Kola Halbinsel, Winter Dream Hollydays #1





#19.12.2 Kola Halbinsel, Winter Dream Hollydays #1
Dezember 2019
Donnerstag, 5. Dezember 2019
Nach wenigen Stunden Schlaf, schnell frühstücken, duschen und fertig machen; dann fuhren wir zum Flughafen, damit ich in den Business Jet einsteigen konnte, der von London kommend auf die Kola Halbinsel zum Khibiny Airport flog. Die Maschine gehört dem Unternehmen eines befreundeten, russischen Bankers, der dort mit seinem Bruder eine Art Bauernhofsiedlung für Aussteiger, Nudisten, Winter Urlauber usw. unterhält.
Sein Bruder arbeitete viele Jahre im Betrieb mit und war ein erfolgreicher, typisch russischer, knallharter Geschäftsmann und vielfacher Millionär. Dann beschloss er urplötzlich und völlig überraschend, aus dem täglichen ‚Business War’ auszusteigen und fortan mit seiner Familie ganz altmodisch und vergleichweise primitiv, auf diesem klassischen, russischen Bauernhof, wie vor 150 Jahren zu leben.
Über die Jahre weiteten sie den Betrieb aus, weil es immer mehr Leute gab, die sich dafür interessierten. Inzwischen ist es eine Aet kleine, verstreute Datscha Siedlung, im kalten, lange verschneiten Norden Russlands. Neben dem Haupthaus des Bruders als großen Bauernhof, gibt es diverse Datschen; nahe dran für Gäste wie mich, die aus privat- beruflichen Gründen nicht völlig abgekapselt von der modernen Welt sein können. Weit entfernte Hütten in der subarktischen Wildnis, wo es tatsächlich weder Strom, fließend Wasser, noch Internet oder ein Funknetz gibt, man also wirklich ganz ursprünglich und abgelegen lebt.
Letzteres ist das, was Gigi so liebt und schon einige Male mit Freunden in Finnland gemacht hat, dafür hat sie ganz klare Vorstellungen und will wirklich völlig abgelegen und ursprünglich Winterurlaub machen. Diesbezüglich macht sie keine Kompromisse und ist nur scharf drauf, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden:
-kein Strom
-kein Internet / twitter
-kein fließend Wasser
-keine Besucher / Verwandte
-keine Nachbarn
-kein Telefon
+nur wir
+meterhoher Schnee
+wilde Tiere
+Natur Pur
+viel Liebe
+Eisbaden
+Banja / Sauna
Nur weil dieses mal meine Wenigkeit und Leute mit ähnlichen Präferenzen dabei sind, wir hier auch Nudistenfreunde treffen wollen und werden, lies sie sich überreden nicht wie üblich nach Finnland zu gehen. Gigi, Charlie, Stefan, weitere Freunde und einige der Nudisten, sind bereits seit einigen Tagen hier. Der noch geschäftlich aktive Bruder der zwei Russen, denen das hier alles gehört, bleibt nur kurz und fliegt dann weiter seine Geschäfte in St. Petersburg, Moskau und was weiß ich wo noch erledigen; er wird erst du den russisch orthodoxe Weihnachten Im Januar, für ein oder auch zwei Wochen hier Winterurlaub machen.
Nika-chen holte mich strahlend schön und als russische Winterprinzessin gestylt, mit Fahrer und einem gepanzerten Riesen Gelände- Spezialfahrzeug russischer Bauart ab, was natürlich bei Minus 5° und in leichtem Schneefall, erstmal zu einer Begrüßungs- Kuss- Orgie führte; verdammt lange sahen wir uns nicht mehr, vermissen uns also schon länger voller Sehnsucht. *smile*
Vom Flughafen aus ging es etliche Kilometer über noch gut befahrbare Straßen, dann aber auch noch viele Kilometer über verschneite Wege tief in die nordische Winter Natur. Dort können sogar für so was ausgelegte, russische Geländer- und Winterfahrzeuge durchaus mal stecken bleiben, müssen dann mit Winden oder durch andere Wagen heraus gezogen werden.
Auch in unserer Kolonne aus drei Fahrzeugen, blieben die zwei leichteren, Jeep ähnlichen Allradautos zweimal stecken, bis wir das Ziel, den abgelegenen Bauernhof erreichten. Ja das macht auch Spaß, zumindest wenn du nicht ständig hier lebst, sondern als Tourist kommst und ist sozusagen ein ‚Special Event’ Urlaubsabenteuer und eine spannende Abwechslung.
Aber man darf die Gefahren keinesfalls unterschätzen und sollte man genau deshalb, möglichst nie alleine mit nur einem Wagen unterwegs sein. Wenn du hier an einer abgelegenen Ecke stecken bleibst und verloren gehst, kein Handy Netz hast und somit keine Hilfe rufen kannst, ist dass Risiko hoch elendig zu erfrieren, bis dich jemand vermisst und ein Suchtrupp dich findet.
Die Kola Halbinsel und der Oblast Murmansk, ist  144.902 qkm groß, also mehr als ein Drittel von Deutschland, mit aber nur unter 800.000 Einwohnern, was 5,5 Einwohner pro qkm entspricht. Davon leben jedoch allein über 300.000 in Murmansk Stadt & Umgebung, sowie insgesamt rund 2/3 in den Städten der Verwaltungsbezirke. Auf dem Land und in abgelegenen Gegenden, kannst du also tagelang über viele Kilometer auf keinen einzigen Menschen treffen und bist somit völlig auf dich alleine angewiesen.
„Die Halbinsel Kola liegt im äußersten Nordwesten Russlands und ist Teil der Oblast Murmansk. Da sie auf dem Nördlichen Polarkreis liegt, gehört die Halbinsel zum sogenannten Arktischen Kreis. Sie grenzt im Norden und im Nordosten an die Barentssee sowie im Osten und im Süden an das Weiße Meer und die Kandalakscha-Bucht. Geologisch betrachtet gehört die Halbinsel zum Baltischen Schild. Die nördliche Küste fällt zum Wasser hin steil ab; das Relief der Südküste ist hingegen überwiegend flach. Der Westen des Halbeilandes ist von den Gebirgsketten der Chibinen und der Lowosero-Tundra geprägt. Der höchste Punkt der Halbinsel ist der 1120 m hohe Berg Angwundastschorr in der Lowosero-Tundra. Das Gebirgsrelief der Murmanischen Küste und der der Khandalakschanischen Küste erstreckt sich vom Südwesten bis nach Nordwesten.“ Wiki>>>
Zeitlich liegen wir hier übrigens zwei Stunden vor MEZ Mitteleuropa, weshalb wir das hiesige Mittagessen verpassten und es schon guter Nachmittag war, als wir endlich zum Ziel kamen. Aber selbstverständlich bekamen wir trotzdem gutes, fettiges, russisches Futter in Massen, denn um die Kälte auszuhalten muss man hier den Körper auch ordentlich mit Kalorien versorgen.
Danach machten wir einen ausgiebigen Verdauungsspaziergang durch die wunderschöne, verschneite Winterlandschaft und hatten sogar das Glück, dass es aufhörte zu schneien, aufklarte und eine tief stehende Sonne diese auch noch malerisch beleuchtete.
Charlie hatte frech Lust auf eine Schneeballschlacht, was mit dem aktuell sehr luftigen Pulverschnee aber kaum möglich war; dennoch tobten wir lachend hindurch und ich bekam von den gemeinen Weibern ordentliche Ladungen davon ins Gesicht, rieselte mir auch etwas an meiner Haut tauendes, eiskaltes Schneewasser in den Kragen…, gemeine Biester! *lach*
Die Hübsche wirkte hier übrigens fast noch glücklicher aufblühend, als im Odenwald oder ihrer Heimat. Bezaubernd natürliche Weiblichkeit in sehr abgelegener, ländlicher Natur, was sie definitiv viel mehr liebt als Städte. Ja sie strahlte wirklich sehr zufrieden, sichtlich froh das sie sich von Gigi hatte überreden lassen mitzukommen.
Im Wald und bei langsam einsetzender Dämmerung, trafen wir noch auf Anya beim Holzsammeln. In sehr altmodischer, dicker, warmer Winterpelz- Kleidung, auch eine sehr hübsche, völlig natürliche, junge Frau beim Holzsammeln. Irgendwelche Zentralheizungen oder moderne Öfen, gibt es hier selbstredend mit Absicht auch nicht. Alles ist bewusst so altertümlich einfach gehalten, als nur möglich; also werden auch mit gesammeltem Holz die ‚Kanonenöfen’ und / oder Kamine / Kaminöfen, die Küchenherde und die russische Banja Sauna beheizt.
Eine der Banjas, es gibt mehrere, besuchten wir durchgefroren nach der Rückkehr auch gleich und trafen darin auf zwei russisch / ukrainische Nudistenfamilien mit Kindern, die sich nach einem Eisbad im See oder Fluss, ebenfalls aufwärmten. Wirklich verfroren war sowieso nur ich; Nika, die Russen und auch Charlie, genießen die Kälte. Nudisten rennen manchmal verblüffend lange bei tiefen Minusgraden, im Schnee nackig herum, sind kerngesund und scheinen fast nie mal auch nur zu frösteln…, wenn ich schon glaube das mir längst die Glieder abgefroren sind und ich bald sterbe. *grins*
Seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden genetisch der Kälte angepasste Russen, halten unglaublich viel aus, genießen die Kälte sogar. Ich dagegen mache so was wie Eisbaden und nackt im Schnee herum tollen, gerne mal kurzzeitig aus Spaß mit und denke auch das es wirklich gesund ist, sich so quasi abzuhärten, den Kreislauf in Schwung zu bringen usw.
Aber wirklich scharf bin ich auf so was nicht, sondern bekanntermaßen eher der Wärme liebende Typ. Wenn ich schon bibbere wie Espenlaub und bald elendig zu erfrieren fürchte, fängt bei Russen der Spaß gerade erst an und kommen sie richtig in Fahrt. *schmunzel*










Freitag, 6. Dezember 2019
In der Nacht musste ich mal dringend für kleine Jungs auf Toilette und bemerkte durch das Fenster grandiose Aurora Borealis Nordlichter. Also weckte ich Nika und wir mummelten uns schnell warm ein, um draußen dieses fantastische Schauspiel am Sternenhimmel zu bewundern. Da vergisst und bemerkt man einige Zeit sogar die aktuell Minus 8° kaum, starrt staunend nach oben und ist ein bisschen wie in Trance.
„Wie romantisch…, das sind die ersten Nordlichter, die ich sehe; das muss ein Zeichen für unsere Liebesnacht sein hihi…“ säuselte ‚meine’ stets so gefühlvolles, liebes, schönes Nikachen und kuschelte sich rücklings an mich.
„Ein Zeichen des Himmels, dass er gut findet, was wir die letzten Stunden gemacht haben.“ Schmunzelte ich und nahm sie in eine feste Bärenumarmung.
„Oh ja mein Geliebter.“ Seufzte sie tief.
Nika ist zwar klug und auch nicht besonders gläubig oder so was, aber ein totaler Gefühlsmensch mit riesengroßen, lieben Herzen. Mit ihr kann, sollte, darf man nicht auf intellektueller Basis über solch grandiose Naturschauspiele diskutieren. Von Wissenschaft, Astronomie, Naturgesetzen oder des schützenden Magnetfeldes um unseren Planeten, wodurch diese Nordlichter an den Polen entstehen, versteht sie absolut nichts und will das auch gar nicht wissen.
Auf eine sozusagen unbestimmt göttliche Art sind das für sie Naturwunder, die sie einfach nur gefühlsmäßig bestaunen möchte. Ein bisschen so ähnlich, wie ein Kind doch gar nicht wissen möchte, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, an den es doch so gerne glauben und diesen mit kindlicher Naivität bestaunen möchte. Für kopfgesteuerte Menschen wie mich, immer kaum verständlich, dass Erwachsene quasi freiwillig auf fundiertes Wissen verzichten und es lieber gefühlsmäßig bestaunen oder gar an göttliche / übernatürlich Wirkungen glauben wollen.
Aber so ist Nikachen nun mal und da sie ansonsten einer der herzlichsten, gütigsten Menschen ist die ich kenne, akzeptiere ich halt einfach ihre diesbezügliche Art und Einstellung. Ihr väterlicher Freund und Mentor, der alte Prof und auch mein Freund Gavri, wie sie aus der Ost Ukraine um Dnpro, ist übrigens auch hier, was mich persönlich sehr freute. Inzwischen hat er die Universität pensioniert verlassen und führt zusammen mit Nika und Jana, als eine Art Senior Manager, unsere GC Residenz auf Oligarch Vladis Privatinsel im Dnepr.
Natürlich ist er, bei den mageren Renten und Pensionen der armen Ukraine, sehr froh und dankbar darüber. Auf diese Art verdient er soviel wie noch niemals zuvor und kommt z. B. auch in den Genuss von erstklassiger, privatärztlicher Versorgung, wovon die allermeisten Einwohner des Landes nur träumen können. Ein hoch gebildeter, hoch intelligenter, sehr guter Mensch mit viel russischem Herz und Seele ist er natürlich auch und vor allem für Nika als bester, ehrlichster, treuester Freund, Mentor und Aufpasser, quasi unersetzlich.
Ohne Gavri könnte ich Nika kaum alleine lassen; ihre überwältigende Herzensgüte und ihr glauben an das Gute im Menschen, würde sie sonst ständig in Schwierigkeiten bringen. Wir geben in und um Dipro ja auch eine Menge Geld für Arme und Bedürftige aus und es gibt viel zu viele korrupte Menschen, in diesem immer noch sehr korrupten System & Staat, die Menschen wie Nika nur zu gerne gnadenlos ausnützen würden.
Wir gingen dann noch einige Stunden schlafen und bestaunten nach dem Aufstehen einen auch sehr malerischen, eiskalten Wintermorgen Sonnenaufgang, mit farbigem Schauspiel, leichtem Dunst und sich schnell auflösendem Nebel. Nach dem Frühstück, bei inzwischen sehr klarer Luft um die -5° und etwas Sonnenschein, rannten wir lachend nackig durch den Schnee und dann zur Banja, um uns wieder aufzuwärmen, was deinen Kreislauf wirklich in Schwung bringt. *bibber*
Auch der alte Gavri ist diesbezüglich eher ein bisschen verfroren und weniger der kälteangepasste Russe. Aber Nika bewegte sich völlig nackig, nur mit Fell Stiefeln an den Füßen, wieder mal so ungerührt und im wahrsten Sinne des Wortes ‚cool’ durch die Kälte, als liefe sie über einen tropischen Strand. Bevor sie auch nur eine Gänsehaut bekommt, sind andere ‚Weicheier & Warmduscher’ wie ich, schon so gut wie erfroren. *lach*
Später lernte ich im Haupthaus des russischen Patrons, auch dessen bezauberndes Töchterchen Lika kennen; eine ca. 11 jährige, sehr aufgeweckte Hübsche, die gerade anfängt sich fraulicher zu entwickeln, mit ihrem liebreizenden Charme zu spielen und Männer jedweden Alters um die Fingerchen zu wickeln. *schmunzel*
Ihre Cleverness merkst du auch daran, dass sie schon jetzt nahezu perfekt Deutsch und Englisch spricht und versteht; außerdem kann sie ganz gut Französisch und auch ein bisschen Spanisch. Blicke und Körpersprache verraten Selbstbewusstsein, Willenskraft und auch das sie auf typisch russische Art sehr wohl gerne ein Weibchen ist, schon weiß oder zumindest ahnt, welche Wirkung sie damit auf das andere Geschlecht ausüben kann… und ihr gefällt das dem so ist.
Au weia, wenn sie sich so weiter entwickelt, in fraulichen Formen aufblüht und so schön wird wie es sich bereits andeutet, dürfte die Süße noch für eine Menge Unruhe in der Männerwelt sorgen und so manches Herz verwirren, wenn nicht gar brechen.
Ihren Vater, den Ex Banker und jetzigen Gutsherren, fand ich hinter dem Haus, auf dem Weg in einen Stall. Slava könnte man mit „Alter, sehr erfahrener Bauern- und Natur Philosoph“ umschreiben, der ganz genau weiß wie diese brutal kapitalistische Welt funktioniert und sich dann bewusst dazu entschlossen hat, als guter Mensch sehr einfach zu leben und zu wirken.
Und das obwohl er ein sehr erfolgreicher Profiteur dieses Systems war, mit vielen Millionen im Luxus leben könnte. Eine beeindruckende Persönlichkeit, den ich nun auf seinem Weg durch diverse (stinkende) Tierställe begleitete, ein bisschen mithalf, mich auch schmutzig machte und sehr gut über viele Dinge des Lebens unterhielt.
Frisch geduscht nahmen Nikachen und ich, im Kreise der Familie, allen Bediensteten und anderen Gästen des Hauses, am ebenfalls sehr bodenständigen, üppigen Bauern Mittagessen teil. Slava besteht darauf das Alle, von ihm als Patriarch, über die Hausgästen, bis hin zum niedersten Stallknecht, das Gleiche in gemeinsamen Mahlzeiten bekommen und essen. Die Gäste der umliegenden Datschen und Bewohner der Nudisten Kolonie, können sich selbstverständlich auch eigenständig versorgen.
Die Gäste der entfernten Datschen / Berghütten, wie die welche Gigi und Stefan bewohnen, müssen sich sogar selbst aus eigenen Vorräten versorgen. Leute mit Jagtschein / Jagterlaubnis dürfen auch Wild zum eigenen Verzehr schießen oder Eisfischen. Eben bewusst alles so, oder zumindest sehr ähnlich so, wie es vor 100 oder 150 Jahren war. Mit Holz oder Kohle gefeuerten Kanonenöfen, Kaminen und Herden; ebenso angeheizten Banja / Saunas usw. Sozusagen Bauern Urlaub, wobei Urlaub auch nur eingeschränkt gilt, da alle mithelfen müssen, plus Zeitreise in die Vergangenheit. Und siehe da: es funktioniert und viele finden es toll. *smile*
Natürlich muss man das Ganze realistisch- objektiv dennoch auch als eine Art Selbstbetrug einschätzen. Beispielsweise im Falle von Unfällen, schlimmeren Krankheiten usw., greifen auch Slava und die dauerhaft hier lebenden Leute, auf die moderne Zivilisation zurück (genauer voraus), lassen sich dann notfalls mit Rettungshubschraubern abholen oder in Krankenhäusern der Städte behandeln.
Für Solche und ähnliche Fälle, gibt es Telefon, Strom, Notgenerator, Funk, Satteliten Telefon, Geländefahrzeuge, Hubschrauberlandeplatz und was der Segnungen moderner Zivilisation mehr sind. Dennoch zeigt es auch die Sehnsucht moderner Menschen nach der sogenannten „guten, alten, einfachen Zeit“, die in Wahrheit selbstverständlich alles andere als ‚Gut’ war, sondern allzu oft eine verdammt harte Zeit, mit viel Elend und Hunger, Seuchen und Krankheiten, ausgebeuteten, unterdrückten Bauern, brutalen Herren & Herrschern usw.






Samstag, 7. Dezember 2019
Beim Morgenspaziergang mit Nikachen, stark bewölkt in Minus 10°, gab es gleich eine lustige Szene zu betrachten, wie du sie wohl nur in Russland und / oder bei Hardcore Nudisten des Nordens zu sehen bekommst. Eine in warmen Wintersachen rauchende Gruppe, plauderte locker mit einer nur in hochhackigen Stiefeln ebenso lockeren nackten Frau, als wäre es das selbstverständlichste von der Welt, bei 10° Minus nackt durch den Schnee zu laufen. *lach*
Wir gingen hin und plauderten ebenfalls mit den sympathischen Menschen; vor allem Nika mit den Frauen auf so schnellem, vermutlich auch Dialekt gefärbten Russisch, dass ich kaum ein Wort verstand. Keine Ahnung warum nur Natija, eine blond gefärbte, attraktive Frau mit toller Figur und von ca. Mitte- Ende 20, als Einzige nackig rum lief… und sich nebenbei bemerkt zu meiner Freude, auch gerne völlig ungeniert locker von mir fotografieren lies.
Da unterhielt ich mich natürlich gleich mal gerne mit ihr, über ein mögliches Akt Shooting a la „Crazy Nude Russian Beauty in Snow & Ice“ und die Schöne war sofort Feuer und Flamme dafür. Wie ich erfuhr sind alle vier Frauen und die zwei jungen Männer, aus der Unterhaltungsbranche; Gelegenheitsschauspieler, Tänzer usw.; alle ziemlich clever, auch nicht ungebildet, völlig locker- tolerante, ungenierte Russen. Wirkliche Schönheiten im Model Sinne oder besonders talentierte Künstler sind sie definitiv nicht. Einfach ansonsten ganz normale, noch junge Menschen in coolen Branchen, die sich eben durchs Leben schlagen und es gewiss nicht immer einfach haben, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Wir verstanden uns gut, alle sprechen auch ausreichend Englisch und gingen später gemeinsam mit noch anderen Gästen Eisbaden, hatten Spaß miteinander. Danach ab in die Sauna zum Wieder warm werden und diese eisigen / heißen Vergnügungen, bringen dich und deinen Kreislauf wirklich in Schwung. *brrrr*
Es folge ein wieder mal unendlich gefühlvolles, zärtliches Liebesstündchen mit Nika. Frisch geduscht, munter und bester Laune trafen wir uns wieder zum gemeinsamen Mittagessen mit anderen. Dabei beschlossen einige als Gruppe einen Schneemobil Ausflug zu machen, wobei Nika und ich auch die abgelegene Berghütte mit Gigi und Stefan besuchen wollten.
Natürlich hatten wir auch dabei viel Spaß und ich durfte ein paar tolle, sexy Fotos mit nackigen Schneeköniginnen schießen, was ein besonderes Vergnügen war. Wieder mal konnte ich nur mit staunendem Respekt die Schönheit und kälteresistente Lockerheit von russischen Frauen bewundern, die ungeniert reizvoll nackig im Schnee posieren. Während mir in dicker Winterkleidung schon ein bisschen kalt wurde, bekam z. B. Nika als Schnee- / Eiskönigin noch nicht mal Gänsehaut. Wirklich verblüffend wie lange sie 10° Minus und eisigen Wind aushalten können, ohne ernsthaft zu frieren oder gar gefährlich zu unterkühlen. *staun*
Zurück bei unserer Datscha, mussten wir zunächst eine Katzen Königin mit Futter und Streicheleinheiten versorgen. Auf dem gesamten Gutshof Gebiet und den Datschen, gibt es natürlich auch nicht wenige Katzen, die auf ganz natürliche Art Mäuse, Ratten usw. von den Vorratskammern fernhalten. Gern gesehene Streichel- und Schmusekatzen, sind sie bei den Dauerbewohnern und besonders den Gästen, speziell den Kindern, selbstverständlich auch. *schmunzel*
Um diese Jahreszeit und so weit in den nördlichen Breiten, gibt es übrigens gar keine ‚richtigen’ Sonnenauf- & Untergänge mehr. Nur um die Mittagszeit schafft es die Sonne für wenige Stunden ein Stück über den Horizont. Je nach Bewölkung, Nebel oder Dunst usw., herrscht auch tagsüber also oft ein mehr oder weniger hell- dunkles Dämmerlicht. Nachts ist es logischerweise so stockdunkel, wie es sich Stadtbewohner kaum mehr vorstellen können.
Beil klarem Himmel gibt es fast nur Sternenlicht, es sei denn die fantastischen Nordlichter der Aurora Borealis zaubern ihr überwältigendes Schauspiel an den Himmel und der Sternehimmel selbst funkelt natürlich auch so grandios, wie man es in den Lichtverschmutzten Zivilisationen Westeuropas kaum je zu Gesicht bekommt.






Sonntag, 8. Dezember 2019
Am Morgen gab es erst mal eine sehr ausführliche Kuschel- und Liebesrunde, mit einem wie immer herzerweichend gefühlvollen Schmusekätzchen Namens Nika. Dann rannten wir lachend und Blödsinn machend nackig durch den Schnee, zum Eisbaden, in dem stets dafür freigehaltenen Loch im See, wo bereits einiger Betrieb herrschte.
Schnell weiter in die heiße, russische Banja zum aufwärmen und weiter zum Frühstück im Haupthaus; dort trafen wir uns auch mit Charlie und Gavri, stärkten uns ausgiebig mit kräftigen Leckereien. *yummy*
Nikachen ging mit einigen neuen, russischen Freundinnen irgendwelchen Weiberkram bequatschen / machen. Gavri war mit einem ähnlich alten, gebildeten Gast aus Murmansk, wie verabredet Schach spielen. Eigentlich würde mich das auch reizen, aber ich bin in Schach inzwischen derart aus der Übung, spiele es viel zu selten kaum noch, dass ich für die Beiden oder ähnlich gut Schach spielende Russen, nur ein sehr langweilig einfacher Gegner wäre.
Außerdem brauchte Charlie sichtlich ein bisschen Gesellschaft und so ging ich gerne mit ihr durch den verschneiten Wald spazieren. Die so natürliche, junge Frau sah bezaubernd natürlich frisch- frech aus und bedachte mich auch mit einigen seelenvollen Blicken. Irgendwas scheint sie zu beschäftigen oder fühlt sie sich unter all den Russen, sie spricht / versteht nur ganz, ganz wenig russisch, ein bisschen einsam? Beim spazieren gehen wirkte sie aber auch so normal- unkompliziert nett, wie ich sie aus Mannheim und dem Odenwald kenne.
„Was ist?“ Blinzelte sie zu mir hoch, hatte mit weiblichem Instinkt meine forschenden Blicke bemerkt.
„Nix…, du siehst einfach so bezaubernd hübsch aus.“ *lächel*
„Ach Duuu…“
„Ja ich. Sag Charlie, fühlst du dich wohl hier oder bereust du es mitgekommen zu sein?“
„Ich finde es ist ein tolles Abenteuer; alleine hätte ich mich nicht her getraut, aber mit euch ists voll cool. Ja ich fühle mich wohl, wieso fragst du?“
„Ach ich hatte einfach so den Eindruck, dass dich irgendwas beschäftigt.“ Streichelte ich ihr eine Haarsträhne von den Augen und über das frische, zarte, kalte Bäckchen.
„Dir entgeht auch nichts wie? Ja es ist was, aber das hat nichts mit unserem Schneeurlaub hier zu tun.“
„Ah so…, magst du darüber reden Charlie?“ Zündete ich mir eine Zigarette an und paffte genüsslich in der ca. Minus 5° kalten Luft.
„Vielleicht…, aber nicht im Moment Steve.“
„Ganz wie du möchtest Hübsche.“ Stapften wir weiter durch den Schnee, genossen die Kälte, die Natur und verschneite, romantische Landschaft und auch unsere Gesellschaft.
„Aah verflixt…“ stolperte sie sozusagen elegant über eine im Schnee verborgene Wurzel oder einen Ast und griff reflexartig nach mir, um sich festzuhalten und abzustützen.
„He was…“ machte ich dabei aber auch gerade einen weiten Schritt, stand nur auf einem Bein fest, also nicht sicher und so verloren wir beide das Gleichgewicht und fielen lachend seitlich in den weichen Schnee.
„Ahahaha… tschuldige Steve…hihihi…“ prustete Charlie mitreißend, auch über ein paar sicherlich lustige Schneeflocken, die mir beim Sturz irgendwie auf die Nase geraten waren, von der Hautwärme kitzelnd schmolzen und mich vermutlich ein bisschen doof aussehen ließen. Charlie ist ja noch jung und lacht wie üblich in diesem Alter, begeistert über solche Missgeschicke, Aber auch ich fand so was schon immer lustig, so lange nichts ernsthaftes passiert und so lachte ich genauso erheitert gerne mit. Dadurch gerieten wir in einen regelrechten Lachkrampf und bewarfen uns gegenseitig noch zusätzlich mit Schnee.
Als wir uns nach diesem blödsinnigen, aber echt lustigen und gute Laune machenden herum Geblödel wieder beruhigt hatten und hoch rappelten, warf mir die Hübsche einen Seitenblick aus ihren lieben, warmen Augen zu, den ich unbedingt schnell knipsen musste. Wer etwas von (weiblicher) Körpersprache, Blicken und Ausdruck versteht, dem muss ich wohl nicht mehr viel erklären; dass Foto zeigt es überdeutlich, nicht wahr?!
„Nicht.“ Säuselte sie leise und bremste mich sozusagen mit ihrer flachen Hand sanft an meiner Brust. Nach dem hoch rappeln standen wir nämlich so nahe beieinander und lasen gegenseitig unsere ziemlich vielsagenden Blicke so, dass ich quasi automatisch versucht war mich so zu ihr zu beugen, dass sich unsere Lippen treffen und ich sie küssen kann.
Obwohl ich noch gar nichts davon getan hatte oder auch nur angedeutet hatte, war es so eindeutig und verstand oder ahnte sie die Absicht bereits genügend, um mich zu stoppen bevor ich überhaupt anfangen konnte. Dabei verriet ihr Blick jedoch so viel Zuneigung und Wärme, das eigentlich klar war, sie wünschte sich das auch, wollte es jedoch trotzdem nicht. Worte waren völlig überflüssig, wir verstanden uns beide auch wortlos ganz genau.
Wir spazierten plaudernd und gelegentlich miteinander lachend weiter, erreichten gegen Mittag eine schöne, modernde Datscha, die nicht zu Slavas Betrieb gehört. Während wir das hübsche, verschneite Datscha Haus noch von außen neugierig betrachteten, kam ein älterer Bewohner mit irgendeiner Gerätschaft aus dem Eingang nahe zum Zaun und selbstverständlich begrüßten wir uns freundlich.
Prompt führte das dazu, dass wir mit überwältigender, russischer Gastfreundschaft zum Mittagessen eingeladen wurden. Da merkten Charlie und ich erst, wie lange wir schon in der reizvollen Schneelandschaft unterwegs waren und das es tatsächlich bereits Mittag war. Natürlich ist genau solches kennenlernen von Einheimischen das, was man sich auf solchen Reisen wünscht und lehnt man eine solche Einladung nicht ab.
Inzwischen spürten wir auch die Kälte dieses langen Spaziergangs und gingen nur zu gerne mit in die Datscha, um uns mit sofort angebotenem heißen, russischen Tee auch innerlich aufzuwärmen. Die sehr sympathische Familie ist aus Kandalakscha, eine Hafenstadt in der Oblast Murmansk, mit 35.654 Einwohnern. Wikipedia Diese liegt mit dem Auto 219 km / ~3 Fahrstunden südlich, an der gleichnamigen Bucht des weißen Meeres.
Die Eltern dürften so etwa Ende 40, höchstens Anfang der 50er sein, haben also  noch als junge Teenager & Erwachsene die schweren Zeiten in und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion miterlebt. Drei ihrer schon erwachsenen Kinder über 20 waren ebenfalls anwesend und offensichtlich gute Typen. Nur Nachzüglerin und Nesthäkchen Alina, eine bildhübsche 16 Jährige fehlte. Aber ich sah die Fotos der Kinder auf einem Sideboard, daher wusste ich das sie wirklich eine junge, naturblonde Schönheit sein muss; so was entgeht meinen geschulten Fotografenaugen natürlich nicht. *grins*
Erst gegen 15 Uhr verabschiedeten wir uns herzlich von den lieben Menschen und spazierten langsam durch den verschneiten Winterzauberwald zurück. Jetzt auf dem normalen Zugangsweg, in den Autospuren im Schnee, wodurch wir deutlich schneller voran kamen; nur die letzten etwa 1,5 bis 2 km mussten wir wieder quer durch den Schnee stampfen, was Spaß macht aber wesentlich langsamer geht.
„Was für ein schöner Ausflug…, dank Dir Steveee…“ lächelte Charlie, in deren brustlangen, seidig- braunen Haaren sich so einige Schneeflocken verfangen hatten; dadurch sah sie noch bezaubernder nach blühend- frischer, hübscher Winter Fee aus.
„Was dankst du mir? Ich danke dir!“ Lächelte ich ebenso zurück.
„Das reimt sich hihi… was dankst du mir? Ich danke dir… waaaahahahaha.“ Hatten wir schon wieder was zu lachen. Denn als sie sich ihrem Cowboy Filzhut aufsetzte berührte sie einen Ast stark genug, dass dadurch eine Schneelawine von vielen Ästen über uns ausgelöst wurde und eine ordentliche Ladung auf der Hübschen ablud.
„Hohoho… siehst du lustig aus…“ musste ich mit ihr los prusten.
„Ich hahaha? Und was ist mir dir Duuu…“ schlug sie absichtlich an Geäst neben mir, so das nun weiterer Schnee auf mich und meine russische Winter- Fellmütze herunter rutschte; allerdings weniger als bei ihr.
„He das ist unfair!“ Schnappte ich mir eine Handvoll von dem schön pulvrigen Schnee und warf es ihr sanft ins hübsche Gesicht, mit dem warm funkelnden, braunen Augen.
„Gemeiner Kerl, na warte…“ konterte sie mit einer weiteren Ladung, verfehlte mich jedoch halb, fluchte und lachte volle Freude an diesem dämlichen, aber lustigen Kinderspiel… und schon steckten wir in einer kleinen, wilden, sehr amüsanten Schneeschlacht. *lach*
Zurückgekehrt machten wir uns fertig für die Sauna und wärmten und darin, zusammen mit einem sympathischen Gäste Paar, genüsslich gut auf. Abendessen nahmen wir alle im großen Gemeinschaftsspeiseraum und ich staunte ein bisschen darüber, wie viele nicht- Russen aktuell Gäste bei Slava waren. Gut zwei Dutzend Leute futterten hungrig von den Tagsaktivitäten, an mit vielen Leckereien überladenen Tischen.
Natürlich wurde dabei auch munter geplaudert; vor allem einige Russen hatten eindeutig auch schon ordentlich Wodka getankt und war die Geräuschkulisse dementsprechend laut. Die Meisten blieben so etwa bis 22-23 Uhr im Gemeinschaftsraum, wo Geschichten erzählt wurden, wir Blödsinn machten und in der Gemeinschaft Spaß hatten.
Nikachen und ich gingen gegen 2240 Uhr ins große, einfache, aber auch sehr bequeme Bauernbett, mit sehr dicken Daunenfeder Kissen und Bettdecken, sehr dicker, für meinen Geschmack etwas zu weicher Matratze. Ein Bett in dem du regelrecht versinkst… und man ganz wundervoll kuscheln und schmusen kann. Wir liebten uns noch zärtlich ein gutes halbes Stündchen, dann schlummerten wir bald in Löffelchen Stellung ein; Nika wundervoll weiblich- weich vor mir…. *schnarch*








Montag, 9. Dezember 2019
Nach einem kräftigen Frühstück, fuhren wir in einer Gruppe zum kleinen Provinz Ort Lowosero, einem Dorf in der Oblast Murmansk mit gerade mal 2871 Einwohnern. Wikipedia Dort kauften wir auf einem Markt frische, schon von der Luftkälte tief gefrorene Lebensmittel ein und hatten Spaß beim schwätzen mit Marktfrauen und anderen Käufern aus der Region.
Dann unternahmen wir dick eingemummelt gemeinsam eine lustige ‚Schlitten’ Fahrt, in einfachen, mit Kufen versehenen Holztrögen, die von einem alten russischen Traktor gezogen wurden, der auch bei Minus 50° noch zuverlässig arbeitet. Natürlich schluckt das Ding auch Unmengen an Diesel stößt wenig umweltschonend dicke, schwarze Russwolken aus. Ein Umweltbewusstsein ist in Russland bei den Meisten immer noch äußerst schwach ausgeprägt, respektive gar nicht vorhanden.
Später futterten wir aus einer riesigen Goulaschkanone, heißen russischen Eintopf mit vermutlich allen Zutaten die sie finden und dieser Verwertung zuführen konnten…, aber es schmeckte köstlich und wärmte uns von innen gut auf.
Wir hatten eine Menge Spaß als Gruppe und zurück bei Slava, gingen wir auch wieder Eisbaden, danach in die Sauna. Vielen Russen und andere Fans von Eisbaden & Sauna schwören darauf und machen das mindestens einmal täglich. Viele Kinder lernen das hierzulande von klein auf, halten es somit auch für völlig normal und fraglos ist das auch gesund, wenn du ansonsten ebenfalls körperlich gesund bist.
Leute mit Kreislauf- oder Herzproblemen, wie ich sie ja auch etwas habe, dürfen das aber nur mit Vorsicht und Überlegung betreiben. Es kann dabei helfen das es einem besser geht, Kreislauf und Herz wieder Fitter werden, kann aber auch gefährliche Anfälle auslösen, wenn man zu leichtsinnig damit umgeht. Bist du durch regelmäßiges Eisbaden oder gar von Kindheit an daran gewöhnt, spricht sicherlich absolut nichts dagegen, solange man ansonsten auch gesund ist.
Aber Anfänger oder Leute wie ich, die das nur selten machen, sollten sich immer erst langsam und kurz daran gewöhnen, dabei genau auf die Reaktionen ihrer Körper achten. Nach und nach kann man die Dauer und Intensität steigern, also im Grunde wie in jedem anderen Training auch. Nur leichtsinnige Idioten kommen auf die Idee, gleich zu Anfang ins Eiswasser zu springen, was einen heftigen Schock auslösen kann, der schlimmstenfalls sogar zum Tode führt.
Da ich früher, vor Beginn meiner inzwischen gut unter Kontrolle befindlichen Herzprobleme, zwar nicht viel Eisbaden war, aber gerne auch bei kühler Witterung in Seen schwamm, Sauna liebte usw., ein kopfgesteuerter, vernünftiger Mensch bin, kann ich gut damit umgehen. Noch vor vier- fünf Jahren, als meine Herzprobleme, Vorhofflimmern, Rhythmusstörungen usw. schlimmer waren, hätte ich das nicht riskiert.
Auch jetzt bin ich immer noch vorsichtiger als die Meisten, übertreibe nicht und halte mich meist auch wesentlich kürzer im Eiswasser oder den oft extrem heißen, russischen Banjas auf, als andere. Dann ist es Ok, bringt deinen Kreislauf in Schwung, steigert die körperliche Fitness, Widerstandskraft usw. Also mache ich dabei auch gerne begrenzt mit. *smile*
Natia zum Beispiel, die toll gebaute Nackedei Nudisten Blondine schwört auch darauf, dass es gut für ihre Haut und Figur ist. Bedenkt man (betrachtet Mann sich) das sie sich tatsächlich bereits der 30er Marke nähert, aber eine so knackige Figur und Aussehen wie eine 20 Jährige hat, kann und will Mann ihr schwerlich widersprechen. *grins*
Danach machten Nika und ich einen romantischen Spaziergang durch die Winterlandschaft, zu einem hübschen, klassizistischen Pavillon, wo wir ein bisschen in der Eiseskälte schmusten. Ich rauchte genüsslich eine und als es uns, vor allem mir zu kalt wurde, gingen wir in unsere Datscha. Wir tranken heißen, russischen Tee mit etwas Gebäck und sprachen ausführlicher über die Entwicklungen in Dnipro. Wird Zeit das ich dort auch mal wieder hinkomme und mir genauer anschaue, was sich im vergangenen Jahr so getan hat.




Dienstag, 10. Dezember 2019
Noch vor Sonnenaufgang kletterten wir gähnend aus den Federn, duschten, frühstückten und machten uns fertig für einen Hundeschlitten Ausflug. Da eine erhebliche Strecke geplant war, östlich in die verschneite Tundra Richtung Krasnoshchelye, wollten wir so früh als Möglich starten.
Richtige Straßen oder auch nur verschneite Feldwege, gibt es dort nicht mehr; nur noch mehr oder weniger stark zugeschneite Wildnis und vielleicht noch erkennbare Spuren von Schneemobilen oder Hundeschlitten, mit denen Einheimische oder Touristen mit Führern unterwegs waren oder sind.
Für arktische Verhältnisse passend dick eingemummelt, mit Vorräten und für den Notfall auch mit zwei Iridium Satelliten Telefonen ausgestattet, ging es bei Minus 8° los und freuten wir uns schon sehr auf dieses Abenteuer. Ein erfahrener Führer von Slava begleitete uns natürlich auch, denn für Ortsfremde kann das durchaus schnell gefährlich werden.
Die Schlittenhunde, keine Ahnung ob die in Russland auch Huskys heißen oder der selben Rassen entsprechen, legten mit der typischen Lust solcher Tiere am Laufen los und das mit beachtlichem Tempo. Zunächst ging es länger über einen flachen und natürlich tief zugefrorenen See, wo es für die tollen Hunde nur den Reibungswiderstand der Schlitten, plus das Gewicht  der darauf befindlichen Menschen und Ausrüstung zu überwinden galt. Trotzdem beachtlich welche Kraft diese schönen Tiere haben und wie lange sie das durchhalten können.
Rundum wunderschöne Winterzauber Landschaften und keine Menschenseele weit und breit, nur tiefe Wildnis. Bären gibt es in der Gegend auch, aber die liegen jetzt im Winterschlaf, also haben wir zur Sicherheit Gewehre dabei. Aber normalerweise braucht man wilde Tiere nicht zu fürchten. Die hören oder wittern uns schon lange im Voraus und gehen sozusagen aus dem Weg.
Auf dem Land, wo die Schlitten und Hunde deutlich langsamer voran kamen, es sei denn es geht mal über eine flache, verschneite Ebene oder sogar etwas Bergab, pausierten wir gegen 1030 Uhr zum ersten Mal. Hunde und Menschen bekamen Futter zur Stärkung; wir Zweibeiner auch noch gut heißen Tee zum aufwärmen, aus für die Arktis optimierten Thermoskannen.
Wir Menschen vertraten uns die Füße und die Bewegung nach längerem stillsitzen in den Schlitten, tat richtig gut und wärmte zusätzlich. Aus Spaß an der Freude, schoss ich auch ein paar reizend schöne ‚nackige Schneekönigin’ Pics mit der wunderschönen Nika. Fantastisch wie fotogen sie immer ist und wie umwerfend schön weiblich sie posieren kann. Auch FFN (Full Frontal Nude), wie es in der Fachsprache heißt, wirkt sie niemals primitiv- pornografisch, sondern einfach immer total schön bezaubernd als frauliches Aktmodel.
Natürlich hatten praktisch alle auf diesem Ausflug ihre Kameras oder guten Smart Phones dabei und durften begeistert mit knipsen. Das ergab dann fast so eine Art kleinen Kursus in schöner Aktfotografie, was allen sehr gefiel… und den Männern gefiel natürlich besonders Nika, wie könnte es anders sein?! *schmunzel*
Der erfahrene Führer, ein echter Naturpark Ranger und sympathischer Naturbursche, drängte ein bisschen und mahnte uns, nicht zulange herum zu trödeln. Wir hatten noch ordentlich Strecke vor uns und deshalb packten wir dann auch gleich zusammen und fuhren weiter.
Da die Strecke jetzt deutlich schwieriger wurde, durfte nur noch max. eine Person im den von je sechs Hunden gezogenen Schlitten sitzen; der jeweils Andere musste hinten auf die Kufen, lenken helfen, notfalls mitlaufen und schieben, sonst wären auch diese energiegeladenen Hunde zu schnell erschöpft und kämen nicht mehr voran.
Das übernahm ich sogar gerne, denn dadurch hatte ich etwas Bewegung, konnte mich leichter warm halten und wirklich anstrengend war es für uns Zweibeiner nicht; die meiste Arbeit machten unverändert die Hunde. Nur wenn man mal steckenbleiben oder in ähnliche Schwierigkeiten kommen würde, müssten auch wir heftiger anpacken. Allerdings ging es jetzt auch nur noch in gemütlichem Schritttempo voran, denn das Gelände wurde rauer.
Kaum noch flache Abschnitte, oft in das Mittelgebirge ansteigende Strecken, zwischendurch auch mal flott Abwärts in Senken und Täler. Machte mir echt Spaß, wobei man aber auch nicht zu leichtsinnig werden sollte. Und es empfiehlt sich auch, immer gut auf die treuen Laufhunde zu achten. Die zeigen es kaum wenn sie z. B. kleinere Verletzungen haben sollten oder erschöpft sind; die Tiere rennen sozusagen bis sie tot umfallen, wenn ihre menschlichen  Schlittenhundeführer nicht auf sie aufpassen.
Gegen 1315 Uhr pausierten wir zum zweiten Mal, stärkten uns und die Tiere. Mit einem arktisfesten Campingbrenner wurde frischer, heißer, starker und ebenso gesüßter Tee zubereitet, was dir in solcher Kälte Energie zuführt und dich herrlich von innen wärmt. Warmes Essen gibt es erst an unserem Ziel, einem klassischen, zweistöckigen Blockhaus, sehr malerisch in einem tief verschneiten, kleinen Tal gelegen. Dort gibt es sogar eine sprudelnde, heiße Quelle, mit kleinem Teich und Bach, der erst irgendwo weiter entfernt genug abgekühlt ist, um zuzufrieren. Das Wasser soll etwa 35° haben, also ideal für ein heißes Nacktbad zum aufwärmen, nach einem langen, tollen Tag in subarktischer Kälte. *freu*
Aber erst stürmten wir das schon auf unsere Ankunft vorbereitete Blockhaus, verteilten unsere Sachen in den einfachen Schlafstätten und feuerten den Kamin kräftig an. Die Tiere wurden zuerst mit Futter versorgt und in der bald immer dunkleren Dämmerung futterten wir selbst köstliche Fleischspieße, von einem Grill über dem Kaminfeuer. Dazu eingelegtes Gemüse, gegrillte Kartoffeln und weitere, typisch russische, kräftige Leckereien. *yummy
Bestens gelaunt stürmten danach alle für ein himmlisch erholsames, ungeniertes Nacktbad in den heißen Tümpel. Ein perfekt schöner und besonders in der Nacht mit funkelndem Sternenhimmel darüber romantischer Natur- Whirlpool, wie man ihn sich besser auch nicht planen und bauen könnte. Leider hatten wir recht starke Bewölkung, so das von Sternen, Vollmund oder Nordlichtern nichts zu sehen war.
Trotzdem war es in dem diffusen, wenigen Licht der Nacht, umgeben von der verschneiten Winterzauber- Wildnis und in klirrender Kälte von etwa 12° Minus, sehr romantisch. Da muss man sozusagen unvermeidlich mit der Geliebten schmusen und zwei andere Paare setzten sich mit eindeutigen Absichten etwas weiter in die Dunkelheit ab, machten fraglos richtig Liebe. *grins*
Auch ich bekam vom knutschen im herrlich warmen Wasser einen heftigen Ständer, was Nikachen natürlich auch erregend schön fand und lächelnd machten wir es den Anderen nach. Romantischer und erregender als hier in dieser Situation, kann man kaum Liebe miteinander machen und so liebten wir uns gleich zwei Mal sehr intensiv und kurz hintereinander. *smile*
Zurück in dem urgemütlichen, bewusst einfach gehaltenen Blockhaus, hockte unsere Gruppe noch bis knapp 2200 Uhr zusammen. Es wurde gelacht, geplaudert, Geschichten erzählt und natürlich floss auch der Wodka in nicht geringen Mengen, in etliche Kehlen. Sogar Nika und Charlie hatten einen ordentlichen Schwips und bezauberten die Anwesenden auf besonders liebreizende Art. Der Führer tat sich als waschechter Russe auch keinen Zwang an und hielt mit; nur ich war mal wieder der einzig Nüchterne.
Dann gingen wir alle, müde vom Tag schlafen und bald darauf hörte man in der ganzen Hütte nur noch Schlaf- und Schnarchgeräusche… *schnarch*





Mittwoch, 11. Dezember 2019
Vor dem Frühstück, gingen wir bei eisigen Minus 14° noch mal in dem kongenialen Natur- Heißwasser- Whirlpool baden. Dann wurden die Hunde gefüttert und danach stärkten wir uns mit sehr kräftigem Futter, Bratkartoffeln mit Speck, Zwiebeln, Kräutern, Rentierfleisch und dazu das typische, eingelegte, russische Gemüse, für den kalten Winter Tag.
Nun trennte sich unsere Gruppe; 4 Schlitten mit 7 Gästen und dem erfahrenen Führer, starteten für eine Etappe weiter Nordöstlich in ein Naturschutzgebiet. Nika, Charlie und ich, werden mit zwei Schlitten und einem weiteren erfahrenen Ranger, der im Laufe des Vormittags hier ankommen wird, Richtung Süden zum weißen Meer starten. Das sind Luftlinie 120 km, über Land also deutlich mehr und somit schaffen wir das nicht an einem Tag, mit Hundeschlitten durch weglose Wildnis.
So hatten wir Vier also noch Zeit, uns in dieser wunderschönen, subarktischen Winterzauber Landschaft umzuschauen und einsame Einsiedler zu spielen. Vor Mittag wird es der andere Tourführer wohl kaum hierher schaffen, braucht dann für sich und seine Hunde Erholungspause und gutes Futter zur Stärkung.
Vielleicht wäre es sogar angebracht, wenn wir noch eine weitere Nacht hier verbringen und erst Morgenfrüh starten. Wir haben ja keinerlei Eile, dieser Platz hier ist sehr bezaubernd, der Naturpool mit Heißwasser ist ein Traum und die nächste Etappe nur mit uns, wird ja ausschließlich von mir bezahlt; also richtet sich der Führer sicherlich gerne nach unseren Wünschen.
Zunächst spazierten wir dem ablaufenden Wasser der heißen Quelle entlang nach; dort wo es den steil eingeschlossenen, schnell fließenden Bachlauf verlässt und wieder einen flachen Tümpel bildet, ist es auch genügend abgekühlt um schnell zuzufrieren. ‚Spazieren’ ist dabei ein bisschen euphemistisch, denn es geht ja durch natur belassene Wildnis, teils ziemlich tiefem Schnee und viel Geäst.
Zwecks Produktion schöner Fotos der reizenden Frauen, dick eingemummelt in arktische Kleidung könntest du sonst Männlein nicht von Weiblein unterscheiden und kaum erkennen, dass es sich überhaupt um Menschen handelt, knipste ich Charlie noch nahe der Hütte in hübscher, ansonsten viel zu dünner Kleidung.
Nika sowieso wieder bezaubernd nackig, aber besser auch noch in Hüttennähe. So konnten sie sich dann ausreichend aufwärmen und gut einpacken. Bei 14° Minus und einem Windchill der es wie gefühlte 18-20° Minus wirken lässt, darf man nicht Leichtsinnig werden. Selbst eine so waschechte, kälteresistente Russin wie Nika, kann da doch verdammt schnell gefährlich unterkühlen.
„So ein wunderschöner, romantischer Wintertraum Platz; meinetwegen können wir Wochenlang hier bleiben!“ Lächelte die so natürlich Charlie begeistert, die Natur und einfaches Leben wirklich liebt.
„Meinetwegen auch; ist doch himmlisch mit dieser heißen Quelle als Whirlpool vor der Datscha. Kannst du uns als Jäger ernähren, beschützen und durchbringen Steve?“ Strahlte Nikachen gleich mit Charlie um die Wette und die zwei frechen stichelten süß- lieb- anzüglich über meine Qualitäten als Mann, Jäger mit großem ‚Speer’, Beschützer vor wilden Tieren und Ernährer. *lach*
„Das solltet ihr euch gut überlegen! Wenn ihr hier frech werdet, schmeiß ich euch raus in die Kälte und lass es erst wieder rein, wenn ihr ganz brav und gehorsam darum bettelt, den großen Jäger und Herren nach Strich und Faden verwöhnen zu dürfen!“ Grinste ich und warf pulvrigen Schnee nach den Frechen.
„Aaahhh… na warte…, auf ihn Charlie!“ Führte das natürlich zu einer wilden Schnee Schlacht, wobei wir lachend geradezu durch Schneewehen kugelten und danach völlig weiß voller Schnee wie Schneemenschen aussahen.
Zurück an der Blockhaus Datscha zogen wir uns aus, sprangen nackig durch den Schnee zum himmlischen Natur Pool ins heiße Wasser und wärmten uns wieder herrlich entspannend auf. Genial wirklich ein wundervolles Plätzchen.
Gerade waren wir abgetrocknet und umgezogen zurück im Haus, es war kurz vor 12 Uhr und begannen mit den Vorbereitungen für Mittag, da traf auch unser neuer Führer mit seinem Hundeschlitten ein. Juri ist ein sympathischer junger Mann von ca. 25; so ein richtig kerniger, russischer Naturbursche, auch ziemlich gut aussehend, der hier aufgewachsen trotz seiner Jugend sehr viel Erfahrung in arktischer Schnee- und Eiskälte hat.
Großes Hallo und Begrüßung, auch mit den begeistert jaulenden Schlittenhunden, die selbstverständlich als erstes mit Futter versorgt wurden. Unsere hier gebliebenen Hunde begrüßten ebenso jaulend und begeistert ihre Artgenossen und das Futter, was zu einer menge Radau führte. Diese schönen Tiere sind sehr genügsam; selbst im schlimmsten, arktischen Schneesturm bleiben sie angebunden mit wenigen Metern Bewegungsspielraum im freien.
Manchmal findet man sie dann kaum wieder, weil sie völlig zugeschneit nicht mehr von der Umgebung zu unterscheiden sind und sie nur durch kleine Löcher nach außen atmen. Das Einzige was sie verlangen, ist ausreichend Futter und möglichst viel laufen zu können, sowie ab und zu ein bisschen menschliche Aufmerksamkeit und Zuneigung. Dann sind sie dir als zweibeinigem Rudelführer oder Alpha Tier, sehr treu und rennen vor Schlitten gespannt, wie schon erwähnt, nahezu bis sie tot umfallen.
Dann kochten wir gemeinsam im Blockhaus für uns kräftiges Futter und Juri war sichtlich beeindruckt von der Schönheit und dem Liebreiz Charlies und Nikas. Wir besprachen mit ihm seine eigene Zeitplanung , um abzuklären wie viel Zeit er für und mit uns verbringen könnte, bevor er z. B. der Pflicht nachkommen müsste, sich um eine andere Gruppe zu kümmern. Damit wir wissen, ob wir wirklich noch etwas länger hier bleiben können usw.
Er meinte, dass er eigentlich Samstag in Luvenga, an der Kandalakscha Bucht sein müsse, um eine Touristengruppe ins Naturschutzgebiet der Kandalaksha State Nature Reserve zu führen. Aber wenn wir das wirklich und ihn länger als Führer wünschten, könne er versuchen über Funk eine Vertretung für die andere Gruppe zu organisieren. An sich gäbe es immer genug Kollegen, die nur zu gerne solche Touren übernehmen, weil sie damit deutlich mehr Geld und Trinkgelder bekommen.
Da uns Juri gut gefiel, er ein sympathisch- cleverer Typ ist und ich ihn mit meiner Menschenkenntnis auch als vertrauenswürdig und zuverlässig einstufte, meinte ich er solle es versuchen und vereinbarte mit ihm ein ordentliches Salär für seine Dienste. Als sehr welterfahrener Mann, auch in abgelegenen Weltgegenden, könnte ich auch hier fraglos alleine zurecht kommen, ohne allzu leichtsinnig zu große Risiken einzugehen.
Aber hier bin ich völlig fremd und meine Erfahrungen beziehen sich eher auf tropische Weltregionen. Wozu also unnötige Risiken eingehen? Außerdem dient so ein hilfreicher Führer quasi auch der eigenen Bequemlichkeit, denn er übernimmt die meiste, anfallende Arbeit. Juri kennt sich hier seit seiner Kindheit aus, wie in der sprichwörtlichen, eigenen Westentasche und nicht zuletzt wäre so ein Extra Salär für ihn fraglos auch ein sehr willkommenes Zusatzeinkommen. Und es dient auch dem von mir stets bevorzugten ‚echten’ Kontakt zu Einheimischen.
Mit Hilfe meines Iridium Satelliten Telefons klappte der Kontakt von Juri zu seiner Zentrale schnell und leicht und schon nach dem Mittagessen wussten wir, dass er uns weiterhin zur Verfügung stehen kann.
Also ließen wir es ganz ruhig angehen und beschlossen zunächst, noch mindestens eine weitere Nacht hier an diesem verzauberten Wintertraum Platz zu bleiben. Den ganzen Tag blieben die Temperaturen unter 10° Minus; erst am Abend drehte der Wind und führte leicht ‚wärmere’ Luft herbei, so das es ‚nur’ noch Minus 7° hatte, wobei auch leichter Schneefall einsetzten. Kalt genug für meinen Geschmack, aber doch auch spürbar anders, als die eisigen Minus 14° zuvor.
Nach einer weiteren Wanderung durch die zauberhaft verschneite Umgebung und Wildnis, stiegen wir am frühen Abend natürlich vergnügt wieder nackig in den himmlischen Natur- Whirlpool und entspannten in dem heißen Wasser aus der Quelle. Das brachte den sympathischen Naturburschen Juri etwas in Verlegenheit, weil er körperlich instinktiv auf die wunderschönen, weiblichen Reize von Charlie und Nika reagierte. Aber wir schmunzelten nur darüber, ist ja schließlich wirklich ganz natürlich und verständlich und so lachten wir gemeinsam ohne falsche Scham über Juris Reaktion.
Letztlich ist er dann ja doch auch ein typischer, nordischer Russe und somit auch an gemischte Banjas und den Anblick nackter Frauen usw. gewohnt. Nur solch umwerfende Schönheiten wie Nika, sind da halt normalerweise nicht dabei und die Russen reagieren gewöhnlich auch ganz locker natürlich darauf, wenn sich ein junger Mann nicht so ganz unter Kontrolle hat.
Die jungen Frauen fanden das und besonders seine leichte Verlegenheit auch nur süß und nahmen es ihm nicht im Geringsten krumm. Und er es den Frauen nicht, dass sie ihn auf typisch weibliche Art frech ein bisschen damit aufzogen und darüber kicherten. Juri ist übrigens ethnisch halb Same und dieser nordischen Kultur verbunden.
Nach Mitternacht, bei einer Pinkel- Schlafunterbrechung, stellte ich fest dass der Schneefall aufgehört und der Himmel aufgeklart hatte. Außerdem gab es kurzzeitig mal wieder unglaublich faszinierende Nordlichter zu bewundern. Aber leider waren sie so schnell wieder vorbei, dass ich nicht mehr dazu kam Nika und Charlie zu wecken.
Immerhin gelang mir noch ein Foto…, aber kein auch noch so gutes, hochauflösendes Foto, kann auch nur annähernd wiedergeben wie Beeindruckend es ist, als winziger Mensch unter dem Himmelsgewölbe zu sehen und das zu sehen, ja zu spüren! Andererseits liegen viele Lichtfrequenzen von Nordlichtern oft in Bereichen, die man mit menschlichen Augen nur schwer oder gar nicht wahrnehmen kann. dann zeigen moderne Digitalkameras oft viel mehr, als man mit den Augen zu sehen bekommt.











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