#26.08.29 – Antwerpen, Deli, Bella, Boudoir Kunst und sinnliche Erlebnisse
»Und du willst mir wirklich nicht verraten, weshalb ich unbedingt mit nach Antwerpen kommen soll und was es mit dieser ominösen Bella auf sich hat?«, fragte ich grinsend, während ich kurz zu Deli auf den Beifahrersitz hinüberschaute. Ich legte meine rechte Hand sanft auf ihren Oberschenkel und kurbelte entspannt nur mit der linken Hand am Lenkrad.
»Nö, Bärchen, absolut keine Chance, haha!«, lachte sie in ihrer wie immer herrlich sonnigen und ansteckend guten Laune. »Vertrau mir einfach, wir werden viel Spaß haben und Bella wird dir garantiert gut gefallen. Sie ist vom Schlag her genau wie ich, und exakt diesen Typ Frau magst du doch über alles, gelle?!«
»Genau wie du? Du meinst also, genauso wunderschön? Genauso umwerfend sympathisch? Lustig, knackig und wunderbar frech?«, grinste ich zurück, was mir postwendend einen lieben kleinen Knuff in die Rippen einbrachte.
»Frag mir nicht so viele Löcher in den Bauch und fahr einfach, haha! Sie heißt eigentlich Ella, aber wirklich alle ihre Freunde nennen sie von jeher nur Bella, weil sie so wunderschön ist. Sie ist supersympathisch, lieb, fantastisch humorvoll und ein klitzekleines bisschen frech ist sie obendrein auch noch – du wirst schon sehen, warte es nur ab!«, rief sie amüsiert und winkte im selben Moment ausgelassen einem LKW-Fahrer zu, den ich gerade auf der linken Spur der Autobahn zügig überholte. Der Mann blickte sichtlich fasziniert aus seiner deutlich höheren Sitzposition von der Fahrerkabine herunter auf das bildschöne »Vollweib« auf meinem Beifahrersitz; oder wer weiß, vielleicht kannte sie ihn ja sogar noch aus Vlissingen. schmunzel
Wir waren direkt nach dem gemeinsamen Mittagessen im gemütlichen Haus der alten Dame losgefahren; Kasha und Sascha kümmerten sich unterdessen weiter um das Segelboot und werden heute Abend sicherlich auch Ausgehen und Spaß haben. Deli und ich kommen frühestens Morgen, vermutlich eher Übermorgen zurück.
Die Zugverbindungen von unserem Standort rüber nach Antwerpen sind leider ziemlich umständlich und zeitintensiv; wir hätten mit der Bahn wahrscheinlich mindestens die dreifache Zeit im Vergleich zu der guten Stunde mit dem Auto benötigt. Und da Deli extra für mich einen Mercedes-Benz EQB 350 4MATIC Elektro organisiert hatte – sie wusste schließlich genau, dass ich bevorzugt wann immer möglich am liebsten Sterne aus Stuttgart fahre –, waren wir dennoch umweltfreundlich unterwegs.
Die reale Alltagsreichweite liegt bei den aktuellen Wetterbedingungen im Schnitt bei etwa 350 bis 400 Kilometern unter normalen Bedingungen, was natürlich auch immer stark vom persönlichen Fahrstil abhängt. Da ich gewöhnlich jedoch ein sehr ruhiger, vorausschauender und keineswegs hektischer Fahrer bin, und es bis nach Antwerpen gerade einmal rund 85 Kilometer Strecke sind, mussten wir bei gut 80 Prozent Akkuladung für Hin- und Rückfahrt noch nicht einmal nachladen. Selbst wenn, wäre das in den Benelux-Staaten absolut kein Problem, denn hier gibt es nahezu an jeder Ecke und oft gleich auf mehreren Plätzen moderne Ladestationen zur Auswahl.
Das Wetter zeigte sich typisch spätsommerlich durchwachsen: mal etwas stärkere, mal dünnere Bewölkung, gelegentlich ein paar kräftige Sonnenstrahlen und angenehme 16 bis 22 Grad im Tagesverlauf. Für die gut 1 Stunde und 14 Minuten reine Fahrzeit lohnten sich natürlich keinerlei Pausen, ich fuhr die Strecke entspannt an einem Stück durch.
Währenddessen plauderten wir ausführlich über dies und das – vor allem über Delis Versuch, ihre beruflichen Termine für die kommenden Monate so umzudisponieren, dass sie mit uns Anfang September von Vlissingen aus mitsegeln kann. Das gelang ihr leider nicht im erhofften Maße. Sie schätzte, dass sie sich frühestens in etwa drei Wochen für vielleicht zwei Wochen Törn freimachen kann, aber auch das ist derzeit keineswegs in trockenen Tüchern. Tja, ausgesprochen schade, aber so ist das nun mal im Leben: Jeder hat seine eigenen Verpflichtungen und sein eigenes Leben zu führen.
In Antwerpen lotste uns das Navigationssystem schließlich zielsicher zum vereinbarten Treffpunkt mit Bella – glücklicherweise inklusive eines direkt um die Ecke gelegenen, geräumigen Parkhauses. Von dort aus ging es zu Fuß weiter zu einer wahrhaft traumhaften Event-Location: Ein wunderschönes, klassizistisches Gebäude mit eleganter, extrem hochwertiger Innenausstattung, edelsten Holzvertäfelungen, aufwendigen Stuckdecken, riesigen Spiegeln an den Wänden und samtigem, tiefem Teppichboden.
Genau dort wartete Bella bereits vorfreudig auf uns. Und was soll ich sagen? Sie entpuppte sich tatsächlich als absolute »WOW!-Frau« mit einer fantastischen, blonden Mähne und einer schlicht umwerfenden Figur.
»Also Schatz, das hier ist der besagte Captain, vor dem ich dich schon so ausdrücklich gewarnt habe, haha!«, machte uns Deli sogleich lautstark und lachend miteinander bekannt. »Steve, das ist meine liebe Freundin Bella. Sie ist genau wie ich, also behandle sie gefälligst auch genauso galant als Gentleman so, wie du mich behandelst«
Bella strahlte mich aus funkelnden, wachen Augen an und bewies augenblicklich, dass sie ein ganz ähnlich sonnig-lustiges Gemüt besitzt wie Deli: »Das stimmt doch gar nicht, Deli! Mein Busen ist um einiges kleiner als deiner, also bin ich schon mal gar nicht ganz genau wie du, hahaha! Hey Steve, freut mich sehr.« Bekam ich eine verflucht erotische Küsschen Umarmungs-Begrüßung.
»Ähem…«, räusperte ich mich demonstrativ und gespielt übertrieben. »An dieser Stelle muss ich die beiden schönen Ladies darauf hinweisen, dass ich diese Behauptung erst einmal ganz genau mit Augen und Händen überprüfen müsste, um hier ein fachlich versiertes Urteil abzugeben, hoho. Hey Bella, es freut mich wirklich riesig, dich kennenzulernen!«
Der Startschuss für diesen Nachmittag war also von der ersten Sekunde an so humorvoll ausgefallen, wie wir es lieben. Ich muss mich an dieser Stelle allerdings ein wenig kurzfassen, sonst wird aus diesem Blog-Beitrag am Ende noch ein ganzer Roman – und die Zeit drängte ohnehin etwas, denn es sollte in den Räumlichkeiten bald ziemlich rundgehen.
Nur so viel kurz zu Bella: Sie arbeitet hauptberuflich als gefragtes Fine-Art- und Soft-Erotik-Aktmodell. Eine 1,72 Meter große, umwerfende Schönheit, die es von Herzen liebt zu posieren, zu lachen und einfach überall wo sie auftaucht gute Laune zu verbreiten. Sie ist künstlerisch interessiert und hat sich selbst schon mit Leidenschaft als Malerin versucht. Ist aber keine besonders gebildete Intellektuelle, sondern eine klasse Frau, die mit beiden (schönen) Beinen fest im praktischen Leben steht.
Die beiden Freundinnen hatten allerdings kaum Zeit, sich ausgiebig zur Begrüßung zu herzen oder – wie Frauen das nun mal schrecklich gerne tun – erst einmal stundenlang bei einem Kaffee über Männer, neue Klamotten und das Leben zu quatschen. Denn in diesen eleganten Räumlichkeiten startete kurz darauf ein ganz besonderes, exklusives Event der sinnlichen Boudoir-Cabaret-Kunst für Fans, Förderer und neue Talente dieser sinnlich- fantasieanregenden Kunstform.
Die ausgeprägte Beliebtheit von solchen »Boudoir-Cabaret«-Darstellungen, die oft sehr eng und harmonisch mit klassischem Burlesque, Varieté und sinnlicher Erotik verwoben sind, ist gerade in den frankophonen Ländern kein reiner Zufall. Sie ist vielmehr tief in der Geschichte, der Kultur und der Sprache selbst verwurzelt. Das Wort »Boudoir« stammt schließlich direkt aus dem Französischen (abgeleitet von bouder = schmollen).
Ursprünglich bezeichnete es im 18. Jahrhundert das elegante, sehr private Rückzugszimmer der Dame des Hauses, in dem sie sich ankleidete, badete, pflegte, eben schmollte oder besonders intime Gäste empfing. Diese historische Assoziation mit privatem Luxus, stilvoller Weiblichkeit und subtiler Verführung bildet bis heute das Fundament für die intime Atmosphäre moderner Boudoir-Shows.
In den letzten Jahrzehnten erlebte gerade die französischsprachige Welt ein massives Revival des sogenannten »New Burlesque«. Vor allem in Frankreich, Belgien und im französischsprachigen Teil Kanadas (Québec) wird diese Kunstform intensiv zelebriert. Weltbekannte Etablissements wie das legändere Crazy Horse in Paris oder intime Konzept-Bühnen wie das O Boudoir in Lyon zeigen eindrucksvoll, dass die Ästhetik des stilvollen Entkleidens und der erotischen Inszenierung dort fest im Mainstream-Kulturprogramm verankert ist.
In frankophonen Kulturen herrscht historisch gesehen ein oft viel ungezwungenerer, künstlerischerer Umgang mit den Themen Erotik, Nacktheit und Verführung. Boudoir- und Burlesque-Darstellungen werden dort glücklicherweise nur selten als »schmuddelige« Erwachsenenunterhaltung abgestempelt. Sie werden stattdessen vielmehr als hohe Theaterkunst, Feiern der Weiblichkeit und sogar emanzipatorischer Ausdruck verstanden. Die Shows verknüpfen exklusive Haute-Couture-Kostüme, aufwendigstes Lichtdesign und tänzerische Perfektion auf hohem Niveau.
Deli und Bella waren für dieses Event als ungeniert lockere, sehr erfahrene Fine-Art-Aktmodelle engagiert worden. Ihre primäre Aufgabe war es, den anwesenden Interessierten und neuen Nachwuchstalenten den unbeschwerten, natürlichen Umgang mit der eigenen körperlichen Nacktheit vorzuleben. Das Spannende daran: In der Boudoir-Kunstform selbst kommt tatsächliche, explizite Nacktheit eher selten vor. Hier wird primär mit fantasieanregenden Andeutungen, Hüllen und dem klassischen »Kopfkino« gearbeitet.
Um das jedoch auf einer Bühne überzeugend und ästhetisch darzustellen, ist ein durch und durch gesundes Körpergefühl unerlässlich. Nur so gelingt es einer Frau, sich gekonnt in Szene zu setzen, ohne jegliche Scham vor dem eigenen Körper – egal ob knapp oder gar nicht bekleidet. Genau diese beeindruckende Souveränität konnten die beiden Freundinnen hervorragend vorführen. Und wie bei jeder Profession im Leben gilt natürlich auch hier: Übung, Gewöhnung und Routine sind der Schlüssel zum Erfolg.
Es musste wohl schon eine erstklassige Vorauswahl stattgefunden haben, denn die Darstellerinnen zeigten sich alle als sehr talentiert und erfrischend unbefangen. Noch entzückender – und für mich eine ganz besondere Freude – wurde es, als sich mir beim Zuschauen von hinten zarte Frauenhände über die Augen legten. Eine äußerst charmante, sanfte und melodisch-weibliche Stimme flüsterte mir auf Französisch ins Ohr:
„Bonjour mon ami, rate mal, wer ich bin.“
„Das ist leicht! Derart zart und charmant kann nur Anais sein! Na, das ist ja eine Überraschung und Freude!“, antwortete ich, erhob mich und drehte mich um. Ich ging um den Stuhl herum zu diesem zart wirkenden, geradezu verboten extrem charmanten Model. Anais ist in Frankreich eine echte Größe und hat es als Boudoir-Künstlerin fast schon zu Berühmtheit gebracht.
Sie ist schlichtweg überwältigend entzückend und eine alte Freundin, die ich von früher gut kenne. Dementsprechend fielen wir uns mit einem breiten Lächeln fast wie lange getrennte Geliebte um den Hals und knutschten uns regelrecht gegenseitig ab. Wie ich sie früher schon beschrieben habe, ist Anais das absolut perfekte Musterbeispiel für den sprichwörtlichen liebreizenden Charme französischer Frauen – allerdings auf einem Niveau, das 99,9 % aller Französinnen wohl niemals erreichen werden.
„Du hier, mon amour, das ist wirklich eine sehr unerwartete, aber wundervolle Überraschung“, säuselte sie einschmeichelnd und schmiegte ihre zerbrechlich zart wirkende, entzückende Weiblichkeit ganz eng an meine Bärenstatur. Wenn eine Frau wie sie dich dann auch noch erotisch auf den Mund küsst, fühlst du dich plötzlich wie aus dieser harten Welt gerissen und in ein sinnliches Paradies irgendwo im Himmel versetzt.
„Oh ja, liebe Anais, damit hatte ich nun wahrlich nicht gerechnet! Ich nehme an, du bist als erfahrene Boudoir-Künstlerin und Beraterin hier? Wie ist es dir denn die letzten Jahre ergangen? Wir hatten schon lange keinen Kontakt mehr, ich glaube zuletzt während der Corona-Hochphase?“
Wir zogen uns in eine Separee-ähnliche, samtgepolsterte Sitzecke zurück, wo wir uns ungestört unterhalten und dennoch das Geschehen im Blick behalten konnten.
„Oui, mon grand ours fort et intelligent: tu as tout de suite fait le lien correctement.“ (Ja, mein großer, starker, kluger Bär, du hast es sofort richtig kombiniert.), säuselte sie auf ihre ganz spezielle Art. Ich habe das noch bei keiner anderen Frau in dieser Form erlebt; sie klingt tatsächlich so bezaubernd, wie man es von einem himmlischen Engel erwarten würde, nicht von einem menschlichen Wesen.
Wir plauderten fast eine Stunde lang angeregt. Anais erzählte mir, dass sie inzwischen konventionell verheiratet ist. Das Ehepaar lebt allerdings ähnlich polyamor wie ich. Erst wenn Kinder kommen, wollen sie zum klassischen Familienmodell wechseln, was für den Nachwuchs einfach besser ist. Ansonsten arbeitet sie zeitweise immer noch als Model und Boudoir-Künstlerin, beschäftigt sich mit Weiterbildung und ihren sonstigen Kunstinteressen. Für ihre noch relativ jungen Jahre ist sie ohnehin außergewöhnlich gebildet und intellektuell. Nach etwa einer Stunde musste sie sich jedoch wieder um ihre Aufgaben als Beraterin kümmern, und im weiteren Verlauf dieses ereignisreichen Abends kamen wir kaum noch zum Reden.
Dieses ganze Event war offensichtlich deutlich hochkarätiger, als ich zunächst angenommen hatte. Es diente wohl auch als Probe für künftige, offizielle und kommerzielle Boudoir- und Burlesque-Dinner-Veranstaltungen, wie sie besonders in frankophonen, gehobenen Kreisen mit Niveau beliebt sind.
Später lernte ich auch noch Oksana kennen, eine russischstämmige Französin und Künstlerin. Unglaublicherweise besaß sie eine ganz ähnliche Qualität als äußerst liebreizendes, zartes weibliches Wesen wie Anais. Sehr hübsch, umwerfend charmant und mit einer entzückend gertenschlanken Figur gesegnet, kann sie kinderleicht und mit bezauberndem Vergnügen Männer um den Finger wickeln – die sich das natürlich nur zu gerne gefallen lassen. Im Kostüm und stark geschminkt konnte ich ihr Alter in der schummerigen Beleuchtung kaum schätzen. Doch so wie sie redete und sich gab, dürfte sie wohl in der zweiten Hälfte der Zwanziger sein.
Dieses exklusive Event zog sich für die rund 50 bis 60 geladenen Gäste – unterbrochen von angenehmen Pausen – noch bis weit in den späteren Abend hinein. Für die anwesenden Sponsoren, Förderer sowie alle aktiven Akteure gab es im Anschluss ein exquisites, reichhaltiges Buffet zum gemeinsamen Dinieren. Alle Anwesenden, gleich ob geladene Gäste, Darsteller, Musiker oder Hilfspersonal, wurden voll in das Geschehen eingebunden und vergnügten sich prächtig.
Dazu spielten talentierte Nachwuchsmusiker einer lokalen Musikschule flotte, stimmungsvolle Melodien. Zudem flossen delikate Weine sowie erlesene Alkoholika im Überfluss. In den frankophonen Ländern wird so ein feines Essen selbstverständlich nicht als bloße, zweckmäßige Nahrungsaufnahme praktiziert. Es ist vielmehr ein wichtiges soziales und gesellschaftliches Ereignis voller anregender Gespräche. Die Teilnehmenden genießen diese Momente mit all ihren Sinnen und zelebrieren sie ausgiebig über Stunden hinweg.
Damit war allerdings immer noch nicht genug: Es folgte eine ausgelassene Abschlussparty mit schwungvoller Tanzmusik und weiteren Drinks jeder Art, die sich bis weit nach Mitternacht hinzog. Ich als bekennender Tanzmuffel war dabei wohl wieder einmal der Einzige im Raum, der nicht freudig und voller Elan über die Tanzfläche wirbelte.
Ganz ehrlich: Was den meisten Menschen an diesem schweißtreibenden Herumgehoppse eigentlich so unglaublich gut gefällt, werde ich wohl in meinem ganzen Leben nie nachvollziehen können. Es gelang mir zwar über weite Strecken recht erfolgreich, mich vornehm zu drücken, doch besonders Deli und Bella nötigten mich schließlich gnadenlos dazu, zumindest ein oder zwei Tänze mit ihnen aufs Parkett zu legen. Uff – auch das geschafft und überlebt!
Und hier noch ein Video-Tipp: Wer sich unter dieser prickelnden Mischung aus Eleganz und Verführung schwer etwas vorstellen kann, findet im Jubiläums-Photoshoot des Ensembles Cabaret Rouge das perfekte visuelle Beispiel für genau diese niveauvolle Kunstform. Man sieht den Tänzerinnen in den Backstage-Aufnahmen genau die Lebensfreude, das unverkrampfte Lachen und das selbstbewusste Posieren an, das auch Deli und Bella auszeichnet. Es bricht das Vorurteil, dass diese Kunstform „schmuddelig“ sei, und zeigt stattdessen die Professionalität und den Spaß an der Inszenierung.
Aus diesem Grund hatte ich auch nur wenig Zeit, all die Erlebnisse für den Blog aufzuschreiben. Und das, obwohl es noch eine ganze Menge ausgesprochen Amüsantes und Interessantes über den Verlauf dieses Abends zu erzählen gäbe. Da Deli und ich direkt bei unserer Ankunft am Nachmittag nicht vorsorglich ein Hotelzimmer organisiert hatten, standen wir da: Es war weit nach Mitternacht, wir waren reichlich alkoholisiert, hundemüde und hatten keinerlei Lust mehr auf eine langwierige Suche. Bella nahm uns kurzerhand mit in ihre preiswerte, einfache, aber saubere und durchaus gemütliche Unterkunft.
Dieses mittelgroße Hotel-Apartment mit einem recht geräumigen Badezimmer und nur einem einzigen Doppelbett wurde dadurch zwangsläufig zum Schauplatz weiterer sehr amüsanter, sinnlich-erotischer Ereignisse. Wie solche lockeren, professionellen Models nun mal meist gestrickt sind – insbesondere wenn sie sich im Bereich der Fine-Art-Aktfotografie sowieso regelmäßig unbekleidet vor der Kamera oder wie heute hautnah vor Publikum zeigen –, hatte Bella nicht das geringste Problem damit, mich ihre fantastischen Körperformen völlig unverhüllt sehen zu lassen. Auch ungeniert zu dritt in einem Bett zu schlafen, war für sie völlig locker okay.
WOW, sie ist wirklich eine außergewöhnliche Schönheit mit einem perfekten Traumkörper! Bei ihrer sonst so ungenierten Aktmodell-Art fand ich es dann doch ausgesprochen süß und amüsant, dass sie ihre intimste Stelle ein wenig vor meinen genießenden, männlich bewundernden Blicken zu verbergen suchte. Das wirkte keineswegs schamhaft oder gar verklemmt – es war vielmehr ein Zeichen ihrer liebenswerten Persönlichkeit als Mensch und Frau mit echter Klasse.
Auf eine spitze, lustig-freche Anmerkung meinerseits erklärte sie lachend ihre Philosophie: Natürliche Nacktheit ist für sie im ursprünglichsten Wortsinn das Natürlichste der Welt. Sie geht vollkommen ungeniert Nacktbaden, in die Sauna und findet es ebenso völlig normal, dass Männer den Anblick solch entzückend weiblicher Reize erregend finden und auch mal glotzen. Das stört sie absolut nicht. Übrigens schauen sich auch Frauen sehr gerne knackig gebaute, attraktive Männer an – sie sind halt nur wesentlich geschickter darin, es nicht so offensichtlich zu zeigen.
Was Bella aber genauso wie ich verabscheut, ist die heutzutage leider weit verbreitete Unart der primitiv-pornografischen Erotikmodell-Fotografie nach dem Motto: „Mach die Beine breit, öffne deine Scham und zeig alles!“ Solche stumpfen Close-up-Aufnahmen macht sie niemals mit, völlig egal, welche Gage ihr dafür geboten wird. Ihr Intimstes darf nur ihr Liebster ganz genau sehen und erkunden. Eine Einstellung, die wirklich eine Menge über ihre bezaubernde Persönlichkeit aussagt.
„Dann muss ich jetzt gestehen, hoho, doch etwas neidisch auf deinen Liebsten zu sein, der solch perfekte Schönheit genauer sehen und erkunden darf!“, gluckste ich sehr vergnügt, während ich Bella immer bezaubernder fand.
„Ahaha… musst du gar nicht!“, lachte sie heiter prustend unter der Dusche, wo wir uns gerade alle drei im Badezimmer befanden. „Momentan habe ich nämlich gar keinen Liebsten, du Schlawiner!“
„Ich habe dich ja vor diesem verflixt charmanten Gentleman-Casanova gewarnt, liebster Schatz, haha!“, prustete auch Deli herzlich los. Sie ist in dieser Hinsicht zwar noch ein Stück offenherziger, würde aber ebenso niemals bei etwas wirklich Pornografischem mitmachen. „Der Schuft bringt in fast jedem Satz so raffiniert verklausulierte Komplimente unter, dass wir armen Frauen einfach schwach werden müssen, haha.“
„Als ob ihr beiden ‚schwache Wesen‘ wärt, hohoho“, gluckste ich noch amüsierter und genoss diese ganze, sinnlich-intime Situation mit allen Sinnen.
Ich liebe besonders das Ungekünstelte an solchen Momenten. Für mich als Mann ist es ein riesiges Kompliment, dass sich solche Klassefrauen überhaupt mit so viel Vertrauen und eigener, kribbelnder Freude auf so ein Abenteuer mit mir einlassen. Als Gentleman wäre ich selbstverständlich sofort damit einverstanden gewesen, den im Vergleich zu mir jungen Schönheiten das Bad alleine zu überlassen und mich vorher oder nachher fertigzumachen. Aber wenn weibliche Wesen dieser außergewöhnlichen Kategorie jemanden mögen und ihm vertrauen, empfinden sie solche gemeinsamen Situationen als genauso anregend, schön und prickelnd wie ich.
Natürlich entging mir auch nicht, dass Bella meine zum Glück immer noch ansehnlich fitten, durchtrainierten Formen distinguierter, gereifter Männlichkeit ebenfalls wohlwollend mit den Augen betrachtete. Obwohl wir uns erst vor einem halben Tag kennengelernt hatten, stimmte die Chemie einfach auf Anhieb. Da war eine tiefe gegenseitige Sympathie – und das auch im Sinne von Mann und Frau, die sich anziehend finden und die sinnlichen Freuden des Lebens zu schätzen wissen.
Ja, wie ich schon oft geschrieben habe: Mein Leben mag außergewöhnlich verrückt sein, aber es ist wunderschön. Manchmal kann ich mein Glück in Bezug auf solche Klassefrauen selbst kaum fassen.
Herrje, gleich zwei umwerfende Frauen vom Kaliber dieser beiden Grazien in einem vielleicht 30 Quadratmeter großen Hotel-Apartment, in derart intimen Situationen… das ist selbst für einen im Umgang mit schönen Models sehr erfahrenen, gestandenen Gentleman meiner Klasse ein bisschen viel! Beinahe wäre ich im ersten Moment scherzhaft zum Schlafen auf den Balkon geflüchtet. Aber – hehe – es gab ja noch nicht einmal einen Balkon. Und selbstverständlich hätte ich mir diese höchst reizvolle Situation für kein Geld der Welt entgehen lassen wollen. zwinker
Natürlich lief das alles mit sehr viel gemeinsamem Lachen, Scherzen, spitzen Bemerkungen und einfach jeder Menge Spaß ab. Genauso, wie Deli und Bella nun mal vom Gemüt her drauf sind – und wie ich diese unverkrampfte Art bekanntlich auch über alles liebe. Schließlich war es schon fast 03:00 Uhr nachts, als wir immer noch schmunzelnd und witzelnd, aber mittlerweile auch herzhaft gähnend unter die Decke krochen. Das Bett stellte sich glücklicherweise als recht bequem heraus. Völlig ungeniert und ohne jede Berührungsangst kuschelten wir uns mit ein paar sinnlichen Streicheleinheiten in eine gemütliche Schlaflage zusammen und pennten, von der Anstrengung des Tages mächtig müde, wie die Murmeltiere ein.
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