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Italien, Syrakus, Sizilien, #Dezember #6 Ortigia Straßenmarkt-Abenteuer, Dolce vita far niente und Starverkäuferin Sasha

 

#25.12.11- Italien, Syrakus, Sizilien, #Dezember #6

Ortigia Straßenmarkt-Abenteuer, Dolce vita far niente und Starverkäuferin Sasha

Der halbe Vormittag war bereits vergangen, als Meli und ich unsere Online-Arbeit beendeten – E-Mails beantwortet, Termine koordiniert, ein paar dringende Anfragen für das Schloss erledigt. Die Sonne stand schon hoch am Himmel, und die leicht salzige Meeresbrise, die durch die geöffneten Fenster wehte, verhieß einen wunderschönen Tag. Draußen zwitscherten die Vögel, und das ferne Geklapper von Geschirr aus der Küche verriet, dass das Personal bereits die Vorbereitungen zum Mittagessen für die Gäste traf.

Annegret, Tom, Simone und das süße Mäuschen Sasha warteten bereits ungeduldig auf uns, als wir uns fertig machten. Dazu gesellten sich sieben der Hollywood-Gäste – nicht die Hauptstars selbst, sondern Mitglieder ihres Trosses, die Lust auf einen Ausflug zum Straßenmarkt auf Ortigia hatten. Sasha war schon ganz aufgeregt, ihre Augen leuchteten vor Vorfreude, und sie hüpfte unruhig von einem Fuß auf den anderen. Ein sizilianischer Vormittag zwischen Markttrubel, Kinderlachen und der Kunst des Handelns erwartete uns.

»Darf ich mir ein Andenken… oder etwas Hübsches für mich aussuchen?« fragte sie schon auf der Hinfahrt ihre Eltern mit diesem unwiderstehlichen, sehnsüchtigen Blick, der selbst hartgesottensten Herzen schmelzen ließ. Wie immer mussten wir alle über ihre Süße schmunzeln. Sie ist einfach zu liebenswert – klug, raffiniert und charmanter, als es ein Kind eigentlich dürfte. Ein leicht gesenkter Kopf, ein schüchternes Lächeln, und zack – jeder wäre bereit, ihr die Welt zu schenken.

»Als Hausherr muss ich das untersagen!« grinste ich sehr vergnügt hinter dem Steuer des EQS und schaute gespielt streng im Rückspiegel zu ihr auf dem hintersten Klappsitz. »Es sei denn…«

»Steve, hihihi!« protestierte sie sofort und wusste natürlich, dass ich sie nur aufzog. »Es sei denn, was?«

»Na ja…, also…, ich weiß nicht, ob ich das sagen soll…« stotterte ich grinsend und tat, als würde ich zögern.

»Aaaaahihi, voll gemein! Jetzt sag schon! Biiiiiitteeeee hihi.« kicherte sie ungeduldig und klatschte begeistert in die Hände.

»Also wenn du ganz brav bist…« kam ich nicht weiter, denn sie kicherte sofort dazwischen.

»Aber ich bin doch IMMER superbrav und superlieb und…, total brav hihi!« rief sie mit theatralischer Unschuldsmiene und spielte die perfekte Engelchen-Rolle.

»ALSO« hob ich leicht die Stimme, »für ein paar super-ultra-giga-galaktisch süße Küsschen von Elben-Kriegerin Sasha, bevor sie mich mit Galadriels Dolch bedroht und als Heerführerin einen Krieg gegen mein Reich entfacht, könnte ich vielleicht davon überzeugt werden, nicht mehr dagegen zu sein.«

»Merkste was?« rief Simone, die erwachsene Tochter, von der Mitte der Rücksitze aus und klopfte ihrer kleinen Schwester spielerisch auf die Schulter. »Unser Schlossherr will bestochen werden! Wenn du ihn dafür bei mir anzeigst«, fügte sie verschmitzt hinzu, »verurteile und bestrafe ich ihn zu schrecklicher Kerkerhaft.«

»Verurteilen? Bestrafen? Kerkerhaft?« spielte ich den Erschrockenen und Eingeschüchterten. »Oh nein, ich nehme alles zurück und bin der unterwürfigste Diener der holden Damen!«

»ALSO« imitierte mich Sasha ziemlich gekonnt und zwinkerte mir verschmitzt zu. »Wenn DU ganz lieb bist, vergesse ich das vielleicht, hihihi… und kriegst du vielleicht ein-zwei Küsschen hihi.« Prustete sie begeistert über dieses spielerische Gefrotzel.

Meli, Annegret und Tom amüsierten sich köstlich, und Annegret meinte knochentrocken: »Nimm dir ein Beispiel an Tom, Steve. Der hat schon lang aufgegeben und weiß, dass er gegen MEINE Töchter keine Chance hat, haha!«

Tom spielte mit und seufzte abgrundtief zustimmend, woraufhin wir alle in helles Lachen ausbrachen – Sasha kicherte, Simone prustete, und ich verschluckte mich fast vor Lachen.

 

Dementsprechend gutgelaunt kamen wir am Ziel an. Ich parkte den SUV auf der Piazza della Posta – und welch ein Glück: Unglaublicherweise hatte ich tatsächlich einen freien Parkplatz erwischt! Normalerweise ist dort alles vollgeparkt, und man muss lang kreisen oder in seitlichen Gassen sein Glück versuchen. Heute jedoch lächelte das Schicksal uns an – oder vielleicht hatte Sashas gute Laune einfach die Welt auf unsere Seite gebracht.

Von dort aus waren es nur 200 Meter bis zum Straßenmarkt, und die Schönen – Annegret, Simone, Meli und Sasha – stürzten sich sofort begeistert in den Trubel. Tom und ich blieben etwas zurück und schauten amüsiert zu, wie die Frauen taten, was weibliche Wesen nun mal lieben: Durch Geschäfte und Stände stöbern, tausend Sachen angucken, darüber schwätzen und hier und da auch etwas kaufen – ganz gleich, ob sie es benötigen oder nicht. Einfach aus Freude am Shopping, am Entdecken, am Feilschen.

Sasha wuselte überall mit großen, neugierigen Augen herum, und da Italiener im Allgemeinen kinderlieb sind, bekam sie hier und da leckere Happen zum Probieren geschenkt, augenzwinkernde Aufmerksamkeit und spielerische Komplimente darüber, wie hübsch sie sei. Ein junger, glutäugiger, sizilianischer Casanova, ungefähr in ihrem Alter, dackelte prompt fasziniert hinter ihr her und vergass alles um sich herum, außer Sasha – ein Anblick, der uns Erwachsenen ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Überall wurde gescherzt und gelacht, oder in Preisverhandlungen geflucht und gedroht – was natürlich alles nur geliebtes Spiel ist, genauso wie die spielerisch-unverbindliche Art, Komplimente zu machen und zu flirten. Händler riefen ihre Ware aus, Frauen feilschten um jeden Cent, und Kinder liefen lachend zwischen den Ständen hin und her.

Wir trafen ein paar bekannte Gesichter – der Fischhändler, der uns immer die besten Meeresfrüchte aufhebt, die alte Signora, die handgemachte Seifen verkauft, und der junge Künstler, der Aquarelle von Ortigia malt. Wie üblich auf solchen Straßenmärkten gings sehr lebhaft zu – ein Gewirr aus Stimmen, Düften und Farben, das einen sofort in seinen Bann zieht.


 

Sasha stand plötzlich vor einem Stand mit handgefertigtem Schmuck und hielt ein zartes, silbernes Armband in der Hand. »Steve, Steve!« rief sie begeistert und winkte mir zu. »Guck mal, wie schön! Darf ich…?«

Ich seufzte theatralisch, ging zu ihr und betrachtete das Schmuckstück. »Na gut, Elbenprinzessin. Aber nur, wenn du mir versprichst, es jeden Tag zu tragen und nie zu vergessen, wer es dir geschenkt hat.«

»Versprochen!« strahlte sie und umarmte mich impulsiv. »Danke, Steve! Du bist der Beste!« Von ihren süßen Dankesküsschen bekam ich mal wieder einen Zuckerschock.

Die Händlerin lächelte wissend, wickelte das Armband in Seidenpapier und reichte es Sasha mit einem »Für die schönste Prinzessin von Ortigia!« Und so ging ein wundervoller Vormittag weiter – zwischen Lachen, Handeln und der einfachen Freude, miteinander Zeit zu verbringen.

Ein Festmahl unter sizilianischer Sonne – wo Genuss auf Lebensfreude trifft – erwartete uns. Die Sonne hatte inzwischen die letzten zarten Wolkenreste vertrieben und mit bereits angenehmen 19 °C verwandelte sie den Marktplatz in ein goldenes Meer aus Licht, Lachen und lebendigem Treiben. Die sieben anderen Hausgäste – eine bunte Mischung aus Assistenten, Sicherheitsleuten und einem Schauspieler-Agenten – verteilten sich in kleinen Gruppen über den Markt. Drei von ihnen, darunter eine junge Kostümbildnerin aus Rom, sprachen sogar recht gutes Italienisch und tauschten sich bereits angeregt mit den Händlern aus, während die anderen fasziniert die bunten Stände erkundeten oder genüsslich an frisch gepresstem Orangensaft nippten. Ihre Gesichter verrieten: Sie genossen dieses Stück sizilianisches Leben in vollen Zügen.


 

Wir sechs – Meli, Annegret, Tom, Simone, Sasha und ich – standen eine Weile locker beisammen und überlegten, wo wir uns zum Mittagessen niederlassen wollten. Die Qual der Wahl war groß, denn Ortigia wimmelt nur so von guten bis herausragenden Ristorantes, und nur wenige fallen in die Kategorie der touristischen Abzockfallen mit durchschnittlicher oder gar schlechter Qualität. Doch heute zog es uns zu einem besonderen Ort, den wir spontan auswählten: die hübsche, offensichtlich auch bei Einheimischen beliebte Drogheria Drago in der Via Emmanuele de Benedictis 20 ist ein Geheimtipp, der kein Geheimnis bleiben sollte.

Schon von weitem sah man die bunte, lebendige Fassade des Ladens, der sich nahtlos in das bunte Treiben des Marktes einfügte. Vor dem Eingang standen ein paar kleine Tische mit roten Karokissen, an denen Gäste lachten, schmatzten und sich unterhielten, als gehörten sie zu einer großen Familie. Ein Schild mit der handgemalten Aufschrift »Piatto del Giorno – 10€« verhieß köstliche Überraschungen, und der Duft von frischem Basilikum, gegrilltem Fisch und knusprigem Brot zog uns magisch an.

Als wir näherkamen, hörten wir das fröhliche Stimmengewirr der Gäste und das klirrende Geschirr aus dem Innenraum. Ein älterer Herr mit Teilglatze, schneeweißen Resthaaren, vollem Backen- und imposanten Schnauzbart – der Inbegriff eines sizilianischen Patriarchen – stand hinter dem Streetfood-Verkaufsstand und bereitete mit sichtlicher Hingabe seine Streetfood-Mix-Teller zu, welche die meisten gern nahmen. Sein Lächeln war so warm, dass man sofort das Gefühl hatte, nach Hause zu kommen.

Eine Rezension auf Google, die ich gelesen hatte, traf es so perfekt, dass ich sie hier einfach wiedergebe:

„Heiliges Donnerwetter! Was für ein Geheimtipp! Ich bin vorbeigegangen und war vom Besitzer, dem Platz und dem Essen begeistert. Mittags gibts ein ‚Piatto‘, einen Teller mit den frisch zubereiteten Gerichten des Tages. Der Fisch war unglaublich frisch, der Ricotta so lecker, dass ich ihn jetzt anders sehe. Alles auf meinem Teller war einfach fabelhaft. Zwei Gläser Wein und ein wunderbarer Teller mit Essen, bei dem ich viele verschiedene sizilianische Gerichte probieren konnte. Und das alles für unter 20 €. Unbedingt hier vorbeischauen! Jeden Cent wert und mehr.“

Kaum hatten wir uns einen Tisch gesichert – glücklicherweise gab es noch ein paar freie Plätze auf der kleinen Terrasse –, schlich Sasha fasziniert zu dem Streetfood-Stand mit dem alten Herrn. Der knorrige Alte mit dem Schnauzbart begrüßte sie mit einem verschmitzten Grinsen und einem augenzwinkernden »Ciao, Bellissima!«.

»Ciao!« strahlte Sasha zurück und stellte sich neugierig auf die Zehenspitzen, um über den Tresen zu spähen. Der Händler – Signor Drago, wie wir später erfuhren – beugte sich vor und flüsterte ihr verschmitzt etwas auf Italienisch zu. Obwohl sie nur ein paar Brocken der Sprache verstand, nickte sie eifrig und strahlte über das ganze Gesicht.


 

Plötzlich ernannte er sie zu seiner »Verkaufsassistentin« und reichte ihr eine kleine Schürze, die er ihr lächelnd umband. Begeistert half sie ihm, Bestellungen anzunehmen, Teller mit Oliven und eingemachten Artischocken zu füllen und den Gästen mit einem »Prego!« zu überreichen. Die Kundschaft lachte vergnügt, scherzte mit ihr und bestellte extra etwas, nur um ihr ein Lächeln zu entlocken. Selbst die Großfamilie der Betreiber – Tanten, Onkel, Cousins – bezog sie sofort in ihr Treiben ein, als gehöre sie schon immer dazu.

»Guarda, che bella!« rief eine der Tanten und reichte Sasha ein Stück frisch gebackenes Brot mit Olivenöl und Kräutersalz. Genüsslich biss sie hinein, und ihre Augen leuchteten vor Freude. Wer Kinder hat, kann sich vorstellen, wie glücklich ein Mädchen in ihrem Alter ist, wenn es sich so mit einbezogen fühlt – als wäre es Teil eines großen, fröhlichen Festes.

Während Sasha ihre neue Rolle als Markthelferin genoss, bestellten wir unsere Gerichte. Der große Mix-Teller für 10,- Euro, den man auch als Gast bestellen konnte, ist wirklich empfehlenswert – eine bunte, üppige Zusammenstellung der typischsten sizilianischen Köstlichkeiten: gegrillte Sardinen, frittierte Auberginen, Caponata, Oliven, eingemachte Peperoni, frischer Ricotta mit Honig, knuspriges Brot und ein Stück Pasta alla Norma. Die Portion war so großzügig, dass selbst ein Bär wie ich davon satt geworden wäre – und mit einem Glas lokalem Weißwein oder einem frischen Limoncello-Spritz wäre man schon für 12–13 Euro hochzufrieden. Mehr als 20,-, höchstens 25,- Euro pro Person konnte man dort kaum ausgeben – es sei denn, man wollte platzen.

Wir setzten uns an einen der Tische auf der Terrasse, wo die Sonne warm auf die Haut schien und das lebhafte Markttreiben um uns herum ein Stück sizilianisches Leben atmete. Tom bestellte sich einen Teller Pasta mit Schwertfisch und Zitronensauce, Annegret und Simone teilten sich eine Portion gegrillten Tintenfisch mit Kartoffeln und Kapern, während Meli und ich uns für den Mix-Teller entschieden. Dazu bestellten wir eine Flasche LUNA-Grillo-DOC-VACCARO – der perfekt zu den würzigen Aromen der sizilianischen Küche passte.

»Mamma mia, das sieht ja aus wie ein Festmahl!« seufzte Meli begeistert, als der Teller vor uns abgestellt wurde. Jeder Bissen war ein kleines Kunstwerk – die Sardinen zart und saftig, die Auberginen knusprig und würzig, der Ricotta so cremig, dass man am liebsten den ganzen Teller abgeleckt hätte.

»Prost, Leute!« hob Tom sein Weinglas und stieß mit uns an. »Auf einen Tag, der schon jetzt perfekt ist – und auf Sasha, die uns alle mit ihrer Begeisterung ansteckt!«

»Auf Sasha!« riefen wir im Chor und tranken – während das Mäuschen stolz wie eine kleine Königin an unserem Tisch platznahm, ihre Schürze noch umgebunden, die Wangen gerötet vor Aufregung und Freude.

Dolce far niente – oder die süße Kunst des Nichtstuns – muss man einfach wie Italiener oder Sizilianer genießen. Wir blieben tatsächlich bis nach 15 Uhr sitzen – schwatzten, lachten, schlemmten und tranken Wein, als gäbe es kein Morgen. Die Zeit verging wie im Flug, und keiner von uns hatte Lust, aufzubrechen. Die Drogheria Drago war nicht nur ein Restaurant – sie war ein Erlebnis, ein Ort, an dem man einfach das Leben genießen konnte.

Die Bedienungen – meist Familienmitglieder – brachten immer wieder kleine Extras: ein Stück frischer Pecorino, ein Teller gegrillter Zucchini, ein Gläschen hausgemachten Limoncello »für die Verdauung«. Jeder Bissen schmeckte nach mehr, und jeder Schluck Wein machte die Stimmung noch lockerer.

»Weißt du, was das Schönste hier ist?« fragte Annegret irgendwann und lehnte sich entspannt zurück. »Dass man hier einfach sein darf. Kein Stress, kein ‚Muss‘ – nur dieses wunderbare Gefühl, genau da zu sein, wo man sein will.«

»Genau das ist es«, pflichtete Tom ihr bei. »In Deutschland würde man jetzt schon auf die Uhr schauen und überlegen, was als Nächstes ansteht. Hier? Hier sitzt man, trinkt seinen Wein und freut sich einfach darüber, dass die Sonne scheint.«

Sasha, die mittlerweile wieder bei uns saß, nickte eifrig. »Und dass ich so viele leckere Sachen probieren durfte! Und dass alle so nett zu mir waren!« fügte sie strahlend hinzu und biss genüsslich in ein Stück Cantucci, das ihr Signor Drago als »Belohnung für die beste Helferin« geschenkt hatte.

Die Drogheria Drago ist ein Ort, an dem man nicht nein sagen kann und mehr als ein Restaurant – sie ist ein Stück sizilianischer Lebensart. Obwohl das Lokal auch Innenräume hat, ist es eigentlich ein Marktbetrieb-Ristorante. Sie schließt täglich mit dem Markttreiben um 15:30 oder 16 Uhr. Wer sizilianisch-mediterrane Speisen in voller südländisch-lebensfroher Atmosphäre liebt und gern schlemmt, sollte hier unbedingt vorbeischauen.

Es ist quasi unmöglich, dort mit schlechter Laune zu sitzen. Die fröhlichen Rufe der Händler, das Lachen der Gäste, der Duft von frischem Essen und die herzliche Art der Betreiber machen es einfach, sich fallen zu lassen und den Moment zu genießen. Wir saßen länger, als wir eigentlich vorhatten, redeten über Gott und die Welt, erzählten Anekdoten und lachten so viel, dass uns die Bäuche wehtaten.

Als wir endlich aufbrachen, war die Sonne bereits tiefer gesunken, und der Markt begann sich langsam zu leeren. Sasha winkte Signor Drago noch einmal begeistert zu, der ihr zum Abschied ein kleines Säckchen mit Mandeln und getrockneten Feigen schenkte. »Für die schönste Prinzessin von Ortigia!« rief er ihr nach, und sie strahlte, als hätte sie soeben den höchsten Orden des Königreichs erhalten.

Alle dort wurden von ihr noch mit dankbaren, supersüßen Abschiedsküsschen bedacht, ich bekam für das Kettchen auch noch mal welche ab und wahrscheinlich sehen wir Betroffenen uns alle mit akutem Zuckerschock im Krankenhaus wieder. lach

»Das war wieder so ein Tag, der noch lange nachwirken wird.« Lächelte Mutter Annegret. Wie eigentlich jeder und jede die mit Sasha zusammentreffen, muss man sie einfach gernhaben, ins Herz schließen und sich für sie über ihr glückliches Strahlen freuen.

Mit vollen Bäuchen, glücklichen Gesichtern und dem Gefühl, einen perfekten Tag erlebt zu haben, spazierten wir herum. Die Abendsonne tauchte die Gassen von Ortigia in ein warmes, goldenes Licht, und die Luft roch nach Meer, Kräutern und dem letzten Hauch des Markttreibens.

»Das war ein wunderschöner Tag, Sasha ist Megasüß!«, seufzte Meli zufrieden und schmiegte sich leicht an mich. »Einfach nur sitzen, essen, lachen… und sich daran erinnern, wie schön das Leben sein kann.«

»Und dass Sasha jetzt offiziell die beste Verkäuferin von Ortigia ist«, fügte ich grinsend hinzu.

»Natürlich! Wer könnte da schon widerstehen?« lachte Meli, während Sasha vor uns her hüpfte, ihr neues Armband stolz im Sonnenlicht glänzen ließ und schon plante, wann sie wieder dorthin gehen würde.

»Buon pomeriggio, Sizilia!« Rief Meli lachend laut der Welt zu. Sie mit ihrer so umwerfend sinnlich-erotischen Ausstrahlung und Simone, die auf etwas dezentere Art ähnlich fotogen, schön und sinnlich rüberkommt, hatten natürlich auch nicht wenig Aufmerksamkeit und Komplimente bekommen. Und Meli beherrscht zudem perfekteres Italienisch, als die meisten Italiener, kann also wie Einheimische schwätzen, scherzen und Flirten, was sie völlig locker und freundlich zu jedem gern tut.

»Der Ausruf bedeutet auf Deutsch: „Guten Nachmittag, Sizilien!" oder auch "Schönen Nachmittag, Sizilien!", wobei Buon pomeriggio die gängige Begrüßung für den Nachmittag ist,« erklärte Meli Annegret, Tom, Simone und Sasha.

»Das ist… der schönste, tollste Urlaub meines Lebens!« Verkündete Sasha plötzlich so von Herzen kommend, dass man sie am liebsten mitten auf der Straße knuddeln wollte. Tom streichelte ihr liebevoll-väterlich über die seidigen Haare, hob sie hoch und wirbelte sie einmal herum, bis sie einfach zu süß kichernd protestierte: »Heeee… ich bin kein kleines Mädchen mehr, hihi!«


 

Leider geht hier derzeit die Sonne schon um 16:41 Uhr unter, was dann aber auch für romantische, nächtliche Beleuchtung in den meist engen, verwinkelten, malerischen Gassen, umgeben von alten Häusern sorgt. Überall gibts diese typisch südländischen Straßenterrassen vor Ristorantes, Bars und Cafés. Manche Gassen und Bereiche sind nächtlich ruhig, mit nur wenigen Spaziergängern. In anderen blüht das nächtliche Dolce Vita, aber schön und romantisch ists überall.

Wir schlenderten lange herum, besuchten zwei Bar-Apertivo, wo wir am Abend noch ein paar kleine Happen zu uns nahmen und Flavia Schwarz trafen. Gegen 21:45 Uhr, damit es nicht allzu spät für das Mädchen wurde, fuhren wir zurück zum Landschloss, wo wir uns dann auch bald in unsere Suiten zurückzogen. Meli und ich entspannten noch herrlich im Schaumbad-Jacuzzi, umgeben von romantisch brennenden Kerzen, wie sie es liebt.

 


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Italien, Syrakus, Sizilien, #Dezember #3, Arbeitsmorgen, Shootings, Florentiner Hitze, Hunde-Casanovas und Dolce Vita far niente

 

#25.12.05 – Italien, Syrakus, Sizilien, #Dezember #3, Arbeitsmorgen, Shootings,  Florentiner Hitze, Hunde-Casanovas und Dolce Vita far niente

Der Morgen begann wie so oft in letzter Zeit: Meli saß konzentriert vor ihrem Laptop, die Stirn leicht gerunzelt, während sie Notizen für ihr Fernstudium machte und ab und zu in den Video-Chat mit ihrem Mentor vertieft war. Ihre Stimme klang leise, aber entschlossen, wenn sie Fragen stellte oder Antworten gab – ein Zeichen von konzentrierter Leidenschaft. Meli war ganz in ihrem Element. Ab und zu strich sie sich unbewusst eine goldblonde Strähne hinters Ohr, eine Geste, die verriet, wie tief sie in der Materie versunken war, und das Morgenlicht fing sich in ihren Haaren wie flüssiger Honig.

Ich saß am anderen Ende des Tisches, beugte mich über meinen Laptop und erledigte die üblichen Routineaufgaben meiner täglichen Geschäfte – Mails, Anrufe, ein paar strategische Entscheidungen. Nichts Aufregendes, aber notwendig, um das Fundament eines Genießer-Lebens am Laufen zu halten. Gegen 11:30 Uhr war ich fertig, streckte mich genüsslich, dass die Wirbel knackten, und schaute zu Meli rüber.

»Fertig?«, fragte ich leise, um sie nicht aus dem Konzentrationsfluss zu reißen.

»Fast«, murmelte sie, ohne den Bildschirm aus den Augen zu lassen, die Lippen leicht geschürzt. »Noch ungefähr eine Stunde…«

»Kein Stress«, antwortete ich, stand auf und küsste sie kurz in den Nacken – dort, wo sie immer ein bisschen kitzlig ist. »Ich geh’ schon mal eine rauchen. Gabi will noch ein paar Fotos.«

Gabriella – die Künstlerin der Selbstinszenierung

Für einen Fotografen ist es ein wahres Vergnügen, mit einer temperamentvollen, aber disziplinierten und fotogenen Frau wie Gabriella zu arbeiten. Sie macht das nicht nur professionell für die Karriere, sondern mit dem Selbstbewusstsein einer schönen Frau, die einfach gern eine schöne Frau ist – mit purer Freude am Posieren, getragen von diesem klassisch weiblichen Impuls, attraktiv zu sein, zu gefallen, bewundert zu werden und einfach eine begehrenswerte Frau zu bleiben.

Gabriella wartete schon im Salon, lehnte lässig am Türrahmen und blätterte in einer Modezeitschrift. Als sie mich sah, lächelte sie dieses typische südländische Lächeln, das irgendwo zwischen »Ich weiß genau, was ich will« und »Aber ich bin trotzdem entspannt« lag – tief, warm, mit einem Hauch von Versprechen.

»Ciao, Capitano«, sagte sie mit dieser rauchigen, sinnlichen Stimme, die sofort eine Gänsehaut verursachte, und ließ die Zeitschrift sinken. »Bereit für die Fotos?«

»Immer«, grinste ich und hob die Kamera. »Du weißt doch, ich liebe es, wenn du vor der Linse stehst.«

Gabi lachte – ein warmes, tiefes Lachen, das den ganzen Raum erfüllte und irgendwie nach Rotwein und Sonne klang. »Weil ich weiß, wie man sich in Szene setzt«, sagte sie und drehte sich langsam im Kreis, während sie ihr Haar mit einer fließenden Bewegung nach hinten warf, dass es in der Sonne wie dunkle Seide glänzte. »Und weil es Spaß macht.«

Das war es, was Gabi so fotogen reizvoll machte: Sie war nicht nur eine schöne Frau – sie war eine Künstlerin der Selbstinszenierung, eine Meisterin darin, sich im perfekten Licht zu präsentieren – nicht aus Eitelkeit, sondern aus purer, südländischer Lebensfreude.

»Also«, sagte ich und richtete die Kamera auf sie, »was soll es heute sein? Erotisch? Verspielt? Klassisch-elegant?«

»Alles«, antwortete sie und zwinkerte mir zu, während sie sich mit einer einzigen, geschmeidigen Bewegung auf die Kante des antiken Sofas setzte. »Ich bin in Stimmung für alles.«

Das Shooting war wieder ein Fotospiel zwischen Professionalität und purem Vergnügen. Gabi posierte wie eine geborene, heißblütig südländische Verführerin – mal mit diesen verlockenden Blicken, die einem direkt unter die Haut gingen, mal mit lächelndem Charme, mal mit dieser unnachahmlichen Mischung aus weiblichem Stolz und flirtender Versuchung, die sie ganz natürlich perfekt beherrschte. Sie wusste genau, wie sie sich bewegen musste, um das Licht perfekt einzufangen, wie sie ihren Körper so drehen konnte, dass jeder Winkel wirkungsvoll zur Geltung kam – ein Tanz aus Kurven, Schatten und diesem unwiderstehlichen Lächeln.

 

»Du bist ein Naturtalent«, sagte ich, während ich ein paar besonders gelungene Aufnahmen machte, das Klicken der Kamera fast wie ein leises Stöhnen klang. »Kein Wunder, dass du in der Branche so erfolgreich bist.«

»Ach, das ist nicht nur Talent«, antwortete sie und änderte ihre Pose, indem sie sich lasziv auf einen Sessel fallen ließ, eine Hand im Haar, die andere lässig auf der Hüfte. »Das ist auch harte Arbeit – und das Wissen, was Männer – und Frauen – sehen wollen.«

»Und was wollen sie sehen?«, fragte ich neugierig, während ich die Kamera senkte.

»Eine Frau, die sich in ihrer Haut wohlfühlt«, sagte sie leicht, strich sich langsam über den Oberschenkel und hielt meinen Blick fest. »Eine, die weiß, was sie will – und keine Angst hat, es zu zeigen.«

Ich nickte zustimmend. »Das strahlst du aus – und deshalb sind die Fotos immer so gut.«

Gabi lächelte zufrieden und stand auf. »Gut. Dann machen wir noch ein paar – bevor das Mittagessen ruft.«

»Ich würde ja gern knipsen, Signorina…, aber gerade habe ich Angst, dass dein fantastischer Busen aus diesem Hemd platzt und mich erschlägt.« Grinste ich über die Pose, welche sie gerade einnahm. Ich muss sie wohl nicht beschreiben, ein Blick auf das Foto sollte genügen.

»Ahaha, so ein Feigling bist du, Caro?!« Lachte sie heiter und auch ein bisschen Stolz über das männliche Kompliment. Natürlich kennt sie ihre Wirkung als Frau auf Männer sehr genau… und genießt es. Frauen ihrer Art sind gern das, was sie sind, und finden es fern aller falschen, feministischen Verlogenheit für völlig normal, dass Frauen nun mal Frauen sind und Männer das wie Männer höchst reizvoll finden; weil das nun mal auf die natürlichste Art das ist, wie uns Natur und Evolution programmiert haben. Wozu offensichtliche Tatsachen verleugnen und so tun, als wäre es anders? Das überlässt sie verlogenen Moralaposteln oder ideologisch verblendeten Feministinnen und schmunzelt darüber bestenfalls mitleidig.

 

Als wir fertig waren, versammelten wir uns mit Meli zum Mittagessen. Die Hausgäste waren nach dem Frühstück zu Ausflügen aufgebrochen und würden erst am Abend zurückkommen – also hatten wir das ganze Schloss fast für uns allein. Die Küche verwöhnte uns heute mit folgenden Köstlichkeiten:

  • Ein klassischer Antipasti-Vorspeisenteller mit feinsten sizilianischen Spezialitäten – Prosciutto, Oliven, getrockneten Tomaten, cremiger Burrata und knusprigem Ciabatta.
  • Goldgelbe Fettuccine mit der erdigen Süße von Maronen, Baby-Spinat und krossem Speck, umhüllt von einer leichten, sündhaft zarten Sahnesoße, bei der man fast die Zunge verschluckte.
  • Ein frischer Obstsalat, pur mit nur einem Hauch von Zucker und einem kleinen Schuss Mandellikör – erfrischend und leicht, perfekt nach den reichhaltigen Fettuccine.
  • Und natürlich die typische Auswahl an würzigem Käse, der »den Magen schließt« – Pecorino, Gorgonzola, ein milder Provola und ein Stück Tuma, der so cremig war, dass er fast auf der Zunge zerging.

Dazu tranken wir nur sehr wenig Wein, hauptsächlich Mineralwasser und natürlich noch exzellenten Kaffee zum Abschluss, wozu ich im Freien auch genüsslich rauchte. Meli musste noch weiter konzentriert lernen und ich Autofahren, also nippten wir nur einige Schlucke hauseigenen Wein des Landgutes. Nur Gabi trank ein ganzes Glas, lehnte sich zurück und seufzte selig: »Das ist Leben.«

»Mmh«, meine Meli genüsslich seufzend und lehnte sich zufrieden zurück, »das war jetzt wieder ein Mittagessen, das nach Gourmet-Lebemann-Luxus schmeckt.«

»Und nach italienischem Dolce Vita«, fügte Gabi hinzu und hob ihr Weinglas, das in der Sonne rubinrot funkelte. »Auf uns – und darauf, dass das Leben so köstlich ist.«

Ich stieß mit Mineralwasser an – »Auf uns«, sagte ich lächelnd – »und darauf, dass wir es auch genießen.«

 

Die Sonne wärmte sehr angenehm, als wir zur Verdauung durch die Gärten des Schlossparks spazierten. Wechselnde Bewölkung ließ Licht und Schatten über die makellosen Rasen tanzen, als wollte der Himmel mit uns spielen. Manche Pflanzen blühten tatsächlich, als wäre es Frühling, und nickten im sanften Wind zu uns herüber – Bougainvillea in leuchtendem Pink, wilde Kapernbüsche und sogar ein paar spätblühende Oleander. Die Luft roch nach sizilianischer Erde, Zitrusblüten und diesem unverwechselbaren Hauch von Meer, der immer von der Küste herüberwehte. 17–18 °C – mild genug, um gemütlich über die Steinwege zu schlendern, die Hände in den Taschen, und die entspannende Ruhe zu genießen, die nur ein sizilianischer Dezember-Nachmittag schenken kann.

»Also, Meli«, sagte ich und strich ihr sanft eine Strähne aus dem Gesicht, die im Wind tanzte, »du hast jetzt genug Bewegung für heute – oder soll ich dich noch ein paar Runden durch den Park jagen?« Ich grinste sie an, während sie lächelnd den Kopf schüttelte.

»Nein, danke«, antwortete sie und dehnte sich genüsslich wie eine zufriedene Löwin. »Ich will und muss noch lernen – aber erst eine Dusche.« Sie blickte zu Gabi, die neben uns herlief und sich die Sonne ins Gesicht scheinen ließ, die Augen halb geschlossen vor purem Genuss. »Und du?«

»Ich fahre mit Steve«, sagte Gabi und drehte sich mit diesem typischen, verschmitzten Lächeln zu mir. »Wir holen noch jemanden ab – und dann gehts ans Meer.« Ihr Lächeln wurde breiter, als sie meine Reaktion sah. »Ja, Flavia ist dabei.«

»Oh Schreck, der Florentiner Feuerdrachen schon wieder«, gluckste ich vorfreudig. »Wenn sie auf Meereswellen trifft, kocht die See in Sekunden, hoho!«

Vittorios Maserati Quattroporte – ein glänzendes Biest mit italienischem Temperament – stand schon bereit, als wir losfuhren. Gabi setzte sich neben mich auf den Beifahrersitz, ihre nackten Knie streiften leicht meine Hand am Schalthebel, und wir brausten durch die hügeligen Straßen Richtung Küste.

»Na«, fragte ich, während ich den Wagen durch eine enge Kurve lenkte, die Reifen quietschten leise auf dem warmen Asphalt, »was habt ihr beiden heute vor? Einfach nur Fotos – oder wird es noch wilder?«

»Noch wilder, lass dich überraschen, haha«, antwortete Gabi und lachte dieses tiefe, rauchige Lachen, das mir immer eine Gänsehaut bescherte. »Flavia will ein paar neue Akt-Fotos – und dann schwimmen.« Sie blickte mich an, die Augen funkelnd. »Du bist doch nicht zu feige, oder?«

»Ich?« Ich grinste. »Bei 18 °C und Meer? Ich bin ein Wikinger mit Adonis-Körper – mir ist nichts zu kalt, hoho.« (Was natürlich gelogen war – aber wer will schon als Weichei dastehen?)

Flavia erwartete uns schon bei Bekannten in einer moderneren Ferienhäuser- und Villensiedlung. Gertenschlank, dunkelhaarig, mit diesem feurigen Florentiner Temperament, das sie zu einer Verlockung à la Femme fatale macht… wenn sie es darauf anlegt. »Ciao, ragazzi«, rief sie und winkte uns zu, die Hüften schon in Vorfreude wiegend. »Alles bereit?«

 

Heiße Fotos und (scheinbar) kochendes Wasser

Der Küstenabschnitt südlich von Syrakus, wo wir schon öfter waren, ist wild zerklüftet und felsig, aber mit hübschen, kleinen, versteckten Sand- und Kiesbuchten perfekt für unser Vorhaben. Das Meer glitzerte in der Nachmittagssonne wie tausend Diamanten, und die Luft roch nach Salz, Algen und einem Hauch von warmem Stein. 17–18 °C Luft, aber das Wasser hielt noch fast 20 °C – erfrischend, aber nicht wirklich kalt.

»Auf gehts, runter mit den Klamotten«, grinste ich frech ich und stellte die Kamera ein. »Ihr zwei seid wirklich verrückt und mutig!« Ich blickte zu Flavia und Gabi, die bereits dabei waren, sich lachend aus ihren Kleidern zu schälen. Wir schossen zunächst ein paar tolle, fotogene Fine-Art-Akt-Aufnahmen. Die beiden posierten sehr fraulich an den Felsen, selbstbewusst, einfach… WOW!, völlig locker und ungeniert in ganzer Pracht. Die Sonne malte goldene Streifen auf ihre Haut, das Meer rauschte im Hintergrund, und ich musste mich echt zusammenreißen, nicht nur zu staunen, sondern auch zu fotografieren.

»Mutig und schön, wenn ich bitten dürfte, haha!«, korrigierte Flavia und warf mir einen herausfordernden Blick zu, der mich fast aus der Fassung brachte. »Oder einfach nur sizilianisch.« Sie lachte und sprang mit einer eleganten Bewegung ins Wasser. »Komm schon, Steve – zeig, dass du kein Angsthase bist!«

Gabi folgte ihr – ihr üppiger, weiblicher Körper glänzte im Sonnenlicht, als sie sich ins Meer fallen ließ. »Das Wasser ist perfekt, herrlich erfrischend«, rief sie und spritzte mir Wasser ins Gesicht, dass es nur so sprühte.

Ich seufzte theatralisch, legte die Kamera beiseite und zog mich ebenfalls aus. »Na gut«, brummte ich. »Aber wenn ich wrtrinke, seid ihr schuld! Ein Bad, das Blut und Geist in Wallung bringt, mit zwei entzückend heißen Heizkörpern im Meer, ist mir immer willkommen, hoho!«

Das Wasser war erfrischend – nicht kalt, aber kühl genug, um alle Sinne wachzurütteln. Flavia, diese gertenschlanke, dunkelhaarige Florentinerin, schwamm wie ein Delfin – schnell, elegant, ohne eine Spur von Anstrengung. Gabi, üppiger, aber nicht weniger anmutig, folgte ihr lachend. Ich bin ein wirklich guter Schwimmer, liebe das Meer, doch diese zwei temperamentvollen Nymphen – zumindest die gertenschlanke Flavia – könnten mich wahrscheinlich locker abhängen.

»Verdammt«, rief ich, als ich bis zur Hüfte im Wasser stand und die Wellen mir um die Beine schäumten, »ihr zwei seid so heiß, dass ihr das ganze Meer auf 30 °C aufheizt!«

»Ach komm, Steve«, lachte Flavia und spritzte mir Wasser ins Gesicht. »In Deutschland friert ihr jetzt bei fünf Grad – genieß unser Wetter!«

»Stimmt«, gab ich zu und wischte mir die Tropfen aus dem Gesicht. »Aber dort habe ich keine südländisch-heißen Wärmflaschen wie euch neben mir!« Ich grinste. »Da wird es mir trotz kühlem Wasser plötzlich wieder tropisch heiß!«

Heimtückisch näherten sich die beiden in einem gekonnten Zangenangriff – Flavia von links, Gabi von rechts – und tauchten mich gemein unter. »Tropisch, eh?«, kicherte Gabi, als ich prustend wieder auftauchte. »Dann schwimm mal ’ne Runde, Tedesco – bevor wir dich verbrennen!«

Prustend tauchte ich wieder auf und zog beiden die Beine weg. »Versprochen ist versprochen, Bellissimas«, lachte ich und schwamm los. Sportlich kraulten wir eine ordentliche Strecke raus aufs Meer, bis uns allen die Kühle überhaupt nicht mehr störte – im Gegenteil: Es machte munter, wach, lebendig, und das Salz auf der Haut fühlte sich an wie pure Freiheit.

Ein goldiger Hund und die Kunst des Dolce Vita


 

Zurück an Land trockneten wir uns lachend ab, die Haut prickelnd vom Salz, und fuhren zu Flavias Atelier-Wohnung in der Altstadt. Dort duschten wir heiß, um das Salzwasser abzuwaschen – und ich durfte nochmal die entzückenden Reize zweier tropfnasser Göttinnen bewundern, bevor wir uns anzogen und zu »Bubble Break« in der Via Castello Maniace 53 aufbrachen.

Das ist ein kleines Café, das Tee, Eis und süße Kalorienbomben anbietet. Draußen saß ein goldiger Hund, der glücklich an einem Bubble-Tea schlabberte und sich von gleich mehreren Schönheiten streicheln ließ. Dabei grinste er wie ein italienischer Casanova, dem keine widerstehen kann. Ein wirklich sehr liebes, goldiges Energiebündel, über das wir uns köstlich amüsierten.

»Oh, schaut«, rief Meli, die gerade mit einem Taxi angekommen war. »Der ist ja so süß!«

Das wirklich liebe, goldige Energiebündel von Hund, war zunächst der Star bei allen, die Tiere lieben. Aber hey, immerhin hatte ich jetzt die perfekte Ausrede für die Damen:

»Sorry, ich wurde gerade von einem Profi ausgestochen, der mit einem einziger Zungen-raushängen mehr Herzen bricht als ich in ’nem ganzen Abend mit Rotwein und Charme, hoho!« Beschwerte ich mich mit meinem berühmt-berüchtigten „enttäuschten Dackelblick“. Gemein lachten mich die Schönen aus, versuchten mich aber auch spielerisch lieb zu trösten.

»Oooooch…, armes, armes Bärchen…« knuddelte mich Meli, während alle amüsiert lachten.

»Das«, erklärte Flavia, »ist Cirro – ein Cirneco dell’Etna!« Sie kraulte ihm hinter den Ohren und er bellte kurz zustimmend, ließ seine Zunge genüsslich weit heraushängen. »Er gehört Fabio – dem netten Typen da drüben.«

Fabio, ein sympathischer, junger Italiener mit dunkel gelocktem Haar und charismatischem Lächeln, winkte uns zu. »Ciao, ragazzi«, rief er. »Das ist Patty«, stellte er eine auch verdammt attraktive, rassige Philippina vor, die neben ihm stand. »Sie studiert – und macht mich manchmal ganz verrückt, haha.«

»Und ihr«, fügte Patty hinzu und lächelte verschmitzt, »könnt meinen richtigen Namen sowieso nicht aussprechen – also sagt einfach Patty.« Auch sie erwies sich als sehr sympathisch, clever, freundlich und unterhaltsam.

 

»Auf gehts, das Mikatú, Wein und ein Abend, der Dolce Vita atmet, warten!« Trieb uns Flavia adurch die malerischen Gassen der Altstadt, und wir spazierten zu »Mikatú«, einer Weinstube/Aperitivo-Bar an der Westküste, wo man Aperitifs und Snacks mit Blick auf den Sonnenuntergang genießen kann.

Die Runde wurde immer größer: Annegret, Simone, Tom und Sasha gesellten sich dazu, und schließlich kamen noch ein paar Studienfreunde von Patty und Fabio. Es wurde laut, lustig, lebendig – genau so, wie Dolce Vita sein sollte. Sasha, die süß-altkluge Zehnjährige, von all den Abenteuern des Tages bereits arg müde, schlief schon fast im Stehen – also bot man ihr mit herzlich-südländischer gastfreundschaft eine Couch im hinteren Bereich an, wo sie bald selig schlummerte, das bildhübsche, süße Gesicht völlig entspannt und friedlich.

Der Wirt, ein Kinderfreundlicher, sehr netter Mann, so wie das ganze Personal dort, brachte uns immer neue Köstlichkeiten – Bruschettas, Antipasti, lokale Weine – und lachte, als wir irgendwann »STOPP!« riefen, weil wir einfach nicht mehr konnten.


 

»Hier«, sagte Flavia und hob ihr Weinglas, das in der untergehenden Sonne rubinrot leuchtete, »versteht man noch, was Lebensfreude bedeutet.«

Und während die Sonne über dem Meer versank, das Licht langsam violett wurde und Sasha selig schlief, wussten wir alle: Das war Dolce Vita. Einfach. Perfekt. Ohne große Worte. Ohne große Pläne. Einfach – Leben. Lachen. Genießen.

Wieder mal, wie eigentlich immer, wenn wir ausgehen, ein richtig schöner Tag und Abend. Er begann mit Arbeit, endete mit Wein, Lachen, delikaten Speisen und interessanten, guten Gesprächen – plus temperamentvollen, schönen, klugen Frauen. Dazu selbst im Dezember dieses milde, südliche Mittelmeerklima, rundum lebensfrohe, nette Menschen, die Dolce Vita far niente genau so leben, wie es sein sollte.

Was könnte man noch mehr wollen?

»Mich, zum Beispiel!« Blinzelte Meli mit einem ihrer verführerischen Schlafzimmerblicke, als wir uns im Bad schlaffertig machten. Ihr Haar war noch feucht vom Duschen, und der Duft von Jasmin und ihrem Parfüm umhüllte sie wie ein unsichtbarer Schleier der Verführung.

»Eine hervorragende, geradezu geniale Eureka-Idee!« Schmunzelte ich über ihre freche Direktheit. »Das Bärchen kann ein paar tröstende Kuscheleinheiten gut gebrauchen, nachdem ihr alle so schnöde den goldigen Hund bevorzugt und mich nicht mehr beachtet habt.«

»Ach du allerärmstes Bärchen aller Bären…« Blinzelte sie noch erotisch-verlockender und strich sich langsam eine Strähne hinters Ohr, »…aber jetzt musst du dich erstmal anstrengen, haha! Dieser Cirro war einfach superlieb, süß und goldig. Diese verspielte Energie und Lebensfreude! Ein echter Sizilianer!«

»Yep, der war echt unwiderstehlich.« Gab ich zu und tat, als wäre ich erleichtert. »Also los, komm her, Löwin, und lass dich vom Brummelbärchen mit Haut und Haar verspeisen, hoho.« Stürzte ich mich zähnefletschend auf ihre duftende, himmlisch weibliche Weichheit und…

… nun, alles Weitere fällt der strengen Zensur anheim. breitgrins

„Buona notte… falls ihr jetzt noch einschlafen könnt.“


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