Torta di Mele Mandorle: Sizilianischer Mandel-Apfelkuchen
Die »Mandel-Paradoxon-Verführung«-Edition
Kaum zu glauben, in wenigen Wochen ist schon wieder Weihnachten. Die Luft beginnt, nach Zimt und Vorfreude zu duften.
Da bekommen viele noch mehr Lust zum Backen, und so erreichte mich die Anfrage einer befreundeten, leidenschaftlichen Plätzchen- und Kuchenbäckerin aus Deutschland, nach einem guten, sizilianischen Apfelkuchen-Rezept, den auch ich lecker finde. Als Gentleman war mir der Wunsch Befehl, außerdem schulde ich ihr noch etwas. Seit Jahren versorgt sie mich mit köstlichen, handgemachten Plätzchen zu Weihnachten, und ich revanchiere mich gern.
Also, hier kommen Rezept und Zubereitungsanleitung. Wer Lust dazu hat, darf es gern nachbacken oder variieren. Ich kann guten Gewissens sagen, dass der Apfelkuchen in dieser Variante wirklich sehr lecker, locker-saftig schmeckt und die Sinne sofort nach Sizilien entführt. Es ist die Eleganz der Einfachheit in Kuchenform.
Zutaten (Springform 24–26 cm ∅, 8–10 Stücke)
- 4 mittelgroße, säuerliche Äpfel (am besten Etna- oder lokale »Mela Gelata« – für das gewisse dolce-acidulo Spiel).
- 180 g Weizenmehl Typ 405 oder 550
- 50 g gemahlene Mandeln (Am besten Pizzuta di Avola, fein gemahlen – das ist der subtile, aromatische Twist!)
- 50 g ganze Mandeln, grob gehackt + extra Handvoll für die Oberfläche.
- 150 g Zucker (oder 120 g + 1 EL brauner Rohrzucker für eine tiefere Karamellnote).
- 100 ml mildes, fruchtiges Olivenöl (z. B. Nocellara del Belice – das Geheimnis der sizilianischen Saftigkeit, es macht den Kuchen unschlagbar zart).
- 3 frische Eier (Größe M/L).
- 80 ml Mandelmilch
- Abrieb von 1 unbehandelten Zitrone + 1 unbehandelten Orange (Die zitrischen Aromen bilden das Rückgrat des sizilianischen Duftes).
- 1 Päckchen Backpulver (16 g)
- 1 kräftiger Schuss Mandellikör (Amaretto oder selbstgemachter Mandorla-Likör – für die Tiefe im Aroma).
- 1 Prise Meersalz (Ein Muss, um die Süße zu erden).
- 1 TL Zimt (optional, aber macht’s noch sizilianischer und weihnachtlicher).
- Puderzucker zum Bestäuben.
Zubereitung – 20 Min. Arbeit + 45–50 Min. Backzeit
1. Vorbereitung: Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen oder buttern und stilvoll mit Mandelmehl (statt Paniermehl!) ausstreuen.
2. Die Äpfel arrangieren: Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen. 3 Äpfel in dünne, elegante Scheiben hobeln (für die dekorative Oberfläche). 1 Apfel in kleine Würfel schneiden (die Würfel kommen in den Teig und werden dort beim Backen super saftig).
3. Die Creme-Basis: Eier + Zucker + Prise Salz cremig-hell aufschlagen (ca. 3–4 Min.). Dieser Schritt ist essenziell für die lockere Textur. Lassen Sie das Olivenöl und den Mandellikör langsam einlaufen – wie einen stillen Fluss ins Meer – und rühren Sie weiter.
4. Die trockenen Schönheiten: Mehl + gemahlene Mandeln + Backpulver + Zimt mischen und dann abwechselnd mit der Mandelmilch vorsichtig unter die Ei-Masse heben. Nicht zu lange rühren – nur bis alles gerade eben verbunden ist. Wir wollen keinen zähen Kuchen, sondern Luftigkeit!
5. Der sizilianische Touch: Zitronen- und Orangenschale (der Duft ist jetzt schon betörend!) + Apfelwürfel + die Hälfte der gehackten Mandeln sanft unterheben.
6. Das Meisterwerk vollenden: Den Teig in die Form füllen. Die vorbereiteten Apfelscheiben dekorativ dachziegelartig darauflegen (leicht in den Teig drücken). Restliche gehackte Mandeln und ein paar ganze Mandeln darüberstreuen – sie rösten im Ofen zu einem unwiderstehlichen Crunch.
7. Der Backakt: 45–50 Minuten backen (unbedingt die Stäbchenprobe machen!). In den letzten 10 Minuten eventuell mit Alufolie abdecken, falls die Mandeln zu braun werden – wir wollen eine goldene Bräune, keine verbrannten Krieger.
8. Die Ruhephase: Den Kuchen im Ofen 10 Min. abkühlen lassen, dann auf ein Gitter stürzen. Lauwarm oder kalt mit reichlich Puderzucker bestäuben – die weiße Pracht erinnert an einen zarten sizilianischen Wintermorgen.
Serviervorschlag des Hauses (a la Capitano Steve, genannt Obergauner )
Ein dickes Stück lauwarmer Torta di Mele + ein Klacks Ricotta-Creme (Ricotta + bisschen Zucker + Zitronenschale) + ein Espresso doppio.
Kalorien pro Stück: ca. 380–400 kcal – aber jede einzelne davon ist es wert. Es sind Glückskalorien, die nicht zählen. („…probiert und für gut befunden von einer russischen Löwin, einem sizilianischen Frechdachs und einem Florentiner Feuerdrachen)
Aufgepasst ihr männlichen Hobbyköche und Bäckermeister! Der Kuchen eignet sich auch ideal zur Verführung hübscher Kuchenliebhaberinnen. Das ist kein Apfelkuchen mehr. Das ist ein sizilianisches Liebesgedicht aus Apfel, Mandel und Olivenöl. Ein einfacher Apfelkuchen reicht natürlich nicht für Gourmets. Wenn die Schönheiten das riechen, stehen sie sofort barfuß & bloß in der Küche und betteln um das erste Stück, hoho. zwinker
(Ps: Text entstanden in streng geheimer, nächtlicher Zusammenarbeit mit einem gewissen mandelsüchtigen Blechbüchslein, das sich weigert, seinen Namen zu nennen. Ihr wisst schon, wer gemeint ist.)
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