Madagaskar, Baie de Moramba

  


#20.09.6 Madagaskar, Baie de Moramba

Samstag, 26. & Sonntag 27. September 2020

Auch am Wochenende war ich fast ausschließlich mit dem durchlesen und bearbeiten des 456 Seiten PDF Files beschäftigt. Nur jeweils gegen 20 Uhr ging ich mit der ganzen Crew zur Lodge, wo wir zu Abend speisten und uns mit all den Leuten gesellschaftlich vergnügten.

Anders wäre es kaum möglich, bis Montagabend oder spätestens Dienstag mit dem komplizierten Thema fertig zu werden, was jedoch notwendig und wichtig ist. Also nützt es nichts zu jammern oder nur unwillig zu erledigen, was halt nun mal erledigt werden muss. *seufz*

„Ach du Ärmster…“ bedauerte mich Lara liebreizend, gleichzeitig aber auch sich selbst.

Inzwischen ist nämlich geklärt: wenn Tina und Alex Anfang Oktober abreisen, werden sie und Addie sich ebenfalls anschließen. Viel lieber wären alle noch geblieben, aber nach einem guten halben Jahr in Madagaskar, was ja wegen Corona schon viel länger ist als ursprünglich gedacht und beabsichtigt, müssen sie aus verschiedenen Gründen Heim.

Nun ja so ist das halt im Leben, aber ein bisschen traurig ist die liebe Lara natürlich trotzdem darüber, begann sie doch gerade erst so richtig Geschmack am Fahrtensegler Leben zu bekommen. Je nachdem wie es daheim läuft, möchte sie gerne bald wiederkommen, aber vermutlich wird das so bald nicht möglich sein und sie sich schließlich auch wieder im gewohnten Leben wohl fühlen.

Tina und Alex beginnen sogar ganz neue Jobs, die sie durch Vermittlung der Familie bekommen; in ihren alten Jobs läuft auch wegen dem verdammten Corona Virus kaum noch was, also sind sie sogar etwas froh darüber. Schließlich  können sich nur die Wenigstens, schon aus finanziellen Gründen, dauerhaft ein Fahrtensegler Leben leisten. Na jedenfalls kosten sie die letzten Tage in dieser faszinierend schönen Bucht noch mal so richtig aus, während ich fast nur an Bord am Laptop hockte.

Sonntagabend nahmen wieder Lara und ich das Gästezimmer in der Lodge, wohin wir uns schon nach 22 Uhr zurück zogen, um ein ‚Fest’ an wunderschönen Liebesspielen miteinander zu feiern. Eine entzückendere Geliebte als diese sehr bezaubernde, junge Frau, kann Mann sich wirklich nicht ausdenken. *smile*



 

Montag, 28. September 2020

„Ach ich würde ja echt gerne noch länger bleiben…“ seufzte die Schöne am Morgen und kuschelte sich eng in meine Bärenarme. „…aber ich sollte auch zurück und schauen wie es dort inzwischen allen so geht.“

„Ja.... du und Lena, ihr wolltet doch nur sechs Wochen deinen Vater besuchen und jetzt seid ihr schon gut sechs Monate hier. Bestimmt fragen sich all deine Verwandten, wie es euch so ergangen ist… und wie sieht es denn bei euch derzeit mit Corona aus?“

„Ja eben; könnte sein das meine Tante, in deren Haus wir eine Wohnung haben, das verfluchte Virus erwischt hat; zumindest geht’s ihr nicht gut. Ich sollte mich wirklich sehen lassen und helfen, falls nötig.“

„Nun wenn es so ist, dann ist es halt so; falls ihr irgendwelche Hilfe benötigt, lass es mich wissen.“ Streichelte ich die liebe Lara zärtlich und schmusten wir ebenso.

Frisch geduscht schauten wir in der Küche nach Frühstück und wie es aussah war ein Großteil der Truppe längst munter, geradezu in Partystimmung. Tatsächlich hatte eines der einheimischen Mulatten Girls heute Geburtstag und ich schimpfte mit den Älteren, dass uns niemand etwas davon gesagt hatte. Also gratulierten wir erstmal herzlich und überlegten, was wir ihr schenken könnten.

Nach dem sehr munteren Frühstück nahm ich noch an einer lustigen Ballspielrunde im Pool teil, dann musste ich dringend zurück aufs Boot, um mit dem PDF File fertig zu werden und es zurück zu senden. Das beschäftigte mich noch etliche Stunden, inklusiver einer längeren, schweineteuren Telefonkonferenz über das Sat Phone.

 Tina, Lara und Addie waren einige Zeit auch auf dem Boot, um unter ihren Frauensachen und dem sonstigen Kram, den wir so an Bord haben, passendes heraus zu suchen, was wir dem Geburtstagskind schenken können. In der Lodge lief unterdessen eine richtige Party und sie meinten ich solle schauen, bald fertig zu werden um teilnehmen zu können.

Nun darum bemühte ich mich natürlich sowieso und schwitzte bei gefühlten 35“ auf dem Boot. Wie schön das man quasi bloß einen großen Schritt zu machen braucht, um ins Meer zu plumpsen und sich darin zu erfrischen. Bis etwa 1615 Uhr war ich endlich fertig und machte mich dann auch gleich auf zur Lodge, wo inzwischen allerbeste Party Stimmung herrschte und ordentlich gefeiert wurde.

Vor allem die Jüngeren der einheimischen Teen Girls und Jungs, waren ähnlich aufgedreht wie es Teenager wohl überall auf der Welt sind. Das Lachen, Kichern und Kreischen war schon von weitem zu vernehmen und ich wurde nach meiner Ankunft auch noch heftig vom Geburtstagskind abgeknutscht, die mir für die Geschenkte dankte, welche die Crew für sie rausgesucht hatte.

Zudem ist das Mädel auch noch so eine richtige Kicherliesel und ein frecher, kitzeliger Nackedei, weshalb ich sie natürlich noch extra kitzelte, bis sie prustend um Gnade flehte. *schmunzel*

Etwas später gab es ein Wettrennen zur Bucht, wo vor Sonnenuntergang auch alle noch mal im Meer plantschten und Spiele machen wollten. Da sich alle ständig auch in Untergruppen verteilten, gelang mir die ganze Zeit kein richtiger Überblick. Aber grob geschätzt dürften heute mehr als zwei Dutzend Leute hier sein; ohne Sandra, Patrice und uns sechs von der Crew mit zu zählen. Darunter auch etliche hellhäutigere Mulatten. Was für eine lustige, sympathische Truppe. *smile*

Bei all der Aktion und Lebensfreude bis in den späten Abend hinein, vergaß ich ganz zu fragen, wie ‚alt’ oder besser jung das hübsche Geburtstagskind denn eigentlich wurde; aber wohl 13, allerhöchstens 14 schätzte ich. Na ist ja eigentlich auch egal, Hauptsache sie strahlte glücklich, freut sich des Lebens und genießt ihre Geburtstagsparty, hat Spaß usw. Das war offensichtlich der Fall und so freuten sich die Anderen sozusagen für sie mit.

Ich gab dem lieben Girl noch ein ordentliches Geldgeschenk, dass sie sich sparen oder davon etwas schönes kaufen kann. Für die hiesigen, ärmlichen Verhältnisse ziemlich viel, für mich nur Kleingeld und dafür wurde ich natürlich gleich noch mal in Grund und Boden geknuddelt.

Sie und ihre Freundinnen staunten nicht schlecht über die Summe, liegt der Durchschnittsverdienst sehr vieler Madegassen doch unter 50,- Euro pro Monat. Da ich die Hübsche nicht kenne, kann ich nur hoffen, dass sie es nicht für irgendwelchen Girls Quatsch sinnlos zum Fenster rausschmeißt.

Eine schöne, lustige Geburtstagsfeier, bei der alle Spaß hatten und sich wohl fühlten, was doch die Hauptsache ist. Etwas vor Mitternacht lief diese dann langsam aus und die Jüngsten der Jugendlichen waren ohnehin bereits sehr müde, verschwanden schnell in ihren Betten.

Wegen der vielen Menschen aus dem Familien- und Freundeskreis, sind übrigens alle Zimmer mit mindestens 3 bis 4 Leuten belegt, denn so viele Gästezimmer hat die kleine Lodge ja gar nicht. Daher wollte ich auch von Anfang an nicht, dass z. B. Lara und mir ein Gästezimmer komplett überlassen wird und die, welche bisher darin schliefen, in anderen Zimmern pennen müssen.

Aber die lieben Leute hatten darauf bestanden und gemeint, dass es für die Jugendlichen absolut kein Problem sei, auch auf Bodenmatratzen in anderen Zimmern zu pennen. Typischerweise hocken gerade die Teenager ja sowieso am liebsten eng zusammen, schlafen auch so freiwillig manchmal zu dritt oder noch mehr in einem Bett und haben viel Spaß dabei.

Heute wollten aber das Geburtstagskind und fünf ihrer engsten Freundinnen, zu gerne mal auf dem Boot als Piratengirls übernachten; am liebsten stielecht in Hängematten. Nun ich hoffte inständig, dass die wilde Horde nicht unser schwimmendes Zuhause versenkt und überlies es großzügig Tina, Addie, Ragnar und Alex, die Piratenbande zu zügeln. *schmunzel*

Nein im ernst: so eine Yacht mit vielen leicht zugänglichen Schaltern, Gerätschaften, Ausrüstung usw., bei deren falscher Betätigung man durchaus nicht wenig Schaden anrichten kann, ist an sich wirklich kein Spielplatz für typischerweise aufgedreht- unachtsame, leichtsinnige Teenies, die überhaupt keine Erfahrung damit haben. Deshalb nahm ich die vier Aufpasser noch kurz ins Gebet, dass sie auch wirklich gut aufpassen, was die Piratenhorde so anstellt.

Und den sechs Mädels sprach ich, mit Sandras Hilfe als Übersetzerin auch ins Gewissen, dass sie doch bitte keine Schalter betätigen von denen sie nicht wissen, was diese auslösen und sie sich besonders von der Navigationselektronik fern halten mögen. Der Klassiker ‚falsche Betätigung von Schiffstoiletten und das hineinwerfen von Gegenständen oder z. B. Feuchttüchern’, welche diese verstopfen können, kam natürlich auch zur Sprache.

Lara und ich nahmen also wieder das Zimmer in der Lodge, schmusten noch ein halbes Stündchen und schlummerten dann auch rüber ins Reich der Träume… *schnarch*



Dienstag, 29. September2020

Als wir wach wurden und hinaus gingen, chillten bereits einige am Pool und genossen die am Morgen noch nicht so heiße, angenehme Luft um 22°. Im Tagesverlauf soll es heute gut 35° warm, ja heiß werden; das dürfte dann gefühlten 38-39° entsprechen, also wirklich richtig tropisch heiß werden.

Das süße Geburtstags- Mädel strahlte mich heute genauso glücklich wie gestern aus dem Pool an, in welchem sie plantschte. Die Piratentruppe war also auch schon von der Yacht zurück und ich hoffte, die Taurus schwamm noch. *grins* Schnell kam sie an den Rand, streckte mir die Hand entgegen, um sich von mir aus dem Pool ziehen zu lassen und fiel mir tropfnass um den Hals… Nanu?

Eine der gut englisch sprechenden Madegassinnen übersetzte mir amüsiert, dass sich der hübsche Nackedei noch mal besonders für das Geldgeschenk bedanken wolle; Vielleicht hatte ich den Betrag, für die hiesigen Verhältnisse ein bisschen zu hoch gewählt, so das sie etwas überwältigt davon war. Na egal, jetzt war es so, gehörte es der Hübschen und riet ich ihr, möglichst vernünftig damit umzugehen, es nicht für nutzlosen Girls Kram rauszuschmeißen.

Wir frühstückten erstmal gemütlich und ich kann auch bereits verraten, dass sich die Mädels doch brav verhalten und keinen Schaden an Bord angerichtet hatten. Mit einem schon erwachsenen Einheimischen und dessen jüngerer Schwester, machte ich mich dann auf den Weg zum Boot, um im Laptop zunächst nach Mails usw. zu schauen.

Der junge Mann ist bereits ein Talent in Technik und Basteln, interessiert sich für die Zusammenhänge und Funktionsweisen einer Segelyacht und hofft sich mal als technische Hilfskraft / Wartungstechniker auf vorbei kommenden Schiffen oder Fahrtenyachten Geld verdienen zu können. In einer abgelegenen Region wie hier, muss dank der tropischen Natur niemand hungern, so lange er noch fischen, jagen und ernten kann. Aber Möglichkeiten zum Geld verdienen, gibt es nur sehr, sehr wenige.

Insofern also eine vernünftige Idee, auch wenn es nur eher selten Boote und Schiffe geben wird, auf denen er irgendwie helfen kann. Natürlich schadet es auch nicht, wenn er sich möglichst viele Kenntnisse darüber aneignet, so dass er beispielsweise in anderen Gegenden mit mehr Betrieb arbeiten kann. Daher nahm ich ihn gerne mit und sollte er sich in aller Ruhe alles anschauen, was ihn interessiert.

Ragnar befand sich noch an Bord, kennt den Kahn am längsten und genauesten, konnte dem Madegassen also alles zeigen und erklären, während ich an den Laptop ging. Die hübsche, jüngere Schwester war einfach nur neugierig, war überhaupt noch nie an Bord einer vergleichsweise modernen Segelyacht. Sie versteht auch absolut nichts davon, wollte sich aber zu gerne mal anschauen, wie wir an Bord so leben.

Das Abrufen der Mails und überfliegen des Inhalts, dauerte nur gut eine halbe Stunde; dann widmete ich mich der Schwester, während Ragnar und der junge Madegasse vor allem in technische Details und teilweise wortwörtlich in die Tiefen des Bootes eintauchten… was sich noch als nützlich heraus stellte. Die Zwei entdeckten nämlich einen gelockerten Schlauchbinder an der Haupt- Bilgenpumpe, welche sich wohl bald abgelöst hätte.

Die hübsche Schwester interessierte sich frauentypisch vor allem für die Inneneinrichtung und fand z. B. die sehr praktisch eingerichtete Kombüse ziemlich genial. In einem sehr armen Land, in dem viele nicht mal über Stromanschluss oder fließend Wasser verfügen, muss ihr vieles an Bord wie purer Luxus vorkommen; obwohl die Taurus nach heutigen und unseren westlichen Maßstäben auch schon etwas veraltet ist und nicht mehr dem modernen Stand der Technik entspricht.

Am Nachmittag machten einige aus der Lodge und die halbe Crew wieder einen Ausflug mit dem Beiboot, in die faszinierenden Landschaften der schönen Baie de Moramba. Zum Abendessen versammelten sich wieder alle in der Lodge und beschäftigten wir uns danach wie gewohnt, mit überwiegend spaßigen Gesellschaftsspielen.



 

Mittwoch, 30. September 2020

Der junge Mann von gestern, ging nach dem Frühstück erneut mit Ragnar an Bord der Yacht. An nur einem Tag kann er selbstverständlich nicht genug über deren Technik und Funktionen lernen. Übrigens wird der clevere, recht gut aussehende Bursche auch von nicht wenigen der Teen Girls und jungen Frauen umschwärmt, die ihn sicherlich gerne auch als intimen Freund hätten. *schmunzel*

Wir anderen von der Crew ließen es zunächst gemütlich angehen, plantschten im Pool und beteiligten uns an einigen Spielen. Dann schipperten einige mit dem Ausflugsboot der Lodge zum Dorf am Ende der Bucht, um frische Lebensmittel einzukaufen. Ich bestand wieder darauf, mindestens die Hälfte der Kosten für den Einkauf zu übernehmen, auch wenn wir nur ungefähr ein Viertel von dem verbrauchen, was tagtäglich in der Lodge mit all den vielen einheimischen Freunden und Familienmitgliedern verzehrt wird. Bei so vielen Menschen, kommen da natürlich erhebliche Mengen zusammen. *smile*

In der Umgebung der Lodge, bauen sie auch selbst Obst und Gemüse in kleinen Plantagen an und halten einige Nutztiere. Wie schon mal erwähnt, müsste dank der üppigen Natur hier niemand verhungern; Hauptnahrung der meisten Einheimischen an den Küsten, sind natürlich auch die ‚Früchte’ des Meeres, also Fische, Muscheln usw.

Amüsanterweise umschwärmte mich heute eine sehr süße und hübsche, wohl höchstens elfjährige Mulattin; gerade so wie sich halt Mädchen manchmal ein bisschen in für sie sehr beeindruckende, fremde Männer vergucken. Die Süße war mir schon die letzten Tage mehrmals aufgefallen, weil sie sich doch ungewöhnlich oft in meiner Nähe aufhielt und mich sozusagen ein wenig anhimmelt. *schmunzel*

Natürlich muss man sich da auch ein bisschen mit ihr beschäftigen und ihr erwachendes Selbstbewusstsein als weibliches Wesen bestätigen und aufbauen. Immerhin kann sie ziemlich gutes Schulfranzösisch, was in Madagaskar ja die zweite Amts- und Landessprache ist. So klappte die Verständigung einigermaßen, auch wenn mein Französisch nicht gerade als gut bezeichnet werden kann. Aber Vieles ging auch in wortlosem Verständnis über lächeln, kichern, grinsen und Gesten mit Händen und Füssen.

Das erforderte aber auch nicht wenig Selbstbeherrschung, um nicht gelegentlich laut loszulachen, was sie womöglich als auslachen interpretieren könnte. Beispielsweise als sie völlig unvermittelt damit Anfing darüber zu seufzen, dass sie noch fast gar keinen Busen hat. *schmunzel*

Ich meine, die Süße ist wirklich ein sehr hübscher Nackedei von gerade mal 11 Jährchen. Welches Mädchen hat in diesem Alter denn schon einen richtigen Busen? Aber für sie war das wohl irgendwie wichtig und beschäftigte es sie so unlogisch, wie  junge Menschen halt sein können.

„Magst du mich trotzdem…?“ Guckt dich da also so ein hübscher Nackedei mit sehnsuchtsvollen Augen an… und da sollst du nicht anfangen zu lachen, weil sie dann glauben könnte du nimmst sie nicht ernst und lachst sie aus?

Uff! VIEL UFF!

Natürlich versicherte ich dem entzückenden Mäuschen, dass sie trotzdem sehr hübsch ist (ist sie ja auch wirklich), ich sie mag, tauschte kindliche kicher- Küsschen mit ihr aus, streichelte und kitzelte sie ein bisschen, bis sie zufrieden seufzte und vor lauter kichern quasi schon vergessen hatte, worum es ging. *viel-schmunzel*

Bei der üblichen, sinnlich- genüsslichen kuschel- und schmuse- Siesta mit Lara, seufzte dann das nächste Weibchen darüber, dass sie bald abreisen muss und wollte ebenfalls ‚getröstet’ werden. Man liest also, ich bin hier wirklich schwer beschäftigt! *lach*


 

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Letzte Nacht hatten Tina und Alex in der Lodge übernachtet und als wir anderen an Land kamen, sich alle zum Frühstück versammelt hatten, fehlte typischerweise… na wer wohl? Natürlich langschlaf- Morgenmuffel Tina.

„Was hast du getan Alex? Sie zu Tode gefickt?“ Lachte Addie ungeniert direkt, als Tina ein Stunde später immer noch nicht auftauchte.

„Nein haha… aber es könnte sein, dass sie ein bisschen Wund ist… vor allem an einer Stelle…“ lachte der zurück und Sandra kicherte, dass sie für solche und ähnliche Fälle eine sehr gute Creme einheimischer Naturheiler habe, welche sie sehr empfehlen könne und brachte ihr diese in das Zimmer.

Etwas später ging ich auch in das Gästezimmer, weil ich dort gestern mein Handy liegengelassen hatte und da war die Hübsche anscheinend gerade fertig damit, sich ihre, vom vielen Liebe machen wunde Muschi einzucremen. Eigentlich schade, denn dass hätte ich doch auch machen können… *breitgrins*

„Wars so heftig Tina? Habt ihr etwas übertrieben?“

„Könnte man wohl so sagen hihi…, war ne echt sehr intensive Liebesnacht; ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich gekommen bin.“ Seufzte die Hübsche sinnlich erschöpft und drehte schmunzelnd den Deckel auf dem Salbenbehälter zu. „Geniales Zeug; fühlt sich echt gut an.“

Wegen dieser nächtlichen Überlastung, wollten Tina und Alex heute Vormittag nur chillen und sich am Pool ausruhen. Lara und Addie hatten sich zu irgendwas mit ein paar einheimischen Frauen verabredet. Ragnar, einige Madegassen und ich, machten wieder einen Bootsausflug in die schöne Bucht.

Wir steuerten eine leicht zugängliche, aber verwunschen wirkende Piraten Schatzinsel an und machten uns auf die Suche nach verborgenen Reichtümern aus alter Zeit. Stattdessen fanden wir ganz überraschend und ein bisschen gruselig, einen offenbar ziemlich alten, menschlichen Totenkopf. Platziert auf einem flachen Stein mit irgendwelchen Symbolen, ähnlich einem Altar oder Opferstein einer alten Naturreligion oder so was.

Auch die Einheimischen wussten nicht, worum es sich dabei handelte, aber vermutlich wohl wirklich irgendein Platz alter, religiöser Anbetung. Denn es war unübersehbar, dass dieses Arrangement nicht zufällig war, sondern zu irgendetwas diente… und es muss Menschen geben, die sich darum kümmern, zumindest gelegentlich hierher kommen. Wirklich ein bisschen unheimlich. Die kleine Höhle liegt auch versteckt genug, dass man sie nur findet, wenn gleiche eine ganze Truppe wie wir, aus Spaß nach alten Piratenschätzen sucht.

Jedenfalls schien es angebracht, sich dort nicht länger aufzuhalten, um nicht womöglich die Ruhe einer Art Heiligtum oder so zu stören. Offensichtlich gibt es ja Menschen, denen das etwas bedeutet und die es für sehr unangebracht halten, dass dort Touristen ihre Späßchen machen. Nicht das wir noch religiöse Gefühle irgendeines Aberglaubens verletzen.

Typisch für solche Gegenden mit viel Karstgestein, wodurch auch diese Pilzinselchen entstanden sind, gibt es überall sehr viele kleine und größere Höhlen. Vielleicht auch ein ganzes, unterirdisches Höhlensystem, dass zu Zeiten als der Meeresspiegel viel tiefer lag trocken gefallen und bewohnt war.

Bein inzwischen 34° gingen wir uns erstmal im Meer erfrischen, plantschten lustig herum und lenkten uns damit quasi auch ein bisschen von dem gruseligen Erlebnis ab. Dann machten wir ein Picknick mit den in Kühltaschen mitgebrachten Leckereien und stärkten uns. Dazu hatten wir mal wieder einen einsamen, kleinen Traumstrand ganz für uns alleine. Weit und breit keine Menschenseele, noch nicht mal entfernt auf See irgendein Fischerboot.

Ringsum nur Natur Pur, mit einem Gefühl als wäre man ganz allein auf der Welt oder auf einer einsamen Insel abseits jeglicher Zivilisation gestrandet. Nachdem wir uns gestärkt hatten, legten wir eine faule Ruhepause am Strand ein und ich machte mein geliebtes Siesta Nickerchen. Ragnar schloss sich dem auch gerne an, während die allesamt deutlich jüngeren Einheimischen bald wieder herum tobten. Aber aus Rücksicht auf uns Schlummernde in einiger Entfernung, so dass sie uns nicht störten.

Später besuchten wir noch eine weitere, normal zugängliche Insel, eigentlich mehr eine Landzunge, als eine Insel, stöberten herum und hatten Spaß. Vor Sonnenuntergang waren wir zurück in der Lodge, wo das übliche, muntere Treiben herrschte. Sehr lustig war eine Gruppe, denen Tina und Alex das deutsche Mau- Mau Kartenspiel beibrachte. Niemand kannte das oder ein ähnliches Kartenspiel und das war natürlich äußerst amüsant, vor allem für die Jüngeren.

Die Regeln hatten sie offensichtlich schnell begriffen und jedes mal wenn jemand mit einer 8 aussetzen oder mit 7 zwei neue Karten nehmen musste usw., wurde laut gelacht, gekreischt und diskutiert. Schon vom zusehen musste man automatisch mit grinsen und sie hatten offensichtlich einen Mords Spaß mit diesem Kartenspiel. *schmunzel*

Allerdings war mir das etwas zu laut und hektisch, weshalb ich mich in eine ruhigere Ecke der Terrasse zurück zog. Sandra und Patrice gesellten sich zu mir und wir plauderten über dies und das. Die Mutter der süßen Maus, die mich so anhimmelt, gesellte sich auch dazu und wir führten eine nette Erwachsenenunterhaltung.

Diese Mutter hat noch eine ähnlich hübsche, 13 jährige Tochter, beides uneheliche Kinder, gestand sie freimütig. Der Vater war ein Franzose, mit dem sie einige Jahre eine Beziehung hatte; dann kam dieser bei einem Arbeitsunfall ums Leben und sie musste sich alleine mit den zwei Babys durchschlagen, was fraglos nicht einfach war.

So manches an ihrer Art und besonders ihrem Verhalten Männern gegenüber deutete darauf hin, dass sie sich wohl prostituiert hat um das Überleben von sich und ihren Töchtern zu sichern. Inzwischen sieht sie auch danach aus, was man gemeinhin als ‚alte Schlampe’ bezeichnet. Jedoch muss sie als Mutter ziemlich gut sein und einen guten Job gemacht haben, sonst wären ihre hübschen Töchter nicht so liebe, aufgeweckte, clevere Girls, die sich auch gut zu benehmen wissen. *smile*

Nun… geht mich ja auch alles nichts an. Wie üblich bin ich einfach zu allen nett und freundlich, die das ebenfalls sind und sich auch so benehmen.

Nach dem gemeinsamen, wieder mal sehr munteren Abendessen, ging ich heute schon deutlich früher zurück auf die Yacht, löste Ragnar als Wache ab und hatte so Zeit, ungestört noch am Laptop zu arbeiten. Es gab mehr zu tun, als erwartet und besonders ärgerlich war der Mailkontakt mit einem Ami, der einfach nicht pünktlich wie vereinbart, seinen bereits von mir bezahlten Job erledigte. Ich erwog bereits das Geld, viel ist es nicht, zurück zu buchen und ihn zu streichen, beschloss dann jedoch, ihm noch weitere 24 Stunden zu geben. *seufz*

Gegen 23 Uhr kam auch die Crew zurück an Bord, plantschten wir noch mal lustig im Meer um das Boot herum und gingen dann bald in die Kojen…, wo Lara allerdings noch so gar keine Lust zum pennen hatte. Also musste ich Armer noch ein bisschen ‚arbeiten’ *grins* und vergnügten wir uns liebevoll- zärtlich noch ein gutes Stündchen.



 

Freitag, 2. Oktober 2020

Wir frühstückten mal wieder an Bord, vor allem um einige der Bordvorräte zu verbrauchen, die ansonsten bald verderben würden. Besonders ich hasse es, Lebensmittel wegzuwerfen und zu vergeuden. In einer Welt, in der viele Menschen nicht genug zu essen haben, sollte man darauf achten und sie ansonsten lieber rechtzeitig verschenken.

Dann machten wir wieder eine Entdeckungstour durch die malerische Bucht und dieses mal stiegen die im klettern erfahrenen Alex und Ragnar, auf eine der Pilzinseln. Aber selbst diese Beiden brachen bald ab und ließen wir es ganz sein; das Karst Felsgestein ist einfach zu bröckelig und brüchig, bietet keinen ausreichend sicheren Halt und daher erachteten wir es als zu gefährlich. Ein unnötig großes Risiko, das wir nicht eingehen sollten.

Verabredungsgemäß erschienen wir zum Mittagessen in der Lodge und fuhren danach mit der bildhübschen Sandra und Patrice bekleidet ins Hinterland, zu einem nicht nudistisch lebenden Freund. Dieser ist ein Buschpilot, der in der Nähe des kleinen Feldflugplatzes wohnt, von wo er zu normalen Zeiten Touristen zurück und her bringt; meist von Nosy Be.

Bald müssen / sollen Tina, Lara, Addie und Alex abreisen und wir müssen das so langsam ernsthaft vorbereiten und planen. Wie angekündigt hob die madegassische Regierung zum 1.10. diverse Flugbeschränkungen auf, aber auch nicht alle. Dieser Pilot hier ist darüber natürlich am genauesten informiert und soll die Vier auch zum internationalen Flughafen auf Nosy Be bringen. Auch so eine sehr sympathische, originelle Type, mit dem wir uns sofort bestens verstanden und eine Vereinbarung trafen.

Ein paar ‚offizielle’ Madegassen waren auch gerade vor Ort und überprüften wohl die Piste. Hierher gab es ja auch seit Monaten fast gar keine oder sogar überhaupt keine Starts und Landungen. Die 900 m lange Piste des Field Airstrip ist ja auch kaum mehr, als ein möglichst breiter, flacher Feldweg, die von Gestrüpp und Löchern z. B. durch Regenauswaschungen freigehalten werden muss. Schon ein kleines Rattenloch oder ähnliches auf der Bahn, kann das Fahrwerk eines startenden oder landenden Flugzeugs beschädigen und zu einer Katastrophe führen.

Wir blieben noch einige Zeit, tranken Cafe mit der sympathischen Type und fuhren dann zurück zur Lodge. Dort war ein Großteil der Truppe gerade auf dem Weg zum Strand, um vor der bald einsetzenden Abenddämmerung noch im Meer zu plantschen. Da schlossen wir uns doch vergnügt an, machten noch eine Stunde Spiele und hatten Spaß. Danach machte ich mein geliebtes Siesta Nickerchen, mit Lara als anschmiegsames Schmusekätzchen.

Sie war wie immer total bezaubernd, aber auch ein bisschen Schwermütig, da sie jetzt ja wirklich bald abreisen wird und eigentlich viel lieber bleiben würde. Oder auch ein bisschen hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, doch eigentlich gerne noch zu bleiben, aber auch der Sehnsucht heim zu kommen, ihre Lieben wiederzusehen und zu schauen wie es dort inzwischen aussieht. *smile*

Am Abend saßen wir nach dem leckeren Essen wieder in Grüppchen zusammen, machten auch Gesellschaftsspiele, plantschten im Pool, plauderten… und besonders die süße, elfjährige Maus buhlte um meine Aufmerksamkeit. *schmunzel*

Ähnlich lief es mit etlichen der Teen Girls, die alterstypisch halt auch Selbstbestätigung suchen; insbesondere von uns drei fremden Männern Ragnar, Alex und meiner Wenigkeit. Sie hängen hier wegen Corona ja ebenfalls seit Monaten fest, also fehlt es ihnen etwas an sozialer Interaktion mit Menschen, die nicht ohnehin zu ihrem bekannten Freundes- und Familienkreis gehören. Neue Menschen sind doch stets interessanter und aufregender als die, welche sie ohnehin kennen und lieben.

Alles ganz normal, aber manchmal auch ein bisschen anstrengend mit der meist ganz schön aufgedrehten Bande. Heute Abend beschäftigte ich mich auch besonders mit einem jungen Girl, die leider ein sehr unattraktives Gesicht hat und eher wie ein junger Mann aussieht. Hätte ich sie im bekleideten Zustand kennengelernt, hätte ich sie garantiert für einen Jungen gehalten.

Bedauerlich den sie ist ein sehr humorvolles, neugieriges, aufgewecktes und nettes Wesen; vom schönen Körperbau her geschätzt wohl nicht viel älter als 13 – 14. Wie es im Leben nun mal so läuft, wird sie von Jungs im Kreis ihrer meist viel hübscheren Freundinnen typischerweise kaum beachtet, was natürlich nicht so gut für die Entwicklung ihres weiblichen Selbstwertgefühls ist.

Hier in diesem Kreis bekannter Menschen, die sie alle gern haben, so wie sie ist, kein Problem. Aber bei der normalen Interaktion mit Menschen von außerhalb, sicherlich auch manchmal etwas verletzend für das junge Menschenkind. Man merkt es ihr nicht so an, sie lässt sich nach außen davon nicht betrüben und buhlt auch nicht um Aufmerksamkeit, sondern ist einfach so, wie sie ist. Aber ich würde viel darauf wetten, dass sie ganz tief drinnen und im geheimen, sicherlich nicht glücklich darüber ist. Welches weibliche Wesen wäre schon gerne unattraktiv und wenig beachtet vom anderen Geschlecht?

Dabei ist es doch so einfach; ein bisschen Aufmerksamkeit, ihr zuhören auch wenn sie Teenager Schwachsinn plappert, sie genauso behandeln und beachten wie ihre viel hübscheren Freundinnen,,, und schon tut ihr das eindeutig sehr gut. *smile*

 



 

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Madagaskar, Baie de Moramba

  


#20.09.5 Madagaskar, Baie de Moramba

Samstag, 19. September 2020 Baie de Moramba 14°53.3460 S - 47°20.4059 E

Gleich nach dem Frühstück machten wir das Boot segelklar und nahmen Kurs auf die rund 41 Seemeilen entfernte Baie de Moramba. Bei nach der Vorhersage überwiegend nordwestlichen Winden bis 3 Bf, dürften wir dafür etwa 6 Stunden benötigen, also am Nachmittag ankommen.

Ich zitiere mal die übersetzte, französische Beschreibung:

‚Mit seinen seltsamen Kalksteinformationen, die aus dem Meer auftauchen, wird die Moramba-Bucht auf halber Strecke zwischen Nosy-Be und Majunga häufig mit der Halong-Bucht in Vietnam in Verbindung gebracht. Diejenigen, die diesen Ort bereits besucht haben, haben seine herrlichen atemberaubenden Landschaften bemerkt.

Die Bucht von Moramba ist eine der schönsten unberührten Stätten Madagaskars. Es ist das Königreich der Affenbrotbäume, dieser hundert Jahre alten Bäume, für die die Big Island so berühmt ist. Und es stellt sich heraus, dass in der Moramba-Bucht Affenbrotbäume am Meer wachsen.

Um diesen magischen Ort zu besuchen, navigieren wir durch Kalksteininseln, die Pilzstängeln ähneln. Die Verankerungspunkte sind zahlreich und von allen Seiten sehr gut geschützt. Das Meer ist stellenweise intensiv türkisblau und grün. Der Ort verbirgt außergewöhnlichen Meeresboden.

Am Ende der Bucht befindet sich ein sehr einladendes Dorf, in dem Fischerfamilien völlig isoliert vom Festland leben. Springende Makis, Papageien und Fischadler, Meeresschildkröten, Wale usw. leben friedlich und harmonisch auf dieser Seite. Tauchen, auf den Inseln spazieren gehen, im türkisfarbenen Wasser schwimmen, angeln, faulenzen ... In der Moramba Bay wird es nie langweilig.

Um diesen unvergleichlichen Ort in Ihrem eigenen Tempo zu entdecken und zu genießen, müssen Sie einen ganzen Tag einplanen. Wie man dorthin kommt? Die Bucht von Moramba ist nur auf dem Seeweg von Majunga oder Nosy Be aus erreichbar. Wo sollen wir essen? Nichts geht über ein Picknick in den kleinen Buchten der Halbinsel….’ Quelle>>>

Na das las sich doch wie ein perfektes, ideales Ziel für Blauwasser- Fahrtensegler, insbesondere der Satz: Die Bucht von Moramba ist eine der schönsten unberührten Stätten Madagaskars. Abgelegene, einsame Buchten und / oder Inseln anzusteuern und zu erkunden, ist doch genau das wovon echte Segler träumen! *smile*

Ankerplätze gibt es viele und diese sind allseitig sehr gut geschützt. Man kann sehr gut auf ca. 7 m bei Flut oder 3 m bei Ebbe, den Anker fallen lassen und die Umgebung erinnert tatsächlich an die berühmte, James Bond Filmfans bekannte Halong Bucht. Bizarre ‚Pilz’ Inselchen, die wie auf einem Stil Sitzen und sich über der Wasserlinie ausbreiten, bieten einen faszinierenden Anblick.

„Awesome! Grandios! Wie wunderschön! Können wir da irgendwie hoch klettern und auch die Inseln erkunden?“ Schaute sich die Crew begeistert um, als wir gegen 15 Uhr vorsichtig in die Bucht hineinsteuerten.

„Nicht ungefährlich…, aber irgendwie werden wir das schon hinbekommen.“ Schaute ich auffordernd Alex und Ragnar an, die auch recht gute Kletterer sind. „Am besten fragen wir erstmal Patrice danach; der hat doch bestimmt schon diesbezügliche Erfahrung.“

„Ja und ich habe auch schon ein- zwei Ideen, wie wir das deichseln können; geile Umgebung, voll krass schön!“ Meinte Alex.

„Ich stelle mir gerade vor, eine Hütte auf so einem Inselchen zu haben und darauf zu leben…, was für ein Traum.“ Guckte Lara passenderweise verträumt. (und erfreulicherweise splitternackig! *grins*)

„Ganz alleine oder nicht lieber in Begleitung eines alten Ex Captn, als Jäger, Fischer und Beschützer?“ Grinste ich breit.

„Au ja, mit einem der die ganze Arbeit macht und mich versorgt, wärs noch viel schöner hihi!“ Konterte sie schlagfertig.

„Ich merk schon, die Arbeitsverteilung müssen wir noch genauer ausdiskutieren. *lach* Oder wir nehmen die Crew als Arbeitssklaven mit und residieren beide als Könige der Insel hoho.“

„Heeee du Schuft!“ Stürzten sich daraufhin Tina, Addie und Alex auf mich armen, mal wieder missverstanden Captn und schmissen mich doch tatsächlich über Bord ins Meer…, und natürlich sprangen alle hinterher, erfrischten sich jauchzend in den kristallklaren Fluten. Was für eine unerhörte Subordination und Unterminierung der gottgleichen Machtbefugnisse eines Kapitäns! Das erforderte sofortige, grausamste Disziplinarstrafen meinerseits… und jagte ich die kreischenden Girls als Wasserbär um die Yacht. *breitgrins*

Ragnar überprüfte tauchend die Lage des Ankers, der in Korallensand und etwas Seegras gut gefasst hatte, berichtete er. Lachend kletterten wir zurück auf Deck und stärkten uns erstmal mit gutem Futter; das Mittagessen hatten wir auf See bewusst ausfallen lassen. Wir wollten auch gar nicht sofort Kontakt mit Patrice und der Lodge aufnehmen, dafür ist auch Morgen noch Zeit. Zunächst mal genossen dir die wunderschöne, faszinierende Umgebung und unser Cruise Yachting Life auf der ankernden Taurus, in dieser tollen Bucht.

Wie gut das wir ihn und Sandra gestern am Strand getroffen und diese uns auf die Idee gebracht hatten, hierher zu segeln. Keine Ahnung ob wir von uns aus, bei der Auswahl des nächsten Ziels darauf gekommen wären, ausgerechnet die Baie de Moramba anzusteuern? Gibt es doch unzählige, reizvolle Ziele für Fahrtensegler, an der Westküste von Madagaskar. Ein rundum Blick in die faszinierende Bucht und Landschaft genügte auch schon, um zu wissen das wir uns hier länger aufhalten werden. Es gibt sehr viel zu sehen, zu entdecken und einen schöneren Ankerplatz könnte man auch kaum finden. *smile*

Bis wir das Essen zubereitet und uns damit lecker gestärkt hatten, dämmerte es bereits. Es gab köstliche Lammkoteletts mit gebackenen Kartoffelstücken und knackig gedünstetem Gemüse; perfekt zubereitet ein wahrer Gourmet Genuss, nachdem wir uns alle die Finger leckten und hoch zufrieden seufzten.

Dann legten wir einen gemütlichen Abend, mit lustigen Spielen an Bord ein und danach beschäftigten sich alle unterschiedlich. Ich las weiter die Hornblower Romanserie, bequem ausgestreckt auf dem Bett achtern.  Allerdings ‚störte’ mich bald Lara, mit ganz anderen Absichten und kuschelte sich nackig an meine Seite. Das fand ich gar nicht so verkehrt oder wirklich störend und kümmerte mich vergnügt um das Schnuckelchen.

So bezaubernd wie sie allgemein im Leben ist, ist sie auch beim Liebe machen. Ein sehr hingebungsvolles, süßes, liebes, anschmiegsames Weibchen, mit der man wunderschönste Liebesfreuden genießen, dabei auch viel kichern und lachen kann. Klar mag auch sie den körperlichen Sex an sich genauso wie jede normale, gesunde, junge Frau und braucht einen Mann, der weiß wie es geht und sie auch körperlich glücklich macht.

Aber eindeutig am wichtigsten ist ihr das Vertrauen darin genauso lieb behandelt zu werden, wie sie selbst lieb sein möchte; als Frau und Mensch mit Herz und Seele. Wenn sie sich dessen sicher ist und dich mag, gibt sie dir alles an entzückend, liebreizender Weiblichkeit, was eine schöne junge Frau einem Mann schenken kann und das ist dann wirklich sehr bezaubernd. Lara möchte sich wohl, sicher und geborgen bei einem Mann fühlen, gut behandelt werden und dafür schenkt sie dir alles, was sie als entzückendes Weibchen geben kann.

Zwei oder acht Orgasmen, besonders raffinierte Sextechniken, eine halbe oder fünf Stunden Liebesspiele usw., völlig egal. Schön muss und soll es sein, mit Gefühl und gemeinsamer Freude an dem was man tut, dann ist sie voll dabei und gibt sich dir und dem Liebesgenuss ganz und gar hin. Eine sehr liebreizende, wundervolle Geliebte, wie es sich kein Mann besser wünschen könnte. *smile*

Trotz bereits einiger Erfahrung, noch sehr unverdorben natürlich als Frau, die einfach nur genauso lieb geliebt werden möchte, wie sie selbst am liebsten einfach nur lieb ist und Liebe schenkt. Mit Männern die nur und sei es auch noch so raffiniert gut ficken wollen, oder die gar schon so abgefuckt sind, dass sie sich mit perversen Spielereien aufgeilen müssen, kann Lara definitiv absolut nichts anfangen und ist dann nicht glücklich.

Erst gegen 02 Uhr duschten wir noch mal und fielen aneinandergekuschelt schnell in wohligen Schlaf. Addie war so lieb, uns in der Achterkabine ganz ungestört zu lassen und pennte auf der Salonkoje.








 

Sonntag, 20. September 2020

TemperaturTemperatur : 29°C
TemperaturGefühlte : 32°C
WindWind : Süd6 Kn
WolkenbedeckungWolkenbedeckung : 13%
LuftfeuchtigkeitLuftfeuchtigkeit : 44%

Wir schliefen in Ruhe aus, frühstückten ganz gemütlich und nahmen dann Kontakt zu Patrices Lodge auf. Sandra und er freuten sich, dass wir tatsächlich hierher gesegelt sind. Nach seiner Erklärung, wo wir in welcher kleinen Bucht den wackeligen Anlegesteg finden, von wo aus ein Weg zur Lodge etwas tiefer im Inland führt, machten wir uns mit dem Alu Tender dorthin auf.

Ragnar blieb freiwillig als Wache an Bord zurück, denn so ganz alleine wollten wir das Boot hier dann doch nicht vor Anker lassen. Bei der Fahrt dorthin, bestaunten wir wieder die faszinierend schöne Natur und Umgebung, in dieser abgelegenen Bucht an der Westküste von Madagaskar. Eine Gegend in der man wahrscheinlich monatelang auf Entdeckungstouren gehen und trotzdem immer wieder neues, schönes und interessantes entdecken kann.

Am Ufer, respektive auf dem Bug des Ausflugsbootes der Logde, erwartete uns bereits die schöne Sandra und begrüßte uns herzlich. In einer Art türkisen Wickelsarong mit einem weißen Hemd darüber, ein sehr hübscher, reizender Anblick, blühender einheimischer Weiblichkeit.

„Ich dachte, ich hole euch besser ab; liegt ein bisschen versteckt, die Lodge.“ Lächelte sie mit französischem Charme.

„Lieb von dir…“ lächelten wir zurück und gab es eine typisch französische Küsschen links rechts Begrüßungs- Umarmungsorgie. In der ganzen Gegend gibt es seit Monaten keinen einzigen Corona Neuinfizierten mehr und auch zu Beginn der Pandemie, war diese abgelegene Region kaum betroffen. Also ein akzeptables, kaum vorhandenes Risiko.

Noch im Uferbereich wurde etwas weiter hinten offenbar ein typisch einheimisches Holzkanu gebaut oder ausgebessert; dort begann auch der Weg, der durch die dschungelähnliche Landschaft bis zu der Lodge führt und wir machten uns plaudernd auf den Weg.

Unterwegs beobachteten uns hier und da süße Lemuren Äffchen mit großen Augen. Einige neugierig und ohne Angst vor uns Zweibeinern, andere vorsichtig und zurückhaltend nur oben von Bäumen aus. Zwei sehr vorwitzige Tiere sprangen sogar auf uns drauf und sozusagen von Schulter zu Schulter, um zu kontrollieren ob wir nicht ein paar Leckereien für sie dabei haben. Aber an diesen Wegezoll hatten wir nicht gedacht und hatten leider nichts für die Tiere dabei.

„Aaahhhihihi… der muss ein Kerl sein…“ kicherte Lara, der ein Lemure ungeniert in den Ausschnitt fasste und ihre Brüste berührte. *schmunzel*

„Und der hier erst haha…“ lachte Tina, der das andere Tier am Oberköper und Bein hinunter rutschte, ihr dabei beim festhalten fast die dünnen, luftigen Shorts herunterzog.

„Was tragt ihr auch störende Kleidung?“ Grinste ich breit über dieses lustig Bild.

„Ach ja, wir haben euch ja noch gar nicht gewarnt.“ Lächelte Sandra, die offensichtlich auch sehr gerne und viel lächelt und lacht. „Bei uns sind meine ganze Familie und Freunde versammelt… und wir alle mögen es völlig natürlich nackt wie Nudisten zu leben. Ich hoffe das stört euch nicht? Ihr müsst natürlich nicht mitmachen…“ guckte die schöne Madegassin doch ein bisschen verlegen, weil sie und Patrice ganz vergessen hatten, dass vorher zu fragen und mit uns zu bereden.

„Ahahaha… darüber musst du dir wirklich keine Gedanken machen. Wir alle leben auch gerne sehr ungeniert nackig und ich liebe es sogar total.“ Prustete Addie heiter.

„Puh da bin ich aber froh! Wir hätten euch vorwarnen müssen, falls ihr zu den eher Genierten gehört und das nicht wollt. Für uns ist das so Normal, dass wir es ganz vergessen und nicht daran gedacht haben.“ Freute sich Sandra erleichtert.

„Dann sind bei euch normalerweise nur Nudisten zu Gast?“ Hakte ich nach und freute mich insgeheim schon darauf, diese außergewöhnlich schöne und unübersehbar perfekt gebaute Einheimische, in ihrer ganzen, natürlich Schönheit bewundern zu dürfen. *grins*

„Manchmal haben wir auch Leute zu Gast, die das nicht so locker sehen; dann laufen wir halt auch angezogen herum.“ Lächelte sie fraulich und da Sandra auch sehr clever ist, ahnte sie fraglos meine männlichen Gedanken.

Auch echte und eingefleischte Nudisten, die den unbekleideten Lebensstil wirklich als das Natürlichste der Welt ansehen, schauen sich besonders gut gebaute Männer und Frauen natürlich auch gerne an. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass Nudisten Freizügigkeit nicht als sexuelle Verlockung oder gar Aufforderung interpretieren. Ansonsten sind sie als Frauen und Männer natürlich ganz ähnlich wie alle Menschen und genießen den Anblick eines schönen, attraktiven Menschen. Ähnlich wie man den Anblick eines schönen Tieres oder einer schönen Naturlandschaft genießt.

Die Lodge an einer Lichtung erwies sich für hiesige Verhältnisse als recht hübsch; einfach aber gut gepflegt, sogar mit einem Pool im tropischen Garten dahinter und dürfte wohl kaum mehr als vielleicht 8 bis 12 Gästen Platz bieten. Patrice begrüßte uns völlig locker in Shorts, aber auch merklich erfreut, dass Sandra bereits mit uns geklärt hatte, wie freizügig es hier zugeht und das wir kein Problem damit haben. Beiden was das erst eingefallen, als wir uns vorhin über Funk gemeldet hatten. *schmunzel*

Gastfreundlich führten sie uns herum und stellten uns am Pool, wo ein gutes Dutzend nackter Frauen und Girls, sowie zwei unbekleidete, jüngere Männer herum plantschten. Alles Familienmitglieder oder Freunde von Sandra. Da es seit Monaten keine Touristen und Gäste gab, bewohnen sie einfach das ansonsten viel zu große Gebäude mit und helfen bei der Instandhaltung.

Das Haus ist schon älter und es erfordert nicht wenig Arbeit, um es einigermaßen gut in Schuss zu halten. Der Bereich um den Pool herum, könnte eindeutig auch eine umfassende Renovierung gebrauchen; das Dach des mittleren Haupthauses ebenfalls und vermutlich noch eine menge mehr. Aber was sollen sie machen? Verglichen mit den meisten Einheimischen gehören Sandra und Patrice zwar zur besser situierten Schicht, doch reich oder auch nur vermögend sind sie auch nicht. Seit Monaten gibt es wegen Corona keine Einnahmen durch zahlende Gäste, also tun sie halt, was sie können um alles einigermaßen in Schuss zu halten.

Die teils etwas komplizierten, madegassischen Namen all der neuen Bekanntschaften, konnte ich mir auf die Schnelle unmöglich alle merken. Aber es sind offenbar alle recht sympathische Menschen und einige ziemlich attraktive, gut gebaute Girls und Frauen, erfreuten meine Männeraugen. Alle waren völlig ungeniert locker nackig unterwegs und behandelten uns, als gehörten wir schon ewig dazu. Keine Ahnung wie groß der Familien- und Freundeskreis ist und ob alle derzeit hier sind, aber wenige sind es definitiv nicht.

Natürlich machten wir uns auch gleich nackig, hüpften vergnügt in den Pool und wurden auch zum Mittagessen eingeladen. Überhaupt seien wir jederzeit herzlich willkommen, so lange wir in der Bucht ankern, und freuten sich vor allem Sandra und Patrice sichtlich, nach Monaten auch mal wieder Menschen sozusagen von außerhalb ihres doch recht abgeschiedenen Lebensbereiches kennenlernen zu können. Sehr verständlich und nachvollziehbar.

Dank der üppigen, subtropischen bis tropischen Natur, fehlt es ihnen glücklicherweise absolut nicht an Ernährung oder sonstigen, lebensnotwendigen Dingen. Nur an Geld und allem was von außerhalb importiert werden müsste, um westliche Besucher mit allem zu versorgen, was diese wünschen. Wir gehören ja aber auch nicht zu verwöhnten Westlern, die irgendwelche Ansprüche stellen.

Wirklich reizende Leute, bei denen wir uns wohl fühlten, Spaß hatten und gerne den Tag verbrachten. Selbstverständlich luden wir sie auch zu einem Besuch bei uns an Bord ein, was sie gerne machen wollten. Mit Yachting life hat zwar anscheinend keiner von ihnen etwas am Hut, aber schon aus Neugierde kommt man natürlich gerne mal zu Besuch auf ein Segelboot.

Sie haben natürlich auch schon andere Fahrtensegler kennengelernt und besucht, finden diese Lebensart ebenfalls interessant. Ansonsten sind sie aber ausgesprochene Landratten, was auch völlig Ok ist. Schließlich sind Yachties die seltene Ausnahme und nicht umgekehrt.

Vor Sonnenuntergang machten wir uns auf den Rückweg zum Boot, um nicht bei Dunkelheit durch die uns noch unbekannten Gewässer, mit vielen Untiefen, schippern zu müssen. Der Navionics Chart zeigt zwar viele Daten über die Wassertiefen, aber ich bezweifle das die überall so genau stimmen. 









 

Montag, 21. September 2020

TemperaturTemperatur : 30°C
TemperaturGefühlte : 33°C
WindWind : West Nordwest10 Kn
WolkenbedeckungWolkenbedeckung : 4%
LuftfeuchtigkeitLuftfeuchtigkeit : 50%

Die angenehme Seebriese aus NW, nicht so stark das es störend wird, machte den Aufenthalt unter dem Sonnensegel im Schatten erträglich, als wir frühstückten. So langsam macht sich der Frühling und bald beginnende Sommer auf der Südhalbkugel deutlich bemerkbar. Aber wenn du dich nackig bewegen und jederzeit im kristallklaren Meer abkühlen kannst, sind die gefühlten 33° im salzigen Seeklima doch noch angenehm und nicht weiter belastend.

Man kennt das ja: 33° in einer typischen, europäischen Stadt können bereits als etwas belastend empfunden werden, doch an Küsten im Seeklima und in Badesachen oder ganz nackt, empfindet man das dann gar nicht störend.

Ich musste zunächst Online an den Laptop, Ragnar und Alex beschäftigten sich mit ein paar Wartungsarbeiten und die Frauen machten Großputz, wechselten die Bettwäsche und wuschen auch Klamotten. Zwischendurch erfrischten wir uns immer mal wieder durch Sprünge ins herrliche Meer, plantschten auch lustig kleine Wasserschlachten usw.

Nach dem Mittagessen machten wir mit dem Oceancraft Tender Erkundungstouren in dieser wunderschönen Bucht, mit faszinierenden Landschaften und diesen putzigen Pilz- Inselchen. Man fühlt sich ein bisschen wie Raumfahrer, auf einem fremden Planeten, oder wie Entdecker einer geheimnisvollen Zauberwelt, aus einem Fantasy Roman. Einfach schön und bezaubernd was unsere Natur so alles erschafft. *smile*

„Ich glaube, auf der da oben, habe ich gerade einen Zwergenkönig oder Troll gesehen; hoffentlich verzaubert der uns nicht…“ lächelte Lara begeistert.

„Ach was, der guckt nur nach euch hübschen, sexy Girls… und wenn es sein muss, lassen wir ihm halt eine von euch als Pfand zurück höhö.“ Gluckste ich.

„Waaas du gemeiner Schuft du?!“ Stürzten sich die entzückenden drei Grazien auf mich und kippten mich rücklings über den Rand des Beibootes ins Meer.

Prustend kam ich wieder hoch und erwischte die sich lachend zu weit hinaus beugende Tina am Arm, woraufhin sie mir natürlich nicht mehr entkommen konnte und ich sie zu mir ins Meer zerrte. Hungrige Seebären brauchen Futter, also biss ich mit gefletschten Reißzähnen ein Stück weiche Weiblichkeit aus der Frechen, was komischerweise für eher begeistertes Kreischen sorgte. *lach*

So machten wir gleich die nächste Erfrischungs- Wasserschlacht, denn alle anderen sprangen ebenfalls in die Fluten. Höchst vergnügt, lachend und prustend kletterten wir wieder auf den Tender und fuhren damit auf die Schattenseite des Pils Inselchens. Schnorchelausrüstung, Getränke usw. hatten wir dabei, aber nichts zum klettern. Es dürfte ohnehin recht riskant sein, solch brökeliges, überhängendes Karst- Felsgestein von einem wackeligen Tender aus zu erklettern.

Jedenfalls sollte man das wohl überlegt, geplant und vorsichtig angehen, mit Schutzkleidung und Kletterausrüstung und nicht nass und nackig wie jetzt. Immerhin würde man bei einem abrutschen eher ungefährlich ins Wasser platschen, wenn man sich dabei noch etwas von der Felswand abstößt. Es wäre schon sehr reizvoll, mal so eine Pilz Insel zu besteigen und sich oben umzuschauen. Da wird man tatsächlich wieder ein bisschen zum Kind, und träumt von einem Geheimversteck, mit eigener Hütte auf so einem Ding. *schmunzel*

Jetzt schipperten wir zunächst zu einem einfach zugänglichen. kleinen, versteckten Sandstrand, komplett umgeben von überhängendem, steilen Karstgestein und darüber tropisch dicht bewachsen. Zwei große Waldzauberer, nein Baobab Bäume bewachten der Strand und blinzelten zustimmend herunter…, fraglos auch erfreut vom Anblick dreier, nackiger und sehr sexy- hübscher Wasser- Nymphen.

„Echt wie im Paradies…“ seufzten die Girls und ich verzichtete auf typische ‚Captn Steve’ Anmerkungen a la: ‚ohne mitgebrachte Getränke, Essen und der Möglichkeit später wieder auf unsere zivilisierte, schwimmende Wohnung zurück zu kehren, wäre es aber sehr schnell ganz und gar nicht mehr paradiesisch, sondern eine Hölle, in der es schwer wird zu überleben.’

Aber wirklich eine traumhafte Gegend hier, die man natürlich am besten ausführlich genießen und erkunden kann, wenn man keinerlei Zeitdruck hat. Von genau solchen Buchten und Ankerplätzen wie diesem hier, träumen nicht nur Fahrtensegler. Hoffentlich wird es nicht aus Geldgier irgendwann zu eine genauso total überlaufenen, ausgebeuteten touristischen Hot Spot, wie die Halong Bucht! *seufz*

Später gingen wir in der farbenfrohen Unterwasserwelt ein bisschen schnorcheln, ließen uns mehr dahin treiben, als das wir aktiv schwammen. Diese teils verblüffend intensiven Farben, besonders an Korallenriffen, aktuell das leuchtende Hellblau eines Seesterns, verblüffen und faszinieren stets aufs neue.

Lara fragte neugierig, welchen Sinn und Zweck diese Farbgebung eigentlich hat. Es gibt teils etwas voneinander abweichende, wissenschaftliche Erklärungen dafür, doch die wohl Plausibelste lautet wir folgt:

Wozu sind Rifffische bunt?

Viele Rifffische sind bunt, manche sogar ausgesprochen plakatfarben. Farben funktionieren im innerartlichen Verkehr vielfach als Auslöser, das heisst als Signale, die dem Artgenossen etwas mitteilen und bei diesem eine Antwort auslösen. Solche auslösende Signale existieren nicht bloss in Form von Farb- und Zeichnungsmustern, auch Verhaltensweisen dienen als Signale. So zeigen etwa die Putzerfische und Putzergarnelen durch ein auffälliges Farbkleid, dass sie während des Putzens nicht gefressen werden sollten.

Gesichtssinn und Farbsignale sind von grösster Bedeutung für das Zusammenleben der meisten Rifffische. Unterschiedliche Farbmuster ermöglichen es jeder Art, sofort Artgenossen und deren soziale Stellung zu erkennen. Farbveränderungen ausgelöst durch ein gewisses Verhalten, Stimmungen (etwa bei der Balz oder Fortpflanzung) und bestimmte Positionen, vermitteln andern Fischen Signale, wie beim Menschen der Gesichtsausdruck.

Die nebeneinanderlebenden Arten der Falterfische (es gibt weltweit um die 100 verschiedene Arten) unterscheiden sich auffällig und unverwechselbar voneinander. Ihr Farbkleid signalisiert zunächst einmal Artzugehörigkeit. Männliche Falterfische greifen Fische der gleichen Art an, Falterfische mit einem andern Farbkleid lassen sie in Ruhe.

Auffällige Farben können auch als Warnung dienen. Giftige und wehrhafte Fische zeigen an, dass man sie besser nicht fressen soll. Quelle>>>

Ich freute mich über ihre Frage, denn sie zeigte damit, auch über ein funktionierendes Hirn zu verfügen. Viele Menschen nehmen solche Dinge einfach so hin und stellen sich überhaupt keine Fragen nach dem warum und wieso, oder erklären es sich mit irgendwelchen irrationalen Vorgaben des jeweiligen Gottes der Religion an welche sie glauben, wollen daher gar nichts hinterfragen. *seufz*

Zurück auf dem Boot spülten wir uns das Salzwasser ab, machten Cafe und futterten etwas Obst im Cockpit. Unten im Saloon wurde die Hitze noch gesteigert, denn Tina und Alex buken wieder ihr lecker frisches Brot im Ofen, da unser Vorrat zur Neige geht. Einheimische kamen vorbei gerudert; ein Mann und eine Frau in zwei Holz Kanus, offensichtlich Fischer aus dem Dorf am Ende der Bucht.

Ich winkte sie heran, was diese sicherlich schon von anderen Fahrtenyachten kennen und fragte ob sie einen guten Fang hatten, etwas verkaufen wollen? Das hatten sie und boten einen einen ziemlich dicken, großen, schätzungsweise 5 kg Fisch, für läppische 8.000,- Ariary an, was ungefähr 1,75 Euro entspricht. Für uns also Kleingeld, für die armen Fischer eine nette Einnahme an ‚Cäsch in de Täsch’ und so waren beide Seiten zufrieden. Für viele Malagassy sind 1,75 Euro ein Tagesverdienst, für den sie viele Stunden schuften müssten.

Deshalb versuchte ich auch gar nicht erst zu handeln, obwohl das hierzulande mit zur Kultur gehört. Vermutlich hätten sie uns den Fisch auch für 6.000,- Ariary verkauft und wären genauso zufrieden gewesen. Hätten sie unverschämt viel verlangt, gut dann hätte ich auch gehandelt, schon um nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, ich sei ein Idiot, den man leicht übervorteilen kann. Aber ansonsten halte ich nichts davon, mit unsereins in jeder Beziehung sozusagen unterlegenen Einheimischen armer Länder, noch viel zu handeln.

Der leckere ‚frischer geht nicht’ Fisch dürfte etwa 3,5 kg verwertbares Fleisch hergeben, also über 500 g für jeden von uns. Mit den teureren Beilagen usw. ergibt das eine köstliche Mahlzeit für sechs Personen, für kaum 5,- Euro, weniger als 1,- Euro pro Person. (sic!) Wozu um Himmels willen, sollte man da noch um 20-30 Cent weniger feilschen?

OK ich kenne viele, die handeln einfach gerne, weil es ihnen sozusagen schlichtweg Spaß macht und das will ich akzeptieren. Aber selbst dann: muss man dieses ‚Vergnügen’ denn ausgerechnet mit armen Menschen in armen Ländern ausleben? Meiner Meinung nach definitiv nein oder nur wenn man merkt, dass es Typen sind die Nettigkeit und Großzügigkeit unverschämt ausnützen wollen.

Vor Sonnenuntergang kamen Sandra und Patrice zu Sundowner Drinks vorbei, wie wir es gestern verabredet hatten. Natürlich wollten wir sie da auch zum Abendessen an Bord einladen, sie uns jedoch ebenfalls in ihre Lodge. Also mussten wir amüsiert beidseitig absagen, da die Essensvorbereitungen bereits liefen und verabredeten, dass wir uns Morgen absprechen.

Da wir Seefahrer unmöglich die Beiden und ihren ganzen Familien und Freundeskreis, auf die dafür zu kleine Yacht einladen konnten, sprachen wir auch noch ab, dass abwechselnd Einzelne die sich dafür interessieren an Bord kommen, Ansonsten werden wir uns hauptsächlich in der Lodge treffen, wo genügend Platz ist.

Wir verputzten also unseren frisch gekauften, lecker zubereiteten Fisch an Bord und gingen dann in der Dunkelheit an Land zur Lodge, um noch Drinks zu nehmen, zu schwätzen uns Spaß zu haben. Heute blieben Tina und Alex freiwillig als Wache auf dem Boot, fraglos auch um sich so ungestört miteinander höchst sündig zu vergnügen. *grins*

Schon am Ufer begegnete uns eine der rassigen, einheimischen Schönheiten splitternackig und schickte uns lachend weiter den Weg hinauf zur Lodge. Keine Ahnung was sie da so alleine am Ufer machte; vielleicht irgendwas im Sinne der verbreiteten Naturreligionen oder sonstigen, kulturellen Eigenheiten der Menschen hier, wer weiß; wir fragten nicht danach.

In der Lodge saßen wir bis nach Mitternacht zusammen, plauderten, lachten und hatten Spaß zusammen. Zur Erfrischung und Abkühlung gingen wir zwischendurch einige male im Pool plantschen, was später aber nicht mehr so notwendig war. In der Nacht sank die Temperatur auf angenehme 24°, so das man es im Freien oder auch in der gut durchlüfteten Lodge prima aushalten konnte.

So ganz nüchtern war niemand mehr, denn es gab guten Wein und Cocktails und wenn man da so zusammensitzt, sich prima versteht und Spaß hat, trinkt man natürlich auch gerne mal einen über den Durst. Sandra und Patrice boten an, dass wir auch in der Lodge schlafen könnten; Platz, Gästehandtücher, Zahnbürsten usw. gäbe es noch.

Schließlich machten wir es so, dass Addie und Ragnar zurück auf die Yacht gehen, während Lara und ich das Angebot annahmen. Wir bekamen ein hübsches Zimmer, duschten vergnügt zusammen und gingen in Spiellaune  in das bequeme Bett, wo wir natürlich auch noch viel Spaß miteinander hatten… *smile*








 

Dienstag, 22. September 2020

Wir schliefen gemütlich aus, da niemand irgendwelche dringende Aufgaben zu erfüllen hatte. Die Jüngeren aus Sandras und Patrices Familien- & Freundeskreis hatten natürlich keinen Alkohol bekommen und waren so längst munter beschäftigt. Einen richtigen Kater hatten auch wir Erwachsenen nicht, denn wir soffen gestern ja nicht, sondern tranken nur ein bisschen mehr bis zu leicht angeheiterter Stimmung; wie man es halt so macht, wenn man in guter Stimmung zusammen sitzt.

Zwei sexy Girls im Teenageralter spielten nudistisch nackig Tischtennis und begrüßten mich lachend, als ich für die erste Morgenzigarette hinten raus zum Pool ging. Ich grüßte natürlich zurück und schauten den beiden sportlichen Grazien vergnügt ein bisschen zu.

„Spielst du mit Steve?“ Fragte eine Hübsche, während eine weitere Gruppe gerade an mir vorbei zum Pool lief und lachend hinein sprang.

„Das wäre langweilig für dich; ich habe seit Ewigkeiten kein Tischtennis gespielt und treffe wahrscheinlich kaum einen Ball.“

„Klasse dann gewinne ich immer haha.“ Lachte sie frech mit leicht provokantem Blick. Auch bei Nudisten, für die Nacktheit das natürlichste der Welt ist, bleiben insbesondere Teen Girls natürlich typische Teen Girls, die Jungs und Männer zu gerne ein bisschen herausfordern, provozieren, zu verwirren versuchen und um ihre Wirkung auf das andere Geschlecht auszuprobieren. *schmunzel*

„Bonjour Steve…, gut geschlafen?“ Kamen auch Sandra und Patrice nach draußen; Lara schlummerte noch ein bisschen.

„Sehr gut danke und guten Morgen; das Bett ist sehr bequem und wir genossen es.“

„Das war nicht zu überhören…“ blinzelte Sandra in Anspielung auf unsere nicht so ganz leisen Liebesspiele.

Wir sprangen zur Erfrischung auch in den Pool und plantschten ein bisschen mit den überwiegend jungen Leuten. Sandras Mutter ist auch hier und wohl die Älteste; einige dürften so um oder knapp über 20 sein; aber die Meisten sind deutlich jünger; darunter etliche ausgesprochen gut gebaute junge Frauen oder Teengirls, deren Anblick Männeraugen erfreuen muss. Dann ging wir in die Küche, französisch Cafe trinken und etwas frühstücken. Dazu wird hier nicht immer auf alle gemeinsam gewartet, sondern jeder frühstückt wie er oder sie halt wach werden und Lust dazu haben.

Sehr knackige Jungs oder junge Männer sind natürlich auch dabei und der Familien- und Freundeskreis ist offenbar noch umfangreicher als gedacht; heute sah ich mindestens 20 Leute in und um die Lodge herum. Alle sehr freundlich, bester Laune und richtig gut drauf. Eine sympathische Truppe, auch ziemlich aktiv und es schienen immer wieder Leude dazu zu kommen, andere zu gehen und irgendwohin zu verschwinden.

Die außen teils doch etwas schäbig und renovierungsbedürftig wirkende Lodge, ist innen übrigens schick- gemütlich eingerichtet und wird offensichtlich auch gut sauber gehalten. Lara tauchte auch auf, begrüßte mich mit lieben Küssen und schwätzte mit allen genauso völlig locker ungeniert nackig, als wäre sie selbst ebenfalls Nudistin und schon lange Mitglied der Gruppe.

„Na du scheinst dich hier ja so richtig wohl zu fühlen?“ Lächelte ich.

„Jaaa…, ich mag das; ich bin auch gerne nackig…, also im Sommer oder in so warmen Ländern wie hier.“ Guckte sie liebreizend süß wie immer.

„Bleibt doch noch länger, wenn ihr wollt; frühestens Anfang Oktober können wir wieder Gäste aufnehmen; also wenn die Corona Beschränkungen wirklich gelockert werden.“ Meine sofort Sandra, ebenfalls liebreizend, sehr hübsch und äußerst gastfreundlich.

„Ja genau, wir freuen uns wirklich über die Abwechslung mit euch.“ Haute Patrice in die gleiche Kerbe. „In und um die Bucht gibt es so viel Schönes zu sehen und zu entdecken. Das schaffte ihr in wenigen Tagen sowieso nicht.“

„Sehr lieb von euch, Dankeschön.“ Strahlte Lara. „Ich wäre dafür, ein bisschen länger zu bleiben…“ guckte sie in meine Richtung.

„Warum nicht? Wir haben ja absolut keine Eile, müssen keine Termine einhalten oder so. Nur zum Monatsende sollten wir wieder Nosy Be anlaufen, wenn die Flughäfen geöffnet werden. Dann wollen oder müssen Tina und Alex heim.“

„Bis dahin ist noch Zeit… und das könntet ihr euch sogar sparen; von dem kleinen Feldflugplatz, wenige Kilometer westlich, können sie auch nach Nosy Be kommen; kostet nicht viel und kann ich leicht organisieren. So kommen unsere Gäste auch immer hin und zurück.“ Meinte Patrice.

„Hmm… interessanter Vorschlag. Da wir mittelfristig weiter die Westküste südlich segeln wollen, wäre es durchaus praktisch, nicht erst wieder nördlich nach Nosy Be zu segeln. Mal schauen ob sich das mit der Ankunft der neuen Mitsegler zeitlich passend kombinieren lässt…“ setzten sich Patrice und ich gleich mal zusammen, um das genauer zu besprechen.

Zu Mittag kamen Tina, Addie und Alex auch her, sprachen wir über UKW ab. Ragnar blieb als Aufpasser auf der Yacht. Völlig unbeaufsichtigt wollen wir diese, in dieser abgelegenen Bucht nicht alle zu lange alleine vor Anker lassen. Nach dem Essen erkundeten wir ein bisschen die subtropische Landumgebung der Lodge, begleitet von einer netten, jungen Frau, die sich gut auskennt und auch sonst als Guide für Gäste jobbt.

Sie erklärte uns auch, dass wir uns hier auf etliche Kilometer im Umkreis sorgenfrei nackig bewegen können; die wenigen, verstreut lebenden Einheimischen sind schon länger an die nackten Nudisten der Lodge gewöhnt. Zum kleinen Feldflugplatz oder dem Dort der Einheimischen am Ende der Bucht, sollten wir uns aber nur bekleidet begeben.

Madagassen sind zwar überwiegend locker- gastfreundliche, tolerante Menschen, aber wie überall auf der Welt, hat auch hier die große Mehrheit nichts mit dem nackten Lifestyle von Nudisten am Hut. Auch hier gibt es eher etwas verklemmte Moralapostel und ähnlich verkniffene Leute, die man ja nicht unnötig provozieren muss.

An einem der vielen, schönen Traumstrände Madagaskars, gingen wir uns später im Meer erfrischen, plantschten ein bisschen herum und machten am Strand Siesta. Gegen 1630 Uhr löste ich Ragnar auf dem Boot als Wache ab; so konnte er mit den Anderen bei der Lodge Spaß haben und ich ungestört einigen Routinekram darunter auch ein paar wichtige Dinge, am Laptop erledigen.

Das dauerte deutlich länger, als ich erwartet hatte, bis in die Abendessenzeit. Da ich mich auch etwas müde fühlte und gerne faulenzen wollte, gab ich über Funk durch, dass ich an Bord einen Happen esse und sich die Crew ungeniert  an Land vergnügen sollte. Das machten sie auch und kamen erst gegen Mitternacht zurück, wo wir dann auch bald schlafen gingen… *schnarch*






 

Mittwoch, 23. September 2020

TemperaturTemperatur : 30°C
TemperaturGefühlte : 33°C
WindWind : Nord Nordwest9 Kn
WolkenbedeckungWolkenbedeckung : 5%
LuftfeuchtigkeitLuftfeuchtigkeit : 53%

Lecker gestärkt vom Frühstück, erkundeten wir wieder die faszinierenden Naturlandschaften der Baie de Moramba. Eine vielleicht 150 m lange Insel, mit kleinen Sandstränden zwischen tropisch bewachsenen, skurrilen Felsformationen und Hügeln aus Karst Felsgestein, sieht schon aus der Entfernung aus wie eine perfekte Schatzinsel mit unzähligen verstecken. Da kommt sozusagen wieder der Junge, das Kind im Manne, aber auch bei den Girls durch und malt sich die Fantasie aus, wie toll man sich dort verstecken oder etwas verstecken könnte. Eine geheimnisvolle, verwunschene Zauberinsel *schmunzel*

Also landeten wir an und machten uns auf Entdeckungstour. Mal schauen ob wir Piratenschätze oder hübsche, sexy- nackige Einsiedlerinnen, Feen, Zauberinnen oder auch knackige, junge Zauberer für die Frauen finden. Natürlich entdeckten wir nichts davon, hatten aber dennoch einen Mordsspaß beim herum stöbern und klettern auf der Insel.

Dabei wären versteckte Piratenschätze aus alten Zeiten, noch nicht mal so unwahrscheinlich. Soweit ich mich erinnere, da müsste ich erstmal ein bisschen recherchieren und meine Erinnerung auffrischen, dienten einige Buchten Madagaskars im 18. Jahrhundert oder um den Dreh herum, als Unterschlupf und Basis für echte Piraten der damaligen Zeit.

„Echt? Veräppelst du uns?“ Guckten Tina, Addie und Lara etwas ungläubig.

„Nein wirklich! Googelt doch mal selbst ‚Piraten um Madagaskar’ oder so; da werdet ihr einiges finden!“ Grinste ich verwegen, als quasi Nachfolger ehemaliger, berühmt- berüchtigter Piratenkapitäne.

„Machen wir…“ meinte die Girls, jetzt noch etwas aufgeregter und neugieriger. Ich füge hier schon mal ein, was Google dazu auswirft:

‚Zwischen 1680 und 1725 war Madagaskar ein Piratenstützpunkt. Bekannte Piraten wie Kapitän William Kidd, Henry Every, John Bowen und Thomas Tew machten die Antongil Bay und Sainte Marie (Nosy Boraha), eine kleine 15 km vor der Nordostküste Madagaskars gelegene Insel, zu ihrer Basis.’

Als berühmt- berüchtigter, moderner Gentlemen- Casanova- Piratenkapitäns- Nachfolger, hielt ich es für meine Pflicht, mir ein hübsches Weibchen zu rauben und sie mit gar schröcklichen Foltern dazu zu zwingen, sich mir willig hinzugeben…, bis sie sich sowieso rettungslos in meine strahlende Erscheinung verliebt. Dazu fiel mein erfahrenes, sachkundiges Auge auf Lara, die schon ahnte was ich vorhatte. *grins*

Ergo schnappte ich mir das Opfer, warf mir das merkwürdigerweise gar nicht ängstlich, sondern eher freudig kreischende Raubgut über die Schulter und entführte sie in eine gruselige Höhle. Bald schallten ihre Schreie von den erduldeten ‚Folterqualen’ über die Insel und verschreckten süße Lemuren Äffchen.

Der brave, gehorsame Maat Alex, machte es mir mit Tina nach und da blieb Ragnar sozusagen gar nichts anderes übrig, als Addie zu entführen, die sonst schrecklich enttäuscht gewesen wäre. Zum Glück gibt es massenweise wildromantische Verstecke und schummerige Höhlen auf der Insel, wo jedes Pärchen seinen Spaß haben konnte, ohne das es sonst gemeinsam nach einer wilden Gruppensex Party ausgesehen hätte. *schmunzel*

Wir hatten auch Picknick und Schnorchelausrüstung dabei, erfrischten uns daher nach einer Stärkung zu Mittag im 28° warmen Meer und erkundeten auch ein bisschen die Unterwasserwelt um die Insel. Danach stand mir der Sinn vor allem nach einem gemütlichen Siesta Nickerchen im Schatten, am Strand… und Lara kuschelte sich liebreizend weiblich an mich, schlummerte auch ein wenig.

Am späteren Nachmittag trafen wir uns mit Sandra, Patrice und einigen Neugierigen ihrer Clique auf der Yacht, denen wir das Boot zeigten. Wir verteilten uns so gut es ging auf dem Boot, dass für so viele Leute natürlich nicht gedacht ist, nahmen Drinks, plauderten, lachten und gingen auch im Meer schwimmen.

Bevor es dunkel wurde, begaben wir uns an Land in die Lodge, wo wir uns weiter miteinander vergnügten. Es wurden Spiele gemacht, geplaudert und viel gelacht, eben eine typische House & Pool Party mit und so hatten wir Spaß bis Mitternacht. Dann machten wir uns gut gelaunt und leicht beschwipst auf den Rückweg und verteilten uns auch bald in die Kojen.




 

Donnerstag, 24. September 2020

TemperaturTemperatur : 31°C
TemperaturGefühlte : 34°C
WindWind : Nordwest 12 Kn
WolkenbedeckungWolkenbedeckung : 0%
LuftfeuchtigkeitLuftfeuchtigkeit : 48%

Ach Mist! Schönstes Wetter an einem fantastischen Ankerplatz, in einer sehr malerischen Bucht… und mich erreichte per Mail ein PDF mit 456 (sic!) Seiten sehr schwierigem, komplizierten Text, vielen Fachbegriffen, Zahlen, Abkürzungen, Fußnoten usw.

Fast so kompliziert wie eine wissenschaftliche Abhandlung; durchaus auch sehr interessant für mich und vor allem wichtig, mit einem gewissen Zeitdruck zu erledigen, also konzentriert durchzulesen, wonach ich eine fundierte Stellungsnahme dazu abgeben muss. *seufz*

So etwas möchte man jedoch eher nicht bekommen, wenn man auf einem Segelboot, in einer abgelegenen, tropischen Bucht liegt, es viel zu entdecken und an Land tolle Menschen gibt. Denn auch als routinierter Schnellleser wird mich der ganze Kram mindestens 3 – 4 Tage in Anspruch nehmen, meine volle Konzentration und Aufmerksamkeit erfordern.

Zunächst gingen wir jedoch an Land und zur Lodge, wo Tina und ich mit Sandra und Patrice verabredet hatten, zwecks Erledigung von Einkäufen an Frischwaren, zu dem Küstendorf der Einheimischen am Ende der Bucht zu fahren. Was für ein Weg in tiefen Fahrspuren, die bei Regen selbst für gute Geländewangen ziemlich unpassierbar sein dürften. Selbst jetzt wo alles trocken war, kommst du nur im Schritttempo voran und steckst manchmal bis zur Fensterhöhe des Land Rover tief in der eingegraben Fahrspur aus rotem Sand.

Logischerweise fragte ich daher, warum sie nicht mit dem Motor- Ausflugsboot der Lodge, bei Flut zu dem Küstendorf an den Strand schippern, was doch wesentlich einfacher wäre? Patrice grinste und erklärte, dass dies nicht der normale Weg zum Dorf ist, sondern zu einem Bauern etwas im Hinterland führt, der Tiere züchtet und wo sie ihr Fleisch für die Lodge kaufen.

Aha der Bauer oder Tierzüchter erwartete uns schon, mit erheblichen Mengen Fleisch von frisch geschlachteten Tieren. Ich bestand darauf diesen und auch den nachfolgenden Einkauf im Dorf, von Obst und Gemüse, komplett zu bezahlen. Sandra und Patrice sind zwar keine armen Leute, doch verköstigen sie uns seit Tagen teilweise mit und haben seit Monaten keine Einnahmen durch zahlende Gäste. Da hielt ich es doch für sehr angebracht, dass ich mich auch an den Ausgaben durch unsere Anwesenheit zu beteiligen. *smile*

Zurück in der Lodge, plantschten wir zur Erfrischung im Pool, plauderten und nahm ich noch am gemeinsamen Mittagessen teil. Dann gingen Tina und ich zurück an Bord, wo die restliche Crew auch gegessen hatte. Sie waren unterdessen schnorcheln und erledigten am Vormittag auch ein paar der üblichen Routineaufgaben an Bord. Nun gingen alle an Land zur Lodge, während ich als Wache an Bord blieb und mich daran setzte, den langen Text des PDF durchzuarbeiten.

Puh wirklich anstrengend, weil man sich sehr konzentrieren muss, um das ganze Fachkauderwelsch richtig zu verstehen, zu beurteilen und einzuordnen. Das wird mich mindestens bis Montag beschäftigen…*seufz*

Zwischendurch sprang ich ins Meer und werde zum gemeinsamen Abendessen auch wieder in die Lodge gehen; blieb dann aber nicht dort zum gesellschaftlichen beisammen sein, sondern begab mich gleich darauf zurück an Bord, um bis Mitternacht weiter zu arbeiten. Sonst werde ich mit dem ganzen Schei… überhaupt nicht fertig. Zum Glück geht es immerhin um ein Thema, dass mich auch persönlich sehr interessiert und so gab mir das Lesen / Durcharbeiten auch eine gewisse, intellektuelle Befriedigung.

Übrigens hat sich in der Lodge anscheinend ein süßes Lemuren Äffchen, in Laras schöne Beine verliebt. *lach* Jedenfalls klammert es sich bevorzugt an ihren Beinen fest, klettert daran hoch und möchte von ihr gekrault werden. Viele Lemuren nahe bei oder in menschlicher Besiedelung, sind sehr zutraulich, lassen sich füttern und streicheln, akzeptieren menschliche Zweibeiner als Teil ihres Lebensumfeldes.

Aber dieses eine, jüngere Äffchen hängt speziell an Lara, durchsucht auf Affenart ihren Kopf und Haare nach Läusen und möchte eindeutig am liebsten nur von ihr gestreichelt und gefüttert werden. *schmunzel*



 

Freitag, 25. September 2020

Bereits in der rotgoldenen Morgendämmerung schwammen Lara, Addie, Ragnar und ich zu einer Sandbank, die beim aktuellen Wasserstand nur wenige Zentimeter  vom Meer überspült wurde. Einerseits zum Vergnügen und zur Erfrischung, anderseits um ein paar reizvolle Dämmer- und Gegenlicht Fotos zu schießen.

Zurück an Bord frühstückten wir und diese leckeren Gerüche plus unserem lachen und plaudern, lockten auch Alex aus der Koje neben Tina. Nur Letztere wurde ihrem Ruf als Morgenmuffel- Schlafmütze mal wieder gerecht und blieb noch länger liegen. *schmunzel*

Dann machte sich die Crew auf zu weiteren Erkunden dieser schönen Bucht und ich setzte mich halt an das PDF File; was sein muss, muss halt sein und wenn ich das schon unwillig mit einem  dicken Hals beginne, nützt es auch nichts. Nebenher und zwischendurch erledigte ich auch noch den üblichen Routinekram Online, schwamm mehrmals einige Runden um das Boot. So kam ich ziemlich gut voran und verging der Tag wie im Fluge.

 


 

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