Algarve, Lagos, Arbeit, Spaß, Kunst und reizende Schönheiten

 

#26.07.07 - Algarve, Lagos, Arbeit, Spaß, Kunst und reizende Schönheiten

Mit dem sympathischen Frechdachs Lena haben wir uns inzwischen gut angefreundet. Heute erschien sie schon zum gemeinsamen Frühstück bei uns auf der Terrasse, denn wir wollten einen Ausflug möglichst früh am Vormittag machen, bevor es dafür draußen zu heiß wird. In der aktuellen Wetterphase steigen die Temperaturen von morgens um die 23°C bis zum Mittag rasant auf weit über 30°C.

Wenn man dann, wie für heute geplant, eine alte Festungsanlage besichtigen will, kommt man verdammt heftig ins Schwitzen, und der kulturelle Spaziergang macht nicht mehr allzu viel Spaß. Also lautete der Plan, schon um 08:00 Uhr bei noch angenehmen 24°C loszuziehen und rechtzeitig, bevor die Quecksilbersäule die 30°C-Marke knackt, zurück in der angenehm klimatisierten Finca von Rodrigo zu sein.

Lecker gesättigt plantschten wir vor dem Aufbruch noch kurz zur schnellen Abkühlung im Pool, dann machten wir uns fertig und packten zwei Kühlrucksäcke mit Erfrischungsgetränken und etwas aufgeschnittenem Obst. Vicky pausierte dafür mit ihrem aktuellen Bild im Atelier, mit dem sie ohnehin sehr gute Fortschritte macht. Unser Weg führte uns dann auf direktem Pfad zur Baluarte de Santa Maria da Porta da Vila – auch bekannt als Baluarte da Graça, die wir bereits um 08:30 Uhr erreichten.

Diese mächtige Bastion ist ein echter Koloss der Militärarchitektur und thront strategisch auf einer der Anhöhen der historischen Altstadt. Sie bildet das steinerne Herzstück der Cerca Nova, des im 16. Jahrhundert errichteten, moderneren Festungsgürtels von Lagos. Das Besondere an dieser geschichtsträchtigen Anlage ist ihre markante, unregelmäßig fünfeckige Struktur. Die meterdicken Festungsmauern wurden damals eigens so konzipiert, um der aufkommenden, brachialen Durchschlagskraft schwerer Artillerie standzuhalten. 



 

Direkt nebenan befand sich einst die Kirche Nossa Senhora da Graça, in der im Jahr 1415 kein Geringerer als Prinz Heinrich der Seefahrer vorübergehend seine letzte Ruhe fand, bevor er später umgebettet wurde. Wenn man oben auf den warmen Festungsmauern steht, atmet jede Ritze im rauen Mauerwerk die Aufbruchstimmung der großen Entdeckungszeit. Zudem bietet dieser erhöhte Posten einen weiten Ausblick über die hellen Dächer des historischen Stadtkerns und die tiefblaue Bucht von Lagos. Ein perfekter Ort, um den Atlantikwind im Gesicht zu spüren und sich vorzustellen, wie hier einst die Wachen den Horizont nach fernen Karavellen absuchten.

»WOW! Guckt euch mal die Dicke dieser Mauern an!« Staunte Britt fasziniert, während sie mit flacher Hand über den rauen Stein strich. »Komm Steve, schieß ein sexy Foto für meine Social-Media-Accounts von mir.«

»Ich wüsste nicht, was ich in diesem Moment lieber täte.« Lächelte ich zustimmend und holte die Profi-Canon aus der Kamera-Umhängetasche.

Britt, die heute einen dunkelblauen Jeans-Minirock und ein weißes Träger-Shirt ohne BH darunter trug, zog sich kurzentschlossen das Shirt über den Kopf. Sie stellte sich wie üblich gekonnt so in Pose, dass der Betrachter zwar sehen konnte, dass sie topless ist, jedoch durch die geschickte Drehung ihres Oberkörpers nicht wirklich ihren Busen sieht. Ein typisches, fantasieanregendes »Kopfkino«-Foto reizvoller Weiblichkeit vor historischer Kulisse. Vicky half kurzerhand mit einem klein zusammenfaltbaren Reflektor beim Ausleuchten, der voll aufgeklappt etwa 1,2 Meter helle, nicht zu stark spiegelnde Folie bietet, um die Schatten an Britts Oberkörper aufzuhellen.

»Woah, voll sexy! Du bist echt wunderschön, Britt!« Meinte Lena begeistert und schaute sehr interessiert genau zu, wie das Zusammenspiel zwischen Model und Kamera funktionierte.

Am liebsten hätte sie sich wohl gleich selbst für ein paar freizügige Schnappschüsse vor den alten Kanonenluken positioniert, doch nun näherte sich uns langsam eine mehrköpfige Touristengruppe, die ebenfalls die Festungsanlage besichtigen wollte. Also zog sich Britt schnell wieder das weiße Shirt über, und wir schauten uns gemeinsam alles frei Zugängliche fasziniert an. Solche alten Festungsanlagen sind doch immer wieder sehr reizvoll und faszinieren die meisten Menschen seit ihrer Jugendzeit, genau wie alte Ritterburgen oder aristokratische Paläste. Es ist fast unmöglich, dass dabei nicht automatisch bunte Fantasien im Hinterkopf geweckt werden und man sich alte Geschichten von Piraten und Seeschlachten ausmalt.


 

Als sich die Temperaturen draußen unaufhaltsam der 30°C-Marke näherten, lud ich die ganze Truppe in die Altstadt zum Eisessen ein. Es gibt hier mehrere gute Gelaterias, und wir landeten eher zufällig in der Gelataria Gloosi By Artisani in der Rua 25 de Abril. Dort schlemmten wir erstklassiges Eis bester Gelato-Meister-Tradition, tranken kühle Erfrischungsdrinks und ebenso guten, starken Kaffee.

Außerdem amüsierten wir uns prächtig über drei süße Girlies am Nebentisch – zwei Zwillingsschwestern und eine Freundin –, die ihre Eisportionen begeistert schleckten und dabei auf typische Mädchen-Art miteinander kicherten oder über Jungs ablästerten. Sie befinden sich offensichtlich gerade in der klassischen Lebensphase zwischen »Jungs sind doof!« und »eigentlich sind Jungs doch irgendwie ziemlich interessant!« schmunzel


 

Bei inzwischen schon wieder 32°C im Schatten machten wir uns gutgelaunt auf den Rückweg zur Finca und duschten uns erst mal den feinen Schweiß und Staub von der Besichtigung der Festung ab. Vor dem Mittagessen legten wir noch eine kleine, entspannende Siesta im kühlen Haus ein und erfreuten uns dann an einer eiskalten Gazpacho. Das kennen wohl die meisten aus dem Spanien-Urlaub. Gazpacho ist eine traditionelle, kalte Gemüsesuppe aus Andalusien, die vollständig ohne Kochen zubereitet wird. Die Basis besteht aus pürierten rohen Tomaten, Gurken, Paprika, Knoblauch, gutem Olivenöl und einem Schuss Essig. Oft wird etwas eingeweichtes Weißbrot hinzugefügt, um der Suppe eine sämige Bindung zu geben. Da sie direkt aus dem Kühlschrank serviert wird, gilt sie weltweit als ultimative Erfrischung an heißen Sommertagen.

Ergänzt wurde der kühle Genuss bei bereits wieder 35°C Außentemperatur durch würzige Käsehappen auf Krackern, diverses frisches Obst und vor allem saftige Wassermelone, sowie guten Kaffee, den wir allerdings auch fast kalt werden ließen, bevor wir ihn tranken. Zu Letzterem gesellten sich auch die zwei sehr hübschen Hausmädchen Olga und Olea zu uns an den Tisch, und wir plauderten ungezwungen vor allem über Fotoshootings.

Die zwei jungen Frauen arbeiten nicht nur als Hauspersonal für Rodrigo, sondern posieren ihm auch gern als ungenierte Models für seine Versuche mit reizvoller, schöner Aktfotografie, womit sie sich ohne moralische Bedenken ein ordentliches Taschengeld dazuverdienen. Technisch ist Rodrigo als Fotograf perfekt, aber er hat noch nicht seine ganz persönliche Linie gefunden, wie er kaum oder gar nicht bekleidete, sehr reizvolle Frauen bevorzugt aufnehmen will; er hat also noch keinen speziellen Stil entwickelt und experimentiert noch viel herum.

Die größte Schwierigkeit für darin unerfahrene Hobbyfotografen besteht bekanntlich nicht in der Beherrschung des reinen Handwerks von Blende und Belichtungszeit. Es ist halt doch ein gewaltiger Unterschied, ob du als Mann gefühlose Landschaften oder starre Architektur fotografierst, oder es plötzlich mit wunderschönen, meist noch jungen, nackten Models in nächster Nähe und in quasi intimen Situationen zu tun hast. Damit psychologisch richtig und professionell umzugehen, ist viel schwieriger, als viele Laien denken.

Und dabei rede ich jetzt nur von den echten, wirklich an schöner Aktfotografie interessierten Knipsern – also ausdrücklich nicht von den eher an Schweinereien interessierten Schein-Fotografen, die die Kamera nur als billige Ausrede oder Trick benutzen, um unbekleideten Schönheiten nahe zu kommen, an die sie sonst im Leben niemals herankommen könnten. Leider wimmelt es überall von diesen Typen, und wenn Amateur- oder Profimodels nicht verdammt vorsichtig sind, kann es manchmal auch richtig gefährlich für sie werden.

Das erklärte ich besonders nachdrücklich Lena, die erst letzten April volljährig wurde und in ihrer völlig ungenierten, typisch leichtsinnigen Selbstüberschätzung junger Menschen offensichtlich sehr daran interessiert ist, sich ebenfalls als freizügiges Model zu versuchen. Britt und Vicky unterstützten mich mit ihrer jahrelangen Model-Erfahrung und bestätigten meine Warnungen mit klaren Beispielen, auch wenn das bei einem so abenteuerlustigen Typ wie Lena wahrscheinlich am Ende wenig bis nichts bringt. Welcher junge Mensch lässt sich schon gern etwas von älteren, erfahreneren Leuten sagen oder hört brav auf solche Warnungen? Ich in diesem Alter jedenfalls auch nicht. So ist das nun mal; die allermeisten jungen Leute müssen und wollen ihre eigenen Erfahrungen sammeln, erst durch manchmal unangenehme Fehler lernen sie wirklich.

Vicky ging dann wieder in das helle Zimmer, welches ihr Rodrigo als Atelier zur Verfügung gestellt hatte, und arbeitete konzentriert weiter an dem bestellten, großformatigen Bild. Im Zeichnen ist sie wirklich sehr talentiert und kann genauso gut fotorealistische, exakte wie künstlerisch interpretierte Abbildungen erschaffen, worum ich sie sogar ein bisschen beneide. Als junger Kerl versuchte ich mich neben der Fotografie auch mal am Malen und Zeichnen, habe dafür aber eindeutig zu wenig Talent, um meinen eigenen, recht hohen Ansprüchen zu genügen. seufzerchen

Ich musste dann online am Laptop arbeiten und etwas mehr Kram als sonst meist üblich erledigen; das beschäftigte mich knapp vier Stunden. Britt wollte ebenfalls online einiges klären, und Demo beabsichtigte, auf dem Boot im Hafen nach dem Rechten zu sehen und kleine Routine-Wartungsarbeiten zu erledigen. Das weckte sofort Lenas Neugierde, und sie bat ihn charmant flirtend: »Oh…, darf ich mitkommen? Ich würde eure Yacht voll gern mal sehen.«

Gespielt genervt zu mir die Augen verdrehend, sagte Demo natürlich ja und nahm die Freche gern mit zur Marina. Also waren wir am Nachmittag alle unterschiedlich beschäftigt und gingen diesmal nicht an die faszinierende Felsenküste oder einen der malerischen Strände. Rodrigo legte seinem Alter und Gesundheitszustand entsprechend eine lange, erholsame Siesta in der klimatisierten Finca ein, da die inzwischen an die 37°C draußen ja selbst für gesunde alte Menschen eine echte Belastung sind.

Als ich nach etwa zwei Stunden eine Pause machte und kurz in den Pool springen wollte, traf mich die Hitze beim Herausgehen so, als würde man die Tür eines aufgeheizten Backofens öffnen. Und das, obwohl der Pool- und Gartenbereich der Finca sehr schattig angelegt ist und auf den Klippen über dem Meer eigentlich jeden kleinen Lufthauch kühlenden Seewind einfängt. Im Wasser und tropfnass heraussteigend ließ es sich durch die Verdunstungskühle auf der Haut wunderbar aushalten, aber in kaum mehr als fünf Minuten war man an der Luft schon wieder knochentrocken.

Uff! Wie gut, dass es nachts hier an der Küste immer deutlich abkühlt; für heute wurden beispielsweise ab 22:00 Uhr noch circa 25°C vorhergesagt, und zum Schlafengehen gegen Mitternacht dürfte es mit etwa 23°C angenehm sein. Dann kann man bis morgens um 08:00 Uhr wunderbar bei weit geöffneten Fenstern pennen, nur bedeckt von einem dünnen Laken und umschmeichelt von der nach südlichen Pflanzen duftenden, salzigen Seeluft bei derzeit direktem Südwind. Das auch um diese Zeit noch deutlich vernehmbare Konzert der Grillen stört dabei überhaupt nicht, es wirkt auf mich eher einschläfernd.

In der Küche versorgte ich mich bei der rustikal-humorvollen Haushälterin und Köchin mit einem frischen Kaffee und einem eiskalten Melonensaft-Mineralwasser-Mix zur inneren Erfrischung. Ihre Englischkenntnisse sind zwar nur rudimentär, aber wir verstanden uns trotzdem prima mit Händen und Füßen. Mit bestimmt um die 90 kg, verteilt auf gerade mal etwas über 160 cm Körpergröße, ist die Endvierzigerin eine amüsante »Wuchtbrumme«, sehr häuslich, bodenständig und humorvoll. Dass ich mich auch ihr gegenüber wie ein echter Gentleman benehme, ihre Speisen lobe, diese mit viel Genuss verputze und sie nicht von oben herab wie eine reine Untergebene behandle, gefällt ihr definitiv sehr. schmunzel

Früher war Rodrigo ein leidenschaftlicher Zigarrenraucher und pafft auch heute noch gelegentlich dicke Cubanos hochwertiger Marken. Daher gibt es in der Finca ein separates Raucherzimmer mit einem starken Dunstabzugs-Ventilator, und dort hatte ich mich mit dem Laptop niedergelassen, um zum Rauchen nicht raus in die brütende Hitze zu müssen, wie ich es sonst immer tue. Noch grinsend über die etwas derben Scherze mit der Köchin, arbeitete ich gutgelaunt und konzentriert weiter.

»Immer noch am Arbeiten?« Um ebenfalls eine Kippe zu rauchen, kam etwas später Britt herein. Sie trug wegen der Hitze im Haus nur einen burgunderroten Triangel-BH und einen dazu passenden Dessous-Slip, was bei ihrer Model-Attraktivität wunderschöner, noch junger Fraulichkeit, selbstredend ein sehr reizvoller Anblick ist; auch wenn wir uns oft nackt sehen und bestens kennen, müssen dir solch reizvolle Anblicke als Mann natürlich sehr gefallen. Das nicht sofort direkt sichtbare, verborgene hat ja seinen ganz speziellen Reiz.

»Ja leider, ich schätze, noch eine gute Stunde zu brauchen.« Seufzte ich übertrieben als leidender Bär und Captain tief.

 

»Ooooch, du Ärmster.« Zwinkerte sie verschmitzt und stellte sich fast wie sexy posierend an ein großes Fenster, wo sie von dem reflektierten Sonnenlicht einer hellen, hohen Außenmauer malerisch beleuchtet wurde. Genüsslich paffte sie ihre Zigarette – übrigens exakt die gleiche Marke Tabak-pur ohne Zusatzstoffe, wie ich sie seit vielen Jahren rauche. Auch wenn das Rauchen von Nikotin selbstverständlich generell ungesund ist, dachte ich immer, diese Tabak-pur-Marken wären erheblich weniger schädlich, weil das wirklich Üble an Standard-Zigaretten die unzähligen chemischen Zusatzstoffe sind, welche die Zigarettenindustrie in den Tabak mischen.

Wo ich diese schon vielfach gemachte Aussage gerade im Kopf hatte, fiel mir ein, dass ich das eigentlich noch nie exakt überprüft habe. Das holte ich jetzt am Laptop nach… und bekam von einer blitzschnell recherchierenden KI prompt eine kräftige, virtuelle Kopfnuss verpasst. Deren Recherche sagt nämlich ganz klar und eindeutig:

Ich habe mich hier jahrelang von einem weit verbreiteten Irrtum täuschen lassen. Auch sogenannte Tabak-pur-Zigaretten ohne Zusatzstoffe sind hochgradig gesundheitsschädlich. Der bei Weitem größte Schaden entsteht durch das Verbrennen des Tabaks selbst und die dabei freigesetzten Stoffe wie Teer und Kohlenmonoxid. Es gibt schlicht keine gesündere Zigarette.

Tja, verdammt, also muss ich hier offen zugeben, nur einen Mythos nachgeplappert zu haben, während die medizinischen Tatsachen ganz anders ausschauen. Gut zu wissen, auch wenn ich sicherlich nicht von heute auf morgen damit aufhören werde, weil ich schlicht und einfach gern rauche – aber ich rate trotzdem weiterhin besonders jungen Menschen eindringlich davon ab, mit dem Quatsch überhaupt erst anzufangen.

Gegen 17:30 Uhr machten sich Vicky, Britt, die vom Hafen zurückgekehrte Lena, Demo und ich endlich auf den Weg, um doch noch ein bisschen Beach-Feeling an dieser fantastischen Felsenküste zu genießen. Der Sonnenuntergang ist ja erst kurz vor 21:00 Uhr, also hatten wir noch gut drei Stunden Zeit, und bei immer noch 33 bis 34°C war der Weg hinab schweißtreibend genug. Umso herrlicher und erfrischender war es, wenig später jauchzend in das ungefähr 21°C kühle Meerwasser zu laufen und eine lustige Wasserschlacht zu veranstalten. freu

 

Es gibt weltweit ähnlich reizvolle, wildromantische Felsenküsten – man denke nur an die italienische Amalfi-Küste mit ihrem ganz speziellen, besonderen Zauber. Aber mir fiele jetzt auf Anhieb keine Region ein, die gleichzeitig auch noch so viele größere und kleinere, bezaubernd schöne Sandstrände bietet, umgeben von abenteuerlichen, fantasieanregenden Felsformationen, und das alles in den sogenannten „warmgemäßigten Subtropen“ bei einem so angenehmen Küstenklima. Mit über 300 Sonnentagen im Jahr gehört die Algarve zudem völlig zurecht zu den sonnenreichsten Gebieten Europas.

»Was denkst du schon wieder so angestrengt nach, Captain? Los, fang uns lieber ein, haha!« Stichelten erst Britt und Vicky aus dem Wasser heraus, und dann stimmte noch frecher und begeisterter auch Lena mit ein.

»Na gut, ihr habt es so gewollt, beschwert euch danach also bloß nicht, hehe!« Lachte ich laut mit und jagte, eher unmotiviert unterstützt von Demo, die entzückenden Meeresnixen durch die spritzende Brandung. Sie flüchteten natürlich alle drei nur zum Schein und ließen sich liebend gern einfangen, spielerisch untertauchen und an strategisch besonders empfindlichen Körperstellen kreischend kitzeln. Davon etwas außer Atem, stellten wir uns anschließend bis zu den Knien in die auslaufenden Wellen und ließen uns einfach von der warmen Sonne und dem Wind trocknen, was kaum zehn Minuten dauerte.

»Ach, echt herrlich hier.« Seufzte Vicky zufrieden, und dem konnten wir uns alle nur bedingungslos anschließen. Insbesondere für die Nordlichter Vicky, Britt, Lena und Demo, die selbst im Hochsommer in ihrer Heimat selten mehr als 25°C Lufttemperatur und Meerwasser deutlich unter 20°C gewohnt sind, ist das Algarve-Klima ein absoluter Traum.

Selbst an so heißen Tagen wie derzeit wird es durch die Nähe zum offenen Atlantik nie so brutal erschlagend heiß wie an den oft windstillen, überhitzten Küsten rund ums Mittelmeer. Und wie schon mehrfach beschrieben, kann man abends immer noch wunderbar ausgehen und nachts erholsam schlafen, ohne permanent ins Schwitzen zu geraten, wenn man keine Klimaanlage hat oder diese nicht auf Hochtouren drehen will.

Zurück in der Finca duschten wir uns im großen Gemeinschaftsbad den Sand und das Salzwasser von den Körpern, wonach Vicky wieder mal prompt nach bewährten Masseurdiensten meinerseits verlangte. Ich schrieb ja schon mal darüber, dass sie absolut darauf schwört, ihre Haut mit fetter Vollmilch zart, frisch und geschmeidig zu halten, und natürlich kam ich diesem optisch wie haptisch reizvollen Verlangen gern vergnügt nach.

Noch amüsanter wurde es, als Lena, Britt und die mit uns duschende Olga das Ganze ebenfalls spontan ausprobieren wollten. Demo half zwar gern mit, hat aber keinerlei Erfahrung mit Massagen allgemein und dem richtigen Einmassieren von Ölen oder jetzt eben Milch.

Wer hier im Blog schon länger mitliest, weiß dagegen, dass ich mich vor langer Zeit, noch als junger, unerfahrener Bursche, von einem japanischen Meister seines Fachs in traditionellen Massagen und speziell asiatischen, erotischen Entspannungsmassagen habe ausbilden lassen. Dieser alte Meister kannte tatsächlich jeden einzelnen Knochen, jede Muskelfaser und jedes sensible Nervenende im menschlichen Körper aufs Genaueste.

Ich werde mir gewiss nicht anmaßen, auch nur einen Teil seiner meisterhaften Fähigkeiten komplett erlernt zu haben, was bei seinen regulären Lehrlingen eine vieljährige, harte Ausbildung von meist über fünf Jahren erforderte. Aber so einige effektive Griffe und Tricks habe ich damals doch verinnerlicht, und das gefällt weiblichen Wesen im Allgemeinen sehr, sehr gut. zwinker

 

Das Ganze nicht nur zum puren Vergnügen, sondern wirklich ernsthaft und mit dem nötigen Druck zu machen, ist allerdings körperlich auch ganz schön anstrengend, weshalb ich die Durchführung zeitlich pro Schönheit strikt begrenzen musste. Natürlich drehten wir das Ganze im Bad schnell auf eine lustige Basis um; ich jammerte lautstark darüber, hier gnadenlos als billiger Massagesklave missbraucht zu werden. Die bezaubernd nackten Frechen taten dagegen absichtlich hochnäsig so, als wären sie altrömische Edeldamen der Oberschicht, die mit einem rechtlosen Sklaven tun können, was immer sie wollen. Das war ein verdammt lustiges Rollenspiel und verursachte mehrmals geradezu heftige Lachkrämpfe vor lauter Heiterkeit und Situationskomik, vor allem bei Lena und Olga, die sich kaum noch einkriegten.

Darüber immer noch scherzend und lachend versammelten wir uns etwas später frisch angezogen zum gemütlichen Abendessen mit Rodrigo sowie einem von ihm zum Dinner eingeladenen, kunstinteressierten Paar Anfang vierzig. Die beiden waren übrigens auch schon bei Vickys kürzlicher Live-Sexy-Art-Performance als Zuschauer anwesend. An ihren satirisch verfremdeten Kohlezeichnungen weltberühmter Persönlichkeiten hat das Paar zwar eher weniger Interesse, aber für eine demnächst geplante, exklusive Abendgesellschaft ihrer kunstaffinen Freunde, würden sie Vicky gern als Überraschung und sozusagen als Höhepunkt des Abends für eine ähnliche Live-Performance engagieren.

Die teils ziemlich intellektuellen Tischgespräche drehten sich während des Hauptganges noch um allgemeinere Themen, damit sich auch die in diesen Bereichen weniger gebildeten Lena, Britt und Demo ungezwungen daran beteiligen konnten. Lena verabschiedeten wir zu späterer Stunde, während Britt und Demo rüber ins TV-Zimmer gingen und dort irgendeine Serie streamten.

Rodrigo, Vicky, meine Wenigkeit und das geladene Gästepaar setzten sich schließlich mit einem hervorragenden, schweren Rotwein aus der Region im gemütlichen Patio der Pool-Terrasse zusammen. Wir sprachen ernsthaft durch, welche Art von künstlerischem Auftritt Vicky dort genau vorführen könnte. Das betraf logischerweise vor allem sie selbst und das Gästepaar, die sich über den Rahmen und die Details einig werden mussten, während Rodrigo und ich uns eher im Hintergrund hielten oder Ratschläge gaben.

Nach 23:30 Uhr ließen wir den ruhigen, gemütlichen Abend langsam ausklingen, die Gäste verabschiedeten sich, und auch wir gingen bald darauf nach drinnen. Vicky und ich erfreuten uns in unserem Zimmer noch an einem schönen, sehr sinnlichen und ausgedehnten Liebesspiel. Sauber geduscht, wohlig befriedigt und angenehm müde legten wir uns dann bei angenehmen 22 bis 23°C Raumtemperatur zum Pennen ins bequeme Bett und schlummerten schnell hinüber ins Reich der Träume. Und damit endete ein weiterer, wunderbar facettenreicher Tag an der Algarve…

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