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Griechenland, Korfu, Flug, Ankunft und Umweltgedanken

 

#26.05.11 – Griechenland, Korfu, Flug, Ankunft und Umweltgedanken

Seit vergangenem Samstag-Nachmittag befinden wir uns nun schon an diesem absolut zauberhaften Ort und lassen uns von der herrlich milden Mittelmeerluft umschmeicheln, die den griechischen Frühling so unvergleichlich macht. Es ist diese ganz spezielle Zeit des Jahres, in der die Hitze noch nicht drückend ist, sondern wie eine sanfte, warme Decke wirkt, die sich über die Insel legt.

In diesem Fall genieße ich die Idylle nur mit Marina an meiner Seite. Sie hatte das große Glück, sich kurzfristig vom Studium freimachen zu können, und die Aussicht auf ein paar Tage unter der korfiotischen Sonne ließ sie nicht eine Sekunde zögern. Der Rest unserer lustigen Bodensee-Clique schaute leider in die Röhre; berufliche Verpflichtungen, dringende Projekte und unaufschiebbare Termine machten es den Freunden unmöglich, sich uns anzuschließen. Das war zwar einerseits schade, weil wir in der Gruppe immer eine Menge Spaß haben, aber andererseits verlieh es unserem Trip von Anfang an eine deutlich intimere, fast schon knisternde Note.

»So, so, du bist also Geschäftsmann, Fotograf, Gentleman-Casanova, Boots-Kapitän und jetzt auch noch ein echter Flugzeug-Pilot?« Marina zog die wohlgeformten Augenbrauen hoch und schenkte mir einen jener Blicke, die irgendwo zwischen amüsierter Skepsis, neckischer Provokation und echter Bewunderung schwankten. 

 

Während sie das sagte, schlängelte sie sich mit jener katzenhaften Grazie, die ihr eigen ist, auf den Copiloten-Sitz unserer kleinen Maschine. Ihr Outfit war, wie man es von ihr gewohnt ist, gleichermaßen sexy wie strategisch klug gewählt: Ein verdammt kurzer Minirock aus hellem Stoff und ein luftiges, weit ausgeschnittenes Shirt, das bei jeder ihrer geschmeidigen Bewegungen interessante, tiefe Einblicke gewährte. »Ganz schön beeindruckend, Steve! Gibt’s eigentlich irgendwas auf dieser Welt, das du nicht kannst?« stichelte sie weiter, während sie sich im engen Cockpit zurechtfand und dabei ihre langen Beine sortierte.

»Aber sicher doch, jede Menge sogar!« erwiderte ich schmunzelnd, während ich versuchte, meine eher massige Bärenstatur wesentlich weniger elegant auf den Pilotensitz zu manövrieren. In der engen, technisch hochgerüsteten Kapsel der Eclipse 550 ist das für einen Mann meiner Statur jedes Mal aufs Neue eine kleine Herausforderung an die körperliche Gelenkigkeit und das räumliche Vorstellungsvermögen.

Bei diesen Maschinen handelt es sich um extrem flotte, kleine Minijets, die von ihren äußeren Dimensionen her kaum größer bemessen sind als ein gewöhnliches viersitziges Sportflugzeug mit Propellerantrieb. Das Faszinierende an der modernen Technik dieser sogenannten Very Light Jets ist ihr erstaunlich effizienter Verbrauch, der sich in Regionen bewegt, die man eher von einem luxuriösen Oberklasse-Auto auf einer schnellen Autobahnfahrt kennt.

Da ich für dieses spezifische Modell eine Zulassung besitze und mein persönliches Flugstundenkonto für die Erhaltung meiner FAA-Pilotenlizenz dringend wieder etwas Futter benötigte, hatte ich die gesamte Reise so organisiert, dass ich selbst am Steuerknüppel saß. Es gibt kaum ein größeres Gefühl von Freiheit, als selbst den Kurs zu bestimmen, während man die Alpen unter sich lässt.

»Ach… und was genau kannst du zum Beispiel nicht?« Marina ließ einfach nicht locker. Sie hatte geduldig abgewartet, bis ich das gesamte, recht komplexe Startprozedere, den umfangreichen Funkverkehr mit dem Tower am Friedrichshafen-Airport und den eigentlichen, kraftvollen Abflug hinter mich gebracht hatte. Mittlerweile zischte unser kleiner, weißer Jet auf der geplanten Reiseflughöhe FL410 dahin, und der Autopilot hielt uns mit stoischer Präzision stabil auf Südkurs.

Die anfängliche Arbeitsbelastung im Cockpit sank nun merklich, der ständige Funkverkehr mit den verschiedenen Sektoren verstummte weitgehend, und es blieb endlich die nötige Zeit, sich der reizenden Passagierin an meiner Seite zu widmen. Marina besitzt die seltene und für einen Piloten äußerst angenehme Gabe, genau zu wissen, wann volle Konzentration gefragt ist; sie rührt ungefragt keinen einzigen Schalter an und versteht es meisterhaft, sich im richtigen Moment zurückzunehmen, um dann im nächsten Augenblick wieder voll präsent zu sein.

»Na, zum Beispiel bin ich ein lausiger Tänzer, wie du ja aus leidvoller Erfahrung von unseren gemeinsamen Clubbesuchen weißt… und es ist mir beim besten Willen biologisch unmöglich, mich so sexy-verlockend in diesen schmalen Ledersitz zu schmiegen wie du es gerade tust.« Ich grinste breit und ließ meinen Blick dabei ganz ungeniert und genüsslich über ihre wohlgeformten, gebräunten Beine wandern.

Der knappe Stoff ihres Rocks ließ ohnehin kaum Spielraum für die männliche Fantasie und betonte jede Kurve ihrer Oberschenkel. Als wir am Bodensee aufgebrochen waren, herrschten dort bereits frühsommerliche 24 °C bei strahlendem Sonnenschein, und für unsere Ankunft auf Korfu waren die Prognosen sogar noch einen Tick vielversprechender. Dementsprechend freizügig und sommerlich-leicht war ihre Kleiderwahl ausgefallen. Die leistungsstarke Klimaanlage der Eclipse arbeitete jedoch perfekt und sorgte dafür, dass wir bei angenehm kühlen 23 °C im Cockpit nicht ins Schwitzen gerieten oder froren, während draußen in der dünnen Höhenluft eisige Temperaturen herrschten.

»Als der Riesenkerl, der du nun mal bist, staune ich ohnehin darüber, dass du dich überhaupt in dieses enge Cockpit gefaltet hast, ohne die Maschine dabei zu verbiegen, haha!« Sie lachte charmant, ein helles, fast schon perlendes Geräusch, das den gedämpften Lärm der Triebwerke im Hintergrund übertönte.

Dabei räkelte sie sich offensichtlich mit voller Absicht noch ein wenig provokanter in ihrem Sitz, als wollte sie die engen Platzverhältnisse austesten. Es geschah natürlich genau das, was geschehen musste und sie offensichtlich frech beabsichtigte: Der ohnehin schon grenzwertig kurze Rocksaum rutschte durch die Bewegung noch ein entscheidendes Stück weiter nach oben, und für einen reizvollen Moment blitzten einige Zentimeter ihres knappen Tanga-Slips hervor, genau dort im magischen Dreieck, wo das Kopfkino eines Mannes eingeschaltet wird. Marina weiß um die verheerende Wirkung ihrer Beine und ihrer gesamten weiblich-verlockenden Ausstrahlung, die dieses schwer greifbare »gewisse Etwas« besitzt, dem man sich als Mann mit Puls schlichtweg nicht entziehen kann.

»Yup, ich staune selbst jedes Mal aufs Neue, wie ich das in diesen winzigen, engen Kisten schaffe; frag mich bloß nicht nach dem Wie. Es ist wohl eine Mischung aus Atemtechnik und purer Sturheit.« Ich gluckste mit ihr um die Wette. Auf den Fotos mag das Cockpit einer Eclipse 550 ja geräumig und luftig wirken, aber für einen Mann, der fast 1,90 m erreicht und eine entsprechend kräftige Statur sein Eigen nennt, ist es wahrlich kein Zuckerschlecken, eine bequeme Sitzposition zu finden, in der man es über mehrere Stunden aushält.

»Ein kleines, biologisches Wunder, haha!« Sie zwinkerte mir mit jenem ganz speziellen, weiblich-rätselhaften Blick zu, der bei Männern zuverlässig für eine wohlige, kribbelnde Gänsehaut sorgt. Marina ist nicht nur äußerlich eine außergewöhnliche Erscheinung, sondern auch klug, schlagfertig und mit einem gesunden, modernen Selbstbewusstsein gesegnet.

Ihre Erfahrung als Fashion- und Aktmodel hat ihr beigebracht, wie sie ihre körperlichen Vorzüge perfekt und absolut zielgerichtet in Szene setzt. Mittlerweile hatte sie mir in einer ruhigen Minute erzählt, dass sie tatsächlich schon für eine renommierte Model-Agentur in der Modemetropole Paris gearbeitet hatte, unter anderem für große Kampagnen. Man merkte ihr an, dass sie dort nicht mehr viel lernen musste; sie ist einfach von Natur aus dieser Typ Frau, der eine unwiderstehliche, fast schon magnetische Anziehungskraft ausstrahlt, ohne dass es jemals angestrengt wirkt.

Nach einem kurzen, eher routinemäßigen Funkspruch mit einer Bodenstation in Oberitalien konnten wir unser privates Gespräch weiter vertiefen. Wir befanden uns zu diesem Zeitpunkt bereits über der Region Triest, die tiefblaue Adria glitzerte tausende Meter unter uns in der Mittagssonne wie ein mit Diamanten besetztes Tuch. Scheinbar gedankenlos und wie völlig zufällig ergriff sie meine rechte Hand, die locker neben dem Pilotensitz baumelte, und begann spielerisch mit meinen Fingern zu hantieren.

Mit der Konzentration einer mystischen Wahrsagerin betrachtete sie meine Handfläche und strich zart mit ihrem Daumen über die empfindliche Haut. Solche direkten körperlichen Berührungen von einer Frau wie ihr sind pure Elektrizität für die Nervenbahnen. Und als wäre das nicht schon Ablenkung genug für einen verantwortungsbewussten Piloten, platzierte sie meine Hand schließlich ziemlich weit oben auf ihrem warmen Schenkel, der sich unter meiner Handfläche gleichzeitig fest, kräftig und doch wunderbar weiblich-weich anfühlte. Uff, das war eine Ansage!

»Weißt du, Steve, was schon seit einer gefühlten Ewigkeit eine meiner heimlichen Fantasien ist?« Sie drehte ihren Kopf langsam zu mir und bohrte ihren Blick so tief in meine Augen, dass ich fast vergaß, auf den Horizont zu achten.

»Ich ahne da etwas… und es hat vermutlich nichts mit der korrekten Berechnung des Treibstoffverbrauchs zu tun, hoho.« Ich stieß einen theatralischen Seufzer aus, als würde ich eine mühsame, körperlich anstrengende Aufgabe erwarten, obwohl mein Herzschlag bereits deutlich im roten Bereich galoppierte. Ich wusste natürlich ziemlich genau, worauf sie hinauswollte. Es ist eine jener klassischen, „verbotenen“ Fantasien, die erstaunlich viele selbstbewusste und abenteuerlustige junge Frauen teilen, doch die wenigsten finden jemals den Mut, den richtigen Partner oder die passende Gelegenheit, sie in über 12.000 Metern Höhe auch wirklich in die Tat umzusetzen.

ZENSIERT *grins*

Wir blieben danach noch einige Minuten völlig außer Atem und verschwitzt still sitzen, während die Triebwerke leise ihr monotones Lied sangen. Dann schlängelte sie sich schließlich von mir herunter, suchte gelenkig im hinteren Gepäckabteil nach einer Packung Feuchttüchern und einer Flasche Wasser. Mit diesen Utensilien bewerkstelligten wir eine provisorische Reinigung, was angesichts der engen Platzverhältnisse erneut für heitere Momente und gegenseitiges Necken sorgte.

»Na…« sie lächelte mich mehrdeutig an, während sie sich wieder anzog, »…hat der Herr Pilot nun irgendwelche ernsthaften Einwände gegen das Ausleben meiner kleinen Fantasien, haha?«

»Oh nein, ganz im Gegenteil! Ich finde es eigentlich nur mehr als angemessen, wenn eine Passagierin auf diese höchst angenehme Art und Weise ihr Ticket für den Privatjet verdient!« Die Antwort brachte mir prompt einen freundschaftlichen, aber durchaus kräftigen Knuff in die Rippen ein.

»Werd bloß nicht frech, du verdammter Gentleman-Casanova! Ich hätte dich auch einfach am Steuer verhungern lassen können!«

»Verdammt?« Ich lachte laut auf, bewegte mich dabei jedoch wesentlich unbeholfener als sie und knallte bei dem Versuch, meine Hose wieder zu schließen, mehrfach schmerzhaft mit dem Kopf gegen die niedrige Deckenverkleidung, was Marina natürlich prompt wieder als lustig empfand.

»Ja, verdammt und verflucht! Du bist eine Gefahr für die weibliche Selbstbeherrschung!«

»Und weshalb bitteschön nicht einfach nur lieb, nett und zuvorkommend?« Ich grinste sie männlich-markant an, wohl wissend, worauf sie hinauswollte.

»Weil du dich als dieser verdammte, perfekte Gentleman so sehr beherrscht hast, dass ich schließlich selbst aktiv werden musste, damit es zwischen uns endlich passiert. Das war voll gemein von dir, mich so zappeln zu lassen!«

»Tja, da haben wir es wieder, ein perfektes Beispiel für die berühmte weibliche Unlogik«, konterte ich amüsiert, während ich mich mühsam wieder in meine offizielle Pilotenrolle zurückkämpfte. »Benimmt sich ein Mann mal nicht wie ein Gentleman, werft ihr uns genau das lautstark vor. Tut er es dann aber doch und zeigt Manieren, ist es auch wieder nicht recht! Also ist es schlichtweg typisch, dass wir Männer es euch Frauen nie ganz recht machen können und am Ende sowieso immer die alleinige Schuld tragen!«

Schnell überprüfte ich alle Instrumente und Systeme der Eclipse. Wie ich es erwartet hatte, hatte Marina im Eifer des Gefechts doch den einen oder anderen Schalter am unteren Panel mit ihren Gliedmaßen berührt und verstellt. Tatsächlich waren zwei unwichtige Lichter eingeschaltet worden, aber nichts Wesentliches oder gar Gefährliches war verstellt – sonst hätten der Bordcomputer und der Autopilot ohnehin sofort nervös Alarm gepiept.

»Klar doch! Du bist schließlich ein Mann, also bist du von Geburt an schuldig, sobald uns Frauen irgendwas nicht passt, haha!« Sie lachte unheimlich charmant und beugte sich noch einmal ganz zärtlich zu mir herüber, um mich lieb und lange zu küssen. Ein Friedensangebot, das ich natürlich nur zu gerne annahm.

Unterbrochen von gelegentlichem Funkverkehr mit den Bodenstationen in Kroatien, Albanien und schließlich Griechenland, plauderten wir die restliche Stunde des Fluges entspannt über dies und das. Wir sprachen auch über die halb geschäftlichen und halb privaten Hintergründe, weshalb ich diesen Trip nach Korfu machen musste und wollte. 


 

Dann gelang mir eine butterweiche Landung auf der einzigen Start- und Landebahn 34 des Inselflughafens. Diese Bahn ist eine echte Besonderheit in Europa: Sie wurde zu fast zwei Dritteln auf künstlichem Grund direkt in die Halikiopoulo-Lagune hineingebaut, was den Anflug besonders für Passagiere spektakulär macht, da man das Gefühl hat, direkt auf dem Wasser aufzusetzen. Der Aeroporti Ndërkombëtar i Korfuzit »Ioannis Kapodistrias« (Corfu International Airport, IATA: CFU, ICAO: LGKR) liegt am nördlichen Ende der Bahn und ist nach dem ersten Staatsoberhaupt des unabhängigen Griechenlands benannt.

Der Flughafen selbst blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Er wurde bereits 1937 ursprünglich als Militärflugplatz konzipiert und errichtet. Während der dunklen Jahre des Zweiten Weltkriegs diente er sowohl den italienischen als auch den deutschen Besatzungsstreitkräften als strategisch wichtiger Stützpunkt im östlichen Mittelmeer. Der allererste kommerzielle Flug der Geschichte fand erst am 19. April 1949 statt, damals noch mit einer Propellermaschine aus Athen.

Über die Jahrzehnte wurde die Landebahn mehrfach erweitert, bis sie schließlich in den Jahren 1957 bis 1959 ihre heutige, beeindruckende Länge erreichte. Das Hauptterminal, so wie man es heute sieht, wurde ab 1968 gebaut und 1972 feierlich fertiggestellt. Seit 2017 wird der Flughafen übrigens von Fraport Greece betrieben, einem deutsch-griechischen Joint Venture. Man merkt dem Platz die stetigen Modernisierungen an – er ist sauber, funktional und trotz des enormen Ansturms von Charterflügen in der Sommersaison immer noch angenehm überschaubar und sehr touristisch ausgerichtet.

Nachdem wir auf der Landebahn ausgerollt waren, dirigierte mich der Tower mit knappen Funksprüchen zur speziellen Abstellfläche für Privat- und Business-Maschinen. Dort wartete bereits ein kleines Empfangskomitee auf uns. Es bestand aus zwei Beauftragten des örtlichen Handlers, die sich routiniert um die kleinen Maschinen kümmern, sowie einem Beamten und einem Fahrer der Firma »Corfu Swift Transfer – Private Transfers & Tours in Corfu«, der mit einem modernen, schwarz glänzenden und klimatisierten Wagen bereitstand. Alles war perfekt organisiert, genau so, wie ich es für diesen Aufenthalt geplant hatte.


 

Zusammen mit zwei elegant gekleideten Damen und einem jungen Mann, der wohl so etwas wie ein Privatsekretär oder Assistent war, brachte man uns in dem komfortablen Mercedes Van zu unseren jeweiligen Unterkünften. Zuerst wurden die anderen drei Passagiere an einem exklusiven Luxus-Resort & Spa direkt an der Küste mit ihrem umfangreichen Gepäck abgesetzt. Danach ging die Fahrt weiter für Marina und mich. Unser Ziel war ein wirklich schickes, dreistöckiges Villa-Anwesen direkt an der malerischen Gouvion Bucht, komplett mit einem eigenen, privaten Anlegesteg für Yachten. Dort wurden wir bereits von Sir Archibald erwartet, einem klassischen, älteren englischen Gentleman, Intellektuellen und Gelehrten der ganz alten Schule.

Obwohl wir draußen mittlerweile stolze 26 °C hatten und die Mittelmeer-Sonne kräftig vom stahlblauen Himmel herabbrannte, trug Sir Archibald in der natürlich voll klimatisierten Villa einen viel zu warm wirkenden, dunkelgrauen Wollanzug inklusive Weste. Man hätte fast glauben können, wir befänden uns im kühlen, verregneten England des 19. Jahrhunderts. Marina schaute bei der altmodisch-galanten Begrüßung – er deutete sogar eine leichte Verbeugung an – etwas verwundert aus der Wäsche, aber ich kenne den Mitte-Sechziger seit Jahren nicht anders. Wenn es draußen wirklich heiß wird und er sein Anwesen verlassen muss, kleidet er sich allenfalls in einen klassisch-altmodischen, hellen Tropenanzug aus Leinen, so wie man ihn aus Erzählungen und Fotos über die Zeiten des britischen Empire kennt. Aber niemals, wirklich unter gar keinen Umständen, würde dieser Mann so locker in Casual-Shirt und Shorts herumlaufen wie die Scharen von Touristen in der Stadt.

Das diskrete Personal wies uns sogleich ein wunderschönes, großes Zimmer zu – eigentlich war es eher eine kleine, luxuriöse Suite –, wo wir uns erst einmal ausgiebig frisch duschen und häuslich einrichten konnten. Von unserer überdachten Balkon-Terrasse aus genossen wir den malerischen Blick auf die Gouvion Bucht. Die weiße Villa ist architektonisch sehr verwinkelt im kolonialen Stil gebaut und verfügt über mehrere Terrassen und schattige Balkone. Während ich genüsslich eine erste Zigarette schmauchte, versorgte uns das Personal bereits mit eiskalten Erfrischungsdrinks. Marina schnorrte wie so oft ein, zwei Züge an meiner Kippe, wobei sie sich wunderbar weiblich-weich und erotisch verlockend an mich schmiegte, während sie die Aussicht bewunderte.



 

Für den späteren Nachmittag hatte sie sich bereits umgezogen und trug nun eine weiße, bauchfreie Leinenbluse und einen passenden Minirock. Ein frecher Sonnenschutz-Tropenhut und dezenter Goldschmuck rundeten ihr Bild ab. Neben ihren vielen anderen Qualitäten hat sie das beneidenswerte Talent, sich in ihrem Verhalten und ihrer Kleidung auf ganz natürliche Art an die jeweilige Situation und die vornehme Umgebung anzupassen. Sie kann gleichzeitig wie eine elegante Dame von Welt und eine sexy-verlockende Verführerin wirken, was eine hochexplosive Mischung darstellt.

Später am Tag gingen wir im großen, parkähnlichen Garten der Villa spazieren. Unten an der Küste, direkt am Wasser, trafen wir auf eine sehr attraktive Blondine mit einem männlichen Begleiter. Wie sich herausstellte, waren auch sie Gäste in Archibalds Villa. Die gelb-rot glühende Sonnenscheibe näherte sich bereits langsam dem Horizont und zauberte diese typische, leicht kitschige, aber wunderschöne romantische Stimmung eines »Sonnenuntergangs am Meer« herbei. Die Luft hatte immer noch angenehme 24 °C, und ein ganz lauer, salziger Wind wehte aus westlicher Richtung zu uns herüber, angereichert mit den intensiven Düften der blühenden griechischen Pflanzenwelt.

Im Mai ist das typische Grillenkonzert auf Korfu noch deutlich leiser und weniger intensiv als im Hochsommer. Es fängt gerade erst an, sich langsam aufzubauen. Viele Menschen verwechseln ja den deutlichen Unterschied zwischen Grillen und Zikaden, die vor allem im Hochsommer ein fast schon ohrenbetäubendes Konzert auf den griechischen Inseln aufführen. Grillen (Crickets) zirpen vor allem abends und nachts durch das rhythmische Reiben ihrer Flügel.

Das kann bei offenen Fenstern zwar etwas störend beim Schlafen sein, ist aber von der Lautstärke her moderat. Zikaden hingegen sind die eigentlichen Macher des legendären »Sommer-Soundtracks« in Griechenland. Ihr schrilleres, hohes und intensives Summen mit bis zu über 100 dB) wird durch spezielle Trommelorgane erzeugt. Sie lieben die sommerliche Hitze und sind vor allem tagsüber aktiv. Derzeit war es jedoch nur ein angenehmes, stetiges Hintergrundgeräusch, fast wie das laute Schnurren einer zufriedenen Katze.

»Hey… ihr müsst Marina und Captain Steve sein, von denen Archie schon erzählt hat.« Die blonde Schönheit lächelte uns verhalten, aber sichtlich neugierig an. »Archie sagte uns, dass ihr heute ankommen würdet. Das hier ist Allan und ich bin Viktoria; aber nennt mich bitte einfach Tori.«

»Hallo Tori, hallo Alan, sehr erfreut euch kennenzulernen.« Wir grüßten höflich zurück und spazierten gemeinsam ein Stück weiter durch den Garten, während wir den typischen Smalltalk zum Kennenlernen führten. Die beiden waren zusammen mit einem dritten Mann namens Paul auf einer typischen, modernen, weißen Segelyacht hier, die direkt am Anlegesteg der Villa festgemacht hatte. Es handelte sich um eine etwa 17–18 Meter lange Sloop französischen Designs.

Tori und ihre Begleiter waren offensichtlich clevere, gebildete Leute mit tadellosen Manieren. Ich muss gestehen, dass ich Tori auf Anhieb ungewöhnlich interessant und natürlich auch rein optisch sehr reizvoll fand. Sie dürfte so in der zweiten Hälfte der Zwanziger sein, eine kluge Schönheit mit einer beeindruckenden Willensstärke und einer völlig lockeren, sympathisch-selbstbewussten Weiblichkeit. Sie ist eine Kanadierin mit nordisch-skandinavischer Herkunft, während Allan und Paul englisch- und französischstämmige Kanadier sind.

Alle drei segeln leidenschaftlich gerne und verfügen über einige Erfahrung auf den Weltmeeren, was mir als begeistertem Segler natürlich sofort gefiel und viel Gesprächsstoff bot. Wir unterhielten uns ganz automatisch über technische Details und Segelreviere, wobei wir jedoch höflich darauf achteten, Marina immer wieder mit in das Gespräch einzubeziehen, da sie von der aktiven Yacht-Segelei so gut wie gar keine Ahnung hat und sich eher für das Sonnenbaden an Deck interessiert.


 

Inzwischen war der malerische Sonnenuntergang vorbei und es wurde, wie im Süden üblich, relativ schnell dunkel. Eine dünne Wolkenschicht breitete sich über dem Meer aus und dämpfte das restliche Licht. Etwa eine halbe Stunde später versammelten wir uns alle zum Abendessen im großen Speisezimmer der Villa. Sir Archibald agierte dabei als Tischherr in bester englischer Manier. Es wurde eine muntere, angeregte und intellektuell durchaus anspruchsvolle Unterhaltung über alles Mögliche geführt – vom Weltgeschehen bis hin zu den neuesten politischen Verrücktheiten Trumps in Washington. Das Personal servierte derweil eine Abfolge von griechischen Köstlichkeiten, die keine Wünsche offen ließen.

Es begann mit klassischen griechischen Antipasti: Gefüllte Weinblätter, gebratene Auberginen, Zucchini, bunte Paprika, Peperoni und echter Feta-Schafskäse, alles großzügig mit frischen Kräutern wie Thymian und Rosmarin bestreut. Davon gab es solche Mengen, dass man allein von der Vorspeise schon satt hätte werden können. Der Hauptgang war jedoch das eigentliche Highlight: Saftig-zarte Fleischspieße mit Stücken vom Kalb, Lamm, Schwein und Rind von offensichtlich bester Qualität. Das Fleisch war so zart, dass es einem förmlich auf der Zunge zerging. Dazu gab es eine würzige griechische Reismischung, ein paar goldbraune Pommes und viel gemischten mediterranen Salat mit Olivenöl.

Als krönenden Abschluss der Mahlzeit gab es Galaktoboureko. Das ist ein traditioneller Grieß-Creme-Kuchen aus feinstem Filo-Teig, der mit einer cremigen Milch-Grieß-Füllung gefüllt und nach dem Backen mit einem aromatischen Zuckersirup getränkt wird. Er ist außen buttrig-knusprig und innen herrlich weich-cremig. Unsere Variante heute Abend hatte zudem ein feines Aroma von frischen Orangenschalen. Eine würzige Käseauswahl sowie frisches Obst und süße Feigen rundeten das Festmahl ab.

Dazu tranken wir gute einheimische Weine der Insel, wie den komplexen Kakotrygis vom Nicoluzo Estate und den Livadiotis von Halikounas. Wir tranken natürlich nur in jenen angenehmen Mengen, die gerade für einen leichten, die Zunge lösenden Schwips reichten, ohne dass jemand wirklich betrunken wurde. Der Wein trug merklich dazu bei, dass die Stimmung immer entspannter und die Gespräche offener und persönlicher wurden.

Sir Archibald erwies sich als Gastgeber der alten Schule. In bester britischer Tradition herrschte am Tisch absolute Redefreiheit, gepaart mit der ungeschriebenen Regel, dass man selbst bei stark widersprüchlichen Ansichten niemals die Stimme erhebt oder gar streitet. Jeder durfte seine Meinung frei äußern, und Gegensätze wurden zivilisiert und mit einer Prise britischem Understatement ausdiskutiert.

Bis auf Alan vertraten wir ohnehin alle recht ähnliche liberale Ansichten. Alan schien mir jedoch etwas einfacher gestrickt zu sein und hatte sichtlich Mühe, mit dem intellektuellen Niveau der restlichen Runde mitzuhalten. Wir ließen ihn das natürlich niemals spüren, doch Viktoria, die derzeit wohl seine Geliebte ist, runzelte mehrmals unwillig die Stirn über seine eher schlichten Beiträge. Man sah ihr deutlich an, dass sie innerlich die Augen über ihn verdrehte.

Ich frage mich bei solchen Konstellationen ja immer wieder im Stillen: Warum tun sich Menschen das eigentlich an? Tori ist ihm intellektuell und rhetorisch um Welten überlegen. Wenn seine Ansichten sie schon bei einem gemeinsamen Abendessen sichtlich stören – warum hat sie sich dann überhaupt auf eine Affäre mit ihm eingelassen? Und umgekehrt gilt das Gleiche: Warum fängt ein kluger Mann etwas mit einer Partnerin an, an deren Ansichten er sich ständig reibt?

Selbstverständlich verstehe ich die pure, animalische Anziehungskraft nur zu gut. Manchmal sind zwei Menschen einfach nur körperlich extrem scharf aufeinander und genießen die rein physische Chemie. Das ist völlig legitim. Aber warum geht man dann gleich eine feste Beziehung ein und verbringt ganze Urlaubstage auf dem engen Raum einer Yacht zusammen? Das kann doch auf Dauer kaum gutgehen, ohne dass Frust entsteht. Oder bin ich hier einfach mal wieder viel zu analytisch und unterschätze die Macht des reinen »Scheiß drauf, wir sind halt gerade geil aufeinander«? schmunzel

Sir Archibald zog sich gegen 22:45 Uhr diskret in seine privaten Räumlichkeiten zurück, und auch wir anderen plauderten nicht mehr lange weiter. Vor allem Marina und ich waren müde, da wir auch in der letzten Nacht, nach der Abschiedsparty am Bodensee, kaum Schlaf abbekommen hatten. Da wir beide so hundemüde waren, verzichteten wir sogar gähnend auf weitere nächtliche Liebesspiele, kuschelten uns einfach nur eng in das bequeme, große Bett unserer Suite und schliefen innerhalb von Minuten tief und fest ein. Es war der perfekte Abschluss für einen ereignisreichen ersten Tag in Griechenland.

 


Ein kleiner Nachtrag für die Skeptiker: Warum der Jet im Vergleich zum Auto gewinnt

Da mich bereits einige umweltbewusste Freunde und Bekannte ungläubig bis fast schon empört darauf angesprochen haben, wie ich es wagen könne, den Treibstoffverbrauch eines kleinen Jets mit dem eines Autos zu vergleichen, möchte ich hier mal kurz mit ein paar harten Fakten aufräumen. Ich verstehe die Skepsis natürlich – für den Normalbürger klingt „Privatjet“ erst einmal nach purer Verschwendung. Aber die Mathematik und die reale Logistik erzählen eine etwas andere Geschichte.

Zunächst zur Geografie: Wer von Friedrichshafen nach Korfu mit dem Auto will, hat keine direkte Linie vor sich, sondern eine wahre Odyssee. Rund 1.580 Kilometer auf der Straße, die sich durch Österreich, Slowenien, Kroatien und den Balkan bis hinunter zum Fährhafen Igoumenitsa schlängeln. Die Eclipse hingegen nutzt die Freiheit der dritten Dimension und fliegt die direkte Luftlinie – nur etwa 1.050 Kilometer. Das sind bereits über 500 Kilometer gesparte Umwege, die der Asphalt erzwingt.

Kommen wir zu den Verbrauchszahlen. Wer mich kennt, weiß, dass ich für solche Langstrecken keinen Kleinwagen nehme, sondern eine standesgemäße, üppig motorisierte Luxuslimousine der Oberklasse. Ein solcher Bolide, voll beladen und mit zügigem Tempo über die Autobahnen gejagt, gönnt sich im Schnitt locker 15 bis 20 Liter Super Plus auf 100 Kilometer. Hochgerechnet auf 1.580 Kilometer landen wir bei gut 300 Litern Treibstoff.

In der gleichen Zeit hat die Eclipse 550 für den gesamten Flug von knapp zwei Stunden etwa 375 Liter Kerosin verbraucht. Ja, das sind absolut gesehen etwa 75 Liter mehr. Aber schauen wir uns das Gesamtbild an: Während wir bereits entspannt den ersten Sundowner auf der Terrasse genießen, sitzt der Autofahrer noch mindestens 18 bis 20 Stunden hinter dem Lenkrad. Er muss Grenzkontrollen, Mautstationen, die teure Fähre und mindestens eine, eher zwei Hotelübernachtungen einplanen, um nicht völlig übermüdet im Graben zu landen. Jede dieser Übernachtungen, jedes Essen unterwegs und jede zusätzliche Meile verursacht indirekt weitere Kosten und Emissionen, die in der reinen „Liter-pro-Kilometer“-Rechnung gerne vergessen werden.

Und wenn wir schon bei Elektroautos sind: Ein Trip mit meinem EQS wäre auf dieser Route zwar theoretisch denkbar, in der Praxis aber ein logistischer Albtraum. Die Lade-Infrastruktur im tiefen Balkan ist für solche High-Tech-Kisten derzeit noch viel zu lückenhaft. Man müsste massive Umwege zu den wenigen Schnellladern in Kauf nehmen, was die Fahrstrecke und den Zeitaufwand nochmals drastisch erhöhen würde.

Am Ende ist der Flug für mich deshalb nicht nur die schnellere, sondern in gewisser Weise auch die stressfreiere und – bei realistischer Gesamtbetrachtung – sogar die effizientere Lösung. Die Effizienz eines Jets bemisst sich eben nicht nur an Litern pro Stunde, sondern an der Fähigkeit, Zeit und Distanz auf ein Minimum zu reduzieren.

Die umweltfreundlichste Variante per Zug – das echte Abenteuer

Das ist natürlich die absolute Königsdisziplin, wenn man den ökologischen Gedanken konsequent zu Ende denkt. Ich habe mir den Spaß erlaubt, das mal durchzurechnen. Von Friedrichshafen nach Korfu mit der Bahn wird aus dem schnellen Trip plötzlich ein echtes, entschleunigtes Reiseabenteuer der alten Schule.

Zunächst quer durch die Alpen nach Italien – über Lindau, Innsbruck bis nach Verona oder Bologna. Von dort mit Trenitalia weiter die Adriaküste hinunter bis Bari oder Brindisi. Allein dafür braucht man 11 bis 14 Stunden reine Fahrtzeit. Dann kommt die Fähre nach Korfu – noch einmal 8 bis 10 Stunden. Rechnet man Transfers, Wartezeiten und Anschlüsse hinzu, landet man schnell bei 28 bis 32 Stunden Gesamtreisezeit. Das ist das 15-fache der Zeit, die ich im Cockpit der Eclipse verbringe.

Ich bin eine ähnliche Strecke auch schon mit Zug und Fähre unterwegs gewesen und habe es einerseits als romantisches Abenteuer genossen. Andererseits war es auch wirklich anstrengend, stressig und zeitaufwändig. Im Sinne von „der Weg ist das Ziel“ ein Erlebnis – aber nur, wenn man die Zeit dafür hat.

Fazit – Ehrlichkeit statt Ideologie

Natürlich ist die Bahnfahrt im reinen CO₂-Vergleich unschlagbar. Ein moderner Fernverkehrszug verbraucht pro Person nur einen Bruchteil der Energie eines Flugzeugs. Doch man muss bereit sein, den Preis in Form von Lebenszeit und Komfort zu zahlen. Für einen Romantiker, der gerne 30 Stunden aus dem Fenster starrt, ist das wunderbar. Für jemanden, der nebenbei noch ein Unternehmen führt und wertvolle Zeit auf der Insel verbringen möchte, sieht die Rechnung anders aus.

Ich versuche, im Alltag so umweltbewusst wie möglich zu leben – meistens mit dem EQS, manchmal mit dem Zug. Aber ich tue auch nicht so, als wäre absoluter ökologischer Purismus in der heutigen Welt realistisch. Selbst wenn wir uns alle in eine Hütte im Wald zurückziehen und nur zu Fuß unterwegs wären, würden wir immer noch Ressourcen verbrauchen – durch Heizung, Nahrung und Landnutzung.

Am Ende geht es für mich um eine ehrliche Gesamtabwägung: Zeit, Komfort, Logistik und Umwelt in vernünftiger Balance. Und in diesem konkreten Fall hat der kleine Jet einfach gewonnen.

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Segeln, Griechenland, Ägäis #4

 

 

 #22.09.06 Segeln, Griechenland, Ägäis #4

Bei erstmals ordentlich starkem / steifen Wind von 6 bis 7 Bf., waren wir gestern zur Insel Paros>>> und dort zur an der Nordpsitze gelegenen Bucht Ormos Agios Ioannou gesegelt.

Koordinaten: 37° 08.6'N, 025° 13.6' E

Guten Schutz, auch bei starkem Meltemi, findet man in dieser nordwestlichen Einbuchtung des Ormos Naousis. Der sandige Ankergrund hält gut. Tagsüber herrscht in der Saison einiger Betrieb am Strand und durch die pendelnden Touristenboote. Eine Diskothek (hier kann man schön draußen sitzen mit Blick über die ganze Bucht) hat bis etwa zum abendlichen Sonnenuntergang geöffnet, danach tritt Ruhe ein, und man kann ungestört die reizvolle Umgebung geniessen. Keine Versorgungsmöglichkeiten.

Update 2016: Teures Restaurant mit Open-Air-Kino am Strand hat nur bis 21:00 Uhr geöffnet. Später nur nach vorheriger Anmeldung. Es pendelt ab ca. 11:00 Uhr bis 17:30 Uhr halbstündlich, auch bei Meltemi, eine Barkasse nach Naoussa, zu zahlen in Naoussa (8 € hin- und zurück). Dort Restaurants, Supermarkt und sehr schöne Chora. Alternativ Taxi max. 20 € zurück zum Kino. Siehe auch>>>

-Paros ist eine etwa in der Mitte der Kykladen gelegene Insel (griech. Πάρος), die sich zu einem beliebten und hoch frequentierten Ferienzentrum entwickelt hat. Ihr Fährhafen Parikia ist für einen Großteil der Autofähren der Express-Route die erste Station nach der Abfahrt in Piräus (Athen). So bildet dieser Ort zusammen mit Naxos eine Art Drehkreuz. Für Segler gibt es an allen Seiten brauchbare Liegemöglichkeiten; bevorzugt sind diese beim Fährhafenort Parikia im Westen der Insel und die im Norden um den Ort Naoussa. Im Südwesten liegt die unter anderem wegen ihrer Höhle besuchenswerte Insel Antiparos. Nicht zuletzt wegen der Verkehrsanbindung und ihrer geografischen Lage bildet Parikia eine Basis für eine Reihe von Vercharterern. Siehe auch>>>

Das war ein Segelspaß, bei welchem die Yacht erstmals zeigen konnte was in ihr steckt und wie sie „schwereres Wetter“ verkraftet. Ziemlich gut kann ich sagen, auch wenn ich bei solchen Windstärken über 30 kn einen scheren S Spanter / Verdränger bevorzugt hätte; die setzen einfach weicher in die See ein, sind dafür aber halt vor allem bei Leichtwindbedingungen wesentlich träger und langsamer. Jede Art von Boot ist immer ein Kompromiss. Doch auch die Beneteau Sense 51 segelte unter diesen Bedingungen gut, wobei wir die Segel 1/3 refften und erreichte bis zu 10 kn vor dem Wind.

Das Vergnügen „bezahlte“ die Crew erstmals mit etwas Seekrankheit, vor allem Ruby und Masha wurden ziemlich blass um die hübschen Nasen, steckten es aber gut weg und beklagten sich nicht. Ray auf dem Boot von Chris, die uns wieder folgten, erging es ebenso. Wir Männer hatten kaum Probleme und nur kurzzeitig mal ganz leichte Übelkeitsgefühle. Aus irgendwelchen biologischen Gründen sind die meisten Frauen deutlich empfänglicher für Seekrankheit; ist halt einfach so und leider nicht zu ändern.




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Auf der 3 m Tiefenlinie im Nordteil der Bucht, lagen wir gut geschützt vor dem auch heute noch steifen Wind von 7 Bf., mit einem fest eingegrabenen Anker. In der Nacht hatte es mal einen kräftigen Regenschauer gegeben; quasi eine durchaus nützliche Süßwasserdusche für die Yacht, welche korrosive Salzrückstände vom Boot und aus der Takelage wusch. Am Morgen hatten wir aber schon wieder strahlenden Sonnenschein mit 24° und gönnten wir uns das gewohnte erfrischende Bad im Meerwasser um das ankernder Boot herum.

Frühstück nahmen wir auch gut geschützt durch „Windschutzscheibe“ und Bimini Top im Cockpit. Dann setzten wir an Land über und schauten uns um. Die zwei Tavernen die es hier in der NW Ecke der Bucht gibt, sind leider beide nicht empfehlenswerte Touristen Abzock- Betriebe, aber schon zweieinhalb Kilometer südlich, zu Fuß leicht zu erreichen, gibt es gute Gastro- Betriebe.

Gesternabend hatten wir mal auf Essen gehen verzichtet und eine leckere Brotzeit an Bord eingenommen. Respektive halt das oder so viel, wie es die sich schnell von der Seekrankheit erholenden Frauen zutrauten und wollten. Bei so steifem Wind hatten wir zur Sicherheit zunächst auch sehen wollen, wie sicher das Boot hier vor Anker liegt, bevor wir an Land gehen und die Yacht alleine lassen. Aber es gab über Nacht keinerlei Probleme und die morgendliche Ankerkontrolle per Tauchgang zeigte, dass das Eisen wirklich sicher tief in den Sandgrund eingegraben hatte.

Das war nicht anders zu erwarten, aber verantwortungsbewusste Seemannschaft erfordert auch mal vorsichtige Beobachtung und Kontrolle. Immerhin gab es Böen von bis zu fast 40 kn, was dann schon an der Grenze zur „Sturm“ Kategorie liegt. Ein Boot ist kein Auto, dass man irgendwo mit angezogenen Bremsen sicher abstellen kann und sich keine weiteren Gedanken machen muss. Ein Seefahrzeug kann immer abtreiben und ist womöglich Schrott, wenn es ungünstig gegen Felsen, andere Boote oder Hafenanlagen knallt.

Die eher gemütliche Erkundungstour über Land, führte uns passend zur Mittagzeit wie geplant zur Taverne I Vigla>>>, welche wir uns über Google ausgewählt hatten. Schön gelegen auf einem Hügel, mit toller Rundumsicht, lockten uns die positiven Rezensionen mit einem Schnitt von 4,3 Sternen. Die letzte Rezession vor 3 Monaten beklagte sich zwar über die Qualität der Speisen, doch gingen wir davon aus, dass es sich dabei um einen negativen Ausrutscher handeln dürfte, wie es schon mal vorkommen kann. Bei unserem besuch dieser hübschen Taverne, war jedenfalls alles OK. Freundliches Personal, normale Preise und was wir bestellt hatten, war alles sehr lecker so zubereitet, wie man es in solchen Tavernen gewohnt ist. Wir hatten nichts zu meckern, fühlten uns wohl und waren zufrieden. 4,3 geht in Ordnung.






 

Beim und nach dem Essen sprachen wir über das Seglerleben und deren Pläne. Chris hat den Traum vom dauerhaften, langfristigen Segler Saltlife für sich bereits wahr gemacht. Seine ältere aber noch gute Yacht hat er mit viel Eigenarbeit ausgebaut, modernisiert usw., hält das Boot auch gut in Schuss. Als sehr kräftiger, Top fitter und qualifizierter Mechaniker / Mechatroniker der sich mit maritimer Technik hervorragend auskennt, ist das für ihn kein Problem. Außerdem kann er sich mit seinen Fähigkeiten praktisch immer und überall gutes Geld dazu verdienen. 

Gelegentlich nimmt er auch Freunde mit die sich an den Kosten beteiligen oder zahlende Gäste die von ihm lernen wollen. Das war jetzt auch wieder der Fall, weshalb er nachher drei Mitsegler vom Fährhafen abholen muss und dann mit ihnen weiter segelt. Vielleicht weiter mit uns im „Inselspringen“ Stil oder auch ganz andere Strecken. Das muss er erst mit seinen Bordgästen besprechen.

Krista und John würden die Beneteau sehr gerne übernehmen, was für sie alleine aber eine Ausgabe bedeutet, die eigentlich ihren Finanzrahmen sprengt. Würde sich Ruby zu einem Drittel daran beteiligen, wäre es machbar. Ansonsten wollen sie vernünftigerweise noch länger genauer darüber nachdenken, ob sie ihr Leben wirklich wie Chris, auf dauerhaftes Saltlife umstellen. Zunächst würden sie die Yacht gerne hier in der Ägäis liegen lassen und wenn sie Zeit dafür haben, möglichst viel zum Segeln herkommen. Bis irgendwann nächstes Jahr könnten sie dann entscheiden, ob sie wirklich riskieren wollen Saltlife Fahrtensegler zu werden.

Alles durchaus vernünftig und richtig so. Derartige Pläne und Träume sollte man nicht überstürzen. Ich konnte ihnen inzwischen guten Gewissens sagen, dass dieses Boot gut zu ihnen passt und nichts dagegen spräche es zu übernehmen. Gleich ob sie die Yacht dann nur für ausgedehnte Urlaube oder für dauerhaftes Saltlife nutzen wollen. Natürlich sollten sie möglichst in Eigenarbeit, um Geld zu sparen, dann auch noch eine ganze Menge Änderungen und Ausbauten an dem Boot vornehmen, was jedoch auch kein großes Problem wäre. Beide sind fleißige, fähige Leute und ihr guter Freund Chris würde ihnen dabei helfen. Er weiß längst ganz genau aus Erfahrung, dass Fahrten- oder Weltumsegler die dauerhaft auf ihnen Yachten leben, nicht um die Welt segeln, sondern sich auf solchen Booten um die Welt arbeiten müssen, weil an den Booten immer viel zu tun ist.

Im Moment würden sie unseren schönen, gemeinsamen Segeltörn in der spätsommerlichen Ägäis, gerne noch einige Tage ausweiten, womit Masha, Ruby, Ray und ich auch einverstanden waren. Sind wir doch eindeutig eine tolle Crew, verstehen uns prima und haben viel Spaß zusammen. *smile* Anfang September ist in Mitteleuropa meteorologischer Herbstanfang, aber mit etwas Wetterglück und gerade auch hier in der Ägäis, kann man oft noch bis in den Oktober hinein schön segeln. Das es dabei auch mal unangenehmer kühl werden, zu starkem Regen oder wie aktuell heftigen Meltemi Nordwinden kommen kann, ist normal und nicht weiter schlimm.

Dann spazierten wir weiter um die reizvolle Bucht und schauten uns die Gegend an. Nachsaison und starker Wind, da hielt sich der Badebetrieb etwas in Grenzen, aber es gab immer noch nicht wenige Urlauber, die sich hier vergnügten. Paros ist ja eine touristisch sehr weit erschlossene, beliebte Urlauber Insel, was man ihr jedoch gar nicht so arg ansieht. Auch hier waren und sind die Griechen clever genug, um auf all zu viele hässlich- auffällige Bettenburgen zu verzichten, machen sie nicht die gleichen Fehler wie Spanier und Franzosen, die ihre Küsten und Inseln manchmal übel verschandelt haben. Sehr erfreulich!






 

Die anderen hatten inzwischen die Naousa Paros Tourist Marina>>> erreicht und dort trafen wir uns in KIRANOS CAFE>>>. Ein sehr gemütliches, beliebtes, direkt am Hafen gelegenes Cafe / Taverne, mit hübscher, bequemer Terrasse. Das Personal ist aufmerksam, freundlich und flink. Die Preise für gute Erfrischungsdrinks, Cafe, Snacks usw. sind fair, man könnte schon fast günstig sagen, für dieses Niveau. Eines der besten Cafes auf der ganzen Insel, sehr empfehlenswert.

Schöne Yachten lagen im Hafen, liefen ein oder aus und das Cafe gefiel uns so gut, dass wir beschlossen länger dort zu bleiben und am Abend einen Happen zu essen. Bis dahin konnten wir abwechselnd auch ein bisschen in der Umgebung umher stöbern und uns umschauen. Mein Hauptinteresse ging in Richtung faul die Füße auszustrecken und mir vom netten Service leckere Fruchtdrinks und mal Wassermelone bringen zu lassen, dabei äußerst geruhsam dem bunten Treiben zuzuschauen. *grins*

Die Frauen schimpften mich den „faulsten Kapitän südlich des Polarkreises!“, was ich jedoch nur mit breitem grinsen quittierte. Es wimmelt nur so von guten Tavernen, Bars, Cafes, Boutiquen und typischen Geschäftchen, welche die holde Weiblichkeit natürlich sehr verlockten. Der arme John wurde dazu verdonnert vor den Läden Schmiere zu stehen und durfte dann Einkaufstüten zu mir auf die Terrasse schleppen, was ich mit entsprechenden Sprüchen kommentierte. *breitgrins*

Bei der nächsten Runde gemeinsam eingenommener Erfrischungsdrinks, Krista und Ray gönnten sich auch Eisbecher, beschwerten sie sich darüber, dass wir so abgelegen in der Nordecke geankert hatten, statt diesen hübschen, lebhaften Hafen anzulaufen. Nein natürlich verstanden sie schon, dass wir wegen dem starken Nord Meltemi zunächst in der gut durch Land geschützten Bucht ankerten. Aber auch der Marina Hafen bietet ganz guten Schutz und langsam flaute der Wind ab.

Noch waren es knapp über 20 kn, über Nacht und Morgen sollte es immer weniger werden. Deshalb schlug ich vor, dass wir heute noch in der Nordwestecke vor Anker bleiben und Morgen in die Marina einlaufen, um uns hier ein - zwei Tage zu vergnügen, oder wie wir halt Lust haben. Jetzt waren wir ja ohnehin schon hier und wollten im Cafe Snacks zum Abendessen nehmen. In der Nacht wollte natürlich niemand noch die Km in der Dunkelheit zurück latschen, aber dafür konnten wir uns ein Taxi oder sogar ein Wassertaxi für ca. 20,- € nehmen, dass uns direkt zur Yacht bringt. Das Abend- und Nachtleben ist hier auch im September noch ziemlich aktiv, dass wäre also auch um Mitternacht kein großes Problem.

Chris war unterdessen mit seinen neuen Bordgästen zurück auf seiner Yacht und passte mit auf unsere auf. Luftlinie sind es gerade mal ca. 2,5 km, also hatten wir die ankernden Boote „oben“ in der Bucht ohnehin im Blick, so lange es hell genug war. Wie üblich waren auch die elektronische GPS Ankerwache, sowie die on Board Alarmanlage aktiv, die uns auf die Handys warnen würde, sollte irgendetwas Ungewöhnliches passieren. Ein romantischer Sonnenuntergang im Westen, bereitete schon die noch romantischere Stimmung im malerisch beleuchteten, nächtlichen Cafe vor.

- Naoussa ist eine kleine Hafenstadt im Norden der griechischen Insel Paros mit 2468 Einwohnern. Gemeinsam mit neun umliegenden Dörfern und Siedlungen sowie zehn unbewohnten Inseln bildet sie den gleichnamigen Stadtbezirk der Gemeinde Paros mit insgesamt 3124 Einwohnern. Wikipedia Zu diesen gut 3.000 Einheimischen, dürften auch jetzt in der Nachsaison noch etliche tausend Touristen dazu kommen.

Das wurde wieder ein richtig schöner Abend, mit guten Speisen / Snacks, prima Drinks, netten Leuten, freundlichem Personal und wir fühlten uns sauwohl. Das äußerst gemütliche Cafe mit seiner sehr bequemen Terrasse, liegt ein Stückchen „neben“ dem nächtlichen Haupt- Trubel etwas weiter Östlich, was mir nur recht war. Abwechselnd machten einige von uns „drüben“ eine Runde durch den aktiveren Bereich, Unser Cafe schließt um 01 Uhr aber es gibt auch Cocktailbars / Night Clubs die bis zum Morgen geöffnet haben.

Heute ließen wir uns vor Mitternacht zurück zur ankernden Yacht bringen. Wenn wir Morgen in die Marina verlegt haben, werden wir vielleicht mal die Nacht durchmachen und schauen wo die Schönen auch mal abtanzen können. Jede Wette das mir diese Anstrengung nicht erspart bleibt… *seufz*






 

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Wir frühstückten gemütlich, dann gingen wir Anker auf und verlegten die Yachten wie geplant in die Marina am Südende der Bucht. Chris und seine neuen Seglergäste an Bord seines Bootes, wollten auch gerne noch Party Nightlife in Naoussa erleben. Der sehr beliebte Touristen Hot Spot mit sehr vielen Bars, Cafes, Tavernen usw. und dem bildhübschen Bereich um das sogenannte Viertel „Little Venice“ herum, bietet dafür sehr viele Möglichkeiten um die ganze Nacht durchzufeiern. Ich sage es mal gleich ganz deutlich: Little Venice ist wirklich bezaubernd, aber Vorsicht! Praktisch alle Betriebe dort muss man eher in die Kategorie Touristen Abzocke mit nicht gerade freundlichem Personal und stark überteuerten Preisen einordnen.

Natürlich gilt das typischerweise vor allem für Standard Touristen. Gehörst du zu den bekannten Stammgästen oder bist reich & schön, berühmt, prominent oder so, wirst du ganz anders behandelt. In der zweistündigen Happy Hour am frühen Abend kann man auch relativ Preiswert z. B. Cocktails ab etwa 7,- € bekommen und manchmal hat man auch Glück mit den Plätzen und dem Personal, wird ganz gut behandelt.

Aber spätestens so ab 20 – 21 Uhr wird es richtig teuer und wird es fast unmöglich noch gemütlich ein- zwei Drinks zu genießen. Die Kellner erwarten das man mindestens alle halbe Stunde teuere, neue Drinks bestellt, wobei dann schon Mineralwasser 6 – 7,- €, Cocktails mindestens 13- 14,- €, oft auch noch mehr kosten, ganz zu schweigen von Flaschen Schampus für hunderte Euros für die Reichen, Schönen, Berühmten und Prominenten.

Wer nicht ständig nachbestellt und Umsatz macht, wird auch immer mal wieder in unschön- aggressiver Art von seinem Tisch vertrieben, um neue Gäste unterzubringen und abzukassieren. Und das nicht nur bei Geizhälsen die meinen sie könnten mit nur einem einzigen Drink stundenlang sitzen bleiben. Das kann jeden treffen und logischerweise sind die Betroffenen davon ganz und gar nicht begeistert. Man lese nur mal einige Rezessionen über Gastro- Betriebe in und um Little Venice.






 

Erfahrene Urlauber und „normale“ Einheimische verzichten daher lieber gleich darauf sich Abends in Little Venice vergnügen zu wollen. Versteckt in den Gassen weiter hinten, gibt es richtig gute Cocktail Bars und ähnliche Lokale, mit gewohnt freundlichem Personal, netten Leuten und Drinks / Essen zu angemessenen Preisen. Man muss nur ein bisschen herum laufen und halt darauf verzichten, in dem bezaubernd hübschen Viertel direkt am Ufer zu sitzen, wird dann aber auch deutlich günstiger schöne Abende verbringen können.

Nach der Verlegung und einigen Stunden Online Arbeit am Laptop, machten Masha und ich zunächst noch ein kleines Akt Shooting, Abseits des touristischen Trubels. Zum Mittagessen trafen wir uns alle auf der Terrasse des ΨΗΣΤΑΡΙΑ ΤΑ ΚΡΗΤΙΚΑΚΙΑ>>>. Eine gute, gemütliche Taverne am Hafen, mit sehr üppigen Portionen zu angemessenen, für die Gegend sogar günstigen Preisen, ebenso freundlichem Personal und familiärer Wohlfühl- Atmosphäre. Abends musizieren manchmal der sympathisch- leutselige Wirt und / oder seine Freunde mit der Gitarre, beklatscht von den Gästen und man kann sich dort prima unterhalten, andere Menschen kennenlernen usw. Sehr empfehlenswert!

Wir hatten auch zu Mittag Spaß und stöhnten über die wirklich sehr üppigen Portionen; selbst ich verfressener Bär schaffte es nicht meine komplett aufzuessen. Chris der mir von Figur und Appetit auf Fleich ziemlich Nahe kommt, packte seine Portion, musste danach aber auch stöhnen und war total vollgefressen. Die Frauen teilten sich zu zweit je eine Portion und waren auch damit völlig satt zufrieden.

Die Schönen wollten dann wieder durch die verlockenden, hübschen Geschäfte stöbern. Ich ging zunächst zur ATM Alpha Bank>>>, um mich dort mit vorbestelltem Bargeld für mich und die Bordkasse zu versorgen. Inzwischen hatten wir fast 30° und nur noch „normalen“ NNW Wind um 3 Bf. Nicht so heiß das man gleich in Schwitzen kommt, aber doch ordentlich warm und so vollgefressen war ich insgeheim recht froh, nicht mit den Anderen endlos durch Gassen und Geschäfte laufen zu müssen.

Aber körperliche Bewegung brauchte ich zum Ausgleich natürlich auch und spazierte zunächst ganz gemütlich zu den Ruinen des Naousa Paros Venetian Castle, am Ende der Hafenmole. Besonders beeindruckend oder viel zu sehen ist es dort nicht; aber man bekommt viel frische Luft von der Seebrise und hat malerische Aussichten auf Hafen und Küste. Wie nahezu überall auf den hiesigen Inseln ist das einfach schön, geradezu beruhigend und schmeichelt Augen und Seele






 

-Die venezianische Festung Naoussa und deren Befestigungsanlagen wurden im 15. Jahrhundert vom venezianischen Herzog von Naxos erbaut; das herausragendste Merkmal waren zwei Türme mit einer Eisenkette, die zwischen ihnen aufgehängt war. Die große Kette sollte Piraten und andere feindliche Schiffe daran hindern, in den Hafen einzulaufen. Was jetzt noch zu sehen ist, ist der untere Teil eines Turms, ein Teil der Verteidigungsmauer, Fundamente und einige Steinfragmente, die in den umliegenden seichten Gewässern verstreut sind.

Die alten venezianischen Lagerhäuser am Hafen sind jetzt verschwunden und der Ort wird von Tavernen und Cafés besetzt. Fischerboote sind neben den Tischen festgemacht und zeigen den frischen Fang. Fette Tintenfische und halbierte Fische trocknen in der Sonne auf Holzplanken entlang der Hauptwege. Abends wird es richtig voll und die zahlreichen Tische sind schnell besetzt. Siehe>>>

Hier ist ein gut gemachtes, kurzes Video>>>, welches gut wieder gibt wie es dort aussieht und was man von dort aus an hübschen Aussichten genießen kann.

Dann ging ich zunächst zurück auf die Yacht, um das Bargeld im Safe zu deponieren. Masha kam auch vorbei um sich ein frisches Shirt anzuziehen, weil sie es an einer  Hausfassade beim streicheln einer der Katzen beschmutzt hatte. Spontan beschlossen wir noch mehr Pics zu shooten und fanden auch eine nette Location weiter hinten in der Stadt, für klassische „blühend junge Schönheit in altem Gemäuer“ Pics. Wie üblich posierte sie in ihrer so völlig natürlichen Weiblichkeit sehr reizvoll, ohne sich irgendwie anzustrengen; quasi als würde sie gar nicht für Fotos posieren, sondern sich privat ganz locker nackig räkeln. Das kann sie wirklich hervorragend gut. *smile*

Wie alle oder zumindest die allermeisten Frauen, stöbert auch sie gerne durch hübsche Geschäfte und kauft sich mal dies oder jenes, auch wenn sie es gar nicht wirklich braucht. Aber für heute und in den typischerweise auch meist überteuerten Geschäften solcher Touristen Hafenstädtchen reichte es ihr und wollte sie gar nicht weiter mit den anderen Frauen durch die Läden laufen. Außerdem wollte sie auch etwas mit mir bereden, was sie schon vor Tagen angesprochen, wozu aber noch weiter gehende Informationen fehlten, welche sie inzwischen bekommen hatte.

Durch die malerischen Gassen der kleinen Hafenstadt ging es zurück zur Yacht, wo vor allem ich auf Vorrat ein Schläfchen machen wollte. Die kommende Nacht dürfte ziemlich lang werden, war doch die Crew eindeutig  scharf darauf, mal wieder eine richtige Nightlife Party durch zu ziehen, wie es junge Menschen nun mal gerne tun. Das kann man hier auf Paros in der Touristen Saison toll machen und auch wenn inzwischen Nachsaison ist, dürfte viel los sein.

Wir nahmen an Bord eine lecker- würzige Brotzeit als Abendessen und sollte im Laufe der Nacht noch jemand Appetit auf mehr bekommen, gibt es ja unzählige Möglichkeiten sich zu verköstigen. Die Frauen putzten sich typischerweise wieder mal sexy- hübsch heraus, außer Masha die simpel mit T Shirt und kurzem Rock gekleidet war, was bei ihrer tollen Model Figur aber auch verdammt reizvoll aussah. Dann stürzten wir uns sozusagen ins aktive Nightlife und nahmen zunächst Sundowner Drinks in dem bezaubernden Little Venice Viertel.

Da wir insgesamt etliche Tavernen, Cocktail Bars usw. besuchten, um Abwechslung zu haben und möglichst viel kennenzulernen, werde ich nicht alle einzeln bewerten und beschreiben. Chris und seine drei Segelgäste, auch relativ junger Menschen um die 30 kamen ebenfalls mit und wir hatten viel Spaß, trafen eine Menge gut gelaunte Leute und vergnügten uns.

Für die Lokale in Little Venice galt, was ich oben schon beschrieben hatte, wobei wir allerdings recht gut und freundlich behandelt wurden. Wir machten aber auch ordentlich Umsatz und die erfahrenen, man könnte auch sagen „abgebrühten“ Kellner dort ordneten uns, vor allem mich, als zahlungskräftige Yachties ein. Hervorheben und positiv empfehlen möchte ich die weiter hinten in den Gassen liegende Sante Cocktail Bar>>>; wie fast überall hier sind zwar auch dort die Preise happig etwas überteuert, aber im Sante ist das Personal sehr freundlich um die Gäste bemüht, der Wirt ist ein unterhaltsames Original und nicht zufällig trifft man dort viele einheimische Griechen. Alle bester Laune, es herrschte eine sehr gute Stimmung und trotz viel Betrieb wurden wir flott bedient.






 

Ebenfalls sehr gut und empfehlenswert ist das nur wenige Schritte entfernte Safran Restaurant, Naousa; eines der besten Restaurant des Ortes, mit gehobenem Anspruch, zum gepflegten Speisen. Wirtin Gilda ist eine sehr herzliche Person, dass Personal ist äußerst freundlich und professionell gut ausgebildet. Sie sind so gut, bekannt und beliebt, dass sie noch nicht mal eine Website haben; wozu auch wenn es stets genügend Leute gibt die dort gerne gepflegt Speisen gehen wollen?! Auch das wir  kurz vor Mitternacht gerne noch eher kleinere, leckere Snacks wünschten, machte ihnen gar nichts aus und wurden wir ebenso gut bedient, als wären wir früher zum ausgiebigen schlemmen erschienen. Sie haben stets von 19 bis 01 Uhr geöffnet und sind dann auch meist gut besucht; zur Haupt- Abendessenszeit ist es nicht verkehrt Plätze zu reservieren.

Die als kleiner Geheimtipp gehandelte Cocktailbar Dodo, mitten in der Stadt abseits der Touristen Hot Spots gelegen, verdient auch noch eine positive extra Erwähnung. Sehr entspannte Atmosphäre, tolle Cocktails, nette Leute und für hiesige Verhältnisse vergleichsweise günstige Preise. Man fühlt sich wohl und wird gut bedient respektive von Verkaufsständen / Bars versorgt. Kein Vergleich zu dem Theater mit manchmal richtig aggressiv- unfreundlichem Personal in / um Little Venice an der Küste.

Die Nacht wurde immer länger, bereits weit nach Mitternacht gings wieder runter an die Küste und in das besagte Abzock- Viertel, wo es viel voller war. Einheimische die in dieser Gegend wohnen, müssen einen sehr guten Schlaf haben. Oft geht es bis Sonnenaufgang ziemlich laut zu, mit teils dröhnend schallender Techno Musik und feierwütigen Leuten. Party ohne Ende, wie es vor allem die Jüngeren lieben. Manche Lokale wie das Linardo öffnen erst um 23 Uhr und machen durch bis 06 Uhr. Na ja Spaß macht es natürlich schon, insbesondere wenn man jung ist und die Anderen stürzten sich auch voll ins Nightlife, tobten sich so aus, wie ich es früher auch sehr gerne machte. Als inzwischen nicht mehr so feierwütiger, vergleichsweise „alter Knacker“ war ich froh klugerweise etwas auf Vorrat geschlafen zu haben und gegen 05 Uhr endlich in die Koje zu kommen. Bitte nicht stören! *schnarch*



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Erst um die Mittagszeit krochen wir aus den Kojen; außer Ruby und mir alle mit einem kleineren oder größeren Kater, denn während der langen Nacht hatten sie doch ganz schön gesüffelt. Nicht so viel das jemand wirklich betrunken gewesen wäre, aber halt durcheinander verschiedene Alkoholika, was man gewöhnlich nicht so gut verträgt, wie wenn man z. B. nur guten Wein trinkt. Tja wer sündigt… *grins*

Nachdem wir uns frisch gemacht und mit Cafe gestärkt hatten, stürmten wir hungrig  Archipelagos Restaurant, am Westende des Hafens. Na ja „stürmen“ ist etwas übertrieben; bei schweißtreibenden etwa 33° gingen wir langsam die paar Schritte hinüber. Die hübsche, gemütliche Taverne wird im Schnitt mit 4,6 Google Sternen bewertet und verdient diesen hohen Schnitt auch eindeutig. Ein sehr freundlicher Wirt und ebensolches Personal begrüßen die Gäste, helfen bei der Speisen und Getränke Auswahl und dann dauerte es auch nicht lange, bis köstlich zubereitete Speisen serviert wurden, die wir mit Genuss schlemmten. Die Preise bewegen sich auf etwas gehobenem Niveau, was ich jedoch als angemessen für Lage und Qualität bezeichnen  würde. Wir waren jedenfalls sehr zufrieden und empfehlen das Lokal gerne weiter.

Starker griechischer Mokka danach, half einigen die letzten Reste des Katers zu vertreiben. Dann entspannten wir faul und gemütlich am hübschen Piperi Beach, weil der direkt neben dem Hafen liegt und somit ganz leicht zu erreichen ist. Sonne tanken und regenerieren oder im Schatten chillen… und nicht zuletzt natürlich auch im herrlich erfrischenden Meer plantschen. Damit verbrachten wir den größten Teil des Nachmittags.

Später gingen Chris, John und die drei Mitsegler mit einem Tender tauchen; Krista ein Nickerchen an Bord machen und ich arbeitete Online ein wenig am Laptop. Ray, Masha und Ruby chillten weiter am Strand. Ich hatte nur eine gute halbe Stunde zu tun und hörte ebenfalls verführerisch- lockendes Flüstern aus Richtung meiner Koje, gönnte mir ebenfalls ein Nickerchen. Wieder wach blinzelte ich mal durch das offenstehende Kabinenschot zu Krista, die immer noch schlummerte, aber auch nicht mehr richtig schlief. Ihre Füße schauten hervor und die Versuchung sie frech an den Fußsohlen zu kitzeln war einfach zu groß, ich konnte nicht widerstehen. *grins*

»Aaaaahahahahihihi… AUUUUFHÖREN!!!« Kreischte sie prompt los und strampelte heftig mit den Beinen, schaute mit funkelnden Augen wer da so unverschämt war und warf mit erstaunlicher Kraft so blitzartig ein Kissen nach mir, dass ich es nicht rechtzeitig abfangen konnte. »Steve… ich bring dich um DU haha!«

»Meine Güte bist du kitzelig!« Grinste ich amüsiert und ging sozusagen ein bisschen in Deckung. Da die so sympathisch- hübsche Frau unter der Decke nackig war, hatte ich bei ihrem strampeln ohne dabei die Decke verschämt festzuhalten, einige ziemlich reizvolle Anblicke erhaschen dürfen. *breitgrins*

Lachend verschwand ich in meine Kabine, um mich unter der Dusche zu erfrischen, während sie mir ebenfalls lachend noch ein Kissen nachwarf und bestätigte sehr kitzelig zu sein. Beide frisch geduscht schnitten wir uns plaudernd einen gemischten Obstteller zurecht… und mussten gleich noch mehr Obst schlachten. Die drei vom Strand kamen zurück und wollten auch gerne lecker- erfrischendes Obst futtern. John tauchte gleich darauf ebenfalls auf und freute sich genauso auf die köstlichen Früchte.

»Als ob sie es gerochen hätten.« Schmunzelte Krista, welche die Hauptarbeit machte, während ich eigentlich nur eine große, köstliche Wassermelone in typische Halbmond- Scheiben schnitt. Wir versammelten uns im Cockpit und die anderen duschten sich abwechselnd Meerwasser und Sand vom Strand ab. Auch am frühen Abend hatten wir noch gut 30°, aber eine laue Seebrise aus südlicher Richtung kühlte angenehm. Während sich die Sonnenscheibe in einem malerischen Sunset dem Horizont näherte, sanken auch schon die Temperaturen und wir schauten plaudernd dem aktuell noch eher ruhigen, bunten Treiben rund herum zu.

Chris und seine Segelgäste kamen ebenfalls herüber und wir sprachen über den Abend. Natürlich wollten alle gerne wieder ausgehen und sich ins Nightlife stürzen, aber heute Nacht nicht so lange wie gestern, damit wir morgen nicht so spät aus den Kojen kommen. Chris & Co wollten morgen auf jeden Fall weiter segeln, wir mit unserem Boot wahrscheinlich auch, beschlossen aber erst nach dem Frühstück eine Entscheidung zu treffen.

Es wurde wieder eine vergnügliche Nacht in verschiedenen Tavernen und Cocktail Bars, wo wir interessante Typen trafen und Spaß hatten. Manche Einheimische, viele von nahezu überall aus Europa, den USA, Australien, sogar ein chinesisches Paar, ein Vietnamese und zwei Japaner. Alles Touristen die sich genauso am uralten Zauber Griechenlands, der „Wiege der Demokratie“ in der Antike erfreuten, wie wir. Ganz gleich ab man sich nur in Urlauber Art an der Schönheit der Inselwelt erfreut, oder sich tatsächlich für diese alte, bedeutsame Kultur interessiert, dem Zauber Griechenlands erliegen eigentlich alle die herkommen. *smile*






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Wir alle waren vor 01 Uhr schlafen gegangen und daher gegen 08 Uhr mehr oder weniger ausgeschlafen munter. Chris und seine Segelgäste hatten sogar schon gefrühstückt und waren bereit zum auslaufen. Wir verabschiedeten uns natürlich noch, wobei wir nur eine lecker- leichte Kleinigkeit frühstückten. Zum Mittagessen hatte ich nämlich für uns bereits Plätze im vermutlich besten Restaurant der ganzen Insel reserviert.

Sozusagen ein Abschiedessen, denn mich hatten Nachrichten erreicht, welche mich überzeugt hatten abreisen zu müssen. Wieder so eine Art Segler Notfall mit befreundeten Ukrainern, die wegen Russlands furchtbarem Krieg in ernste Schwierigkeiten gekommen sind. Aber dazu mehr erst im nächsten Blog. *seufz*

Mit ein paar Happen gestärkt, ich nahm eigentlich nur etwas Obst, Cafe und drei Zigaretten, machten wir zunächst mit dem Tender einen Ausflug zum baden und ein bisschen Schnorcheln. Das Spätsommerwetter in der Ägäis war erneut wunderschön. Strahlender Sonnenschein mit nur ganz wenigen, seltenen Wölkchen, am Morgen 24° und im Tagesverlauf bis zu um die 30°; dazu eine ganz schwaches Lüftchen von See, erst aus westnordwestlicher, dann nördlicher Richtung.

Ach diese herrlichen Farben und das angenehme Lebensgefühl, die sozusagen der Seele schmeicheln und beruhigend wirken. Sonnenschein, strahlend hellblauer Himmel, umgeben von dunkelblauem Meer; die weiß getünchten Gebäude an den Ufern; grüne oder karg braun sonnenverbrannte Landschaften drum herum, bunt gekleidete Menschen denen man schon aus der Entfernung die gute Laune ansieht; geruhsam- buntes Treiben im Hafen, Fischer mit ihren Netzen, meist auch strahlend weiße, hübsche Yachten, streunende Katzen…, hierzulande ist es nahezu unmöglich nicht lächelnd den Tag zu genießen. *lächel*

Schon war es Mittagszeit und wir spazierten frisch geduscht und umgezogen zum Restaurant Notos>>>. Auf der schönen Terrasse ganz am Westende des Hafens, so weit als möglich entfernt von den Touristen Abzock- Betrieben um Little Venice herum, hatte man uns zwei Tische zusammengeschoben und begrüßte uns äußerst gastfreundlich. Wirt und Personal dieses hübschen Restaurants haben sich im Laufe der Zeit einen herausragenden Ruf und eine außergewöhnlich hohe, fantastische Durchschnitts- Bewertung auf Google, bei 195 Rezessionen, von sagenhaften 4,9 Sternen erarbeitet, und das eindeutig zu recht.

Gemütlich- ruhige, herzlich- familiäre Wohlfühl- Atmosphäre, sehr leckere auf den Punkt passend zubereitete Speisen, angemessen „normale“ Preise, schöne Aussicht auf Hafen und Meer, Personal das sich unaufdringlich sehr freundlich um dich kümmert, ohne nur daran zu denken wie sie dir möglichst viel Geld aus der Tasche ziehen können… was will man mehr? Was könnte man sich in einer griechischen Hafen Taverne noch besser wünschen?

Die Karte bietet nur eine relativ kleine Auswahl, weil sie sich richtigerweise darauf konzentrieren das anzubieten, was sie tagesaktuell frisch eingekauft haben. Wie in den meisten guten griechischen Tavernen empfiehlt es sich ja sowieso, Kellner oder Wirt danach zu fragen, was sie am jeweiligen Tag anbieten und empfehlen. Früher gab es hierzulande nicht zufällig die Tradition, dass man als Gast in die Küche geht und Koch oder Köchin quasi in die Töpfe schaut, fragt was sie frisch zubereitet anzubieten haben.

Außer in abgelegenen Flecken mit fast keinen Touristen, ist diese alte Art natürlich schon lange nicht mehr möglich. Wie sollte man auch täglich viele hungrige Urlauber in die Küche lassen, ohne ein auch hygienisch bedenkliches Chaos anzurichten? Aber in meiner Jugendzeit bei den ersten besuchen in Griechenland, erlebte ich das noch öfters mal.

Egal jedenfalls schlemmten wir ganz gemütlich über mehr als zwei Stunden munter plaudernd, was uns an Köstlichkeiten nach Empfehlung des Hauses aufgetischt wurde. Unter den direkt von den Fischern am Hafen eingekauften „frischer geht nicht“ Fischen, konnte man sich typischerweise auch seinen persönlichen Lieblingsfisch aussuchen, welcher einem bald darauf dann lecker gewürzt und zubereitet mit den gewünschten Beilagen serviert wird. Zwecks Abwechslung bestellten oder baten wir wie üblich um eine möglichst gemischte Speisenfolge, damit wir auch Fleischgerichte usw. probieren konnten.

Alles mundete uns hervorragend und gab es absolut nichts zu meckern; auch die dazu von einem jungen, sympathischen Kellner empfohlenen Weine passten und schmeckten richtig gut. Wer nach der köstlichen Schlemmerorgie dann auch noch ein süßes Dessert wünschte gönnte sich auch das und diese Leckereien schmeckten ebenfalls gut.

Superguter Laune plauderten wir natürlich auch über die Gründe weshalb ich weg muss oder will, was alle sehr bedauerten. Aber sie verstanden es auch und fanden es mehr noch richtig gut, dass ich mich darum kümmern möchte. Wir Wohlstands- verwöhnten Westler (außer Masha), vergessen bei dem schönen Leben ja all zu oft und gerne, in welchen Umständen so viele andere Menschen leben müssen. Alle sympathisieren sehr mit den Menschen der Ukraine, hatten längst Geld und Hilfsgüter gespendet.

Was mich sehr persönlich- subjektiv angeht muss ich gestehen, von all der Verantwortung, den vielen Hilfsaktionen, bedrückenden Erlebnissen an menschlichem Leid und Elend und dem empfundenen Mitgefühl, ein bisschen müde, sozusagen seelisch erschöpft zu sein. Einer der oder sogar „der“ Hauptgrund, weshalb ich mir zu gerne eine echte, längere Sailor- Saltlife Auszeit nehmen wollte. Langsam komme ich auch in ein Alter, wo man nicht alles mit schier endloser Kraft so leicht wegsteckt. Jenny, Neil und andere im GC sind gerne bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen und mich zu entlasten, oder falls ich das wirklich will den Betrieb auch so zu übernehmen, dass ich quasi komplett aussteigen kann.

Wenn es nur nach meinen persönlichen Wünschen gegangen wäre, hätte ich mich ja sowieso schon lange nur noch meinem geliebten Seefahrerleben gewidmet. Verantwortungsgefühl und Pflichtbewusstsein hatten mich sozusagen dazu „gezwungen“, wieder so aktiv im GC zu werden und die Leitung zu übernehmen, als damals 2015 die Krise im New Yorker Betrieb ausgebrochen war. Doch das ist ja längst alles bewältigt. Trotz Corona und Ukraine Krieg laufen die Geschäfte gut, bin ich sowieso nicht unersetzlich. Somit wäre gerade jetzt die passende Zeit mich wieder auf ein hübsches, kleines Segelboot zu setzen und dauerhaft umher zu segeln, wie ich es so liebe. Mal schauen ob es klappt; vielleicht sogar mit dem Boot und den Leuten, um welche ich mich als nächstes kümmern möchte. *smile*

Nach dem exzellenten Mittagessen verließen wir mit der Yacht den Hafen und ankerten in der Bucht. Dort konnten wir von Bord aus ins Meer springen und uns erfrischen, außerdem ist es deutlich ruhiger. Im Hafen am Kai einer umtriebigen Touristen Hochburg, kann es halt manchmal doch störend laut werden. Vergnügt plantschten wir um das Boot herum, aber auf eher geruhsam- gemütliche Art, so vollgefressen wie wir nach dem üppigen Mahl waren… und ansonsten unternahmen wir heute nicht mehr viel.

 







 

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