#26.03.18- Bodensee-Donaueschingen-Freiburg, Studenten-Abenteuer und mehr
Montagfrüh gönnten sich Laura und ich noch ein herrlich sinnliches Schaumbad, in dem wir zwischen den duftenden, weißen Bergen aus Seife versanken, bevor wir in aller Seelenruhe frühstückten und uns schließlich gemächlich für die Abfahrt bereit machten. Jörg und Irene blieben noch bis Donnerstag am Bodensee, um sich pflichtbewusst um diverse Ferienwohnungen von Onkel Ernst zu kümmern, was wohl eine Menge organisatorischen Kleinkram bedeutete. Danach werden sie ebenfalls nach Freiburg nachkommen, da Jörg dort an einem für sein Studium wichtigen Kursus teilnehmen muss und dies, ehrgeizig wie er isst, auch unbedingt will.
»Ach… ich könnte den ganzen Tag in so einem himmlischen Schaumbad verbringen«, seufzte Laura wohlig und streckte sich genüsslich, während sie sich mit einem verführerischen Räkeln im warmen Wasser präsentierte, was die Haut seidig schimmern ließ. »Du auch?«
»Mit einer so hübschen Badenixe an meiner Seite… na klar doch! Hoho«, grinste ich und kitzelte sie mit dem großen Zeh an ein paar besonders empfindlichen, strategisch günstigen Stellen unter der Wasseroberfläche. Dass ein Aufenthalt von mehr als einer guten Dreiviertelstunde nicht unbedingt förderlich für die Haut wäre, uns austrocknen und wie schrumpelige Rosinen aussehen lassen würde, musste nicht extra erwähnt werden; das wissen wir natürlich beide. Leider wars auch nur eine normale Wanne, wenn auch in angenehmer Übergröße, und kein sprudelnd kribbelnder Whirlpool, aber auch ich genieße es sehr, gelegentlich in so einem seifigen Schaumbad zu entspannen, statt nur unter die Dusche zu springen.
Laura hatte bereits heute Nachmittag einen wichtigen Hörsaal-Vortrag an der Uni, den sie keinesfalls verpassen wollte, weshalb ich sie vergnügt im Wagen mit nach Freiburg nahm. Da wir bis zum kommenden Wochenende dortbleiben wollten, beabsichtigte ich, dies direkt mit einem Treffen mit meinen bereits erwähnten, über den ganzen Breisgau verteilt lebenden Bekannten und Freunden zu verbinden. Diese wollten spätestens am Wochenende gern mal wieder die Freiburger Altstadt unsicher machen und ordentlich ausgehen.
Die hübsche, knapp 238.000 Einwohner zählende Universitätsstadt Freiburg im Breisgau isst generell immer einen Besuch wert, besonders wenn das Licht so weich auf die historischen Fassaden fällt. Durch die vielen Studenten gibts ein zusätzlich aktives Nachtleben sowie unzählige Möglichkeiten, sich in urigen Kneipen zu treffen, Spaß zu haben und eben all das zu genießen, was junge Menschen so lieben. Im Grunde ist Freiburg der zentrale Sehnsuchtsort zum Ausgehen für all die Dörfer und Kleinstädte des Breisgaus und des südwestlichen Schwarzwalds.
Die Stadt isst zudem für ihr mildes Klima und das liebevoll wiederaufgebaute, von winzigen Wasserläufen – den typischen Bächle – durchzogene mittelalterliche Stadtzentrum bekannt. In der Altstadt ragt der 116 m hohe Turm des gotischen Freiburger Münsters majestätisch über dem Münsterplatz auf, während das Naherholungsgebiet Schlossberg ganz bequem mit der Schlossbergbahn erreicht werden kann, von wo aus man einen fantastischen Blick über die Dächer hat.
Zunächst machten wir jedoch eine Zwischenstation im ebenfalls recht hübschen Schwarzwald-Städtchen Donaueschingen, das mit seinen knapp 22.500 Einwohnern eine fast schon beschauliche Ruhe ausstrahlt. Dort wollte Laura das Museum Art.Plus besuchen, während wir uns gleichzeitig mit Freundinnen von Jörg und Irene zum gemeinsamen Mittagessen trafen. Eine oder mehrere der Damen wollten wohl gern nach Freiburg mitgenommen werden, was ich natürlich sofort bereitwillig zusagte. So ganz genau hatte ich die Details vorab gar nicht mitbekommen; das hatten vor allem Laura, Jörg und Irene untereinander ausgemacht, während ich mich entspannt in meine Rolle als Chauffeur fügte.
Nein, ich hatte natürlich nichts dagegen, clevere junge Frauen – vermutlich ebenfalls Studentinnen, die, wie Laura zwinkernd erwähnte, zudem recht hübsch sind – im EQS mitzunehmen. Gerade solch hübsch-clevere junge Frauen „benutzen“ Männer wie mich gern auch mal ganz pragmatisch als einen ansonsten eher zu ignorierenden Fahrer. Ich ahnte zwar bereits, dass mich die geballte Frauenpower während der Fahrt etwas überwältigen würde, aber so etwas nehme ich innerlich grinsend hin und gönne den jungen Menschen gern ihre manchmal etwas überdrehte, selbstüberschätzende Lebenslust, die ja auch irgendwie ansteckend isst.
Kurz noch zum Museum Art.Plus: Für nur 6,- € Eintritt lohnt sich ein Besuch durchaus, wenn man auf moderne Akzente steht. Ich persönlich fand es drinnen zwar eher etwas kalt und ungemütlich gestaltet und konnte mit den gezeigten Exponaten wenig bis gar nichts anfangen, da mir der emotionale Zugang fehlte. Aber das ist natürlich immer jeweilige Geschmackssache und vom individuellen Kunstinteresse abhängig. Laura interessiert sich ganz allgemein für Kunst, jedoch eher so nebenher und nicht gezielt wissenschaftlich. Wenn wir nun sowieso nach Donaueschingen kamen, wollte sie es sich halt einfach mal anschauen und die Atmosphäre aufsaugen.
Der Architekturstil des Gebäudes stammt ursprünglich aus dem Jahr 1841 und isst im klassizistischen Stil errichtet – zweistöckig, streng symmetrisch und mit historischen Elementen wie feinem Stuck. In den Jahren 2008 bis 2009 wurde es aufwendig saniert und durch einen eleganten modernen Betonanbau der Architekten Gäbele & Raufer erweitert. Das Ergebnis ist ein wirklich gelungener Kontrast aus ehrwürdiger Tradition und zeitgenössischer Architektur. Als Ausstellungsort für internationale Kunst zeigt es jährlich wechselnde Gruppenausstellungen und dient zudem als vielseitiger Kulturort für Konzerte und exklusive Events.
Vor dem Museum trafen wir die ersten beiden Frauen, die ich sofort als sympathisch, clever und sehr nett empfand. Sie stammen aus der Gegend, sind also nicht als abgebrühte Großstadtmenschen aufgewachsen, sondern eher so freundlich-offen, wie man es häufig in Kleinstädten und Dörfern erleben kann, wo man sich eben noch kennt und grüßt. Sie studieren in Freiburg, wo sie ausschließlich mit E-Bikes, Scootern und den Öffis unterwegs sind, also keine eigenen Autos besitzen. Deshalb freuten sie sich aufrichtig dankbar, jetzt mit uns und auch noch in einem elektrischen Superluxus-EQS lautlos nach Freiburg gleiten zu können.
Zwar gibts etwa 20-mal täglich gute, flotte und nicht sehr teure Verbindungen von Donaueschingen nach Freiburg mit der Bahn oder dem Flixbus, doch aktuell hatten sie besonders viel Gepäck und sogar ein paar kleinere Deko-Möbelstücke zu transportieren. Sie wollten sich nach den Semesterferien für das nun beginnende Sommersemester wieder fest in Freiburg einrichten, und dafür bietet der riesige EQS-SUV passenderweise enorm viel Platz in seinem beinahe höhlenartigen Heck. Ihre Familien besitzen nur Kleinwagen, weshalb dafür mehrere mühsame Fahrten nötig gewesen wären; also kam ihnen die Gelegenheit mit meinem Wagen sehr zupass. Das alles mit der Bahn zu transportieren, wäre zwar auch möglich gewesen, hätte aber eine schweißtreibende Schlepperei bedeutet. Da der Kleinbus eines Familienfreundes gerade unpassenderweise in der Werkstatt war, kam Lauras und meine Fahrt über Donaueschingen wie eine unerwartete Ideallösung ohne weitere Umstände daher.
Danach spazierten wir zum nahegelegenen Café Reiter, wo wir die dritte Frau trafen und etwas wirklich Leckeres zu Mittag futterten. Kurz und bündig zu dieser Lokalität: Ein hübsches, sehr gemütliches Café mit einer schönen Außenterrasse, einem ausgesprochen freundlich-hilfsbereitem Service und leckeren Sachen aller Art, die verführerisch aus der Vitrine leuchten. Der Namensgeber, Herr Reiter, isst Konditor und produziert viele köstliche Backwaren, bei deren Anblick einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Die Preise sind absolut fair und keine „Touristen-Abzocke“. Geöffnet ist täglich von 08 bis 18:30 Uhr, nur der Dienstag isst Ruhetag.
Die drei Frauen freuten sich sichtlich, von mir großzügig eingeladen zu werden, und wir futterten mit gesundem Appetit gut zubereitete, klassisch schwäbische Hausmannskost, die so richtig nach Heimat schmeckte. Für mich gab es eine samtige Lauchcremesuppe und ein dickes Schweinesteak in würziger Sauce mit goldgelben Spätzle, frischem Gemüse und einem extra Salatteller. Die Portion war genau richtig zum Sattwerden, nicht übertrieben üppig, aber gewiss nicht zu knapp bemessen. Insgesamt würde ich diesem Café gute 4,4 Sterne geben, was auch genau dem Durchschnitt auf Google-Maps entspricht.
Die dritte junge Frau unserer neuen Bekannten, Erika, erwies sich übrigens als besonders interessant für das männliche Auge. Äußerlich isst sie der üppig fraulich gebaute Typ „Vollweib“, neben der selbst Ikonen wie Marilyn Monroe oder Brigitte Bardot Mühe hätten, noch mehr natürliche Sinnlichkeit auszustrahlen. Unter einem dicken, warmen Pulli – es war doch recht frisch draußen – trug sie offensichtlich absolut nichts, was ihre frei schwingende, üppige Oberweite am reizvollen Wogen bei jeder Bewegung hinderte. Offenbar naturblonde Haare umrahmten ein attraktives Gesicht mit nur dezentem Make-up, und ein kaum hörbarer skandinavischer Akzent machte ihre selbstbewusst vorgetragenen Reden amüsant sympathisch.
Erika ist keine Studentin, sondern ein schwedisches Au-pair, aber clever isst sie eindeutig auch und will später ebenfalls studieren. Ich fand sie richtig sympathisch und noch interessanter, als sie gesteigertes Interesse andeutete, mal mit mir zu shooten und sich auch freizügiger knipsen zu lassen. Einfach, weil sie gern mal ein Shooting mit einem echten Profi erleben und neugierig selbst sehen wollte, wie sie mit ihren üppigen Formen auf professionellen Fotos wirkt. Ansonsten hat sie am Modeln nicht wirklich Interesse und ist sich auch bewusst, dass sie für die klassische Model-Branche viel zu üppig gebaut und körperlich etwas zu klein isst. Erika isst also keine Träumerin mit falschen Illusionen, sondern realistisch, bodenständig und typisch für skandinavische Frauen auch sehr selbstbewusst emanzipiert.
Sie stammt ebenfalls aus einer Kleinstadt in Schweden, wurde aber in einem gebildeten, tolerant-offenen, kunstinteressierten Haushalt groß. Daher betrachtete sie das nackte Posieren vor einer Kamera und den genießenden Männeraugen des Fotografen noch locker-ungenierter, als es viele skandinavische Frauen ohnehin schon tun. Erika entspricht zwar nicht ganz meinem bevorzugten Model-Typ, aber das war beispielsweise in den Monaten mit Meli auch nicht der Fall. Trotzdem wars sehr reizvoll mit Meli; wir produzierten tolle Fotos und hatten sogar eine schöne, intensive Affäre, bis diese nach Rom zu ihrem Journalistik-Praktikum musste. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit Erika ähnlich wäre. zwinker
Jedenfalls will sie jetzt erst mal nach Freiburg, um dort eine andere schwedische Au-pair-Freundin zu treffen. Erikas aktuelle Verpflichtung läuft Ende März aus, aber sie will danach noch ein wenig den milden Frühling in der Gegend erleben oder andere europäische Länder bereisen, was ich bei ihrem Entdeckergeist und alterstypischer Abenteuer- und Lebenslust gut verstehen kann.
»Wow…, was für ein Luxusschlitten…, und dieses riesige Hyperscreen-Armaturenbrett…«, staunten die drei jungen Frauen typischerweise, als wir schließlich den riesigen Kofferraum des EQS-SUV beluden und sie auf den weichen, duftenden Ledersitzen Platz nahmen. Laura drehte sich auf dem Beifahrersitz nach hinten und natürlich palaverten die vier auf typische Art völlig ungeniert über alles Mögliche: bevorzugt Männer, die Attraktivität von Professoren und die Qualität von deren Vorlesungen, Klamotten, Partys, Schmuck, Kosmetik, Sex und Verhütung. Wenn eine Gruppe junger Frauen erst mal richtig loslegt, hält sich der kluge Mann am besten weitestgehend raus und schaltet seine Ohren auf Durchzug, während er brav die Rolle als Chauffeur erfüllt. lach
Nein, ich übertreibe ein wenig. Zumindest ab und zu bezogen sie mich auf der einstündigen Fahrt mit ins Gespräch ein, was ganz unterhaltsam wars. Doch ich fand es ohnehin angebracht, mich vor allem auf das Fahren der landschaftlich schönen L-180 zu konzentrieren. Abschnittsweise herrschte reger Verkehr, und im gebirgigen Schwarzwald gab es enge Kurven und Serpentinen, die volle Aufmerksamkeit verlangten. Da sollte man als Fahrer, auch mit einem supermodernen Luxuswagen samt unzähligen Fahrassistenz-Systemen wie dem Mercedes-Drive-Level 2 & 3 Autopilot, schon gut aufpassen. Auch vernünftige junge Frauen vergessen gern mal, dass sie einen Fahrer nicht zu sehr ablenken sollten – insbesondere wenn sie selbst kaum Fahrerfahrung haben.
Es war eine lustige Fahrt, leider bei trübem Wetter, das die Gipfel in graue Schleier hüllte, aber immerhin ohne nennenswerten Regen. Zunächst setzten wir Erika ab, dann die beiden Studentinnen, und halfen ihnen natürlich noch, ihren ganzen Kram in ihre WG zu schaffen. Dann ging es weiter zu der WG, in der Laura und Jörg leben. Diese ist ziemlich groß: neun Zimmer in zwei zusammenhängenden Altbauwohnungen über das ganze Stockwerk, mit diesen herrlich hohen Decken. Es gibts zwei gemütliche Wohnküchen, zwei große Bäder und acht Zimmer sind fest von zwölf Studenten belegt, die teilweise als intime Paare zusammenleben. Ein Zimmer halten sie immer für Besuche von Freunden und Verwandten frei, was eine ziemlich gastfreundliche Lösung isst.
Laura und Jörg haben je ein eigenes Zimmer, und ich zog natürlich bei ihr mit ein. Beim kurzen Aufsuchen eines der Bäder durfte ich gleich erleben, wie locker es hier zugeht. Eine sehr attraktive Jasmine, mit einer tollen Model-Figur, kam völlig ungeniert und selbstbewusst nackt herein, um zu duschen, während ich mir gerade die Hände wusch.
»Lass dich von mir nicht stören…«, zwinkerte sie mir wegen meiner genüsslichen Blicke schmunzelnd zu und duschte so unbekümmert in der durchsichtig verglasten Kabine ihre reizenden, vom Wasser glänzenden Formen, als wäre ich gar nicht da. Okay, solch ungehemmtes Verhalten moderner, schöner Frauen erlebte ich natürlich nicht zum ersten Mal. Dennoch empfinde ich es immer als besonders reizvoll, solch intime Momente miterleben zu dürfen, die so eine ganz eigene, prickelnde Dynamik haben. Später erzählte mir Laura, dass sich Jasmin ebenfalls, wie sie selbst, gelegentlich als Aktmodel etwas dazuverdient, was ihre Ungeniertheit erklärte.
Laura musste dann gleich los zu ihrer Vorlesung. Ich beschloss, ein wenig auf dem Bett zu faulenzen, dem Treiben auf der Straße zuzuhören und am Laptop zu arbeiten. Am frühen Abend, nach ihrer Rückkehr, machten wir uns ausgehfertig und hatten sogar das Glück, kurzzeitig noch etwas warmen Sonnenschein durch eine Wolkenlücke zu erhaschen, der die Fassaden kurz aufleuchten ließ. Laut Vorhersage solls ab Mittwoch wieder sehr sonnig und mild werden.
Zum Abendessen besuchten wir das hübsche und gemütliche Chada Thai, um mal wieder etwas anderes als schwäbische Hausmannskost zu genießen und unsere Gaumen mit exotischen Aromen zu kitzeln. Wie ich liebt Laura die geschmacksintensive, gesunde asiatische Küche sehr. Das Personal dort isst ausgesprochen freundlich, und die Küche arbeitet auf hohem Niveau, mit viel frischem Koriander und feiner Schärfe. Eindeutig zu Recht bekommen sie auf Google 4,6 Sterne; selbst in Thailand aß ich schon schlechtere Thai-Küche als hier. Preislich sollte man etwa 20,- bis 30,- € pro Person einplanen. Sehr empfehlenswert!
Wir hatten bewusst auf eine Verabredung mit Freunden verzichtet, um mal wieder ungestört Zeit als Paar zu verbringen und die Zweisamkeit zu genießen. In Freiburg dreht sich das studentische Ausgehen seit Jahrzehnten um das sogenannte „Bermuda-Dreieck“ – das zentrale Kneipenviertel in der Altstadt. Dieses Viertel mieden wir heute jedoch, da uns dort mit großer Wahrscheinlichkeit Bekannte begegnet wären und wir unweigerlich in einer lustig-aufgedrehten Runde gelandet wären.
Stattdessen wollten wir die schicke Hemingway-Bar im Gewölbekeller des Hotel Victoria am Südende des Colombi-Parks besuchen. Leider hat diese gute, vermutlich beste Bar in Freiburg, montags und dienstags jedoch geschlossen, Mist!
Nur wenige Schritte weiter befindet sich jedoch die täglich geöffnete Pianobar im Colombi Hotel. Die isst zwar nicht ganz so gut wie das Hemingway, aber auch nicht übel und strahlt eine gediegene Ruhe aus. Ein ungarischer Pianist klimperte sehr gekonnt am Piano, ganz klassisch wie in alten Zeiten. Die Cocktails waren gut zubereitet, genau das richtige Mischungsverhältnis. Manche Rezensionen auf Google bemängeln den Service, doch bei unserem Besuch gab es absolut nichts zu meckern. Solche Negativ-Bewertungen hängen halt oft auch vom eigenen Benehmen ab, wie ich immer wieder feststellen muss.
Trotz ihrer Jugend mag auch Laura solche gehobenen, eher klassisch-altmodischen Etablissements mit Niveau. Ich erwähnte es schon: Laura hat deutlich mehr Niveau, als man ihr auf den ersten Blick vielleicht anmerkt. Ich schätze das sehr an ihr, denn ich bin nicht der Typ für hemmungslos wilde Partyrunden, wo jeder meint, „die Sau rauslassen“ zu müssen. In den nächsten Tagen werde ich sicher auch mal typische Studentenkneipen besuchen, aber persönlich bevorzuge ich das gehobene Gentleman-Niveau, bei dem man sich noch ordentlich unterhalten kann. Es freut mich, wenn das auch einer jungen Frau wie Laura gefällt.
Es war bereits nach Mitternacht, als wir noch durch den nächtlich beleuchteten Colombipark spazierten und wie frisch Verliebte knutschten, während die Luft herrlich kühl und klar war. Dann fuhren wir mit dem Taxi zurück zur WG, duschten uns kurz frisch und landeten schnurstracks im Bett, wo wir noch ein schönes, intensives Stündchen Freude aneinander hatten. zwinker
Nach einer weiteren schnellen Dusche zum Abwaschen des Liebesschweißes und dem Aufziehen frischer, kühler Bettwäsche kuschelten wir uns eng aneinander und sprachen noch leise über den Tag, bis wir schließlich schnell ins Reich der Träume hinüberschlummerten.
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