber persönlich bevorzuge ich das gehobene Gentleman-Niveau, bei dem man sich noch ordentlich unterhalten kann. Es freut mich, wenn das auch einer jungen Frau wie Laura gefällt.

Es war bereits nach Mitternacht, als wir noch durch den nächtlich beleuchteten Colombipark spazierten und wie frisch Verliebte knutschten, während die Luft herrlich kühl und klar war. Dann fuhren wir mit dem Taxi zurück zur WG, duschten uns kurz frisch und landeten schnurstracks im Bett, wo wir noch ein schönes, intensives Stündchen Freude aneinander hatten. zwinker


 

Nach einer weiteren schnellen Dusche zum Abwaschen des Liebesschweißes und dem Aufziehen frischer, kühler Bettwäsche kuschelten wir uns eng aneinander und sprachen noch leise über den Tag, bis wir schließlich schnell ins Reich der Träume hinüberschlummerten.

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