Wien, Annas Chance, japanische Ramen und das süße Leben im Club

 

#26.01.26- Wien, Annas Chance, japanische Ramen und das süße Leben im Club

Eine gute Woche hatte ich wieder so viel um die Ohren, dass ich schlichtweg gar nicht zum Schreiben kam. Die Zeit verflog zwischen geschäftlichen Verpflichtungen und den kleinen privaten Entwicklungen hier im Club. Deshalb fasse ich heute erst einmal zusammen, wie es mit Anna nach jener Nacht weiterging. Am nächsten Morgen frühstückten wir in aller Ruhe gemeinsam in der Suite, und nach ein wenig verlegenem Herumdrucksen gab sie schließlich offen zu, dass sie im Notfall natürlich auch bei anderen Freunden, wie etwa bei Lisa, hätte unterkommen können.

Doch beim ausführlichen Herumführen durch das Hausmädchen Leni am Tag zuvor hatte diese ihr erzählt, dass sie selbst ein Zimmer direkt im Club bewohne und somit am Arbeitsplatz lebe, was ihr ausgesprochen gut gefalle. Die Zimmer der im Club wohnenden Angestellten sind zwar ehemaligen, inzwischen jedoch modernisierte Dienstboten-Zimmer aus der alten k.u.k. Zeit – also naturgemäß ziemlich klein und kompakt –, aber sie sind hübsch, hell und gemütlich eingerichtet. Ein wesentlicher Bonus ist zudem, dass diese Mitarbeiter in ihrer Freizeit sämtliche luxuriösen Einrichtungen des Clubs privat nutzen dürfen. Sie müssen lediglich darauf achten, die Club-Mitglieder und sonstige Gäste dabei nicht zu stören oder ihnen den Platz wegzunehmen.

Einfache Mitarbeiter wie Hausmädchen und Angestellte in ähnlichen Positionen werden zwar nicht üppig, aber doch anständig bezahlt. Sie erhalten überdurchschnittliche Sozialleistungen, werden stets mit Respekt behandelt und können den exklusiven Club-Luxus in vollen Zügen genießen. Nicht selten bekommen sie zudem häufig dicke Trinkgelder von den zufriedenen Gästen und Mitgliedern zugesteckt.

Für Anna, die mir seufzend erklärte, dass sie ihren diversen Aushilfsjobs an teils weit entfernten Orten dieser Millionenstadt mittlerweile völlig überdrüssig sei, hörte sich das wie ein Traumjob an. Zudem besitzt sie momentan ja keine eigene Bleibe zum Wohnen. Die häufigen Streitereien in der Wohnung ihrer Freundin und deren Partner in dem winzigen 22-qm-Appartement, wo sie untergekrochen war, nachdem sie ihre eigene kleine Ein-Zimmer-Wohnung aufgeben musste, zehren sichtlich an ihren Nerven.

 

Also hegte sie die Hoffnung, vielleicht eine ähnliche Stelle wie Leni oder eine Position als GC-Model zu ergattern, und war deshalb in jener Nacht direkt zu mir gekommen. Nebenbei bemerkt wäre sie in ihrem weiblichen Pragmatismus wahrscheinlich sogar bereit gewesen, für diese Chance mit mir ins Bett zu gehen, um mich auf typisch weibliche Art dazu zu bewegen, ihr diesen Wunsch zu erfüllen.

Das ist alles sehr menschlich und verständlich, und ich hatte mir so etwas in der Art schon gedacht. Aus meiner Sicht sprach nichts dagegen, Anna zu unterstützen, da ich sie definitiv für sehr geeignet hielt. Jedoch ist im Club derzeit leider keine weitere feste Stelle und auch kein Personalzimmer frei. Nach einer kurzen Absprache mit dem hiesigen Club-Manager Adrian trafen wir daher zunächst folgende Vereinbarung: Anna darf vorerst in dem freien Gästezimmer direkt neben meiner Suite wohnen bleiben. Sie hilft im Club im Rahmen eines unbezahlten Praktikums ohne festen Vertrag mit, wobei die liebe Leni sich fürsorglich darum kümmert, dass Anna lernt und versteht, wie die Abläufe hier im Detail funktionieren.

Außerdem kann Anna, genau wie Leni es gelegentlich macht, den Hobbyfotografen unter den Club-Mitgliedern und natürlich auch mir als Model posieren. Dafür erhält sie faire Gagen und oft sehr gute Trinkgelder, was ihr insgesamt über einen typischen Monat gerechnet wahrscheinlich sogar mehr einbringen wird, als sie mit all ihren stressigen Nebenjobs zuvor verdient hat. Die Kunstschule kann, will und soll sie selbstverständlich auch weiterhin so oft wie möglich besuchen. Wenn sie sich gut anstellt und ihr die Arbeit selbst gefällt, kann sie, sobald eine offizielle Stelle und ein Zimmer im Club frei werden, diese mit einem festen Angestelltenvertrag übernehmen. smile

Heute, genau eine Woche später, hat sich Anna bereits wunderbar eingelebt. Sie ist fleißig, lernt schnell und bezaubert mit ihrem natürlichen Liebreiz eigentlich jeden, der mit ihr zu tun hat. Sie wirkt sichtlich zufrieden, geradezu glücklich über die neue Stabilität in ihrem Leben. Mir gegenüber zeigt sie sich fast schon peinlich bezaubernd dankbar und…, nun ja, sie scheint hoffnungsvoll nur darauf zu warten, dass ich sie endlich auch als Geliebte in mein Bett lasse. Das entspringt sicher nicht nur aus weiblich-raffinierten, pragmatisch-berechnenden Überlegungen, sondern schlicht auch daher, weil sie mich ehrlich mag, tief dankbar ist und sich ganz natürlich nach liebevoller Zuwendung und Geborgenheit sehnt.

Diese menschlich-weibliche Reaktion ist immer eine gewisse »Gefahr«, wenn man als Gentleman meiner Art so nett, freundlich und helfend auftritt, wie ich es gewöhnlich tue. Gerade bei noch so jungen Frauen, die zuvor ein hartes Schicksal oder ein unstetes Leben meistern mussten, entwickeln sich solche Gefühle schnell. An sich spräche auch gar nichts gegen eine Affäre. Anna ist erwachsen, wünscht sich offensichtlich, dass es dazu kommt, und wir verstehen uns prächtig mit starken Sympathien füreinander.

Dennoch zögerte ich bisher ein wenig, unter anderem auch deshalb, weil ich ja nur zeitlich befristet in Wien weile. Wenn ich weiterreise, müsste sich Anna erneut einen Liebsten für die menschliche, zärtliche und intime Nähe suchen, nach der sie sich sehnt. Außerdem beteuert sie zwar ständig, dass sie mein polyamouröser Lebenswandel nicht stören würde, doch ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob sie emotional wirklich damit klarkommen würde. Nun gut, schauen wir einfach mal, wie sich die Dinge zwischen uns entwickeln.

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Heute hatte ich zusammen mit Adrian einige wichtige Termine bei verschiedenen österreichischen Behörden. Die Angelegenheiten gingen mich eigentlich direkt nichts an, da dies die Aufgabe von Adrian oder der Club-Leitung ist. Doch als ehemaliger Gründer, geschäftsführender Gesellschafter und einstiger Big-Boss des GC verfüge ich doch über deutlich mehr internationale Beziehungen und eine andere Autorität als er, weshalb ich mich gern dazu bereit erklärte, unterstützend mitzuwirken.


 

Zunächst führte uns der Weg zum Bundesamtsgebäude in der Radetzkystraße, danach direkt zum Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz; jesses, was für eine gewaltige Bezeichnung für ein Amt am Stubenring 1. Wie so häufig bei Gesprächen mit Behördenvertretern überall auf der Welt, ging es teils etwas zäh und langatmig voran. Doch am Ende verbuchten wir durchaus positive Aussichten, ganz so wie von uns gewünscht, wenn auch vielleicht mit dem einen oder anderen kleinen, notwendigen Kompromiss.

Der Vormittag war sonnig und klar, mit Temperaturen bis knapp 7 °C – für Januar fast schon mild. Die Radetzkystraße und der Stubenring lagen in goldenem Winterlicht da; die Fassaden der alten Ringstraßenbauten strahlten warm, der Verkehr summte gedämpft, und der Duft von frischem Kaffee und frisch gebackenem Brot aus den umliegenden Cafés mischte sich mit der kühlen, klaren Luft. Die wenigen Passanten hatten den Mantelkragen hochgeschlagen, doch man sah Freude über den Sonnenschein auf den Gesichtern – ein Moment, in dem Wien seine ganze melancholisch-elegante Schönheit zeigt. Die letzten Tage war es doch meist eher trüb und düster gewesen.

Zum Mittagessen traf ich mich danach mit meinem japanischen Geschäftsfreund, GC-Member, Investor und Mitgesellschafter Noboyuki im erstklassigen Mr. Du Ramen & Bar in der Biberstraße 4. Wie der Name schon sagt, ist es ein klassisch-japanisches Ramen-Restaurant. Es ist derart exzellent, dass selbst weitgereiste Japan-Kenner mit viel Erfahrung bei originalen Speisen nicht selten begeistert äußern: »Das ist einfach das beste Ramen, das ich jemals gegessen habe!« Der Service und die Qualität der Speisen sind dort wirklich großartig.

 

Bei weit über 600 Rezensionen schafft es der Wirt, einen außergewöhnlich hohen Bewertungsschnitt von 4,8 Sternen auf Google zu halten, und das alles bei sehr fairen Preisen. Bereits für etwa 20 bis 30 Euro, inklusive eines Getränks, kann man dort köstlich schlemmen und wird ordentlich satt. Sonntag ist Ruhetag, ansonsten hat das Lokal täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet, an Samstagen ab 12 Uhr. Noboyuki, der mir das Restaurant ursprünglich empfohlen und heute gezeigt hat, und ich waren hochzufrieden mit allem, was wir dort verzehrten. Definitiv eine sehr empfehlenswerte Adresse für alle, die asiatische und speziell die japanische Ramen-Küche lieben!

Sein Chauffeur brachte uns im Anschluss zurück zum Club, wo wir in der entspannten Atmosphäre meiner Suite noch einige geschäftliche Details und sonstige Angelegenheiten besprachen. Mr. Dus Lokal ist zwar praktisch-elegant und gemütlich, aber für meinen Geschmack zu eng, um Dinge zu diskutieren, die Fremde am Nachbartisch absolut nichts angehen.

Bezaubernd hübsch und liebreizend wie immer, versorgte uns unser Frechdachs-Hausmädchen Leni mit erstklassigem Kaffee und köstlichen Tortenstücken von unserem Küchenzauberer Thomas. Ich bin bekanntlich nicht ganz so für Süßkram zu haben, aber Thomas’ Kreationen sind wirklich ein nahezu unwiderstehlicher Genuss, also nahm auch ich heute ein bisschen von dem süßen Glück.


 

»Schön, dass Sie uns mal wieder im Club besuchen, Herr Noboyuki! Sie kommen in letzter Zeit leider viel zu selten zu uns.« zwinkerte Leni dem Japaner charmant zu, den sie offensichtlich mag.

»Ach, weißt du, Leni, die Geschäfte, immer nur die Geschäfte, was soll ich machen? Und wie oft muss ich dir eigentlich noch sagen, dass du mich einfach ganz unkompliziert Nobu nennen kannst?!« zwinkerte der Japaner gut gelaunt zurück. Wer Leni nicht mag – sie ist sehr hübsch, fleißig, lieb, immer freundlich und zudem clever sowie gut ausgebildet –, der muss schon eine sehr komische Type sein. Und Nobu ist gewiss keine »komische Type«, sondern genießt als Mann natürlich die Gegenwart solch liebreizender, junger Frauen wie Leni. In seinem Landhaus, einer wirklich beeindruckenden Villa tief im Wienerwald, wo er sich meistens aufhält, hat er nicht selten entzückende japanische oder auch westliche Models als Geliebte zu Gast.

»Weiß ich doch, Herr…, äh, Nobu, hihi, aber schade finde ich es trotzdem.« flirtete Leni ein bisschen weiter mit ihm… und nicht zuletzt auch ein wenig mit mir. Mir war nämlich schon aufgefallen, dass fast ausschließlich sie mich bedient, wenn ich beispielsweise beim Butler-Zimmerservice etwas in die Suite bestelle. Normalerweise müsste sich das Personal im Schichtdienst öfter abwechseln, also tauscht Leni wohl regelmäßig mit ihren Kolleginnen, wenn es darum geht, mir etwas zu servieren, die Vorräte in der Suite aufzufüllen oder die Wäsche zu wechseln. schmunzel

»Du schmeichelst mir sehr, Leni.« lächelte Nobu freundlich. »Du bist eben ein süßer, lieber Frechdachs, genau wie Steve Girls wie dich so gerne nennt.«

»Ach was, Sie sind bei allen hier im Team sehr beliebt, ein netter, immer großzügiger Mann, der uns stets freundlich behandelt.« tat Leni das Kompliment fast wegwerfend ab, doch ihre Augen funkelten dabei frech. Die Blicke, die sie ihm und mir abwechselnd zuwarf, waren praktisch eine direkte, spielerische Aufforderung, sie nicht nur als fleißige Bedienstete, sondern auch als ein sehr hübsches und abenteuerlustiges weibliches Wesen wahrzunehmen.

»Wenn du jetzt noch weiter so intensiv mit Nobu flirtest, wird der Arme total verwirrt und vergisst am Ende noch ganz, was er eigentlich Wichtiges mit mir besprechen wollte.« schmunzelte ich amüsiert über die Szene. Ach ja, freche – aber nie unverschämte –, sondern einfach nur nette, kluge und liebevolle junge Frauen sind herzerfrischend. Wie sollte man sie nicht automatisch gernhaben?

»Och, bitte vielmals um Entschuldigung, ich wollte hier wirklich niemanden verwirren…« zwinkerte sie uns auf dem direkten Weg zur Tür noch einmal zu, was natürlich glatt gelogen war, denn genau das war ihre verspielt weibliche Absicht gewesen.

»Danke vielmals fürs Verwirren, hoho!« rief ihr Nobu noch glucksend nach. Wir Männer grinsten uns daraufhin komplizenhaft vergnügt an, als Leni die Suite verlassen hatte, und er meinte genauso wohlwollend erfreut wie ich: »Sie ist wirklich ein echter Schatz.«

»Oh ja, solch bezaubernd lieb-freche junge Frauen sind ein echtes Geschenk, für das man jeden Tag dankbar sein sollte!« stimmte ich ihm aus vollem Herzen zu.

Dann konzentrierten wir uns wieder voll auf die geschäftlichen Angelegenheiten, die wir noch zu klären hatten. Dazu tranken wir den erstklassigen Kaffee, probierten weiter von der köstlichen Torte, und da unsere persönlichen Vorlieben dem Personal selbstverständlich bestens bekannt sind, gab es zusätzlich eher salzig-würziges japanisches Reisgebäck zum Knabbern. Aber nicht dieses heutzutage leider weit verbreitete, lasche und künstlich glasierte Zeug, sondern Original-Qualität echter, in Japan fast schon vergessener Handwerkskunst, mit einem unvergleichlich intensiven und natürlichen Geschmack. Ich liebe dieses Zeug einfach! Nobu bringt es glücklicherweise immer aus irgendeiner ganz kleinen Manufaktur in der tiefen japanischen Provinz mit nach Wien.

Knapp zwei Stunden später waren wir mit den Themen fertig und plauderten noch ein wenig privat über dies und das. Da verkündeten typische, leise Geräusche aus dem an die Suite angrenzenden Gästezimmer, dass Anna in ihre vorläufige Unterkunft zurückgekehrt war. Das passte gut, denn ich wollte die beiden sowieso miteinander bekannt machen. Ein freundlicher, stets hilfsbereiter Gentleman wie Nobu, der zudem Club-Mitglied, Investor und Teilhaber ist, könnte Anna fraglos ein netter, holfreicher Freund sein, wenn ich Wien wieder verlassen muss. Und er wird sie sicherlich genauso bezaubernd fotogen und nett finden wie ich. Auch Nobu fotografiert in seiner Freizeit leidenschaftlich gern und zudem richtig gut, er könnte also in Zukunft ebenfalls Shootings mit ihr machen.

 

Ich erklärte ihm kurz in ein paar Sätzen, was es mit Anna auf sich hat, bat ihn, einen Moment zu warten, und ging zur Verbindungstüre. Ich klopfte kurz an, Anna rief sofort »herein!« und ich ging hinüber zu ihr. Sie hatte es sich bereits bequem gemacht und lag in einem sexy-dünnen Trägerhemd halb sitzend am Kopfteil des Bettes.

»Hallo Anna, machst du gerade Pause oder ist für heute Schluss?« lächelte ich sie an und ließ meine Männeraugen dabei genüsslich über ihre zarten Reize junger Weiblichkeit wandern.

»Hallo Steve. Pause…, denke ich zumindest. Leni sagte mir vorhin, ihr habt eine wichtige geschäftliche Besprechung, da wollte ich euch auf keinen Fall stören.« antwortete sie, wie meistens eher nachdenklich und mit einem bisschen jener melancholisch wirkenden Freundlichkeit, die ihr eigen ist.

»Ganz richtig, aber wir sind jetzt fertig, und ich wollte dich gern mit Nobu bekannt machen, wenn es dir gerade recht ist.« erklärte ich ihr kurz, wer er ist und weshalb mir das Treffen wichtig war.

»Ist gut, ich komme gleich zu euch rüber.« meinte Anna und wollte sich verständlicherweise noch etwas überziehen. Ich ging zurück zu Nobu, und es dauerte keine zwei Minuten, da erschien sie auch schon in der Suite. In einem hautengen, rötlich bunt bedruckten Designer-Pulli und hellen Hosen sah sie mit ihren zart gebauten 161 cm wie immer entzückend  fotogen aus.

 

Ihr schönes, rundes Gesicht mit der süßen Nase war maximal sehr dezent geschminkt, wenn überhaupt, mit nur ein wenig Lipgloss auf den Lippen, und ihre seidigen braunen Haare hatte sie wohl noch schnell gebürstet. Als einzigen Schmuck trug sie ihre vertrauten Ringe an den Fingern sowie eines dieser altmodisch wirkenden, ihr aber gut stehenden, engen und breiten Halsbänder aus…, keine Ahnung, Bambusröhrchen oder so etwas Ähnlichem. Anna hat eben ihren ganz eigenen, individuellen Geschmack und mag es sehr, sich romantisch-altmodisch herzurichten.

Wie ich bereits vermutet hatte, verstanden sich die beiden auf Anhieb recht gut, mit deutlich aufkeimenden Sympathien füreinander, was mich sehr freute. Wir plauderten noch etwa eine halbe Stunde zu dritt, dann setzte ich mich an den Laptop und arbeitete bis zum Abendessen in gemütlicher Runde online. Die Qualität und der Service befinden sich hier im Club auf dem Niveau eines echten Top-Gourmet-Restaurants, vor allem dank unseres Küchenzauberers Thomas und der generell sehr sorgfältigen Ausbildung des Personals.

Bei praktisch nur sehr verwöhnten Upperclass-Membern und anspruchsvollen Gästen kann das auch gar nicht anders sein, sonst wären diese nicht so dauerhaft zufrieden. Viele vergleichen alles hier mit exklusiven Grand-Hotels, nur eben in einem viel ruhigeren, kleineren und charmanten Rahmen mit fast schon familiärem Feeling, ähnlich wie in einer exklusiven Pension mit Familienanschluss. Man kann sich in den Suiten vollumfänglich vom Butler-Service umsorgen lassen oder den gemeinschaftlich genutzten, eleganten Speiseraum aufsuchen; ganz nach Lust, Laune, individuellem Bedürfnis oder Anlass.

Manche Gäste leben in ihren Suiten wie in einer luxuriösen Ferienwohnung völlig separiert und bekommen vom eigentlichen Club-Betrieb kaum etwas mit. Andere gesellen sich gern dazu, lieben aber dennoch die relative Ruhe im Vergleich zu einem großen Hotelbetrieb, und manche wollen ständig zum Ausgehen in die Stadt. Es hängt ganz von der jeweiligen Persönlichkeit ab, ob sie nun geschäftlich, rein privat oder aus gemischten Gründen in Wien sind.

Nach den leiblichen Genüssen – ich hatte mich heute beim Essen sehr zurückgehalten – powerte ich mich noch ordentlich im Fitnessraum aus und schwamm im Anschluss etliche Runden im Pool. Inzwischen habe ich schon wieder auf über 94 kg Körpergewicht zugelegt und will möglichst bald wieder unter die 92-kg-Marke kommen. Danach entspannte ich ausgiebig im Wellness- und Spa-Bereich und gönnte mir eine wirklich gute Massage, bei der ich mich nach klassischer Thai-Art ordentlich durchkneten ließ.

Nach 22 Uhr zog ich mich schließlich in meine große Suite zurück und schaute auch wieder nach Anna, die ich zuletzt unten noch angeregt mit Leni hatte tuscheln sehen. Ganz gemütlich schauten wir uns in der Suite noch einen eigentlich ziemlich dämlichen Film an, und die zart gebaute Hübsche kuschelte sich dabei ein bisschen an mich. Das war nicht im Sinne von aufreizender Intimität zwischen Frau und Mann gemeint, sondern sie suchte einfach nur ein wenig menschliche Nähe und Wärme. Kurz nach Mitternacht machten wir uns dann beide bettfertig.

Annas zarte Verführungskunst im Bad… sind nicht für den öffentlichen Blog geeignet und sind daher nur im geschlossenen Bereich zu lesen …und ist das nicht mehr als genug?! zwinker

 


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